Breitspurbahn soll von Peking nach Parndorf führen

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  • Ich finde es zusätzlich nicht sinnvoll Güterwagen auf 10.000 km Laufwege zu schicken.
    Wobei man Wagen einsetzen muss, die sibirische Temperaturen bis -50 Grad aushalten, und wie Waren aussehen, die dermaßen tiefgefroren (und dann auftauen) werden,...aber daran haben die russischen Wodka-Hohlköpfe und ihre westlichen Pendants wohl nicht gedacht.

    Es wird von 1,7 Millionen Kisten pro Jahr geträumt: 1,7 Mio Container bedeuten 5.000 - 6.000 Container pro Tag. Nehmen wir ca. 30 Container pro Zug, dann wären das in 24 Stunden 200 Züge allein mit dem Ziel Parndorf.

    Ich schließe daraus:

    1.) Jeglicher Personenverkehr erübrigt sich. Die Strecke wird vom Beginn an als "überlastete Infrastruktur" gelten.
    2.) Die Wirtschaftlichkeit dürfte enorm sein.
    3.) Parndorf wird im gesamten Asiatischen Raum bekannt sein.
    4.) Es beginnt ja bald wieder der Fasching!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • westbahn schrieb:

    Ich finde es zusätzlich nicht sinnvoll Güterwagen auf 10.000 km Laufwege zu schicken.
    Wobei man Wagen einsetzen muss, die sibirische Temperaturen bis -50 Grad aushalten, und wie Waren aussehen, die dermaßen tiefgefroren (und dann auftauen) werden,...aber daran haben die russischen Wodka-Hohlköpfe und ihre westlichen Pendants wohl nicht gedacht.
    Es gibt Schienenfahrzeuge, die diese Laufwege und Temparaturunterschiede problemlos Aushalten... ob es aber die Waren aushalten, sei dahingestellt. Nicht Umsonst gab es Güterwagen mit eingebauter, aufzeichnender Wetterstation und Versuche, wo Coils, mit Sensoren ausgestattet von Linz nach Italien bzw. Frankreich geschickt wurden, und dann sofort wieder nach Linz zurückgeholt wurden...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Es gibt Schienenfahrzeuge, die diese Laufwege und Temparaturunterschiede problemlos Aushalten...
    Beispiele!

    ob es aber die Waren aushalten, sei dahingestellt.
    Und wenn mich nicht alles täuscht, ist der Warentransport eigentlich das Hauptthema.

    Nicht Umsonst gab es Güterwagen mit eingebauter, aufzeichnender Wetterstation
    Klar, im vorigen Jahrtausend, seit einiger Zeit können die Temperaturen auf jedem Quadratzentimeter der Erde per Satellit gemessen werden, Stichwort MSU - Microwave Sounding Unit.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • westbahn schrieb:

    Beispiele!
    Ich habe zwar keine Ahnung, wo es auf der Route minus 50 Grad Celsius bekommen soll, aber der Sapsan als Beispiel ist bis -40°C voll einsatzfähig, sicherheitsrelevante Komponenten bis - 50°C.

    westbahn schrieb:

    Klar, im vorigen Jahrtausend, seit einiger Zeit können die Temperaturen auf jedem Quadratzentimeter der Erde per Satellit gemessen werden, Stichwort MSU - Microwave Sounding Unit.
    Und die können Temperatur und speziell Feuchtigkeit im Fahrzeug vorhersagen?
  • Mal ganz davon abgesehen rollen die russischen Waggons ja dort auch durchs ganze Land. Sie verkehren dabei auch nach Finnland, mit Umspuren sind auch China und auch halb Europa drinnen.... Ein anderes Beispiel sind die amerikanischen Züge, die Fahrzeuge verkehren ebenfalls in den verschiedensten Klimazonen über 1000e von Meilen kreuz und quer...

    Was die Temparaturversuche betrifft: die fanden im ersten Jahrzehnt des heurigen Jahrtausends statt, nachdem ein franz. Automobilkonzern immer wieder Weißrostbildung bei verzinkten Coils reklamiert hat. Die gewonnenen Infos helfen jetzt auch bei den weltweiten Coiltransporten mit Zielen wie Südafrika, China oder den USA. Und du wirst es nicht glauben, aber diese Coils werden, auf Styropor gebettet, in Containern transportiert...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Der langen Rede kurzer Sinn: Es gibt heute schon 40 regelmäßige Zugverbindungen nach China. Herausragend jene von BMW - seit September 2011 täglich ein Containerzug im Auftrag von BMW -Werk in Leipzig über den dortigen Bahnhof Leipzig-Wahren nach Shenyang. Seit November 2010 verkehrt einmal wöchentlich ein Containerzug im Auftrag von BMW von Wackersdorf in der Oberpfalz nach Shenyang. Seit Mai 2017 betreibt Volvo eine Verbindung zu seinem chinesischen Werk in Daqing. Transportiert werden in China gefertigte Mittelklasse-Limousinen der Baureihe S90. Die Verbindung wird derzeit einmal wöchentlich bedient. Seit März 2016 besteht eine Verbindung von Madrid nach Yiwu. Wozu also eine Breitspurbahn ins Parndorfer Outback, intelligenter wäre es immer noch ins neue Zentrum nach Inzerdorf.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • intelligenter wäre es immer noch ins neue Zentrum nach Inzerdorf.
    Und was sollen die geplanten tausenden Tonnen an Waren dort?
    De-facto wird alles (wie bereits jetzt) in der günstigeren Slowakei das Fahrzeug wechseln. Der Stummel nach Österreich wird höchstens ein Milliardengrab, da könnte man ihn zum letzten Erfolgsprojekt Breitenlee verlängern (die Russen interessiert eh kein Naturschutz).
  • Also abgesehen davon, dass dieser Blödsinn sowieso nie gebaut wird (man ist ja (politisch) nicht einmal in der Lage, die S7 in den Ostblock zu verlängern, eher noch steht Flughafen bzw. Hainburg - Wolfsthal auf der Abschussliste), wäre der Standort Parndorf Holler pur, Inzerdorf "gibt es schon", da baut man ein paar Gleise dazu und es passt schon. Dann lädt man halt dort um, auf LKW oder Normalspurwagen. Und nachdem die Chinesen, die Russen und die Amis bereits den dritten Weltkrieg proben und in Syrien und anderswo entsprechend zündeln, wird sich das Problem Breitspurbahn nach Österreich unter Umständen bald von selbst lösen. Die Welt hat es derzeit mit halbdebilen „sprunghaften“ Narziss ohne Sicherheitsnetz zu tun.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • Preiner: Fragen zu Ausbau der Transsib

    SPÖ-Nationalratsabgeordneter Erwin Preiner hat in Bezug auf den geplanten Ausbau der Transsibirischen Eisenbahn eine parlamentarische Anfrage an Ministerin Margarete Schramböck (ÖVP) gestellt. Antworten soll es bis 20. Juni geben.

    Die Bundesregierung will die Verlängerung der Transsibirischen Eisenbahn umsetzen. Im Großraum Wien soll dafür ein Verladebahnhof entstehen. Als möglicher Standort wird neben Bruck an der Leitha (Niederösterreich) auch immer wieder Parndorf genannt.
    20 Fragen an Ministerin
    Die Anfrage von Nationalratsabgeordneten Erwin Preiner (SPÖ) umfasst 20 Fragen - unter anderem nach der wirtschaftlichen Notwendigkeit und dem volkswirtschaftlichen Nutzen, dem drohenden Anstieg des Schwerverkehrs und dem kolportierten Standort in Parndorf, aber auch Fragen zu Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Die Ministerin muss die Antworten darauf spätestens am 20. Juni geben.
    „Dürftige“ Formulierung im Regierungsprogramm
    „Das Regierungsprogramm beinhaltet genau einen Satz auf Seite 155 ‚Wertschöpfung nicht an Österreich vorbeilenken: Umsetzung des Projektes zur Errichtung einer Breitspurbahn nach Wien‘. Das ist mehr als dürftig. Wo konkret soll der Endpunkt des Projektes Seidenstraße-Breitspurbahn überhaupt liegen? Welche konkreten Maßnahmen werden gesetzt? Wurden Natur-, Umwelt-, Landschaftsschutzexperten im Zuge des Projektes „Breitspurbahn“ eingebunden?“, so Preiner.
    Die angrenzenden Naturschutzgebiete und insbesondere der Nationalpark Neusiedlersee und der Nationalparkt Donauauen seien vorrangig zu berücksichtigen. „Und das wichtigste überhaupt: Wurde mit den Gemeinden, den Menschen, die direkt betroffen wären, Kontakt aufgenommen?“, fragt Preiner in seiner Anfrage an die Ministerin.
    400 Kilometer zwischen Kosice und Wien
    Bei der Erweiterung der Transsibirischen Eisenbahn geht es um eine 400 Kilometer lange Strecke zwischen Kosice und Wien. Ein schneller und durchgängiger Güterverkehr zwischen Asien, Russland und Europa soll entstehen.
    Schulterschluss: Widerstand formiert sich
    In Parndorf und im benachbarten Bruck an der Leitha in Niederösterreich hat sich bereits Widerstand formiert. Es soll zu einem Schulterschluss der Gemeinden kommen.

    ORF Burgenland und die parlamentarische Anfrage im Wortlaut.


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Für den Korridor von der russischen Breitspur ab der Westukraine (Lemberg) nach Österreich bestehen zurzeit zwei Umschlagbahnhöfe zur Normalspur (Przemysl in Polen bzw. Chop in Ukraine). Von diesen beiden Übergängen zur Normalspur führen drei Korridore nach Österreich. Von Przemysl über Krakau - Bohumin - Breclav (Polen, Tschechien) und von Chop über Kosice - Zilina - Bratislava (Slowakei) bzw. von Chop über Zahony - Miskolc bzw. Debrecen nach Budapest und weiter nach Hegyeshalom (Ungarn). Alles elektrifiziert und bis auf einen kürzeren Abschnitt in Ostungarn (Verbindung nach Miskolc) alles zweigleisig. Kilometermäßig von Lemberg nach Wien gerechnet liegen diese Korridore alle wohl in einem ähnlichen Bereich (ausgenommen die südlichere rein zweigleisige Variante in Ungarn). Wo soll die Kapazitätsnachfrage für Containerzüge nach Wien herkommen, die diese drei Korridore nicht mehr bewältigen könnten? Dieses Breitspurprojekt nach Wien (d.h. Parndorf) stammt ohnehin aus einer anderen Zeit, welche mit der Ukrainekrise zu Ende ging! In den gegenwärtig patriotisch stark aufgeladenen Zeiten in Russland dürften Projekte, wie die feste Verbindung über die Straße von Kertsch (=Krim), ohnehin erheblich mehr Bedeutung haben, als Schienenstränge durch NATO-Länder (SK) oder durch ehemalige verbündete Staaten (UA). Geostrategisch gedacht ist vermutlich das Breitspurprojekt nach Österreich das "russische Gegenprojekt" zur Rail Baltica, wo die europäische Normalspur in den "russischen Breitspurbereich" eindringen soll!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

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  • Breitspurbahn: Parndorf aus dem Rennen

    Parndorf im Bezirk Neusiedl am See wird nun doch nicht als Standort für einen Verladebahnhof für die Verlängerung der Transsibirischen Breitspurbahn in Betracht gezogen. Das gab Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) am Mittwochnachtmittag bekannt.

    Seitens des Landes und der Gemeinde sei offenbar kein Interesse an diesem Standport gegeben, sagte Hofer dem ORF Burgenland. "Ich bin sehr dankbar, dass schon in dieser sehr, sehr frühen Phase dieses Signal gesetzt worden ist, weil wir somit keine verlorenen Investitionen im Bereich der Planung aufbringen müssen", so Hofer. "Wenn das die Gemeinde selbst nicht will und wenn das die Bürger nicht wollen, warum soll man dann dort ein Projekt umsetzen", so Hofer.

    Hofer: "Entscheidungen respektieren"
    Einen neuen Standort für den Verladebahnhof wollte Hofer noch nicht nennen, es gebe Interesse aus Niederösterreich. Durch den Bahnhof würden 3.000 Arbeitsplätze geschaffen. Bevölkerung, Bürgermeister und Land selbst müssten entscheiden, welche Impulse man im Land setzt. "Es gibt einige Impulse, die sind sinnvoll, bei einigen stellt es sich heraus, dass es besser ist, es wo anders zu machen. Die Entscheidungen sind immer zu respektieren", so Hofer.

    Heftiger Widerstand in Parndorf
    Die ÖVP-FPÖ Bundesregierung hatte zuletzt angekündigt, die Verlängerung der Transsibirischen Breitspurbahn bis in den Raum Wien vorantreiben zu wollen. Für den dazu notwendigen Güter-Umladeknoten auf EU-Normalspur
    wurde Parndorf als ein möglicher Standort immer wieder genannt. Die Gemeinde war gegen dieses Projekt und hatte das am Mittwoch nochmals bei einer Pressekonferenz bekräftigt, das dürfte für die Trendwende ausschlaggebend gewesen sein.

    Kovacs: "Nie und nimmer"
    Vom Parndorfer Bürgermeister Wolfgang Kovacs (Liste Parndorf) kam dazu ein klares Nein: "Das ist etwas, da kann man nicht diskutieren, ob wir uns unserer Lebensqualität ein bisschen mehr oder weniger zerstören lassen.
    Die Gemeinde Parndorf werde nie und nimmer eine Zustimmung zu irgendeiner Widmung da draußen geben." Kovacs kritisierte auch fehlende Informationen. Befürchtet wurde vor allem ein starkes Verkehrsaufkommen verbunden mit erhöhter Lärm- und Feinstaubbelastung. Die Bürgermeister der beiden anderen Anrainergemeinden - Neudorf und Bruckneudorf - zeigten sich ebenfalls ablehnend dem Projekt gegenüber.

    Niessl sicherte Unterstützung zu
    Das Land wolle die Gemeinden unterstützen und nicht gegen diese agieren, meinte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). Man vertrete die Interessen der Kommunen "und ich - das sage ich auch ganz deutlich - vertrete die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, die in der Region leben", sagte Niessl. Der Landeshauptmann stellte klar, dass es für den Verladebahnhof eine entsprechende Widmung im Bereich der Raumplanung benötige "und ohne Gemeinde gibt es keine Widmung".

    Auch ÖVP gegen Projekt
    Auch die Bezirks-ÖVP Neusiedl am See stellte sich gegen einen möglichen Verladebahnhof im Bezirk. Das Projekt sei zu groß für die Region, so Bezirksparteiobmann Rudolf Strommer. Die Lebensqualität in den betroffenen Gemeinden dürfe sich nicht verschlechtern.



    Na, "Wenn das die Gemeinde selbst nicht will und wenn das die Bürger nicht wollen, warum soll man dann dort ein Projekt umsetzen", dann wird es wohl endgültig nichts, denn wer will den schon diesen Umschlagplatz in seiner Nähe haben?

    Aja, und wo genau soll es dort 3.000(!) neue Arbeitsplätze geben?
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.
  • dann wird es wohl endgültig nichts, denn wer will den schon diesen Umschlagplatz in seiner Nähe haben?
    Das Marchfeld ist sicherlich dumm genug, da kämpfen auch die Bürgermeister darum, dass der östliche LKW-Verkehr (nicht selten mit abgeschalteter Abgasnachbehandlung) von der Ost-Autobahn ins Marchfeld kommt.
  • J-C schrieb:

    Ich hätte ja den Flughafen genommen. Da ist eh viel Lärm und außerdem könnte man auch einen Umschlagplatz für Luftfracht einrichten
    Ich hab' das Ironie-Button eh gesehen. Trotzdem: Ich glaube nicht, dass das aus China in Containern angelieferte Zeugs prioritär per Flugzeug weiterbefördert wird. Der Standort Flughafen wäre allerdings, sollte das Projekt je spruchreif werden, aus verkehrstechnischer Sicht trotzdem nicht schlecht. Aus logistischen Gründen wäre jedoch ein Standort an der Donau zweckmäßiger. Der bestehende Nationalpark Donauauen schließt aber diesbezügliche Überlegungen vonvornheraus aus.

    Hier der ORF-Bericht zur aktuellen Causa:


    ÖBB suchen Standort für riesigen Güterterminal


    Um den Güterverkehr zwischen Österreich und Russland zu erhöhen, planen die ÖBB die Breitspurbahn bis nach Wien zu verlängern. Zudem soll ein Güterterminal mit 3.000 Jobs gebaut werden. Der Standort soll in Niederösterreich sein.

    Fünf Kilometer lang und 300 Meter breit - für den geplanten Verladebahnhof benötigen die ÖBB viel Platz. Als Standort war bisher das Burgenland vorgesehen. Am Mittwoch sprachen sich die betroffenen Gemeinden allerdings dagegen aus. Die ÖBB suchen deshalb nun in Niederösterreich nach einem Standort.
    Wo der Güterterminal konkret gebaut werden soll, ist laut den ÖBB noch offen. Neben Parndorf wurde aber immer wieder das Marchfeld genannt. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) bestätigte am Mittwoch Interesse aus Niederösterreich: „Interessant wäre ein Bereich, wo man auch sehr umweltschonend an die weiteren Verkehrswege anschließen kann, etwa im Bereich der Donau oder des Flughafens.“
    Im Februar hatten Hofer und ÖBB-Vorstand Andreas Matthä jedenfalls erklärt, dass bereits in sechs Jahren mit dem Bau begonnen werden soll. Ab 2033 sollen dann die ersten Züge rollen. Die ÖBB betonen zudem, dass der Güterbahnhof dutzende langfristig abgesicherte Jobs bringen soll. Außerdem würden 3.000 bis 4.000 Arbeitsplätze bei den Logistikunternehmen, welche sich rund um das Gelände ansiedeln sollen, erwartet.
    Auswirkungen auf Region noch unklar
    Aus dem Büro von Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) heißt es dazu, dass das Land das Projekt zwar nicht von vorneherein ablehnt. Allerdings brauche es noch konkrete Informationen, was die ÖBB planen. Erst danach könne man bewerten, welche Auswirkungen der Bahnhof auf den regionalen Verkehr hätte und ob der Terminal auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
    Laut Studien vom vergangenen Sommer dürfte der Bau der 400 Kilometer langen Strecke von Wien bis zum
    derzeitigen Endpunkt der Transsibirischen Eisenbahn in Kosice (Slowakei)*) knapp 6,5 Milliarden Euro kosten. Dafür gebe es dann zwischen Asien, Russland und Europa eine durchgängige Strecke - exklusiv für den Güterverkehr. Für die Güterbahnkunden sollen die Transporte viel schneller als Schiffstransporte und viel billiger als Luftfracht werden.

    ORF NÖ

    *) Soso, die Transsib fährt also bis in die Slowakei. :D


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Geschäftsführer für Breitspurbahn
    25. Mai 2018, 16:36

    Verkehrsministerium wählte ehemaligen blauen Studentenvertreter wegen seines politischen Netzwerks und seiner Russisch-Kenntnisse
    Wien – Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.

    Der 30-Jährige löst laut Medienbericht den 70-jährigen Robert Kredig ab. Die übrigen drei Geschäftsführer sind aus Russland, der Ukraine und der Slowakei. Die Gesellschaft ist für die Aufbereitung des Projekts Breitspurbahn zuständig. Mit ihr soll Österreich an die Transsibirische Eisenbahn bis nach China angeschlossen werden.

    Schierhuber spreche fließend Russisch und habe die letzten Jahre beim russischen Automobilkonzern GAZ gearbeitet. Er sei politisch sehr gut vernetzt, gerade in Russland, deswegen sei man auf ihn zugegangen, sagte Ministeriumssprecher Volker Höferl zur APA. Die Geschäftsführerposition müsse nicht öffentlich ausgeschrieben werden. (APA, 25.5.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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