[CH] Neuerliche Verzögerung für die Twindexx-DoSto von Bombardier

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  • [CH] Neuerliche Verzögerung für die Twindexx-DoSto von Bombardier

    Schweiz: Bombardier-Doppelstockzüge für SBB kommen noch später

    30. 06. 2017
    Die Zulassung der neuen Bomberdier-Doppelstockzüge für die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) wird sich Medienberichten zufolge weiter verzögern.

    Sollten die Twindexx-Triebzüge ursprünglich Ende 2013 in Betrieb gehen, peilte Bombardier zuletzt eine Zulassung im Sommer 2017 ein. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) rechne damit nun erst im Oktober. Ein großer Teil der insgesamt 30 Nachweise, die der Hersteller der Zulassungsbehörde vorlegen müsse, stünden noch aus. Damit rücke der Einsatz zum Fahrplanwechsel im Dezember in weite Ferne. Bombardier Villeneuve fertigt insgesamt 62 Twindexx-Fernzüge für die SBB. (as
    )
    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Schweiz/Bombardier: Zulassung der Dosto-Züge weiter offen
    08.09.2017

    Weiterhin ist völlig offen, wann die neuen Doppelstockzüge der SBB, hergestellt von Bombardier, zugelassen werden.
    Dies habe laut Schweizer Medien das BAV (Bundesamt für Verkehr) gesagt. Die SBB rechnen mit einem Einsatz inzwischen erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 – zuletzt waren erste Einsätze ab Dezember 2017 vorgesehen. Zwar soll Bombardier mittlerweile alle Dokumente für die 31 Arbeitspakete an das BAV übermittelt haben, aber der Hersteller hat laut Behörde praktische Fahrversuche für diesen Monat abgesagt. Laut Bombardier sollen diese nun im Oktober stattfinden. Ursprünglich sollten die 2010 bestellten Züge ab Ende 2013 eingesetzt werden, aber zunächst haben Einsprüche von Behindertenverbänden zu konstruktiven Veränderungen geführt und anschließend führten technische Probleme zu Verzögerungen. (cm)


    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Laut Bombardier sollen diese nun im Oktober stattfinden.
    Auch diese waren nicht erfolgreich. Bei der der technisch-betrieblichen Sicherheitsprüfung durch das BAV haben sich Softwareprobleme gezeigt. Bombardier liefert nun ein Update.
    Somit werden vermutlich auch die ersten Einsätze ab April 2018 knapp. Bis Ende 2018 kann man die fehlenden Twindexx kompensieren, was dann passiert, wurde noch nicht erwähnt.

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  • Schweiz/BAV: Twindexx/FV-Dosto mit befristeter Betriebsbewilligung – Einsatz ab 2018
    01.12.2017

    Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am 30.11.2017 für die Twindexx-Züge von Bombardier (FV-Dosto der SBB) eine erste, bis 30.11.2018 befristete Betriebsbewilligung für den kommerziellen Einsatz erteilt.
    Nach einem Software-Update und der Behebung kleiner Mängel liegen alle nötigen Nachweise für einen sicheren Betrieb der Züge vor. Die Befristung erfolgte laut BAV, weil noch nicht alle geplanten Funktionalitäten der Fahrzeuge betriebsbereit sind. Sobald dies der Fall ist, werden die Züge im Hinblick auf eine unbefristete Betriebsbewilligung erneut überprüft. Das BAV hat drei unterschiedliche Züge geprüft. Die SBB wollen die Züge „im Verlauf von 2018 schrittweise in den Betrieb” bringen. Der Ersteinsatz erfolgt als Interregio Zürich HB – Bern und/oder als RegioExpress Zürich HB – Chur. Anschließend kommen die neuen Züge schrittweise zwischen St. Gallen – Bern – Genève Aéroport und auf anderen Intercity-Linien zum Einsatz. Die SBB haben drei Versionen des FV-Dosto bestellt: 23 achtteilige IC200, 30 achtteilige IR200 und neun vierteilige IR100. (cm)

