[I] Diskussion um Rettung der Alitalia durch die FS

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  • [I] Diskussion um Rettung der Alitalia durch die FS

    Rettung der Alitalia durch die FS in Diskussion

    04.05.2017

    Zur Rettung der von der Insolvenz bedrohten italienischen Fluggesellschaft Alitalia ist der Einstieg der Staatsbahn FS Italiane in der Diskussion.

    Alitalia hat am 02.05.2017 einen Antrag auf Sonderverwaltung gestellt. Der Flugbetrieb werde vorerst planmäßig weiterlaufen, drei von der Regierung eingesetzte Sonderkommissare erhalten die Geschäftsführungsbefugnis. Für eine staatliche Rettung wurde jetzt von der Kommune Fiumicino und der Region Latium auch wieder der Einstieg eines Konsortiums aus Finmeccanica und Trenitalia vorgeschlagen. FS-Chef Renato Mazzoncini wiegelte allerdings letzte Woche noch ab, dass dies „derzeit nicht im Interesse des Unternehmens“ liege. Die Idee eines integrierten Systems zwischen FS und Alitalia zur Aufteilung der Fern- und Nahbereichsverkehre hatte bei einer früheren Rettungssituation für Alitalia schon 2013 der damalige FS-Chef Mauro Moretti ins Spiel gebracht. (wkz/cm)


    Eurailpress

    PS.: Wenn sich die FS nicht selbst ruinieren will, muss sie die Finger von Alitalia lassen. Diese ist ein Fass ohne Boden und unsanierbar. 1 Mio. € Verlust pro Tag sprechen eine deutliche Sprache.
  • [I] FS-Chef: Fusion von FS und Alitalia denkbar

    Italiens Bahnchef kann sich Fusion mit Alitalia vorstellen

    Der Chef der italienischen Staatsbahn hat eine Fusion mit der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia ins Gespräch gebracht. Eine solche Verbindung wäre für die Bahn eine Option, sagte ihr Chef Gianfranco Battisti heute. Bisher habe die Regierung einen derartigen Vorschlag aber nicht unterbreitet. Er sehe durchaus Synergien bei einer solchen Fusion, insbesondere bei Tickets und Routen.
    Einst ein Symbol des Wirtschaftsbooms in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg, geriet Alitalia zuletzt in eine wirtschaftliche Schieflage. Vor allem der verschärfte Konkurrenzkampf mit Billigfluggesellschaften und Hochgeschwindigkeitszügen setzte ihr zu. Im vergangenen Jahr wurde Alitalia unter Sonderverwaltung gestellt, nachdem die Beschäftigten den letzten Rettungsplan abgelehnt hatten.
    Derzeit sucht die Regierung nach einem Käufer für Alitalia. Sie will aber 51 Prozent an der Gesellschaft behalten. Die Lufthansa hat Interesse an der Gesellschaft bekundet, jedoch erklärt, sie müsse erst saniert werden.

    ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Staatsbahn soll Alitalia auf Schiene bringen
    Thesy Kness-Bastaroli, 14. Oktober 2018, 20:28
    Regierung in Rom will den Staatsbahnen FS einen Alitalia-Anteil umhängen
    Die unendliche Geschichte der maroden Fluglinie Alitalia geht weiter. Nun soll sich der Staat mit bis zu 15 Prozent am Nationalstolz beteiligen und so Alitalia Flügel verleihen. Die Konstruktion scheint reichlich kühn: Gemeinsam mit den ebenfalls staatlich finanzierten Staatsbahnen FS (Ferrovie dello Stato) und einem internationalen Partner soll die seit Mai 2017 unter Zwangsverwaltung stehende Airline wieder flottgemacht werden.
    Das von Vizekanzler Luigi Di Maio kürzlich präsentierte Sanierungskonzept lässt Fragen offen: etwa die Höhe des Anteils, den FS an Alitalia halten sollen, ebenso wie die Namen etwaiger internationaler Partner, die man nach Rom locken will. Investoren können und sollen ab Montag, 15. Oktober offiziell ihr Interesse bekunden.
    Die AUA-Mutter Lufthansa hatte sich ursprünglich interessiert, machte eine Beteiligung jedoch von der Alitalia-Sanierung abhängig. Nun kursieren Namen wie Delta, China Eastern und Easyjet als mögliche Partner.
    Doch Di Maio dürfte die Rechnung für die wundersame Sanierung der seit 2002 rote Zahlen schreibenden Alitalia ohne den Wirt gemacht haben. Denn Wirtschafts- und Finanzminister Giovanni Tria stellte klar: "Ich bin der Ansicht, dass über Angelegenheiten, die das Wirtschaftsministerium angehen, der Wirtschaftsminister sprechen soll. Bislang habe ich noch nicht gesprochen."
    Ersatzplan
    Dem Vernehmen nach hat Tria bereits einen Ersatzplan ausgeheckt. Tria hatte bereits vor wenigen Tagen nachgeben müssen, als er das Haushaltsdefizit 2019 bei 1,8 Prozent limitieren wollte, dann aber den Vorgaben der beiden Vizekanzler (Luigi Di Maio, Matteo Salvini) von 2,4 Prozent weichen musste. Noch einmal werde er nicht nachgeben, eher zurücktreten, heißt es in Rom. Ein Rücktritt des unparteiischen Wirtschaftsministers würde die prekäre Lage Italiens auf den Finanzmärkten zweifellos verschärfen.
    Auch wenn sich Luigi di Maio siegessicher hinsichtlich der geplanten Alitalia-Teilverstaatlichung zeigt, so muss das Rettungskonzept noch von Brüssel und von der halbstaatlichen Cassa depositie prestiti (Cdp) notifiziert und abgesegnet werden. Denn die Cdp sollte die neue Holding mit Beteiligungen an den Staatsbahnen und Alitalia mit angeblich zwei Milliarden finanzieren.
    Fraglich ist auch der Plan, einen Teil des 900-Millionen-Euro-Überbrückungskredits in Aktien zu wandeln. Der Kredit ist bis Ende Oktober zurückzuzahlen.
    Last but not least meldete auch der Koalitionspartner, die rechtspopulistische Lega, Bedenken an. Denn 2008 war die einstige Staatsfluglinie bereits in die Insolvenz geflogen – und dann privatisiert worden. Nun soll der Staat neuerlich einspringen. Die verschiedensten, allesamt nicht erfolgreichen Alitalia-Sanierungsversuche kosteten den Steuerzahler seit 2002 über neun Milliarden Euro. (Thesy Kness-Bastaroli, 15.10.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Italiens Staatsbahn will Alitalia übernehmen

    Das staatlich kontrollierte italienische Bahnunternehmen Ferrovie dello Stato will ein Übernahmeangebot für die marode Fluggesellschaft und einstige Staatslinie Alitalia abgeben. Das habe die Führung der Staatsbahn formell beschlossen, hieß es in einer offiziellen Mitteilung heute Abend.
    Der Schritt war erwartet worden und ist Teil eines Rettungsplans der populistischen Regierung in Rom. Finanzielle Details des angekündigten Übernahmeangebots wurden zunächst nicht bekannt.
    Verweis auf „wichtigen, internationalen Partner“
    Vizeregierungschef und Industrieminister Luigi Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung hatte vor zweieinhalb Wochen angekündigt, die Regierung wolle zusammen mit der Staatsbahn und einem internationalen Partner die Fluggesellschaft wieder flottmachen. Der Staat werde etwa 15 Prozent des Kapitals übernehmen, sagte Di Maio. Offen blieb zunächst, welchen Anteil die Eisenbahn künftig halten soll.
    Auch über den potenziellen ausländischen Investor schwieg sich Di Maio aus. Es werde aber ein „wichtiger, internationaler Technikpartner“ sein, sagte er damals der Finanzzeitung „Il Sole 24 Ore“.
    Alitalia hatte im Mai 2017 Insolvenz angemeldet und fliegt seither dank eines 900-Millionen-Euro-Brückenkredits der Regierung weiter. Die Insolvenzverwalter sollen bis zu diesem Mittwoch neue Eigentümer finden. Anderenfalls könnte die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen die staatliche Finanzierung einleiten.

    ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Italien: FS Italiane beteiligt sich nun doch an Alitalia-Rettung
    15. Februar 2019
    Die amerikanische Delta Air Lines und die britische EasyJet werden zusammen mit der Staatsbahn FS Italiane (Ferrovie dello Stato) und der italienischen Regierung die Rettung der ehemaligen Fluggesellschaft Alitalia übernehmen.
    Die beiden Fluggesellschaften hatten ihr Interesse bekundet, nun wird die FS mit ihnen die Verhandlungen aufnehmen. Dies hat der Verwaltungsrat der FS entschieden. Zuvor entschied ein Gipfel in Anwesenheit von Premierminister Giuseppe Conte, Vizepräsident Luigi Di Maio und Wirtschaftsminister Giovanni Tria, dass die Regierung bereit sein wird, sich unter der Voraussetzung der Nachhaltigkeit des Industrieplans und im Einklang mit den europäischen Vorschriften an der Gründung von Nuova Alitalia zu beteiligen. (wkz/cm)

    www.eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Rom verschiebt Entscheidung über Alitalia erneut

    Die italienische Regierung hat die Entscheidung über die Zukunft der insolventen Fluggesellschaft Alitalia erneut verschoben. Bis spätestens 15. Juli soll die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) nun ein endgültiges und verbindliches Angebot vorlegen, teilte das Wirtschaftsministerium gestern Abend mit. Gesucht wird ein Mitinvestor für die Pleiteairline. Bis zum zuvor gesetzten Fristende am 15. Juni war dieser nicht gefunden.
    Die frühere staatliche Airline hatte bereits Anfang Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Seitdem kann sie nur dank Staatskrediten von mittlerweile 900 Millionen Euro ihren Flugbetrieb aufrechterhalten. Diese Staatshilfe war zunächst nur als vorübergehender Rettungsanker gedacht, doch Italiens Regierung musste die Kreditlinie immer wieder verlängern.
    Mangels Interessenten wählte Wirtschaftsminister Luigi Di Maio die FS aus, sich um Alitalia zu kümmern. Allein schultern kann die Bahngesellschaft die Übernahme jedoch nicht. Zuletzt soll der Fußballunternehmer Claudio Lotito, Besitzer des Serie-A-Clubs Lazio Rom, Interesse bekundet haben. Vizepremier Matteo Salvini hatte jedoch gesagt, er bevorzuge für eine Airline mit etwa 11.000 Angestellten einen Investor, der im Luftverkehr und nicht im Fußball Erfahrung habe.


    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neu

    Alitalia-Rettung: Vier Angebote eingereicht

    Geht es nach den Plänen der italienischen Regierung, soll die angeschlagene italienische Fluglinie Alitalia künftig mit einem derzeit gesuchten Teilhaber wieder aus den roten Zahlen fliegen. Wie Vizepremier und Industrieminister Luigi Di Maio (Fünf-Sterne-Bewegung) rund um die heute endende Angebotsfrist mitteilte, gibt es insgesamt vier Interessenten.
    Di Maio bestätigte dabei auch Spekulationen, wonach die italienischen Unternehmerfamilie Benetton einen Alitalia-Einstieg erwägt: Konkret stammt eines der vier gelegten Angebote von Atlantia und damit die Infrastrukturholding der Benettons. Ein weiteres Angebot kommt von der italienischen Baugesellschaft Toto. Auch der kolumbianisch-brasilianischen Multimillionär German Efromovich, dem Mehrheitsaktionär von Kolumbiens Airline Avianca, sowie der römische Unternehmer Claudio Lotito, Eigentümer des Fußball-Erstligisten Lazio Rom, reichte jeweils ein Angebot ein.
    Die italienische Regierung will nun bis zum morgen Abend ihre Entscheidung über die Zukunft der insolventen Alitalia mitteilen. Wie Di Maio bestätigte, sollen die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) sowie das Wirtschaftsministerium einen Anteil an der neuen Alitalia halten. Als industrieller Partner wird die US-Airline Delta einsteigen.
    Im Mai 2017 Insolvenz angemeldet
    Die frühere staatliche Airline Alitalia hatte bereits Anfang Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Seitdem kann sie nur dank Staatskrediten von mittlerweile 900 Mio. Euro ihren Flugbetrieb aufrechterhalten. Diese Staatshilfe war zunächst nur als vorübergehender Rettungsanker gedacht, doch Italiens Regierung musste die Kreditlinie immer wieder verlängern.


    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neu

    Benetton-Holding Atlantia steigt ein

    Die italienische Infrastrukturholding Atlantia, die im Besitz der Unternehmerfamilie Benetton steht, tritt dem Bündnis bei, das die marode Fluggesellschaft Alitalia übernehmen soll. Das wurde am Ende einer Aufsichtsratssitzung der staatlichen Eisenbahnen (FS – Ferrovie dello Stato) am Montag beschlossen, die mit dem Wirtschaftsministerium und der US-Airline Delta die Alitalia übernehmen wollen.

    Online seit heute, 22.08 Uhr Die an der Mailänder Börse notierte Atlantia-Holding behauptete sich im Duell gegen weitere Interessenten. Vier Angebote wurden bis zu der am Sonntagabend laufenden Frist eingereicht: Neben Atlantia wollten sich auch der kolumbianisch-brasilianische Multimillionär und Mehrheitsaktionär von Kolumbiens Airline Avianca, German Efromovich, sowie der römische Unternehmer Claudio Lotito, Eigentümer des Fußballerstligisten Lazio Rom, beteiligen. Atlantia besitzt bereits die Betreibergesellschaft der römischen Flughäfen AdR (Aeroporti di Roma).
    „Wir haben die Grundlage für einen soliden industriellen Plan zum Neustart der Alitalia gelegt. Wir haben eine Lösung gefunden, und dies ist ein großartiges Resultat“, kommentierte Vizepremier und Industrieminister Luigi Di Maio, der seit Monaten an einer Lösung für die Alitalia arbeitete.
    Di Maio erklärte, dass die Eisenbahnen und das Wirtschaftsministerium zusammen über 50 Prozent an der neuen Gesellschaft halten werden, die die Alitalia übernimmt. Das sei eine Garantie für den Erhalt der Jobs bei dem Ex-Monopolisten, der über 11.000 Personen beschäftigt. Atlantia übernehme laut Medienberichten 35 bis 40 Prozent, Delta zwischen zehn und 15 Prozent.
    Brückeneinsturz: Ermittlungen gegen Atlantia-Chef
    Die Atlantia-Gesellschaft ist Mutterkonzern der Autobahngesellschaft Autostrade per l’Italia (ASPI), die nach dem Einsturz der Brücke in Genua im vergangenen August mit 43 Toten scharf kritisiert wird. Verkehrsminister Danilo Toninelli fordert den Konzessionsentzug für ASPI, die 3.000 Kilometer Autobahn in Italien betreibt. Gegen Atlantia-Chef Giovanni Castellucci laufen Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit bei den Instandhaltungsarbeiten der Brücke in Genua.
    „Atlantia ist ein starker Partner. Seine Beteiligung an Alitalia wäre wünschenswert“, kommentierte der italienische Wirtschaftsminister Giovanni Tria nach Medienangaben zuletzt. „Die Frage der Verantwortung für den Einsturz der Brücke und der Autobahnkonzession muss auf rechtlicher Basis in Angriff genommen werden“, sagte Tria. Auch Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini bezeichnete Atlantia im Vorfeld als „seriösen Partner“. Gerüchte über Atlantias möglichen Einstieg bei Alitalia beflügelten bereits am Freitag die Aktie der Holding an der Mailänder Börse.
    Staatskredite von 900 Mio. Euro
    Bereits vor elf Jahren meldete das Management der Airline Konkurs an. Die Alitalia-Aktie wurde von der Börse gestrichen, mit schweren Verlusten für viele Anleger. Inzwischen bildete sich das italienische Konsortium CAI, an dem sich eine Gruppe italienischer Investoren beteiligt. Der gesunde Teil der Airline wurde für 300 Mio. Euro übernommen, der verschuldete, restliche Anteil der Airline über eine Bad Bank vom italienischen Staat, was Italiens öffentliche Kassen circa zwei Milliarden Euro kostet. Im Jahr darauf wurden 8.000 Stellen gekürzt.
    Nach erneuten Versuchen der Fortführung der früheren staatlichen Airline musste Alitalia Anfang Mai 2017 erneut Insolvenz anmelden. Seitdem kann sie nur dank Staatskrediten von mittlerweile 900 Mio. Euro ihren Flugbetrieb aufrechterhalten. Diese Staatshilfe war zunächst nur als vorübergehender Rettungsanker gedacht, doch Italiens Regierung musste die Kreditlinie immer wieder verlängern.
    Im Jahr 2018 verringerte die Airline unter Aufsicht der Regierungskommissare sogar ihre Verluste. Verhandlungen mit Interessenten wie EasyJet und Lufthansa führten jedoch zu keinen Resultaten. Anfang 2019 bahnte sich infolge einiger Streiks des Alitalia-Personals die Teilverstaatlichung der Pleite-Airline an. Im Juni hatte die italienische Regierung die Frist für ein mögliches Angebot zur Rettung der Alitalia zum vierten Mal verlängert.
    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor