[WL] Simmering: Shuttle-Tramlinie geplant

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  • [WL] Simmering: Shuttle-Tramlinie geplant

    Wien plant Straßenbahn-Shuttle in Simmering

    Wiens Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) will die Straßenbahnsituation in Simmering - dem einzig FPÖ-geführten Bezirk der Stadt - verbessern. Es soll eine eigene Linie als Straßenbahn-Shuttle kommen.

    Die eigene Linie soll bald zwischen Kaiserebersdorf und der U3-Station Enkplatz unterwegs sein. Diese würde allerdings auf exakt derselben Strecke fahren, die derzeit schon vom 6er bedient wird. Sollte das Simmeringer Bim-Shuttle kommen, hätte das neben Änderungen bei der Linie 6 auch Änderungen bei der Linie 71 zur Folge.
    Denn dann würde der 6er bis zum Enkplatz verkürzt. Der 71er, der derzeit beim Zentralfriedhof endet, würde dafür nach Kaiserebersdorf verlängert. Die neue Linie soll dann nur zwischen Enkplatz und Kaiserebersdorf pendeln. Der Hintergedanke: Lange Strecken, wie sie vom 6er oder 71er befahren werden, sind störungsanfälliger. Die Bezirks-Bim soll kurze und regelmäßige Intervalle für die Anrainer garantieren.
    Baukosten betragen rund zwei Millionen Euro
    Da die noch nicht benannte Neo-Straßenbahn - über die Bezeichnung soll es ein Online-Voting geben - keinerlei Neuerungen in Sachen Streckenführung bringt, halten sich die Schienenarbeiten in Grenzen. Gleisschleifen müssten aber beispielsweise umgebaut werden.
    Die Wiener Linien bezifferten die Baukosten auf APA-Anfrage mit rund zwei Millionen Euro. Ob die Maßnahme etwa dem dortigen Passagieraufkommen geschuldet sei? „Es ist sicher kein Kapazitätsthema, sondern ein Komfortthema“, sagte ein Wiener-Linien-Sprecher.
    Die Planungen laufen. Vorausgesetzt, es gibt das Okay des FPÖ-Bezirksvorstehers Paul Stadler, sollen die Änderungen in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen. Zum Hintergrund: Sowohl die Bezirks-SPÖ als auch die Bezirks-FPÖ hatten Unterschriften für Öffi-Verbesserungen im Bezirk gesammelt.
    Bezirkschef staunt und freut sich
    Stadler freut sich über die Neuorganisation beziehungsweise den Zuwachs bei den Straßenbahnlinien. „Ich bin für alles, was eine Verbesserung für den Bezirk bedeutet“, betonte er am Montag im Gespräch mit der APA. Gleichzeitig zeigte er sich aber auch erstaunt. Er sei nicht informiert worden, zudem werde nun etwas umgesetzt, was bisher immer abgelehnt worden sei.
    Der Sinn dieser „komischen Linie“ sei ihm nicht ganz klar, sagte Stadler. Es hätte gereicht, die Linie 6 zu belassen. Für deren Nutzer bedeute die Vorverlegung der Endhaltestelle zum Enkplatz eine Verschlechterung, gab der blaue Bezirkschef zu bedenken.
    Prinzipiell sei er jedoch einverstanden - auch wenn derartige Vorschläge für eine bessere Erschließung des Bezirks bisher im Rathaus stets abgelehnt worden seien. Auch die SPÖ (die bis 2015 den Vorsteher stellte, Anm.) hätte es nicht geschafft, etwa eine Verlängerung des 71ers zu erreichen.
    Stadler sichert Zustimmung zu
    Er habe offenbar so viel Druck aufgebaut, dass die Wünsche nun von den Verantwortlichen auch umgesetzt würden. „Seit die FPÖ den Vorsteher stellt, werden sie fleißig und arbeiten für den Bezirk“, zeigte sich Stadler zufrieden - und, wie er eingestand, „ein bisschen polemisch“. Sollte im Zuge der Umsetzung die Zustimmung des Bezirks nötig sein, werde es diese jedenfalls geben, versprach er.
    Auch die SPÖ reklamierte den Erfolg für sich: Simmerings SPÖ-Vorsitzender Harald Troch und der rote Bezirksvorsteher-Stellvertreter Peter Kriz bedankten sich bei Sima für das „Entgegenkommen“. Die „gemeinsame Initiative“ mit der Stadträtin bedeute „mehr Freizeit durch weniger Fahrzeit für die Simmeringer“, hieß es in einer Aussendung.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • WL: Online-Abstimmung über neue Liniennummer

    Neue Straßenbahnline für Wien: Welche Nummer soll sie haben?

