[NÖN] In NÖ stehen die LT-Wahlen 2018 und in Klosterneuburg die U4 vor der Tür

  • Die Diskussion um die 2. S-Bahn-Stammstrecke flammt wieder auf. Ich glaube daher, dass dieser KURIER-Artikel ist hier am besten aufgehoben ist:

    Niederösterreich-Wien: Ruf nach zusätzlicher S-Bahn-Achse
    1,5 bis 2 Milliarden Euro würde das Projekt kosten, das das Pendeln nach Wien erleichtern soll.

    600.000 Niederösterreicher pendeln täglich, 200.000 davon nach Wien. „Die Stammstrecke ist überlastet. Sie fährt jetzt mehr als die U-Bahn. Es wird eine zusätzliche benötigt“, sagte VP-Landesrat Ludwig Schleritzko bei einer Pressekonferenz am Freitag und sprach dabei von Investitionen in der Höhe von 1,5 bis 2 Milliarden Euro.
    Die Rede ist von der zentralen Stammstrecke der Wiener S-Bahn. Es ist die am häufigsten befahrene Eisenbahnstrecke Österreichs. Die 13 Kilometer lange Strecke reicht von Wien Floridsdorf bis nach Meidling.
    Schleritzko präsentierte gemeinsam mit Markus Gansterer vom VCÖ (Verkehrsclub Österreich) ein Update für Niederösterreichs Mobilitätspolitik. Erarbeitet wurde dieses bei einem eineinhalbtägigen Expertenforum mit Vertretern des Landes NÖ, des Bundesministeriums für Verkehr, der Wissenschaft, Wirtschaftsexperten und Vertretern von ÖAMTC und VCÖ.
    Lob für S7
    Dabei wurden vier Ziele erarbeitet. Eines davon betrifft die Stammstrecke. „Wir müssen über die Landesgrenzen hinaus denken und müssen Wien und das Burgenland als Partner denken. Mit dem Verkehrsverbund Ostregion funktioniert das gut“, sagte Schleritzko.
    Als erfolgreiches jüngstes Beispiel nannte er die Schnellbahn S7 zum Flughafen. 2017 hatten NÖ und Wien in eine Verdichtung investiert. Der Fahrgastzuwachs daraufhin habe 30 Prozent betragen, was bewiesen habe, dass man in gemeinsamen Räumen und nicht in Landesgrenzen denken dürfe.
    Die geschätzte Investition von 1,5 bis 2 Milliarden Euro für die Stammstrecke müsse teilweise auch vom Bund getragen werde, meinte Schleritzko, „weil der gesamte östliche Teil Österreichs davon profitiert“.
    ÖBB vorerst abwartend
    Die ÖBB wollten sich zum konkreten Thema Stammstrecke noch nicht äußern. „Wir begrüßen aber, dass Herr Schleritzko für den öffentlichen Verkehr eintritt. Es ist ein Zukunftsprojekt, den Transport ökologisch zu gestalten“. Das ist auch ein weiterer Punkt, den das Update bezüglich Mobilität brachte: Die Mobilität ökologisch gestalten. „In NÖ müssen bis 2013 zirka 1,2 Millionen Tonnen eingespart werden“, betonte Schleritzko.
    Die Nutzung klimafreundlicher Antriebe müsse daher forciert werden. 600.000 E-Fahrzeuge seien derzeit in NÖ zugelassen. Künftig soll der Trend zur E-Mobilität auch im öffentlichen Verkehr Einzug halten. Für E-Busse sollen daher in einem ersten Schritt Testregionen in NÖ festgelegt werden. „Unser großes Ziel ist, alle öffentlichen Busse auf nachhaltige Antriebe umzustellen. Ab 2030 wollen wir im öffentlichen Verkehr keine Fahrzeuge mehr bestellen, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden“, sagte Schleritzko.
    Paketboxen
    Auch der Wirtschaftsverkehr wurde beleuchtet. Zum einen solle ein Aktionsplan Logistik im Allgemeinen und Lösungen für das Thema Citylogistik im Speziellen erarbeitet werden. Als Beispiel nannte er den Einsatz von öffentlichen Paketboxen an Bahnhöfen etwa, die Pendler verwenden könnten, um unnötigen Verkehr zu Fehlzustellungen zu verringern.
    Wichtig sei es auch „Stau und andere Probleme in den Ballungszentren in den Griff bekommen“, sagte Gansterer. Die Infrastruktur müsse entsprechend ausgebaut werden. Die Digitalisierung mit neuen Apps für Sammeltaxis zum Beispiel sei eine mögliche Lösung in der Zukunft, ansprechenden Ersatz für Busse an schulfreien Tagen in ländlichen Regionen zu haben.
    (kurier.at, rieg) | Stand: 09.03.2019, 5:00 | Autor: Lisa Rieger








    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Und was dieses "Update" besagt, weiss man beim Kurier nicht? Mir ist die Argumentation weiterhin fadenscheinig. Die Stammstrecke per se ist nicht zwingend das Problem beim Pendeln aus Nö/dem Bgld nach Wien. Hört sich fast wieder so an, als versucht der Schleritzko in alter Manier den Wienern die Schuld zu geben.
    Und zur S7 hab ich mich ja bereits geäußert.
    Ansonsten entnehme ich dem Artikel eigentlich nichts Neues.
  • So sollen Wiener und Pendler in die S-Bahn gelockt werden
    Die S-Bahn muss attraktiver werden, um den Großraum Wien zu entlasten. Diese sechs Projekte sind geplant

    Dass Wien und der umliegende Speckgürtel wachsen, ist zwar schon länger bekannt, Verkehrsplaner stellt es dennoch weiter vor Herausforderungen. Und zwar nicht nur jene der Wiener Linien, sondern auch die Kollegen bei den ÖBB. Immerhin sind zwei Drittel der 250 Millionen ÖBB-Fahrgäste pro Jahr in der Ostregion unterwegs, knapp 100 Millionen in den S-Bahnen.
    Genau dieses Zug-Angebot soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden.
    Zum einen sollen das die Wiener nutzen: Bis 2027 werden zwei Millionen Menschen in der Stadt leben. Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird dabei immer wichtiger.


    Zum anderen sollen vermehrt Pendler einsteigen. Aktuell kommen zwei Drittel der 612.700 Pendler mit dem Auto nach Wien; das ist klimaschädlich und verschlechtert die Parksituation in Wien.
    Was konkret geplant ist:

    Ankauf von 24 neuen Cityjet-Zügen
    Bereits genehmigt wurde die Anschaffung von 24 neuen Cityjet-Zügen, die ab 2020 zusätzlich zu den vorhandenen 117 Cityjets im Schnellbahnnetz unterwegs sein werden. Cityjets fassen mehr Personen als die blau-weißen Garnituren. Die alten S-Bahn-Modelle sollen bis 2021 verschwinden.
    Zweifacher Ausbau der Südstrecke
    Die Pottendorfer Linie im Süden der Stadt wird attraktiviert. Die Linie soll dem Regionalverkehr dienen und bis 2023 komplett befahrbar sein. Das Angebot auf der Südstrecke wird damit viergleisig. Die ÖBB sind sich aber bewusst, dass das für den Zustrom aus dem Süden nicht reichen wird. Und so arbeiten die Zuständigen bereits am nächsten Ausbau: Ziel ist es, die Südstrecke sechsgleisig zu machen.
    Ausbau der Strecke Wien–Bratislava
    Die bis dato eingleisige Dieselstrecke im Osten wird aktuell um ein Gleis erweitert. Die Strecke wird so erneuert, dass auch schnelle Züge zwischen Wien und Bratislava verkehren können. Zudem werden Park-and-Ride-Anlagen entlang der Route errichtet. Die Arbeiten sollen 2023 abgeschlossen sein.
    Neugestaltung der S-Bahnlinie S80
    Die S80 soll zwischen Hütteldorf und Aspern eine neue, moderne Strecke erhalten. Damit können Fahrgäste Wien von Westen nach Osten in 30 Minuten queren. Geht alles nach Plan, ist die Errichtung bis 2026 abgeschlossen. Aktuell wird das Projekt auf Umweltverträglichkeit geprüft.
    Sanierung der Wiener Stammstrecke
    Derzeit verkehren zwischen Floridsdorf und Meidling stündlich 40 Züge. Die ÖBB wollen den Takt auf 50 erhöhen. Dazu brauch es ein neues Zugsicherungssystem. Außerdem sollen die Bahnsteige so ausgeweitet werden, dass längere Züge halten können. Eine Realisierung ist bis 2030 geplant.
    Renovierung des Bahnhofs Hütteldorf
    Um die Situation im Westen der Stadt zu verbessern, soll der Bahnhof Hütteldorf erneuert sowie die Station „Baumgarten“ zwischen Hütteldorf und Purkersdorf geschaffen werden.
    (kurier.at, amb) | Stand: 12.04.2019, 18:00




    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ok, jetzt bringst du mich aus dem Konzept. Doppelstocktriebwagen würden die ÖBB so oder so früher oder später bestellen. Ewig halten ja die bisherigen Dostos auch nicht.

    Mit den KISS könnte man schneller an neue Fahrzeuge kommen, ohne die erst herstellen lassen zu müssen - für die später folgende Bestellung würde man damit weniger Material brauchen.
  • Eh klar. Aber es ist schon ein Unterschied, ob man das neue Material bereits jetzt fix zugesichert bekommt und dann in 2, 3 Jahren erhält oder ob man das neue Material erst in 4, 5 Jahren überhaupt zu bestellen gedenkt, dann die Züge ausschreiben muss und dann dauert es, bis sie gebaut und zugelassen sind...
  • Und die Grafik zeigt, dass der Modal-split nicht dort besser ist, wo es eine attraktivere Bahn gibt, sondern dort wo es weniger attraktive Straßen gibt. Im Bezirk Gänserndorf geht man das Problem eh schon mit der S8 an, Bruck wird wohl durch S1 und S8 entlastet, Klosterneuburg bleibt wohl ein Problemkind. :D Dann ist man endlich fast überall vom 1:3 zu mind 1:4 gekommen.

    PS: Und sämtliche genannten Ausbauten der Bahn werden wohl kaum relevanten Einfluss auf das Pendlerverhalten bringen.

    PPS: Die Verkehrsplaner stellt es vor keine Probleme, die Politik will nur nicht dafür zahlen.
  • Neu

    dr. bahnsinn schrieb:

    Cityjets fassen mehr Personen als die blau-weißen Garnituren.
    Der größte Nachteil als Vorteil verkauft.
    Wenn man in einen 4020er ebenso enge Sitzabstände realisiert, gehen dort gleich viele rein und haben dennoch noch mehr Platz in den Gängen.

    Zum Rest:
    Die 4 gleisige Südbahn geistert wohl schon gleich lang herum, wie der 2 gleisige Ausbau der Pottendorfer. Mit ähnlichem Zeithorizont bei Umsetzung/Baudauer.

    Bei der Aspangbahn hat man die Verknüpfung mit der Pottendorfer verabsäumt, muss daher teilweise via Kledering nach Meidling.

    Alles andre beinhaltet zu oft "ist geplant", als dass wir da auf absehbare Zeit etwas umgesetzt haben werden.

    Macht aber nix, denn die Asfinag baut eh.
  • Benutzer online 1

    1 Besucher