    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neues Ungemach für die Twindexx-DoStos

    Schweiz: Behindertenverband klagt wegen FV-Dosto
    31.01.2018

    SBB und Bombardier steht im Zusammenhang mit den neuen Doppelstockzügen FV-Dosto neuer Ärger ins Haus.
    Mit Datum 15.01.2018 hat der Behindertendachverband „Inclusion Handicap“ Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Die Züge würden gegen das Behindertengleichstellungsgesetz verstoßen, die vorläufige Betriebsbewilligung sei damit nicht rechtens. Die Beschwerde wurde nach einer Besichtigung von Behinderten am Zug vom 22.12.2017 formuliert. Auf besondere Kritik stieß die Ausstiegssituation. Die Neigung zum Bahnsteig sei zu hoch und könne von einem Rollstuhlfahrer allein nicht bewältig werden. Weiter seien die Handläufe an den Treppen zu kurz und die Monitore mit Fahrplaninformationen würden stark spiegeln. Der Verband fordert die Umrüstung aller Züge. Bis zum 19.02.2018 müssen nun SBB, Bombardier und die Aufsichtsbehörde BAV (Bundesamt für Verkehr) ihre Stellungnahme abgeben. Die SBB lehnen einen Umbau ab. Schon am 12.01.2018 formulierte die Bahn: „Eine Anhebung der Zustiegsplattform ist mit hohen konstruktiven, terminlichen und finanziellen Risiken verbunden (de facto Neukonstruktion des Wagenkastens). Zudem wird beim Anheben des Bodens die TSI-Höhe von 195 cm unterschritten.“ (cm)

    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • SBB FV-Dosto: Software macht Probleme – Rampenumbau wäre nicht EU-konform
    06.02.2018


    Die Probleme mit dem Doppelstockzug der SBB von Bombardier häufen sich weiter.

    So berichtet Radio SRF, dass die Software für den Neustart schon mal bis zu 40 Minuten benötige. Dies sei bei den aktuellen Testfahrten schon öfter passiert. Dies sei auch der hauptsächliche Grund, weswegen die SBB bislang, trotz befristeter Betriebsbewilligung seitens des BAV (Bundesamt für Verkehr), keinen Zug im Fahrgastverkehr einsetzt. Die Züge entsprächen „noch nicht in allen Punkten” dem Anforderungskatalog, so die SBB zum SRF. Derzeit kann die SBB sechs Einheiten einsetzen. Ein Problem ist auch der von den Behindertenverbänden geforderte Umbau der Züge im Einstiegsbereich. Wird die Rampe flacher gemacht wie gefordert, wird gleichzeitig die von der TSI geforderte Stehhöhe von 195 cm nicht mehr eingehalten. Da der Zug auch im Ausland zugelassen werden soll, ist die Einhaltung der TSI-Richtlinie Voraussetzung. Die Rampen müssen deshalb auch unterschiedliche Bahnsteighöhen überwinden. (cm)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Schweiz: Gericht erlaubt SBB Fahrgastbetrieb mit sechs FV-Dosto
    19.02.2018

    Das Bundesverwaltungsgericht der Schweiz hat am 14.02.2018 entschieden, dass die SBB die sechs bereits fertiggestellten Fernverkehrs-Doppelstockzüge (je zwei IC 200, IR 200 und IR 100) im Fahrgastbetrieb einsetzen darf.
    Die SBB will diese FV-Dosto ab Ende Februar im Alltagsbetrieb testen. Die Behindertenorganisation Inclusion Handicap hat eine Beschwerde gegen die befristete Betriebsbewilligung des Bundesamts für Verkehr (BAV) eingereicht und beanstandet, die neuen Züge seien nicht behindertengerecht. Das Gericht erließ eine Zwischenverfügung und entzog der Beschwerde teilweise die aufschiebende Wirkung. Im nächsten Schritt wollen die Richter entscheiden, ob sie auch bezüglich der nicht fertigen Züge die aufschiebende Wirkung entziehen, so wie es SBB, BAV und Hersteller Bombardier wünschten, meldet die NZZ. Die SBB teilt mit, sie bleibe in einem „lösungsorientierten Dialog mit den Behindertenorganisationen“. (as)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Bundesverwaltungsgericht Schweiz: SBB darf alle neuen Doppelstockzüge einsetzen
    09.03.2018

    Die SBB dürfen alle von Bombardier gelieferten und den SBB abgenommenen neuen Doppelstockzüge (FV-Dosto) zu Testwecken und im Fahrgastverkehr einsetzen.
    Am 06.03.2018 erließ das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) einen Zwischenbescheid, mit dem die aufschiebende Wirkung der Beschwerde des Verbandes Inclusion Handicap aufgehoben wurde (Az.: A-359/2018). Damit kann die FV-Dosto-Flotte gemäß der befristeten Betriebsbewilligung des BAV bis zum 30.11.2018 eingesetzt werden. Das Gericht folgte der Argumentation der SBB, dass ein überwiegendes öffentliches Interesse am Einsatz des FV-Dosto besteht. Laut SBB hält das BVGer zudem fest, dass Menschen mit Behinderungen durch den Einsatz des neuen Rollmaterials kein Nachteil erwachse. Die neuen Züge stellten gegenüber dem alten Rollmaterial eine Verbesserung dar. In der Hauptsache hat das BVGer noch nicht entschieden, ob und inwiefern die FV-Dosto nach dem Behindertengleichstellungsgesetz anzupassen sind. Die SBB wollen nun mindesten 25 Züge einsetzen und die Züge im Alltagsbetrieb hinsichtlich ihrer Funktionstauglichkeit und Zuverlässigkeit im Rahmen der Betriebseinführung ertüchtigen. Die Zwischenverfügung kann beim Bundesgericht angefochten werden. (cm)

    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ein Erfahrungsbericht aus dem ICE-Treff:
    Ich habe auf der Einfahrt nach Zürich HB im Limmattal zwischen Schlieren und Zürich HB gemessen, da lag ich bei 65 dB, im Tunnel gar bei 70. Und das in einem leeren Zug!Zum Vergleich, ich habe an gleicher stelle bei der Retourfahrt im IC 1, also in einem IC 2000 Wagen bei vollbesetzter erster Klasse gemessen; 50 dB. Ein Unterschied von 15 dB ist schon merklich! Und das ganze bei rund 80-100 kmh (schätze ich mal) - ich will nicht wissen wie laut es dann auf der NBS bei 200 sein wird!
    Auch wenn diese (ich vermute mal Handy-App) nicht allzu genau sind. 15 dB Unterschied sind schon ein eindeutiges Zeichen.


    Hier sieht man den voll ausgefahren Sitz im Vordergrund. Die Rückenlehne bewegt sich nicht, lediglich das Sitzteil rutsch etwas nach vorne. Recht nutzlos und wohl nur eine PR Aktion dass man sagen kann dass sich die Sitze auch weiterhin verstellen lassen.



    ....


    Auch hat es hier und da Qualitätsprobleme:


    Sofern die Bilder nicht täuschen, sind die Sitze der ersten Klasse eine Frechheit. Die Verarbeitungsqualität ist auch mehr als gruselig, da ging es wohl darum, Hauptsache der Zug fährt.
  • Im selben Forum gibt’s noch einen weiteren Bericht, in dem darauf hingewiesen wird, dass der Zug hochfrequent Schwankt, wobei hier die Wagen unterschiedlich stark schwanken, obwohl sie lt dem dortigen Schreiber eigentlich Fahrtechnisch gleich aufgebaut sein sollten?!?
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Vom dortigen Bericht:
    Es bestehen gute Chancen, dass man das via Software noch verbessern kann.
    Ich bin mir über den aktuellen Stand nicht sicher, aber Ende 2017 hieß es, dass die WaKo noch nicht eingesetzt wird. Ursprüngliche Überlegungen gingen sogar davon aus, dass nur ein Teil der ersten Testfahrzeuge damit ausgestattet werden und bei den anderen bracht liegen. Ob das ARS (active wheelset-steering) aktiv ist, weiß ich nicht.
  • Twindexx Swiss-Express: Bombardier mietet Güterhalle an
    05.04.2018

    Für die Arbeiten an den Twindexx Swiss-Express-Zügen hat Bombardier jetzt eine ehemalige Güterumladehalle bei Utzenstorf zwischen Gerlafingen und Wiler angemietet.
    Die 240 m lange Halle gehörte zum Cargodrome und ist heute im Eigentum der Moser Maschinen und Immobilien AG. Bombardier nutzt die Halle, um Arbeiten und Nachbesserungen an bereits fertiggestellten Einheiten vornehmen zu können. Derzeit sind laut Medienberichten 66 Personen dort beschäftigt, die Halle wird noch mindestens zwei Jahre benötigt. (cm)

    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • FV Dosto der SBB: Bundesverwaltungsgericht - Neuer Doppelstockzug erfüllt die Normen

    23.11.2018

    Inclusion Handicap hat im Januar 2018 eine Beschwerde zum neuen Fernverkehrs-Doppelstockzug beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat am 21.11.2018 darüber entschieden und bestätigt, dass der neue Zug die Vorgaben des Behindertengleichstellungsrechts erfüllt (Urteil A-359-2018). Gemäß des Urteils müssen die SBB einzig den Nachweis erbringen, dass mindestens der Ein- und Ausstieg ins Rollstuhlabteil sowie in die Verpflegungszone beim Speisewagen normkonform ist und damit eine Neigung von maximal 15 % aufweist. Die übrigen zehn Rechtsbegehren hat das Bundesverwaltungsgericht abgewiesen. Gegen das Urteil kann innerhalb von 30 Tagen beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt werden. Die Züge werden ab dem 09.12.2018 auf der IC1 Linie zwischen St. Gallen und Genf sowie als Interregio zwischen Chur, St. Gallen, Zürich und Basel (IR13/IR37) fahren. (cm)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • SBB lehnen Lieferung von weiteren RABe 502 ab

    Bombardier will weitere Züge liefern, doch die SBB lehnen ab

    Die SBB und Bombardier streiten über die Zuverlässigkeit des Zuges. Das hat auch finanzielle Gründe.

    Einige Kompositionen des neuen Zugs sind fertig, aber nicht im Einsatz: Ein FV-Dosto im Hauptbahnhof Zürich.
    Bild: Keystone
    Philipp Felber 07:20


    Er wird hämisch «Pannen-» oder wahlweise auch «Schüttelzug» genannt: Der neue Doppelstöcker der SBB hat derzeit keinen guten Ruf. Bei einem Zug, der Jahre auf sich warten liess, ist das kein Wunder. Zurzeit fahren die Züge nur auf einem Teil der ursprünglich angedachten Einsatzstrecke.
    Die offizielle Begründung der SBB: Der FV-Dosto, wie ihn die Bundesbahnen nennen, sei noch zu wenig zuverlässig. Insbesondere auf die viel befahrene Strecke zwischen Bern und Zürich lassen die SBB die Züge noch nicht im Pendlerverkehr. Hinzu kommen Komforteinbussen für die Reisenden, weil es teilweise im oberen Teil des Doppelstöckers stark schwankt. Insgesamt sind zwölf der neuen Züge regelmässig im Einsatz. 62 werden es am Ende sein. Wann diese fahren, ist jedoch noch offen.
    Mittlerweile fährt der FV-Dosto bis zu 3500 statt wie anfangs 850 Kilometer ohne Panne.
    Wer dieser Tage von Bern nach Zürich fährt, dem begegnen aber immer wieder herumstehende Zugkompositionen des FV-Dosto. Bei Bombardier heisst es, dass eigentlich neun weitere Züge einsatzbereit wären. Auf die Nachfrage, warum diese nicht Pendler von A nach B bringen und wortwörtlich auf dem Abstellgleis stehen, verweist Bombardier auf die SBB.
    Eine Sprecherin der Bundesbahnen sagt dazu: «Die SBB sind mit der aktuellen Leistung der neuen Züge nicht zufrieden und werden erst weitere Züge in den Einsatz nehmen, wenn die Fahrzeuge die erforderliche Betriebsstabilität aufweisen.» Die Doppelstöcker bleiben also auf dem Abstellgleis. Derweil setzen die SBB immer wieder altes Rollmaterial ein, um Spitzen abzudecken. Oder es verkehren S-Bahn-Züge auf längeren Strecken.
    Neue Züge würden eine Zahlung auslösen
    Anders als die SBB ist Bombardier überzeugt, dass die Züge mittlerweile die erforderliche Zuverlässigkeit aufweisen. Das würden auch Zahlen belegen. Beim Fahrplanwechsel im Dezember 2018 lag die durchschnittliche Länge der Fahrten zwischen zwei Vorfällen bei 850 Kilometern. Vorfälle sind in diesem Zusammenhang nicht zwingend mit einem kompletten Zugausfall gleichzusetzen. Auch kleinere Störungen, die eine Wartung mit sich bringen, werden gezählt. Der Wert liege nun zwischen 3000 und 3500 Kilometer. Für Bombardier Grund genug, die neuen Züge schnellstmöglich in den Einsatz zu bringen.
    «Als Fahrgast habe ich die Gestaltung geschätzt»: Was Walter von Andrian, Chefredaktor der Schweizer Eisenbahn-Revue, vom neuen FV Dosto hält. Video: Lea Koch
    Die Pannen beim Zug haben unter anderem mit den Türen und den automatischen Trittbrettern zu tun. Rund ein Drittel aller Störungen waren am Anfang darauf zurückzuführen. Was immer wieder zu Verspätungen führte. Eine neue Softwareversion hat die Probleme mit den Türen entschärft.
    Bombardier will nun mit der Auslieferung vorwärtsmachen. Ein Bombardier-Sprecher sagt: «Man muss die Züge einsetzen, damit die Zuverlässigkeit weiter erhöht werden kann und Erfahrungen gesammelt werden können.» Denn: «Stehende Züge werden nicht einfach so besser.»
    Die Verspätung bei der Übernahme der Züge hat laut Bombardier auch einen Einfluss darauf, wie schnell die restlichen Fahrzeuge produziert werden können. Die Firma ist überzeugt, dass sie bis Ende 2019 zusätzlich zu den neun Zügen 15 weitere fertigstellen kann. Aber nur, wenn die SBB die nächsten Fahrzeuge bald übernehmen.
    Unter der gleichen Bedingung geht Bombardier davon aus, dass alle 62 Züge bis circa Ende 2020 geliefert werden können. Das wäre rund ein Jahr nach dem 2010 vereinbarten Endliefertermin für die gesamte Flotte.
    Die Verzögerung durch die SBB dürfte auch finanzielle Gründe haben. So haben die SBB die ersten zwölf Züge, welche zurzeit im Einsatz stehen, vor­übernommen. Das ist eine wichtige Etappe im Zahlungsplan der Züge, wie ein Bericht der SBB zeigt. Für jeden der zwölf Züge, die vorübernommen wurden, floss Geld.
    Würden die SBB nun zusätzliche Züge übernehmen, wäre dies mit einer weiteren Anzahlung verbunden. Ein einzelner Zug kostet etwas über 30 Millionen Franken. Rund 70 Prozent davon werden bei der Vorübernahme fällig. Bisher haben die SBB laut eigenen Aussagen rund ein Drittel des Gesamtpreises von 1,9 Milliarden Franken – abgesichert über Bankgarantien – angezahlt. (Redaktion Tamedia)
    Erstellt: 17.03.2019, 22:26 Uhr

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