    Die Wiener können online abstimmen - zur Wahl stehen die Nummern 11,70 und 73.

    18.10.2017, 10:27

    Die Wiener Linien richten bekanntlich eine neue Straßenbahnlinie in Simmering ein. Sie wird - zusätzlich zum 6er - auf der Strecke zwischen Kaiserebersdorf und U3-Station Enkplatz unterwegs sein. Offen ist noch, unter welcher Nummer die Linie fahren soll. Darüber können die Wiener nun online auf www.wienerabstimmen und zwischen 11, 70 und 73 wählen.
    Das Voting läuft bis 31. Oktober. Die neue Bim-Linie - die Kosten liegen bei zwei Millionen Euro - soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 ihren Betrieb aufnehmen. Neue Gleise müssen nicht verlegt werden, nur zusätzliche Schleifen müssen gebaut werden.*) Simmerings FPÖ-Bezirksvorsteher Paul Stadler hatte sich kürzlich gegen das Projekt ausgesprochen. Laut Sprecherin von Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) wird das Vorhaben aber trotzdem umgesetzt.
    KURIER mit Abstimmmöglichkeit
    *) Aber eine Schleife ohne Gleis geht auch nicht. :D




    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Wenig Freude in Simmering über „Bim“-Plan

    Der Bezirk Simmering zeigt sich wenig begeistert von geplanten Änderungen im Straßenbahnnetz. Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ) sieht ein Platzproblem. Anfang November soll es einen Verkehrsgipfel geben.

    „Da geht es überall darum, ein zweites Geleis dazuzulegen. Das bringt hier massive Probleme für den Verkehr, für den Stau, für die Umsteigefrequenz. Ich kann mir das nicht vorstellen“, so Stadler zum Problem in der Gottschalkgasse. Dort müssten für das erforderliche zusätzliche Gleis Bäume und die Parkspur fallen. Laut Stadler hätten eine Verlängerung der Linie 71 und die Beibehaltung der gesamten 6er-Strecke ausgereicht.
    Derzeit ist aber offen, wo sie im Netz der anderen Straßenbahnlinien warten und umkehren soll. Klarheit darüber könnte auch ein Verkehrsgipfel bringen, der für Anfang November geplant ist.
    Verbindungsbahn als Kern eines ganzen Pakets
    „Öffi“-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl hatten die neue Zubringerstraßenbahn von Kaiserebersdorf zum Enkplatz im Sommer präsentiert. Sie ist der Kern eines Pakets, dass die Effizienz des Straßenbahnnetzes in Simmering steigern soll.
    Die Planungen sehen vor, dass die Linie 71 wieder nach Kaiserebersdorf fährt, also dann zwischen Börse und Kaiserebersdorf unterwegs ist. Die Linie 6 fährt dafür nur noch zwischen Burggasse, Stadthalle und der U3-Station Enkplatz. Eine zusätzliche Linie soll verlässliche Verbindungen zwischen Kaiserebersdorf und der U3 bieten. Verbunden damit sind Umbauten von Gleisschleifen in Kaiserebersdorf und im Bereich der U3-Station Enkplatz.
    Baubeginn 2018 anvisiert
    Derzeit laufen die Detailplanungen. Ziel ist ein Baubeginn im Frühjahr 2018, die neuen Linien könnten in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen - wenn es zu einer Einigung mit dem Bezirk kommt. Neben Lösungen für die Trasse wird auch noch nach einer Bezeichnung für die neue Linie gesucht. Dafür haben die Wiener Linien ein Onlinevoting eingerichtet.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neue Straßenbahnlinie 11

    In Simmering fährt künftig der „11er“

    Die Abstimmung über die Linienbezeichnung der geplanten Simmeringer Straßenbahnlinie ist zu Ende. Sie wird zur Linie 11, die von Kaiserebersdorf zur U3-Station Enkplatz fährt. Sie soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen.

    „Die Wienerinnen und Wiener haben sich entschieden. Simmerings neue Bim wird zur Linie 11. Über 14.000 Stimmen wurden abgegeben. Das zeigt, dass den Menschen eine weitere Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Simmering wichtig ist“, erklärte Verkehrsstadträtin Ulli Sima nach Abschluss des Onlinevotings auf der Website der Wiener Linien.
    Insgesamt standen drei mögliche Linienbezeichnungen zur Auswahl. Neben der Linie 11 waren das die Linie 70 und die Linie 73. Von den insgesamt 14.263 abgegebenen Stimmen entfielen 7.720 auf die Linie 11, 3.466 Stimmen auf die Linie 73 und 3.077 auf die Linie 70.
    Baubeginn für Frühjahr 2018 geplant
    Nun geht es um die Umsetzung des Projekts. „Unser Ziel ist eine weitere Verbesserung des Straßenbahnnetzes in Simmering. Kern des Pakets ist die neue Straßenbahnlinie 11 von Kaiserebersdorf zur U3-Station Enkplatz. Da die Bim hier auf einem eigenen Gleiskörper fährt, kann sie zuverlässiger, regelmäßiger und störungsfrei unterwegs sein“, so Sima. Sie bedaure, dass FPÖ-Bezirksvorsteher Stadler die Pläne torpediere.
    Eine sichere Anbindung an die U3 sei damit ebenfalls gewährleistet, eine Sicherheit, die weder die Linie 6 noch die Linie 71 zu 100 Prozent garantieren können, da sie durch sehr lange Linienführungen oft mit Behinderungen zu kämpfen haben. Derzeit laufen für das Projekt die Detailplanungen. Für die neue Straßenbahn ist ein Umbau von Gleisschleifen in Kaiserebersdorf und im Bereich der U3-Station Enkplatz notwendig. Ziel ist ein Baubeginn im Frühjahr 2018, die neue Linie könnte in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen.
    Verlängerung der Linie 71
    Darüber hinaus soll die Linie 71 bis Kaiserebersdorf verlängert werden. Die Linie 6, die derzeit bis Kaiserebersdorf fährt, wird mit der Umstellung bei der U3-Station Enkplatz enden. „Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen kommen wir dem Wunsch vieler Simmeringerinnen und Simmeringer nach, die sich sogar mit Unterschriftenlisten an uns gewandt haben. Wir kommen diesen Wünschen gerne nach, denn wir wollen noch mehr Menschen für die Öffis begeistern - was uns mit der Linie 11 sicher gelingen wird“, so Sima abschließend.

    ORF Wien

    PS.: Eine für mich unverständliche Entscheidung, vor allem jene der Wiener Linien, über den 11er überhaupt abstimmen zu lassen. Die Linie 11 hat in Simmering vom Nummernschema her genau nix verloren. Allerdings ist das an sich sehr logische Nummernsystem in der jüngeren Vergangenheit eh schon ziemlich verwässert worden.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • „11er“ wird länger als geplant

    Die neue Wiener Straßenbahnlinie 11 wird deutlich länger als bisher geplant: Anstatt nur als Bezirksshuttle in Simmering auf einer schon erschlossenen Strecke zu pendeln, wird der „11er“ auch quer durch Favoriten geführt.

    Bis dato hätte die neue Bim-Linie lediglich zwischen Kaiserebersdorf und der U3-Station Enkplatz fahren sollen - und zwar auf jener Strecke, die derzeit auch von der Linie 6 bedient wird. Die Simmeringer sollten dadurch eine nicht allzu störungsanfällige Zusatzverbindung im eigenen Bezirk bekommen, so die Idee - mehr dazu in In Simmering fährt künftig der „11er“.
    Allerdings war FPÖ-Bezirksvorsteher Paul Stadler gegen die Pläne, weil diese auch den Bau einer Umkehrschleife am ohnehin schon engen Enkplatz nötig gemacht hätte - mehr dazu in Misstrauen gegen neue Bim legt sich.

    Wiener Linien/APA-Auftragsgrafik
    67er wird eingestellt
    Durch die Planänderungen, die am Montag von Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), dem grünen Verkehrssprecher Rüdiger Maresch und Wiener-Linien-Chef Günter Steinbauer vorgestellt wurden, erspart man sich diese Baustelle nun und schafft außerdem eine neue Direktverbindung zwischen zwei Außenbezirken. Das bringt allerdings für die Fahrgäste einige Umstellungen.
    Die Details: Ausgehend vom Otto-Probst-Platz fährt der 11er bis zum Reumannplatz (U1) auf der bisherigen Trasse des 67ers. Dieser ist mit der U1-Verlängerung bis Oberlaa sowieso schon deutlich gestutzt worden und wird mit der Übernahme durch die Linie 11 komplett eingestellt.
    Ab Reumannplatz auf 6er-Strecke
    Wobei vorgesehen ist, den 11er durch noch zu errichtende Gleistrassen schon früher - also weiter westlich - in die Quellenstraße einmünden zu lassen, um eine Doppelführung mit dem 6er zu ermöglichen. Denn dieser Abschnitt sei jener mit dem meisten Fahrgastaufkommen, weshalb es hier oft zu Verzögerungen komme, erklärte Steinbauer.
    Nach dem Reumannplatz kurvt die künftige Linie jedenfalls auf der Route des jetzigen 6er weiter über Enkplatz (U3) und Simmering (U3 und S-Bahn) und den Zentralfriedhof bis nach Kaiserebersdorf.
    Weitere Änderungen bei Straßenbahnen
    Um nach dem Reumannplatz Parallelführungen zu vermeiden, wird der - nicht zuletzt wegen seiner Streckenlänge sehr störungsanfällige - 6er ziemlich gestutzt. Dieser endet ab Sommer 2019 schon in Favoriten, wobei er im Bereich Quellenstraße/Absbergstraße/Puchsbaumgasse eine gut ein Kilometer lange Schleife erhält, um das dortige „Kreta-Grätzl“ mit einigen Tausend Einwohnern neu zu erschließen.
    Entlang der Simmeringer Hauptstraße wird die Linie 11 aber nicht alleine unterwegs sein. Der 71er bleibt dort bestehen und wird ab der derzeitigen Endstelle Zentralfriedhof, 3. Tor ebenfalls bis Kaiserebersdorf verlängert.
    Die Kosten für das Gesamtpaket belaufen sich laut Steinbauer auf sieben bis neun Millionen Euro. Die Taktdichte bzw. die genauen Fahrpläne seien noch in Ausarbeitung, sagte er.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Für mich klingt das alles nach: Ich hab Angst um meinen fast gratis Parkplatz.

    Von der Quellenstraße in die Absbergergasse in die Puchsbaumgasse und retour z.B. über die Laimäckergasse kann ich keinen Baum in der Straße finden.

    Verkehrsberuhigter Bereich? Dort ist ein 30er auf einer geraden Straße, woran sich gefühlt nur sehr wenige Autofahrer halten, keine Ahnung wer dort seine Kinder spielen lassen soll. Zusätzlich ist die Straße ein einziger riesen Parkplatz (auf einer Seite Schräg, auf der anderen Längsparker) wofür sogar ein Teil des Gehsteiges geopfert wurde.

    Näher zum böhmischen Prater klingt ja fast nach einer Umkehrschleife auf dem freien Gelände östlich der ehem. Ankerfabrik.
  • Anrainer verhindern Straßenbahnprojekt

    In Favoriten haben Anrainer die neue Endstation samt Umkehrschleife der Straßenbahnlinie 6 verhindert. Jetzt soll der 6er bis zur Geiselbergstraße in Simmering fahren und dort wenden. Doch auch dort gibt es Widerstand.

    Stolz wurde im Mai die neue Straßenbahnlinie 11 präsentiert: Ab September verbindet die neue „Bim“ Kaiserebersdorf mit dem Otto-Probst-Platz und fährt dabei großteils auf den Gleisen der Linie 6. Diese Straßenbahnlinie ist aber schon jetzt oft überlastet und verspätet, deshalb wird die Strecke gekürzt und braucht eine neue Umkehrschleife. Zuerst war diese im Wohngebiet rund um die Puchsbaumgasse geplant, doch dort regte sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative sammelte 700 Unterschriften und hat die Gleise nun endgültig verhindert.

    Die Umkehrschleife soll nun nicht in Favoriten liegen. Foto: Wiener Linien

    Neuer Standort soll Simmering werden
    Jetzt machen sich die Wiener Linien für eine neue Endstation in Simmering stark, wie auch die Tageszeitung „Die Presse“ berichtete: Die Linie 6 soll künftig im Bereich Geiselbergstraße/Geiereckstraße im Industriegebiet wenden. Doch der Bezirk legt sich quer: „Wir haben jetzt schon das Verkehrschaos und wenn jetzt noch zwei Ampeln dazukommen - ich bin zwar kein Verkehrsspezialist, dazu haben wir die Magistrate -, aber von meiner Seite habe ich große Bedenken“, sagt FPÖ-Bezirksvorsteher Paul Stadler im „Wien heute“-Interview.
    Aufgrund der Umsteigemöglichkeit hofft Simmering, dass die Linie 6 bei der Schnellbahnstation Geiselbergstraße wendet. Doch laut den Wiener Linien fehlt dort der Platz. In einer schriftlich Stellungnahme heißt es: "Unsere favorisierte Variante für die Linie 6 ist eine neue Umkehrschleife in der Geiselbergstraße zu errichten. Wir denken das Öffi-Netz als Gesamtes und orientieren uns nicht an Bezirksgrenzen sondern an der besten Lösung für unsere Fahrgäste. Wir sind zuversichtlich, die letzten Bedenken des Bezirks ausräumen zu können.“
    Entscheidung könnte Donnerstag fallen
    Am Donnerstag wird die Simmeringer Umkehrschleife magistratsintern diskutiert. Möglicherweise entscheiden sich die Wiener Linien aber auch für einen Plan C: Dann könnte die neue Endstelle des 6ers im Bereich Gudrunstrasse/Absberggasse entstehen.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Umkehrschleife für Linie 6 fixiert

    Umkehrschleifen für die Straßenbahnlinie 6 sind zuletzt in Favoriten und Simmering viel diskutiert worden. Nun ist die Umkehrschleife Geiereckstraße in Simmering fix. Die Wiener Linien hoffen, letzte Bedenken ausräumen zu können.

    Da die Linie 11 ab Schulbeginn die Strecke bis nach Kaiserebersdorf übernimmt, dreht die Linie 6 ab Herbst 2019 bereits früher wieder um. Nachdem mehrere Varianten für eine neue Umkehrschleife geprüft wurden, hat sich laut Wiener Linien die Geiereckstraße in Simmering als beste Lösung für die Fahrgäste herausgestellt. Direkt unter der A23 wird dafür die neue Umkehrschleife entstehen, die ab April gebaut werden soll.
    Bürger verhindern Straßenbahnprojekt
    Die Wiener Linien stoßen mit ihren Plänen für eine Umkehrschleife der Linie 6 nach Favoriten auch in Simmering auf Widerstand.
    In der Absberggasse haben die Fahrgäste der Linie 6 und der Linie 11 somit ab Herbst einen direkten Umsteigepunkt zur Linie D. Mit dieser Lösung wird zudem die Kapazität im stark genutzten Abschnitt zwischen Quellenplatz und Geiereckstraße für die Fahrgäste um bis zu 80 Prozent erhöht. „Wir denken das Öffi-Netz als Gesamtes und orientieren uns nicht an Bezirksgrenzen, sondern an der besten Lösung für unsere Fahrgäste", sagte Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.
    (.....)

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • 24.04.2019
    FPÖ und ÖVP demonstrierten gegen "Stauchaos" in Simmering

    Die FPÖ/ÖVP-Demo gegen Stau verlängerte den Stau. © Bild: Kurier/Gerhard Deutsch

    Ein paar Dutzend Teilnehmer protestierten Mittwochfrüh mit Simmeringer FPÖ und ÖVP gegen geplante 6er-Umkehrschleife.
    Mit einer Handvoll Kernwählern demonstrierten heute Früh FPÖ und ÖVP gemeinsam gegen den Bau der 6er-Bim-Schleife bei der Station Geiereckstraße in Simmering. Dazu verteilten blau bzw. türkis gekleidete Wahlhelfer Werbematerialen der Regierungsparteien. Kipferl im HC-Sackerl, FPÖ-Kulis und blaue Reimkultur auf Transparenten durften da nicht fehlen: "Simmeringer, g'wöhnt Euch dran: Stau für Simas Straßenbahn!", war zum Beispiel zu lesen.
    Was den blauen Bezirksvorsteher Paul Stadler und ÖVP-Bezirksparteiobmann Wolfgang Kieslich so erzürnt, dass sie am frühen Morgen auf die Barrikaden stiegen (und dabei ihrerseits den Verkehr behinderten), ist der Plan der Wiener Linien, eine eigene Linie 11 nach Kaiserebersdorf einzurichten.
    Um deren Schaffung "irgendwie zu rechtfertigen, sollen die bestehenden Linien 71 und 6 verkürzt/verlängert, umgeleitet und im Kreis geschickt werden", echauffieren sich in den Zusammenhang auch die Klubobleute der Stadtblauen bzw. -türkisen, Toni Mahdalik und Elisabeth Olischar.
    "Horror in den Stoßzeiten"
    Durch die Schaffung einer Umkehrschleife für die Linie 6 bei Geiereckstraße würden nicht nur zehn Millionen Euro an Steuergeld verschwendet, meint Stadler. Rot-grün produziere so auch ein dauerhaftes Stauchaos auf der Geiselbergstraße, um "ein Prestigeprojekt von SPÖ-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) durchzuboxen". "In den Stoßzeiten wird das ein Horror", prognostiziert der Bezirksvorsteher.
    Zudem müssten die Anrainer infolge der Baustelle mit massiven Lärmbelastungen rechnen. Darüber hinaus befürchtet ÖVP-Bezirkschef Kieslich ein Geschäftesterben.
    Auf KURIER-Nachfrage bestätigen die Teilnehmer an der FPÖVP-Demo, sich von den Staus in der Geiselbergstraße gestört zu fühlen - auch wenn sie zum Teil gar nicht hier wohnen. Frau Blasi ist extra für die Kundgebung aus Kaiserebersdorf gekommen, Frau Novotny wohnt eigentlich beim Zentralfriedhof. Aber irgendwann müsse man hier ja trotzdem durch, stimmen beide überein.
    Gegenvorschlag
    Die Alternative zur Bim-Schleife sei einfach, sagen Stadler und Kieslich unisono: Den 6er belassen wie er ist. Und die Linie 71 um sechs Stationen nach Kaiserebersdorf verlängern.

    Bezirkschef Stadler bei der Demo. Im Hintergrund wurde wahlgeworben. © Bild: Kurier/Gerhard Deutsch

    Aus dem Büro von Öffi-Stadträtin Ulli Sima folgte postwendend eine Absage. "Stadlers Plan, die Linie 71 nach Kaiserebersdorf zu verlängern, würde 7,5 Millionen Euro Anschaffungskosten bedeuten und jährlich weitere zwei Millionen Euro zusätzlich an Betriebskosten verschlingen." Der aktuelle Plan sei kostengünstiger.
    "Demo verursachte Stau"
    Für die blau-türkise Protestaktion zeigt man im Rathaus wenig Verständnis. "Staus bis zur Leberstraße: Das waren heute Früh die Folgen der Demo von Bau und Türkis in Simmering", heißt es. Dass ausgerechnet der blaue Bezirksvorsteher gegen "die Verbesserung der Öffis" im Bezirk demonstriere, sei bemerkenswert, sagt Sima. Mit der Linie 11 komme die Stadt "der langjährigen Forderung der Simmeringer Bevölkerung nach einer zweiten Linie bis Kaiserebersdorf nach". Zudem werde eine bessere Verbindung zwischen Simmering und Favoriten geschaffen. In der Absberggasse werde darüber hinaus ein neuer Umsteigeknoten für die Linien D, 6 und 11 geschaffen.
    Für den Autoverkehr entstehe durch die aktuellen Maßnahmen kein Nachteil, argumentiert Sima. Denn das Nadelöhr sei schon jetzt die Ampel an der Kreuzung Gudrunstraße/Gräßlplatz bzw. bei der Kreuzung Geiselbergstraße/Leberstraße.
    Hier müsse der Bezirk "seine Hausaufgaben machen und die Ampelsituation verbessern", spielt die Stadträtin den Ball zurück.
    (kurier.at, Ich) | Stand: 24.04.2019, 12:48


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neu

    Neue Straßenbahnlinie 11 präsentiert

    Eine seltene Premiere in Wien steht bevor. Am 2. September nimmt eine neue Straßenbahnlinie ihren Betrieb auf. Die Linie 11 fährt zwischen Otto-Probst-Platz und Kaiserebersdorf. Das wirkt sich auch auf andere Linien aus.

    Online seit heute, 15.22 Uhr Der 11er verbindet Favoriten und Simmering. Mit 31 Stationen und einer Länge von 13 Kilometern gehört die Linie zu den längsten Wiens. Die Route führt vom Otto-Probst-Platz in Favoriten zunächst auf der bisherigen Trasse des 67ers bis zum Reumannplatz. Von dort geht es dann auf jener Trasse, auf der derzeit der 6er unterwegs ist, zur U3-Station Enkplatz und von dort über die U3- und S-Bahn-Station Simmering vorbei am Zentralfriedhof bis zur Endstelle Kaiserebersdorf.
    Änderungen bei Linien 71 und 67
    Der neuen Linie müssen andere Linien Platz machen. Um eine längere Parallelführung zu vermeiden, wird die Linie 6 künftig deutlich verkürzt und nicht mehr bis nach Kaiserebersdorf fahren. Verlängert wird hingegen die Linie 71. Sie wird die zweite Straßenbahnverbindung nach Kaiserebersdorf und kehrt damit zu ihren Wurzeln zurück. Sie wird von ihrer derzeitigen Endstelle Zentralfriedhof, 3. Tor wieder nach Kaiserebersdorf verlängert. Mit dem 71er gibt es damit künftig wieder eine Direktverbindung von Kaiserebersdorf in die Innenstadt. Die Linie 67 wird eingestellt.
    Bezirksvorsteher bleibt bei Kritik
    Die Linie 6 endet knapp nach der Bezirksgrenze in Simmering bei der Geiereckstraße, wo sie in einer neu gebauten Schleife wendet. Diese Umkehrmöglichkeit hatte für schlechte Stimmung bei FPÖ-Bezirksvorsteher Paul Stadler gesorgt. Er war heute übrigens nicht beim Medientermin dabei. Er sei weder eingeladen worden noch habe er von dem Termin gewusst, sagte Stadler gegenüber „Wien heute“.
    Stadler bleibt auch jetzt noch bei seinem Hauptkritikpunkt: Er befürchtet ein Verkehrschaos in der schon jetzt stark belasteten Geißelbergstraße, wo der 6er künftig die Schleife machen wird. Dort gebe es schon jetzt Probleme, erst recht aber dann, wenn der 6er dort zwei Mal die Straße überquert.
    Ablehnende Stimmen „unverständlich“
    Die für Öffentlichen Verkehr zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) betonte, dass die Schleife unter der Südosttangente und um ein Betriebsgelände herum verlaufe und dadurch keine Anrainer gestört würden. Und auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Es ist mir absolut unverständlich, dass es politisch motivierte Stimmen gab, die das Projekt abgelehnt haben.“ Die genauen Kosten für die Umkehrschleife – der einzige neu gebaute Teil des Pakets – konnte man bei den Wiener Linien nicht nennen. Man bleibe „auf jeden Fall im einstelligen Millionenbereich“, hieß es.
    red, wien.ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor