Der neue, altbekannte ÖBB Caterer:

  • Auf das Risiko hin, hier eine Diskussion loszutreten (Die schon durch fast alle Print-Medien ging in den letzten Jahren). Bei Tüte & Co. stellt es mir die Haare auf, aber für lecker gibt es nichts Vergleichbares im Österreichischen. Gleichzeitig besteht ein nicht unerheblicher Teil des Österreichischen daraus, dass man "bessere" Worte aus anderen Sprachen (Französisch, Jiddisch, Slawisch, ...) importierte, warum also nicht auch aus dem deutsch Deutschen?
  • KFNB X schrieb:

    .......aber für lecker gibt es nichts Vergleichbares im Österreichischen.
    Das sehen der Duden und ich nicht so: gschmackig, österreichisch, schmackhaft, wohlschmeckend, würzig. Und darin sin sich der Duden und ich auch einig: die Verwendung des Wortes im täglichen Sprachgebrauch ist leider sehr überschaubar, weil lecker in aller Munde ist. Leider.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Wie gesagt, mich stört gar nicht der teutonismus, um nicht zu sagen der ist mir Powidl, mir graust richtiggehend vor dem Bild, das das Wort in mir auqslöst, "lecker, Lecken..."ist alles andere als appetitlich für mich.

    Um beim Speisewagen zu bleiben, der Henry hatte einmal eine Speisekarte mit einer Karrikatur vom Kaiser Franz Joseph, der die Zunge herausgestreckt hat, als ich die gesehen habe, bin ich fast wieder aufgestandanden und gegangen.

    In etwa die selbe Kategorie.
  • J-C schrieb:

    Und stattdessen sagt man..?
    Ich will mich halt hier integrieren, aber ohne zu wissen, wie man's richtig macht, geht das halt nicht so gut...
    Ich fänd ja als Kind ein Schnitzel leiwand. Und eine Palatschinke!
    So einfach ist das alles nicht:

    In Wien bist unten durch, wennst eine "Tomate" haben willst, da sind das "Paradeiser".
    In Tirol sagt aber kein Mensch "Paradeiser", da sind und waren das immer "Tomaten"!

    Und was hier ein Frankfurter ist und dort eine Wiener, ist in Vorarlberg ein "Zizele"...

    Es hängt ein bissl auch davon ab, wer etwas sagt...: Wenn mein Opa "lecker" gesagt hätte, dann hätten alle blöd geschaut.
    Wenn meine Nichte es sagt, dann passt es einfach.

    In echt finde ich aussagekräftige Fotos auf der Speisekarte wichtiger, im Hinblick auf Touristen, die weder das eine, noch das andere verstehen...
  • Draisinenfan schrieb:

    J-C schrieb:

    Und stattdessen sagt man..?
    Ich will mich halt hier integrieren, aber ohne zu wissen, wie man's richtig macht, geht das halt nicht so gut...
    Ich fänd ja als Kind ein Schnitzel leiwand. Und eine Palatschinke!
    So einfach ist das alles nicht:
    In Wien bist unten durch, wennst eine "Tomate" haben willst, da sind das "Paradeiser".
    Davon las ich schon. Nebenbei war's amüsant zu erfahren, dass in Slowenien die Tomaten "Paradižnik" heißen - woher das wohl kommt...

    In Tirol sagt aber kein Mensch "Paradeiser", da sind und waren das immer "Tomaten"!
    Und was hier ein Frankfurter ist und dort eine Wiener, ist in Vorarlberg ein "Zizele"...
    Nun gut, ich verbringe die meiste Zeit in Wien... sollte also nicht zu kompliziert für mich sein.

    Es hängt ein bissl auch davon ab, wer etwas sagt...: Wenn mein Opa "lecker" gesagt hätte, dann hätten alle blöd geschaut.
    Wenn meine Nichte es sagt, dann passt es einfach.

    Also für mich als "Piefke" ist das Wort "lecker" halt elementar verwurzelt. Wenn mir der Dialekt keinen passenden Ersatz bietet, dann werde ich es auch in Zukunft nutzen...

    In echt finde ich aussagekräftige Fotos auf der Speisekarte wichtiger, im Hinblick auf Touristen, die weder das eine, noch das andere verstehen...
    Da finde ich die Karte von JLV sehr schön gemacht.

    Da läuft einem glatt das Wasser im Mund zusammen
  • J-C schrieb:

    Da finde ich die Karte von JLV sehr schön gemacht.

    Da läuft einem glatt das Wasser im Mund zusammen
    Definitiv sehr schön gemacht, alleine die Bierauswahl... (ich hadere noch immer mit der Kombination Gösser / Puntigammer. Der Naturradler würd mir ja auch schmecken, der ist aber wieder aus der Dose ;( )
    Die Karte vom DoN ist aber sicherlich auch noch am besseren Ende der mir bekannten.


    Draisinenfan schrieb:

    Und was hier ein Frankfurter ist und dort eine Wiener, ist in Vorarlberg ein "Zizele"...
    Und bei DoN ein Sacher-Würstl.

    Draisinenfan schrieb:

    In Wien bist unten durch, wennst eine "Tomate" haben willst, da sind das "Paradeiser".
    In Tirol sagt aber kein Mensch "Paradeiser", da sind und waren das immer "Tomaten"!
    Ich glaub das ändert sich schon mit Ost- / Westmittelbayrisch. Da gibt es ja auch einen Riss bei der Zeit z.B. "Viertel 10".


    J-C schrieb:

    Davon las ich schon. Nebenbei war's amüsant zu erfahren, dass in Slowenien die Tomaten "Paradižnik" heißen - woher das wohl kommt...
    Tomate kommt ja vom mexikanischen (?) Tomatl ... würde ja fast schon Wienerisch klingen. :D
    Der Paradies-Apfel hat sich ja durchaus weiter durchgesetzt. Slowakisch, Ungarisch und auch runter Richtung Bosnisch. Ist vermutlich in fast allen Kronländern bekannt.
  • Die Karotte heisst in der Obersteiermerk und Kärnten plötzlich wieder "ach-so-pifkinesisch" Mearn" (=Möhre). und für die Fisolen gibts den sehr regionalen Ausdruck "Strangale" oder "Strankerl", der sich von Graz bis Lienz findet.

    Im Übrigen finde ich genau diese Vielfalt in der deutschen Sprache und ihren Dialekten so schön und interessant, also überhaupt nix gegen "piefikinesisch", und grad ein zuag'roasta (schriftdeutsch herzugereister) darf sich seines Dialekts bedienen!

    ändert nix dran, dass mir vor dem WORT "lecker" ekelt,w eil ich da eben an eine Kuh denken muss, die mich leckt... Da gibts aber auch österreichische Worte, die bei mir negative Assoziation hervorrufen.
  • In Deutschland gibt's auch unzählige Dialekte, das finde ich tatsächlich auch ganz schön. In der Hinsicht habe ich als Norddeutscher auch ein wenig die Süddeutschen beneidet, da drüben im Süden hat man so viele tollen Dialekte, während man in Norddeutschland die sauberste Form der deutschen Sprache hat. Ich meine, die Dialektik ist in Hamburg fast ausgestorben... das ist in Wien noch was anderes. Und mir gefällt der Dialekt, der hat schon was eigenes.
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