[ORF Kärnten] Zwist um künftige Trassenführung im Raum Klagenfurt und Wörthersee

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  • Leider sieht man die Karte mit den Varianten nur schlecht, aber:

    Da steht doch ernsthaft die Möglichkeit der Auflassung der Bestandsstrecke, falls sie nicht für den Regionalverkehr genutzt werden sollte.
    Was ist das für eine Idiotie?

    Edit: ok, die meinen das vl doch ernst. Es gibt ein (altes, aus 2005 stammendes) PDF "Visionen Zentralraum Kärnten 2025" online. Darin denkt man tatsächlich über eine (Teil)Auflassung der Bestandsstrecke nach!
    Begründet in der Besserung der Lärmbelästigung für teils gerademal 2000 Leute nachts bzw. der Schaffung neuer Tourismusbetten im Premiumsegment, da mit Seeblick.
    ktn.gv.at/27141_DE-Berichte-Vision_2025

    Die 20 Jahre werden wohl aufgrund der vielen Tunnelabschnitte eher Wunschdenken sein, wenn man bedenkt, wie lange SBT und Pottendorfer nun schon brauchen.

    Da bin ich voll bei @grubenhunt.
    Die bestehende Strecke sollte genutzt werden. Kostet bestimmt zwar auch Geld, aber bei weitem nicht soviel wie die angedachten Varianten.
    Für die Schnellbahn kann man ja ggf noch bis Feistritz ausbauen.

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  • Die WKO hat wohl viel Interesse, dass nach SBT, Koralm und BBT weiter Tunnel gegraben werden und die Touristiker wollen wohl noch immer im Stile des letzten Jahrhunderts den Kunden mit dem dicken Nobelschlitten, denn Straßenlärm stört ja keinen.

    Wenn man den "Bericht" liest, dann ist die Einstellung der Bahn für Kärnten ja ein Milliarden-Geschäft.
  • Anrainer fordern Güterzug-Nachtfahrverbot

    Der Bahnverkehr auf der Wörthersee-Strecke zwischen Klagenfurt und Villach macht den Anrainern zu schaffen. Einmal mehr forderten am Mittwoch Bürgerinitiativen die Politik zum Handeln auf. Es fehle immer noch an dringend notwendigen Lärmschutzmaßnahmen.

    Online seit heute, 13.50 Uhr

    Die Pressekonferenz der Bürgerinitiative „Stop den Bahnlärm“ fand am Spielplatz des Kindergartens in Pörtschach, der direkt an die Bahntrasse grenzt, statt. Mehrmals wurde die Veranstaltung von vorbeifahrenden Zügen unterbrochen, aufgestellte Messgeräte zeigten dabei eine Lärmbelastung weit über den Grenzwerten an.
    Laut Christoph Neuscheller, Sprecher der Bürgerinitiative, wurden 90 Dezibell*) (sic!) gemessen: „Das ist die 32-fache Grenzwertüberschreitung. Die WHO spricht von 40 Dezibell
    , die in der Nacht als Gesundheitsgrenzwert festgesetzt wird.“
    Einmal mehr wurde daher ein sofortiger Ausbau des Lärmschutzes gefordert, auch ein Nachtfahrverbot müsse – für Güterzüge ab 2020 – eingeführt werden. Das sei auch in Deutschland umgesetzt worden.
    Dezibell-Messgerät. Foto: ORF

    Trassenverlegung: Studie noch ohne Ergebnis

    Werden Koralm- und Semmeringtunnel fertig sein, werde die Belastung noch größer. Die Bürgerinitaive spricht von einer Güterzuglawine und fordert wiederholt eine Verlegung der Gütertrasse weg vom Wörthersee. Eine Studie zu einer solchen Trassenverlegung für den Zentraltraum Kärntens wurde zwar bereits im Verkehrsministerium in Auftrag gegeben, noch gibt es aber keine Planungsergebnisse.
    Mitglieder der Bürgerinitiative bei Pressekonferenz. Foto: ORF
    Studienergebnisse ausständig
    Laut Silvia Häusl-Benz, der Bürgermeisterin von Pörtschach (ÖVP), hätten die Bürgermeister entlang der Strecke bei Ex-Minister Hofer vorgesprochen. Dort wurde vor zwei bis drei Monaten die Aussage getätigt, dass die Studie im nächsten Jahr fertig sein werde.
    Auch die Sattnitztrasse über Klagenfurt soll dabei geprüft werden. Die Bürgerinitiativen haben unterdessen selbst eine Gesundheitsstudie in Auftrag gegeben, die die Lärmbelastung entlang der Bahnstrecke aufzeigen soll. Die Ergebnisse werden in den nächsten Monaten präsentiert.

    ORF Kärnten

    *) Leitet sich nicht vom Hundegebell ab, auch wenn uns der ORF das suggerieren will.
    :D
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Die Bürgerinitaive spricht von einer Güterzuglawine und fordert wiederholt eine Verlegung der Gütertrasse weg vom Wörthersee.
    Von woher diese Güterzuglawine herkommen soll, müssen mir die Bürgerinitiativler noch erklären.

    Die Bürgerinitiative gegen den Bau der zweigleisigen Angerschluchtbrücke im Gasteinertal hat seinerzeit auch das Horrorszenario von bis zu 480 täglichen Güterzügen inszeniert, ohne zu begründen, von wo diese herkommen sollen. Was derzeit an Güterzugen über die nachwievor eingleisige neue Angerschluchtbrücke rollt, liegt bestenfalls im mittleren zweistelligen Bereich.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Nochmal kurz zu Klagenfurt-Rosenbach.
    Das Güterverkehrsaufkommen zwischen Villach und Rosenbach ist ja gar nicht mal so gering. Teilweise setzt man hier 3 Tfz, meist jedenfalls Doppeltraktion vor diesen Zügen ein. Findet man auf openrailwaymap die Steigungen raus? So wenig kann die dann hier nicht sein. Jedoch war diese ja einer der Kritikpunkte (neben des Zustandes der Strecke an sich, u.a.) an einer Nutzung Klagenfurt-Rosenbach für diese GzU.