Kollision in Meidling (15.04.2017, Ostersamstag)

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  • Kollision in Meidling (15.04.2017, Ostersamstag)

    Am Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr sind im Bahnhof Wien Meidling zwei Züge kollidiert - einer davon dürfte ein Personenzug gewesen sein, heißt es von Seiten der Polizei. Die ÖBB bestätigten den Unfall gegenüber der "Presse". Es gebe mehrere Verletzte. Genauere Informationen gibt es noch nicht. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

    Laut Online-Information der ÖBB sind in Wien Meidling derzeit keine Zugfahrten möglich. Man werde den Schaden so rasch wie möglich beheben. "Planen Sie derzeit 60 Minuten mehr Reisezeit ein".


    Quelle : Die Presse
  • Einer der beiden ist der ORF TVthek railjet, der vierte Wagen ist umgekippt. Der Gegner ist auf den ersten Bildern nicht ersichtlich, vielleicht eine 1144 von einem Doppelstockwendezug im Hintergrund.

    Der RJ war, wenn die Verspätungsbestätigung von der ÖBB stimmt, vermutlich der aus Wien Hbf kommende RJ 631. Die Ankunft hat er im System noch ausgelöst, den Bahnhof hat er aber nie verlassen. Den zweiten Zug suche ich noch...

    Nachtrag 2:
    Hab mich durch die diversen Verspätungsinformationen gegraben. Es gibt keinen Zug, welcher in Frage kommt. Von der Lage vielleicht eine Leerfahrt von Matzleinsdorf nach Wien Meidling? Falls es tatsächlich ein Doppelstock-Wendezug war, dann vielleicht der R 2246.

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  • 2246 ist nur ein R und da er erst planmäßig um 16:45 Wien Meidling verlässt, kam er wohl als Verschubfahrt von Matzleinsdorf.

    Um 18:12 soll es in ORF2 eine kurze Sondersendung geben. (Ohne besonderen Inhalt, außer dass die 7 Verletze bestätigt werden und die schwerste Verletzung ein Handbruch ist. Beim ORF gibts wohl ein Osterloch)


    PS: Lt. LPD Wien 7 Verletzte: twitter.com/LPDWien/status/853270721069547520

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  • Zwei Züge im Bahnhof Meidling kollidiert: Sieben Verletzte


    15. April 2017, 18:02

    30 Personen wurden aus den Zügen von Feuerwehr und Polizei in Sicherheit gebracht


    Wien – Bei dem Unglück im Bahnhof Wien-Meidling sind laut ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger zwei Züge zusammengestoßen. Einer der Züge ist zumindest teilweise im Bereich der Bahnsteige vier und fünf entgleist. Polizeisprecher Patrick Maierhofer sprach zunächst von sieben Verletzten. Die schwerste Blessur war demnach ein Handbruch.

    Laut Lukas Schauer, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, wurden 30 Personen aus den Zügen von Feuerwehr und Polizei in Sicherheit gebracht. Die Wiener Berufsrettung versorgte sie. Die Feuerwehr war mit 62 Personen und 21 Fahrzeugen im Einsatz. Im Einsatz stand auch ein Hubschrauber.

    Die Südbahnstrecke war durch das Unglück bis auf Weiteres unterbrochen. Laut Hahslinger dürfte auch eine Oberleitung beschädigt sein. Das Unglück ereignete sich beim Bahnsteig 5, etwa auf Höhe des Bahnhofseingangs.


    Keine Zugfahrten in Wien-Meidling

    Die ÖBB informieren online, dass wegen des Unfalls keine Züge in Wien-Meidling fahren können. Die Sperre soll bis circa 21 Uhr dauern.

    "Die Züge 20, 742, 7624, 370, 538 werden umgeleitet, der Halt in Wien Meidling entfällt. Dadurch verlängert sich Ihre Reisezeit um voraussichtlich 30 Minuten. Die Züge 563, 649, 91 werden nach Wien Westbahnhof umgeleitet, die Halte in Wien Meidling und Wien Hbf entfallen", heißt es aktuell auf der Streckeninformation der ÖBB.

    Behinderungen auch im Straßenverkehr

    Das Zugsunglück sorgte auch im Wiener Straßenverkehr für erhebliche Behinderungen. Laut ÖAMTC war die Eichenstraße zwischen Gürtel und Wienerbergstraße gesperrt. (red, APA, 15.4.2017)



    derStandard.at
  • Nach dem Bild habe ich einen ganz anderen Verdacht:

    Der RJ fährt normaler Weise auf Bahnsteig 5 ein (Aufnahmestandort). Die sichtbaren Wagen stehen aber eindeutig auf der Weiche 306/307 und diese gehen nur zu Bahnsteig 4, 3 und 2. Letztere ist jener wo der R2246 hin wollte. Die Weiche 282/283 wurde wohl unter dem RJ umgestellt, somit nahmen die vorderen Wagen den Weg zum Bahnsteig 5 und die hinteren jenen zum Bahnsteig 2.
    Erklärt warum es das Drehgestell unter dem RJ herausgerissen hat und das Gleis verzogen ist, an einer Stelle wo R 2246 noch gar nicht war. R2246 hat dann wohl nur noch den Steuerwagen erwischt, da er nicht mehr rechtzeitig halten konnte.

    Ich glaube nicht, dass ein Überfahren eines Signales durch den zukünftigen R 2246 eine Umstellung der Weiche ausgelöst hätte. Auch ist es eher unwahrscheinlich, dass ein RJ ein Signal überfährt und so weit durchrutscht. Somit war es wohl eher ein Fehler im Stellwerk oder dessen Mitarbeiter.
  • Mittlerweile habe ich Aufnahmen der 1144 (hat doch einiges abbekommen) und der Weiche gesehen. Es war wie es aussieht doch eine Flankenfahrt. Man sieht am Anfang der DKW (kurz vor der Weichenzuge), dass die Räder aufgeklettert sind und somit an der äußeren Schiene eingefädelt haben und nach rechts umgeleitet wurden.
    Wenn man ganz genau hinsieht, dann sind bei den Einstiegstüren des RJ auf der blauen Seite Beschädigungen zu sehen, welche vom "Abdrücken" stammen. Welche aber deutlich geringer sind, als ich es für notwendig erachtet hätte.


    PS: Wieder ein RJ weniger (zumindest vorübergehend). :S
  • KFNB X schrieb:

    Mittlerweile habe ich Aufnahmen der 1144 (hat doch einiges abbekommen) und der Weiche gesehen. Es war wie es aussieht doch eine Flankenfahrt.

    Der KURIER schrieb gestern dazu Folgendes:
    Insidern zufolge dürfte der Railjet wie geplant unterwegs gewesen sein. Wie der KURIER bereits am Samstag unter Berufung auf einen ÖBB-Insider berichete, könnte der Lokführer des vom Matzleinsdorfer Platz kommenden Regionalzugs ein Signal übersehen haben.

    KURIER
  • Zitat aus dem KURIER:
    Unklar war aber nach wie vor, wie es zu dem Überfahren des Signals kam. "Das müssen wir untersuchen, ob es ein menschliches Versagen oder ein technischer Defekt war, der dazu geführt hat", erläuterte Hahslinger.

    Die Aussage des ÖBB-Sprechers ist nichts anderes, als nicht jetzt schon zugeben zu müssen, dass es menschliches Versagen war. Ein technischer Defekt in Form des Verlöschens des Signalbildes müsste den Tfzf. zum sofortigen Anhalten veranlassen. Und dass das Signalbild "Verschubfahrt erlaubt" anzeigt, obwohl Verschubverbot besteht, wäre (theoretisch) auch nur mit menschlichem Versagen zu erklären.