Eisenbahnmuseum Ybbsitz und Club 598

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  • westbahn schrieb:

    ...ist aber auch nicht wirklich ein Problem, wer sollte die NÖVOG davon abhalten, eine Einstellung wegen wirtschaftlicher Unzumutbarkeit im Sinne des §28 EisbG zu beantragen.
    Ich meine nicht die rechtliche Seite. Sollten Vereine, Dorferneuerung, Bevölkerung und Medien vereint gegen die Einstellung der Dampfzüge mobil machen, kann es schnell passieren, dass sich Landespolitiker auf ihre Seite schlagen. Da kann der Stindl noch so viel auf den § 28 EisbG pochen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Sollten Vereine, Dorferneuerung, Bevölkerung und Medien vereint gegen die Einstellung der Dampfzüge mobil machen, kann es schnell passieren, dass sich Landespolitiker auf ihre Seite schlagen.
    Und? Das könnten sie - die Landespolitiker - jetzt auch schon, nur nützen wird es nichts, denn die Einstellung beantragen wird die NÖVOG trotzdem und dann sind auch die Landespolitiker am Zug im Sinne der dreimonatigen Suche nach Nachnutzern. Im Endeffekt muss dann in diesem Falle der Landeshauptmann entscheiden. Und der muss dann entweder "zahlen", damit es weitergeht oder die Vereine, Dorferneuerung, Bevölkerung und Medien dürfen ihm "den Buckel runterrutschen". Zwei Wochen lokaler Aufruhr, dann wird es wieder still, war ja bei der Einstellung der Ybbstalbahn auch nicht anders, auch wenn der Zuckerbäcker und andere Altmänner klettenartig zum Teil bis heute noch herumschleimen. Allerdings werden eventuelle Nachnutzer eher rar sein. Und dann werden die Grinsegesichter eine Rechnung veröffentlichen, in der die Kosten des Bahnbetriebes einem Busbetrieb gegenübergestellt wird und schon ist wieder alles gut!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • grubenhunt schrieb:

    Die NÖVOG wird sicher nix, aber rein gar nix gegen den Willen der Landesregierung unternehmen. Die Hand die ihn füttert, beisst der dümmste Hund bekanntlich nicht.
    Richtig! Und wer weiß, was jetzt kommt, wenn auch die Akteure noch etwas Unglaubwürdig bzg. dem öffentlichen Verkehr klingen, scheint sich seit dem Ende von Pröll doch ein etwas anderer Ton zum Thema Eisenbahn breitzumachen...
    Zumindest wird schon mal nicht sofort mit dem Vorschlaghammer auf visionäre Eisenbahnprojekte eingedroschen...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Bei aller Liebe zur Ybbstalbahn, aber justament ein Dampfbetrieb im dichtverbauten Stadtgebiet von
    Waidhofen ist sowieso ein Unsinn - es raucht und rußt der der Dreck nämlich bis in die angrenzeden Wohnzimmer, Schulklassen, Krankenzimmer des Plflegeheims und vermutlich bis in den Eurospar!
    Bei früher fallweisen Fahrten alle paar Monate fiel das nicht ins Gewicht - aber bei Pendelfahrten im Stundentakt ?!
  • Bahnfahrer schrieb:

    Bei aller Liebe zur Ybbstalbahn, aber justament ein Dampfbetrieb im dichtverbauten Stadtgebiet von
    Waidhofen ist sowieso ein Unsinn - es raucht und rußt der der Dreck nämlich bis in die angrenzeden Wohnzimmer, Schulklassen, Krankenzimmer des Plflegeheims und vermutlich bis in den Eurospar!
    Bei früher fallweisen Fahrten alle paar Monate fiel das nicht ins Gewicht - aber bei Pendelfahrten im Stundentakt ?!
    Bahnfahrer, es kommt immer auf die Gegebenheiten drauf an, ob eine Dampflok rußt, oder nicht! Wenn die Lok ordentlich gewartet ist, und auch einen ordentlichen Kesselzug entwickeln kann, dann gibt es, bei ordentlicher Feuerführung fast kein Problem mit Ruß! Problematisch diesbezüglich sind die Kessel solange, wie sie kalt sind, besonders die Gölsdorf-Kesseln sind hier, aufgrund des kleinen Rauchfang-Querschnittes ein Problem, da der Rauch im Kessel zu stark Abkühlt und es somit zum O2-Mangel kommt. Aber auch ein Überfeuern sorgt für Sauerstoffmangel und somit zur unvollständigen Verbrennung, wodurch die Lok zum Rußen anfängt...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Egal. Die Politik soll sich wieder einmal darum kümmern, dass ein paar Ferro-Spinner Spielzeugeisenbahn spielen können! Was rauchen die bitte?
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Nein, wozu? Meine Hobbys sind teuer und da zahlt mir leider niemand etwas zu! :P
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Nicht einen Cent an "öffentlichen Gelder".
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • Erstellt am 25. November 2017, 04:53 von Markus Huebmer
    Hollenstein: Bahnwaggon bei Radweg platziert

    In „Zeitreisewaggon“ am Ybbstalradweg soll Geschichte der Ybbstalbahn erfahrbar werden.
    Seit Kurzem befindet sich wieder ein Bahnwaggon in der Gemeinde Hollenstein. Er ist eine Leihgabe des Clubs 598. Auf einem Sattelschlepper wurde das Objekt in der Vorwoche vom Waidhofner Hauptbahnhof in das Obere Ybbstal überstellt. Der Standplatz liegt unmittelbar am heutigen Ybbstalradweg, an der Einmündung der Ybbsbrücke in die Bahnhofstraße.
    Dem grün-weiß lackierten Personen- und Gepäckswaggon mit der Aufschrift „Schafkäs-Express“ soll in den kommenden Monaten neues Leben eingehaucht werden. Zwar wird der Eisenbahnwagen nicht mehr mit einer Lok durch das Tal fahren, aber im Inneren, so sehen es die Planungen vor, soll die Geschichte der ehemaligen Ybbstalbahn erfahrbar gemacht werden (die NÖN berichtete).


    Der Schafkäs-Express ist wieder da. Zumindest ein Waggon aus den ehemaligen Garnituren der Ybbstalbahn ist nun nach Hollenstein zurückgekehrt. | Huebmer
    Auf Initiative der Gemeinde wird unter dem Arbeitstitel „Zeitreisewaggon“ ein museales Konzept ausgearbeitet. „Am Gemeindeamt sind bereits die ersten Fotografien, Filmkassetten und Postkarten eingelangt“, freute sich Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer über die rege Teilnahme der Bürger am im alten Eisenbahnwaggon entstehenden Museum. Exponate und Erinnerungen können im Rathaus eingebracht werden.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Delogierung des "Clubs 598" vom Bezirksgericht vertagt
    WAIDHOFEN. Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG brachte gegen Waidhofner Eisenbahnfreunde Klage ein. Dampflok und Waggons sollen weg.


    Richter Reinhard Stöckler arbeitet auf einen außergerichtlichen Vergleich hing. Die Verhandlung wurde vertagt. Bild: feh
    "Das ist nicht einfach ein gekündigter Mieter, der seine Möbel in einem Keller verstaut", wusste gestern Richter Reinhard Stöckler. Vor der gestrigen Tagsatzung am Waidhofner Bezirksgericht wollte die Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG mit einer Delogierungsklage, dass der Eisenbahnmuseums-Verein "Club 598" mit seiner historischen Dampflok "Yv.2" und zwei Waggons und einem Mannschaftswagen aus der Kaiserzeit endlich vom Bahnhofsgelände verschwinden möge.
    Die Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG will die Eisenbahnfreunde loswerden. Geschäftsführer Gerhard Stindl winkte bei einem Gespräch am 16. November im Rathaus ab, womit auf den verbliebenen fünf Streckenkilometern der Ybbstalbahn kein Dampfzug fahren könne. Damals hatte der Verein schon für den Schuppen, den sie beim Bahnhofsgelände benützt, die Räumungsklage erhalten.
    Siegfried Nykodem, Obmann des "Clubs 598", sieht aber allein schon die Klage als nicht berechtigt an. Früher habe die ÖBB die Nostalgiefahrten unterstützt und dem Club einen Platz zugewiesen. Diese Verpflichtung wäre auf die NÖVOG nach deren Übernahme der Schmalspurstrecke von den ÖBB übergegangen.
    Ein Vermittlungsgespräch, zu dem Bürgermeister Werner Krammer (VP) per Dringlichkeitsantrag der Piratenliste "Fufu" im Gemeinderat aufgefordert wurde, hat offenbar Wirkung gezeigt. Der Rechtsanwalt der NÖVOG, Friedrich Nusterer, war mit einer Vertagung des Prozessbeginns auf 22. Februar einverstanden. In der Zwischenzeit wird eine Einigung oder ein Vergleich angestrebt. Der "Club 598" bot zuletzt der NÖVOG an, dieser ihren fahrtauglichen Fuhrpark als Dauerleihgabe und für Museumsfahrten der NÖVOG zu überlassen. Nykodem: "Uns geht es darum, dass das Kulturerbe an der Strecke nicht verlorengeht."


    Quelle: nachrichten.at/oberoesterreich…cht-vertagt;art68,2749920
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Erstellt am 28. Februar 2018, 05:01von Andreas Kössl

    Club 598: Auf der Suche nach Unterkunft für Dampflok

    NÖVOG gibt Club 598 bis Ende 2018 Zeit, um Unterkunft für Lok zu finden.

    Die Vereinsmitglieder des Club 598 waren nach der Gerichtsverhandlung zuversichtlich, eine Lösung zu finden: Obmann-Stellvertreter Peter Stiftner, Kassierin Elsa Zierlinger, Obmann Siegfried Nykodem, Schriftführer Josef Lettner, Renate Wachauer und Karl Piaty (v.l.). | Kössl

    Eine neue Remise für ihre Dampflokomotive Yv.2 benötigen die Eisenbahnfreunde vom Club 598. Zur Zeit befindet sich das Dampfross aus dem Jahr 1896 noch in einem Schuppen am Areal des Waidhofner Hauptbahnhofs.
    Die Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG, der das Gelände gehört, fordert jedoch die Räumung und hat deshalb Ende September des Vorjahrs eine Klage gegen den Verein eingebracht. Eine erste Gerichtsverhandlung im November endete mit einer Vertagung. Die Eisenbahn-Nostalgiker bekamen drei Monate Zeit, um sich zu überlegen, wo sie ihre Geräte hinschaffen könnten. Die NÖN berichtete.
    Am Donnerstag der Vorwoche trafen Club 598 und NÖVOG nun erneut am Bezirksgericht Waidhofen aufeinander. Eine fertige Lösung konnten die Eisenbahnfreunde bei der Verhandlung jedoch nicht vorlegen. Stattdessen hatte man ein Schreiben des Bundesdenkmalamts, das den hohen historischen Wert der Lokomotive bestätigte, und vier Vorschläge für einen möglichen Standort entlang der Strecke der ehemaligen Ybbstalbahn in der Tasche. Präferiert wird das Areal um den Lokalbahnhof. Nach dem Aus des Sicherheitszentrums habe sich hier nun eine neue Situation ergeben, sagte Club-598-Anwalt Ludwig Redtensteiner.
    Richter Reinhard Stöckler forderte jedoch eine konkrete Lösung. Die Sache gehöre jetzt geregelt und nicht in ein paar Monaten, sagte er. „Die Räumungsklage ist so etwas von berechtigt. Die klagende Partei hat eh schon zugewartet. Jetzt wieder ein bis zwei Jahre Aufschub zu verlangen, ist völlig unzumutbar. Ich schlage vor, eine vernünftige Räumungsfrist zu finden.“
    Exekution mit Anfang 2019 möglich
    Dies gelang letztendlich in einem Vergleich. Die Verkehrsgesellschaft, vertreten durch den St. Pöltner Rechtsanwalt Friedrich Nusterer, gewährte den Eisenbahnfreunden eine Frist bis Jahresende, um das Areal zu räumen. Der Club 598 sicherte im Gegenzug zu, auf jeglichen Räumungsaufschub zu verzichten. Nach Verstreichen dieser Frist hat die NÖVOG dann noch sechs Monate Zeit, um einen Exekutionsantrag einzubringen.
    Richter Stöckler ermahnte die Eisenbahnfreunde dazu, das Jahr zu nutzen, um eine Lösung zu finden. Die NÖVOG werde wohl nicht gleich nach Fristende die Exekution beantragen, müsse diese aber durchgeführt werden, so werde dies für den Verein teuer werden.
    NÖVOG-Anwalt Nusterer hielt fest: „Wenn sich nun eine Lösung aus der Lokalpolitik entwickelt, wird sich die NÖVOG dagegen sicher nicht verschließen.“ Man stehe selbstverständlich gerne für Gespräche zur Verfügung, heißt es seitens der NÖVOG. Klar sei aber, dass die widerrechtliche Nutzung des Gleises beendet werden müsse.
    Beim Club 598 ist man mit dem Vergleich zufrieden. Nun geht es darum, eine Bleibe zu finden. Dabei verweist man auf ein Schreiben von Bürgermeister Werner Krammer, in welchem der Waidhofner Stadtchef angibt, dass sich die Stadt bei der Lösungsfindung einbringen werde. Minimalvariante für die Bahnfreunde wäre eine Verwahrungsstätte für die Lokomotiven samt einer kleinen Werkstatt. Gewünscht wird freilich nach wie vor ein Platz, an dem man ein Eisenbahnmuseum realisieren kann, wo die Dampflok – zumindest auf einem kurzen Schienenstrang – dann auch verkehren kann.
    2013 wurde die Dampflok Yv.2 zum Hauptbahnhof überstellt. Bis Ende 2018 muss sie nun endgültig von dort weggebracht werden. | Kössl

    „Wir wollen den letzten Rest des Kulturerbes Ybbstalbahn erhalten“, sagt Club-598-Obmann Siegfried Nykodem. „Sobald wir ein Grundstück haben, wird geräumt.“ Vier Alternativen haben die Bahnfreunde dabei im Auge. Für den besten Standort hält man den schon erwähnten Lokalbahnhof. Hier hat man ein Grundstück zwischen den Bahngleisen der Citybahn und dem Buchenberg im Auge.
    Eine zweite Möglichkeit sieht man am Hauptbahnhof zwischen den Gleisen der Citybahn und jenen der Rudolfsbahn, wo es noch Schmalspurbahngleise gibt. Als dritte Alternative wird der Bereich beim Bahnhof Gstadt in Richtung Ybbsitz genannt. Auch hier sind noch Gleise der Ybbstalbahn vorhanden. Dabei verweist man darauf, dass der Obmann des Gemeindeverbandes Ybbstalradweg, der Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer (ÖVP), das sechs Meter breite Trassenband zwischen Ybbsitz und Gstadt den Bahnfreunden einst zur Verfügung gestellt habe. Eine vierte Möglichkeit für ein Eisenbahnmuseum sieht man am Bahnhof Ybbsitz.


    Chronologie:

    • Seit 1974 hat der Club 598 seine historischen Loks beim Lokalbahnhof eingestellt. 2012 werden Pläne von einem Eisenbahnmuseum am Standort laut.
    • Durch das Sicherheitszentrum muss der Verein absiedeln. Ende 2012 soll die Räumung erfolgen. Die Frist verstreicht. Die NÖVOG setzt dem Club 598 mit 15. Oktober 2013 eine Deadline.
    • Einigung in letzter Minute: Der Club 598 darf seine Gerätschaften bis Herbst 2014 am Hauptbahnhof unterbringen.
    • Der Club 598 möchte das Bahnhofsareal in Ybbsitz von der NÖVOG kaufen und das Museum hier realisieren. Auch die Gemeinde hat am Areal Interesse.
    • Der Gleisabbau im Oberen Ybbstal führt 2014 zu Protesten. Der Radwegverband Ybbstal sagt den Bahnfreunden die Nutzung der Trasse zwischen Ybbsitz und Gstadt für eine Tourismusbahn zu. Dafür behindern die Bahnfreunde den Gleisabtrag nicht mehr.
    • Der Club 598 darf den Hauptbahnhof noch ein Jahr nutzen und arbeitet an einer Museumsbahn zwischen Waidhofen und Ybbsitz.
    • 2015 erhält die Gemeinde den Zuschlag für den Bahnhof Ybbsitz. Der Club 598 darf den Hauptbahnhof noch bis Herbst 2017 nutzen.
    • 2017 werden die letzten Gleise zwischen Gstadt und Ybbsitz abmontiert. Dem Wunsch, die Dampflok auf der Citybahnstrecke fahren zu lassen, erteilt die NÖVOG eine Absage. Der Club wird aufgefordert das Bahnhofsareal zu räumen.
    • Die NÖVOG bringt eine Räumungsklage ein. Am 30. November kommt es zum Gerichtstermin.
    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Erstellt am 19. April 2018, 05:38 von Andreas Kössl

    Eisenbahnfreunde:Das Ybbstal in Rumänien

    Nach dem Aus seines Eisenbahnmuseums hat Herbert Marko seine Sammlung nach Rumänien verkauft. Ab Ende April wird diese nun im Bahnhof Moldovita gezeigt.

    Enttäuscht hat Bahnfreund Herbert Marko seine Eisenbahnsammlung nach Rumänien verkauft. Nun befindet sie sich im Bahnhof Moldovita. | Piaty


    Gegenstände jeglicher Art rund um die mittlerweile eingestellte Ybbstalbahnstrecke zwischen Waidhofen und Ybbsitz hatte der pensionierte ÖBB-Bedienstete Herbert Marko über die Jahre zusammengetragen und in einem privaten Eisenbahnmuseum im ehemaligen Gütermagazin des Ybbsitzer Bahnhofs ausgestellt. Von Schaffnerzangen, Kellen und Kapperl über Uniformen und Fotos bis zu einer Modelleisenbahn mit Originalnachbildung des Ybbsitzer Bahnhofs reichten seine Exponate. Auch Originaldokumente über die Entstehung der unter Kaiser Franz Josef errichteten Ybbstalbahn oder die Nachbildung eines damals in Ybbsitz befindlichen Kohlebergwerks, dessen schwarzes Gold die Dampfrösser einst befeuerte, hatte Marko in seinem Besitz.
    Wie die NÖN berichtete, musste der Ybbsitzer Eisenbahnenthusiast das Gebäude im Herbst des Vorjahres aber räumen, worauf Marko ankündigte, seine Sammlung nach Rumänien zu verkaufen. Dort betreibt der gebürtige Österreicher Georg Hocevar seit Jahren die Waldbahn Moldovita, eine historische Bahnstrecke, die als Museumsbahn touristisch genutzt wird. Die Bahnstrecke wurde unter Kaiser Franz Josef etwa zur selben Zeit wie die Ybbstalbahn in Österreich erbaut. Eisenbahnfreund Hocevar hatte sich bereit erklärt, alle Museumsstücke aus dem Ybbstal nach Rumänien zu übernehmen, um sie dort in einem Eisenbahnmuseum auszustellen.

    Bahnhof Moldovita | Piaty
    Ende April wird das Museum in Moldovita nun eröffnet, wobei eine Delegation der Ybbstaler Eisenbahnfreunde mit dabei sein wird.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor