[WL] 2018 Spatenstich für Linienkreuz U2/U5

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  • [WL] 2018 Spatenstich für Linienkreuz U2/U5

    Linienkreuz U2/U5 in den Startlöchern

    Im Sommer hat die Stadt die Planung für das U-Bahn-Linienkreuz U2/U5 beim Rathaus den Wiener Linien übergeben. Diese haben jetzt den Fahrplan zum Bau des Verkehrsknotenpunkts präsentiert. Spatenstich ist 2018.

    Die ersten Bauarbeiten starten südlich des Matzleinsdorfer Platzes und bei der Pilgramgasse: Um den Startschacht für die Tunnelbohrmaschine zeitgerecht herzustellen und Synergien mit der U4-Modernisierung zu nutzen, soll bei diesen Stationen bereits im Herbst 2018 mit dem Bau begonnen werden. Bei allen anderen Stationen finden 2018 Vorarbeiten statt: Kanal-, Strom-, Gas, Wasser- und Telekommunikationsleitungen müssen neu verlegt werden, um für den Bau der U-Bahn-Station Platz zu machen. Mit dem eigentlichen U-Bahn-Bau wird dort frühestens 2019 gestartet.


    Grafik: APA/Schmitt

    U5 wahrscheinlich 2024 in Betrieb
    Nach rund fünfjähriger Bauzeit soll die U5 als erste vollautomatische U-Bahn-Linie Wiens voraussichtlich 2024 den Betrieb aufnehmen. Die Verlängerung der U2 bis Matzleinsdorfer Platz wird rund zwei Jahre länger dauern: „Die Detailplanung hat gezeigt, dass wir bei den neuen U2-Stationen von einer rund siebenjährigen Bauzeit ausgehen müssen", sagte Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.
    Die Trasse liege nicht nur überall tief, sondern schließe auch bei fast jeder Station an bestehende Verkehrsknoten an. Mit 30 bis 35 Metern Tieflage werden die neuen U2-Stationen zu den tiefsten im Wiener-U-Bahn-Netz gehören. Die Stationen Rathaus (U5/U2), Neubaugasse (U3/U2) und Pilgramgasse (U4/U2) werden zu wichtigen U-Bahn-Knoten. Beim Matzleinsdorfer Platz entstehen die U2-Bahnsteige unter der heutigen S-Bahn und Straßenbahnstation.



    Grafik: Wiener Linien

    „Neue Wege“ für Fahrgäste
    De U3 wird den Fahrgästen die gesamte Bauzeit über zur Verfügung stehen, während darunter die Bahnsteige für die U2-Station Neubaugasse entstehen. Auch die Straßenbahnlinien 43 und 44 werden immer unterwegs sein, obwohl sie direkt über der künftigen U5-Station Frankhplatz verlaufen. Dasselbe gilt für die Straßenbahnlinie 2, die den Baustellenbereich für die U2/U5-Knotenstation Rathaus quert und für alle Linien, die am Matzleinsdorfer Platz halten (1, 6, 18, 62, WLB, S-Bahn).
    Anders gestaltet es sich beim bisherigen U2-Abschnitt zwischen Schottentor und Karlsplatz, wo längerfristige Einschränkungen unumgänglich sind. „Die Wienerinnen und Wiener werden in dieser Zeit manche ihrer Wege neu denken müssen. Wir werden sie dennoch gut an ihre Ziele bringen“, so Steinbauer. Die U2 muss ab Sommer 2019 rund zwei Jahre beim Schottentor enden. In dieser Zeit werden bereits die Bahnsteigtüren bei den künftigen U5-Stationen installiert. Ab Herbst 2021 soll die U2 wieder wie gewohnt bis Karlsplatz fahren.
    U4-Station Pilgramgasse wird modernisiert
    Die U4 wird in den Sommerferien 2019 zwischen Karlsplatz und Längenfeldgasse modernisiert wird und daher eingestellt. Gleichzeitig werden auch Arbeiten für die künftige U2-Station erledigt. Davor und danach wird die U4 aber die gesamte Bauzeit unterwegs sein. Nur die Station Pilgramgasse muss ab Februar 2019 ein Jahr lang ohne Halt durchfahren werden. In dieser Zeit wird die gesamte Station Pilgramgasse abgetragen, neu errichtet und das südliche Stationsgebäude so gestaltet, dass auch die künftigen U2-Bahnsteige über diesen Zugang direkt erreicht werden können. Das Otto-Wagner-Gebäude auf der Pilgrambrücke bleibt erhalten.
    U2/U5 wichtigstes Zukunftsprojekt
    Das Linienkreuz U2/U5 gilt als das wichtigste Zukunftsprojekt für die Öffis in Wien. Ab der Station Rathaus bekommt die U2 in Richtung Süden eine komplett neue Linienführung. Die neue Strecke führt dann über die Stationen Neubaugasse, Pilgramgasse und Reinprechtsdorfer Straße bis zum Matzleinsdorfer Platz. Mit der U5 bekommt Wien außerdem seine erste vollautomatische U-Bahn. Sie wird die bestehende U2-Strecke zwischen Karlsplatz und Rathaus übernehmen und in einem ersten Schritt bis zum Frankhplatz verlängert.
    „Wieder im Zentrum zu bauen war eine mutige und vorausschauende Entscheidung für die Zukunft der Stadt. Das Linienkreuz U2/U5 hebt das innerstädtische U-Bahn-Netz auf eine neue Ebene: Stark frequentierte Linien werden entlastet, Kapazitäten für die Zukunft der wachsenden Stadt geschaffen und neue Verbindungen und Verkehrsknoten bringen kürzere Reisezeiten für alle Wienerinnen und Wiener“, sagte Steinbauer.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Wenn die U2 nach Matz erst zwei Jahre nach der U5 fertiggestellt wird, komme ich auf 2026. Die U2 endet aber nur von Sommer 2019 bis Herbst 2021 in Schottentor. Und dann?
    Fährt sie wieder wie gewohnt zum Karrlsplatz. Schreibt der KURIER:

    KURIER schrieb:

    Für die Betriebseinstellung sind keine speziellen Ersatzmaßnahmen geplant, die Straßenbahnlinien am Ring sollen aber jedenfalls verstärkt geführt werden. Und die Station Volkstheater könne sowieso auch mit der U3, der Karlsplatz mit der U1 und der U4 angefahren werden, hieß es. Ab voraussichtlich Herbst 2021 fährt die U2 wieder wie gewohnt bis zum Karlsplatz. Die Umstellung auf den U5-Betrieb erfolgt dann erst 2024.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Wenn ich mir den Plan von Wien Matzleinsdorfer Platz so ansehe:



    Quelle: bildstrecke.at/Alle/Images/detail/20661

    Dann werden das ziemlich weite Wege, obwohl die Bahnsteige sich beinahe kreuzen. Selbst der Lift vom Bahnsteig geht wohl nicht direkt runter bis zur U2-Station.


    EDIT: Bild durch kleineres ersetzt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von KFNB X () aus folgendem Grund: Kleineres Bild eingefügt

  • Neue U2: Staugefahr am Matzleinsdorfer Platz

    Der Matzleinsdorfer Platz in Favoriten wird ab heute Nacht zur Großbaustelle. Grund sind die Bauarbeiten für die Verlängerung der U2. Um unterirdisch Platz zu schaffen, muss auch oberirdisch gearbeitet werden.

    Für den U-Bahn-Bau müssen zahlreiche Wasser-, Gas-, Strom- und Datenleitungen sowie der Kanal umgelegt werden. „Am Matzleinsdorfer Platz ist eine große Wasserleitungskreuzung in dem Bereich, wo künftig auch die U-Bahn-Station Matzleinsdorfer Platz entstehen wird. Bereits im Vorfeld, bevor wir mit den U-Bahn-Bauarbeiten beginnen können, muss deshalb unterirdisch Platz gemacht werden“, sagt Wiener-Linien-Sprecherin Johanna Griesmayr.
    In einer Tiefe von rund 15 Metern wird ein Kollektor-Bauwerk errichtet: Ein unterirdischer Raum, durch den diese Wasserleitungskreuzung künftig für die Wartung gut zugänglich ist. Die Arbeiten beginnen mit den „erforderlichen Straßenmarkierungsarbeiten und in Folge mit dem Abbruch der Mittelstreifen und Mittelinseln am Matzleinsdorfer Platz und in der Triester Straße“, so Peter Lenz, Baustellenkoordinator der Stadt.

    Grafik: APA/ORF.at, Quelle: APA/Wiener Linien
    „Wir ersuchen die Autofahrer um ein wenig Geduld“
    „Ganz ohne Einschränkungen kann ein so großes Vorhaben leider nicht abgewickelt werden, daher ersuchen wir die Autofahrerinnen und Autofahrer hier um ein wenig Geduld“, so Lenz. Je nach Bauphase müssen die Fahrspuren am Matzleinsdorfer Platz und in der Triester Straße jedoch reduziert werden. Die Querungen für Fußgänger und Radfahrer bleiben erhalten, und auch alle „Öffi“-Verbindungen bleiben wie gewohnt aufrecht.
    „Auf der Triester Straße bleiben tagsüber jedenfalls zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung erhalten und das Abbiegen zum Gürtel ist weiterhin möglich. In der Reinprechtsdorfer Straße entfällt die Busspur stadteinwärts, für den Individualverkehr steht ein Fahrstreifen zur Verfügung. Stadtauswärts steht ab Höhe Siebenbrunnenfeldgasse ein Fahrstreifen für den Individualverkehr und ein Fahrstreifen als Busspur zur Verfügung“, erklärt Lenz.
    Je nach Bauphase kommt es am Matzleinsdorfer Platz zu einer Fahrbahnverschwenkung. Der Taxistandplatz Grünwaldgasse wird voraussichtlich im Februar in die Wiedner Hauptstraße verlegt. Die Verkehrsmaßnahmen bleiben bis etwa September 2018 bestehen. Dann folgt die nächste Verkehrsphase, wenn die tatsächlichen Bauarbeiten für die U-Bahn beginnen. Dann wird beim Matzleinsdorfer Platz der Schacht für die Tunnelbohrmaschine gegraben.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • U-Bahn-Bau: Neue Route für den 13A gesucht

    Bernhard Ichner24.02.2018, 06:00


    Foto: KURIER/Rainer Eckharter Karl Hintermayer, Obmann der Neubaugassen-Kaufleute, bereitet eine Petition gegen die „Bus-Autobahn“ vor.

    Unternehmer fürchten Überlastung der Neubaugasse. Wiener Linien versprechen konsensuale Lösung.
    24.02.2018, 06:00
    Betroffene haben ein Deja-vu: Wie schon beim Umbau der Mariahilfer Straße muss die Autobuslinie 13A auch infolge des sieben Jahre dauernden U2-Baus von ihrer Stammroute abweichen. Die Kirchengasse, wo der Bus jetzt Richtung Skodagasse fährt, wird ab 2019 nämlich zur Baustelle. Über die künftige Linienführung wird emotional debattiert. Denn während die Wiener Linien die Führung des Busses in beide Richtungen über die Neubaugasse prüfen, wünscht sich der siebente Bezirk eine Umleitung über die Stiftgasse. Im benachbarten Mariahilf wiederum fände man die Neubaugassen-Variante zwecks U3-Anbindung am besten.
    Petition
    Die Vorstellung, der 13A könnte nicht nur zum Hauptbahnhof, sondern auch in die entgegengesetzte Richtung durch die Neubaugasse fahren, ist für Karl Hintermayer "ein Horror". Deshalb bereitet der Obmann der Einkaufsstraße eine Petition gegen die "Bus-Autobahn Neubaugasse" vor.
    Für die beidseitige Befahrung müsse man "die Gasse ausräumen – Ladezonen, Parkplätze, Schanigärten und der Fahrradstreifen müssten weg", mutmaßt der Buchhändler. Zudem bedeute mehr Verkehr auch mehr Lärm und ein erhöhtes Unfallrisiko für Radfahrer und Fußgänger. Wie Bezirksvorsteher Markus Reiter (G) plädiert Hintermayer für die Alternativroute über die Stiftgasse.
    Foto: KURIER/Rainer Eckharter Margit Johannik wünscht sich eine Attraktivierung der Baustelle.
    Darin würde man auch in der Kirchengasse, wo die Bauarbeiten an der U2 deutliche Spuren hinterlassen werden, einen gewissen Wettbewerbsvorteil sehen: "Dadurch würde zumindest der Zustrom zur U3 verteilt und nicht nur auf die Neubaugasse konzentriert", sagt Margit Johannik von der "IG Kaufleute Siebensternviertel".
    Man möchte unbedingt vermeiden, "dass bei den Leuten der Eindruck entsteht, hier bei uns gäbe es nur noch Dreck und Staub". Für die Baustelle vor der Haustür wünsche man sich deshalb eine Kreativlösung, erklärt Johannik. Eine attraktivierte Baustellenabsicherung könne den Schmerz der betroffenen Unternehmer lindern.
    Bei den Wiener Linien "versteht man zwar die Bedenken", erklärt Unternehmenssprecherin Johanna Griesmayr. Punkto Stiftgasse habe man aber "sachliche Bedenken". Erstens, weil dort wegen des Baustellenverkehrs kaum Platz für einen ungestörten Busbetrieb bleibe. Und zweitens, weil keine unmittelbare Anbindung an die U3 gegeben wäre.

    Einigung bis Herbst
    Die Führung durch die Neubaugasse werde zwar als eine von mehreren Varianten (wie etwa auch die Zweiteilung der Route in einen Teil nördlich und einen Teil südlich der Mariahilfer Straße) geprüft. Angst müsse aber niemand haben. "Dass Ladezonen, Parkplätze oder Schanigärten gestrichen werden, kommt sicher nicht", wird versichert. Bis Herbst will man "in konstruktiven Gesprächen" einen Konsens finden.
    Seitens der Busfahrer ist jedenfalls eine Präferenz zu erkennen: "Das Gescheiteste wäre ein Gegenverkehr in der Neubaugasse", betont Busfahrer-Betriebsrat Leopold Wurm. Weil man außer bei der kurzen Querung der Mariahilfer Straße keine Fußgänger- oder Begegnungszone kreuze, sei dies am sichersten. Von einer "Autobahn" könne allein schon wegen des geringen Tempos keine Rede sein. Die Ausweichroute über die Stiftgasse sei laut Wurm nicht sinnvoll. Beim Einbiegen in die Siebensterngasse könne es wegen der Uneinsehbarkeit der Kreuzung zu Konflikten mit der Straßenbahn kommen.
    Noch ist jedenfalls keine Entscheidung gefallen. Und das wird ohne Einbindung von Anrainern und Unternehmern auch nicht geschehen, verspricht Reiter.

    Quelle: kurier.at/chronik/wien/u-bahn-…n-13a-gesucht/311.883.116
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • U-Bahn-Bau könnte sich verzögern

    Wiener Linien: Vor dem Spatenstich müssen zumindest 60 Enteignungsverfahren abgewickelt werden.

    Heuer im Herbst soll die Errichtung des U2/U5-Linienkreuzes am Matzleinsdorfer Platz und an der Pilgramgasse beginnen. Den U5-Abschnitt zwischen Frankhplatz und Rathaus will man dann im ersten Quartal 2019 in Angriff nehmen. Die Termine sind allerdings nicht in Stein gemeißelt, wie bei den Wiener Linien stets betont wird. Es handle sich lediglich um den „frühest möglichen Baubeginn bei optimalem Verlauf“. Verzögerungen könnten etwa Enteignungsverfahren mit sich bringen – bzw. Berufungen dagegen. Und davon gibt es jede Menge.
    Entlang der Trassen sind 370 Gebäude unmittelbar von den U-Bahn-Bauarbeiten betroffen. Da sie sich im Eigentum von 2200 Menschen befinden, sind Interessenskonflikte vorprogrammiert. Wo sich die Wiener Linien mit den Grundbesitzern nicht einigen können, werden beim für Eisenbahnprojekte zuständigen Magistrat (MA64) Enteignungen beantragt. 60 Verfahren sind aktuell anhängig, sagt dessen stellvertretender Leiter Andreas Karner.
    Wie lange sich diese hinziehen werden, ist ungewiss. Denn die Grundeigentümer können die Entscheidung der MA64 beim Landesverwaltungsgericht Wien und gegebenenfalls beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) beeinspruchen. Und so lange es keine rechtskräftige Entscheidung gibt, gibt es auch keine Baubewilligung.
    Ein prominentes Beispiel für ein laufendes Enteignungsverfahren ist das unter Denkmalschutz stehende „ Hosenträgerhaus“ (das aufgrund der sechs senkrechten Schmuckbänder an der Hauptfassade so heißt) an der Ecke Universitätsstraße/Garnisongasse (9.).
    Die Eigentümer des 1887 und 1888 von Otto Wagner erbauten Jugendstilgebäudes, unter dem die U5-Station Frankhplatz entstehen soll, sind zwar nicht prinzipiell gegen den U-Bahn-Bau – „ganz im Gegenteil“, wie Günter Hofinger, der Vertreter der Hausverwaltung betont. Sie sorgen sich aber um die historische Bausubstanz, die im Zuge von baubedingten Erschütterungen bzw. „infolge von Senkung oder Neigung des Gebäudes“ Schaden nehmen könnte. Immerhin haben die Eigentümer in den vergangenen 40 Jahren rund 3,5 Millionen Euro in den Erhalt des Baujuwels gesteckt.
    Also würden sie sich von den Wiener Linien Aufklärung über adäquate Sicherungsmaßnahmen und vor allem ein statisches Gutachten erwarten. Etwa wollen sie wissen, warum nur die tragenden Wände im Inneren des Hauses unterirdisch abgesichert werden sollen, nicht aber die Außenmauern. Aber statt befriedigend zu antworten, lege man seitens der Stadt ein „diktatorisches Vorgehen“ an den Tag, ärgert sich Hofinger. Der Mustervertrag lasse keinerlei individuelle Lösungen zu.
    Zudem wünschen sich die Eigentümer der Wohnungen und Geschäftsflächen, dass etwaige Vermögensnachteile, wie etwa Mietzinseinbußen, von den Wiener Linien ersetzt werden. Und zwar ohne, dass die Mieter erst eine Mietzinsreduktion einklagen müssen. Langwierige Prozesse seien Geldvernichtung, meint Hofinger.
    Ein finanzieller Schaden ist den Vermietern ohnehin bereits gewiss. Ein im Erdgeschoß situiertes Matratzengeschäft zieht mit August aus, weil die Aussicht auf eine riesige offene Baugrube und einen drei Meter hohen Bauzaun vor den Auslagen sowie absehbare Zulieferprobleme im Zuge der bevorstehenden Straßensperren den Standort unattraktiv machen. „Wer kommt nun für den Mietentgang auf?“, fragt Hofinger.
    „Stadtbildprägend“
    © Bild: Grafik

    Jedenfalls nicht die öffentliche Hand, bestätigt eine Sprecherin der Wiener Linien. In diesem Fall gebe es keinen gesetzlich gedeckten Ersatzanspruch. Man habe zwar Verständnis „für die herausfordernde Situation“ der Eigentümer – „wäre so etwas ersatzfähig, könnte man im innerstädtischen Bereich aber nirgends mehr bauen“.
    Für Mietzinsentgänge komme das Unternehmen zwar auf, sagt die Sprecherin. Dies sei aber erst mit einem rechtmäßigen, sprich gerichtlich bestätigten, Anspruch möglich, „da wir nicht mit öffentlichen Geldern Schäden präventiv abgelten können“. Für etwaige Sachschäden hafte man natürlich.
    Punkto Statik werde jedes betroffene Gebäude ausführlich untersucht. Zudem ist im konkreten Fall die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes nötig, damit unter dem Hosenträgerhaus gebaut werden darf.
    Bei dieser Behörde will man den Wiener Linien einen verantwortungsvollen Umgang mit der historischen Bausubstanz vorab jedenfalls nicht absprechen. Punkto Statik des Gebäudes hätte das Unternehmen mittlerweile „umfangreiche Untersuchungen und Berechnungen vorgelegt. 138 Seiten im Ganzen“, erklärt Architekt Wolfgang Salcher. „Das Hosenträgerhaus“, betont er, sei „stadtbildprägend ohne Ende“, da dürfe „wirklich gar nichts passieren“.
    Der Grundbesitz reicht bis zum Mittelpunkt der Erde
    Bei öffentlichen Infrastrukturprojekten muss sich das verantwortliche Unternehmen mit den Grundeigentümern zivilrechtlich einigen. Damit auf oder in privatem Boden gebaut werden darf, legt der Bauwerber ein Anbot, das auf der Einschätzung eines Sachverständigen beruht. Der Grundbesitz reicht dabei von der Oberfläche bis zum Erdmittelpunkt.
    Kommt es zu keiner Einigung, wird bei der Behörde eine Enteignung beantragt – im Fall des Wiener U-Bahn-Baus bei der MA64 (Rechtliche Bau-, Energie-, Eisenbahn- und Luftfahrtangelegenheiten). Sollte diese der Enteignung zustimmen, werden die Eigentümer entschädigt. Die Höhe der Abgeltung legt ein weiterer Sachverständiger fest. Enteignung bedeutet also nicht, dass die Eigentümer Hab und Gut verlieren. Beim U-Bahn-Bau geht es ausschließlich um den Boden unter den Häusern.
    Das Enteignungsverfahren wird im Grundbuch vermerkt und öffentlich kundgemacht. Einsprüche sind beim Landesverwaltungsgericht möglich.


    (kurier.at, mr)| 16.07.2018| Autor: Bernhard Ichner
    KURIER

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • U-Bahn-Bau: 3,8 Millionen Euro für Geschäfte

    Mit dem Baustart der U5 und der Verlegung der U2 fürchten Anrainer-Geschäfte Einbußen. Die Stadt will Umsatzrückgänge mit der Wirtschaftskammer abfedern. Sie stellen 3,8 Millionen Euro für eine „U-Bahn-Soforthilfe“ zur Verfügung.

    Die notwendigen Bauarbeiten der neuen U5 und der Verlegung der U2 stellen Betriebe vor neue Herausforderungen. Besonders betroffen sind kleine Geschäfte im fünften, sechsten, siebten, achten und neunten Bezirk. Langzeit-Baustellen vor der Türe dürften nicht zuträglich für das Geschäft sein. Die erste Bauphase wird die Stationen Schottentor, Rathaus, Neubaugasse, Pilgramgasse, Reinprechtsdorfer Straße und Matzleinsdorfer Platz betreffen.

    Einzugsgebiet betroffener Unternehmen. Grafik: Wirtschaftskammer/Wirtschaftsagentur

    Ein Verbund aus Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien (WKW) und der Wirtschaftsagentur Wien will mit 3,8 Mio. Euro an Fördergeldern für die nächsten drei Jahre Geschäftsrückgänge von Kleinunternehmen durch den U-Bahn-Bau abfedern. Dabei soll die Abwicklung unbürokratisch und rasch erfolgen.
    Online-Antrag ab 1. November
    Kleinunternehmen, die WKW-Mitglied sind, können ansuchen, wenn sie weniger als 50 Beschäftigte haben und einem Jahresumsatz bzw. eine Jahresbilanzsumme von unter zehn Millionen Euro vorweisen. Ab 1. November 2018 kann die U-Bahn-Bau-Soforthilfe online beantragt werden. Die Abwicklung der Anträge erfolgt über die Wirtschaftsagentur. Insgesamt soll so 700, im Erdgeschoß angesiedelten Kleinunternehmen unter die Arme gegriffen werden.
    Maximal 14.500 Euro im Jahr
    Zwei Arten von Beeinträchtigungen müssen dafür zumindest ein halbes Jahr lang vorliegen. Beispiele sind, dass die Sicht auf den Betrieb durch Bauzäune beeinträchtigt wird oder Lieferwägen den Betrieb wegen der Bauarbeiten nicht mehr anfahren können. Unternehmen werden individuell mit finanziellen Förderungen von maximal 14.500 Euro im Jahr unterstützt. Außerdem sind unternehmensübergreifende Marketing- und PR-Maßnahmen geplant, um den Konsumentinnen und Konsumenten zu signalisieren, dass die Geschäfte trotz Baustellen geöffnet sind.
    red, APA

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Neuordnung des Wiener Untergrunds

    Der Bagger beseitigt die Reste der vergangenen Nachtschicht. © Bild: Kurier/Juerg Christandl

    In eineinhalb Wochen Bauzeit hat sich die gesperrte Station Pilgramgasse stark verändert. Ein Lokalaugenschein am künftigen U4/U2-Kreuz.

    "Solche Arbeiten versuchen wir natürlich untertags zu machen", ruft Martin Jatzko und steigt die Stiegen in Richtung Gleise hinab. Ein riesiges Bohrgerät liefert die Erklärung dafür, was er meint.
    Dröhnend und hämmernd bahnt sich die Maschine neben dem Otto-Wagner-Gebäude an der Pilgrambrücke ihren Weg in die Erde.
    Ein Rundgang auf der Baustelle U4 Pilgramgasse
    Jatzko ist inzwischen unten angekommen. "Vor eineinhalb Wochen war hier noch Betrieb", sagt er. Seit hier gebaut wird, betreut Jatzko als Ombudsmann der Baustelle in der U4-Station Pilgramgasse die Anwohner.
    Die Mülleimer und Sitzbänke auf den Bahnsteigen wurden inzwischen durch Regenrohre, Baugitter und Holzlatten ersetzt. Statt Fahrgästen werden dort bis Ende Jänner 2020 nur Bauarbeiter anzutreffen sein.

    Die Station gehört ein Jahr lang den Bauarbeitern. © Bild: Kurier/Juerg Christandl

    Züge durchfahren solange die Station. Der Grund: Die Wiener Linien erneuern beide Bahnsteige.
    Unter freiem Himmel
    Dazu müssen sie vorher abgerissen werden. Die Arbeiter kommen damit offensichtlich gut voran: Auf dem Bahnsteig Richtung Heiligenstadt erinnern noch Stahlträger daran, dass hier kürzlich noch ein Dach existierte.

    Das Stationsdach ist schon weg. © Bild: Kurier/Juerg Christandl

    Auch das historische Brückengeländer ist passé. "Das haben wir mit einem Restaurator abgetragen", sagt Jatzko und schlendert den Bahnsteig entlang. "Natürlich wird das wieder aufgebaut. Und das Stationsgebäude bleibt auch."
    Beim Aufzug stapeln zwei von Jatzkos Kollegen mit gelben Helmen gerade Holzbretter aufeinander. Damit werden sie später die Schutzwand an der Bahnsteigkante vervollständigen.
    "Für die Sicherheit der durchfahrenden Züge ist das ganz wichtig", erklärt Jatzko.

    Die Arbeiter bauen die Schutzwand. © Bild: Kurier/Juerg Christandl

    Manche Arbeiten seien aber trotz dieser Vorkehrung zu gefährlich, um sie bei U-Bahn-Verkehr durchzuführen – die Entfernung des Dachs am Bahnsteig Richtung Hütteldorf etwa.
    Um solche Aufgaben kümmert sich die zehn- bis fünfzehnköpfige Nachtschicht. Gearbeitet wird auf der Baustelle im 24-Stunden-Betrieb, wie Jatzko im KURIER-Interview erklärt.
    Abriss der U4 Station Pilgramgasse
    Die Spuren der vergangenen Nacht beseitigt gerade ein Bagger. Zügig hievt er ein verbogenes Blechteil nach dem anderen weg von der Stationsmauer und lässt es auf einen Haufen fallen.
    "Das wird für den Abtransport vorbereitet", sagt Jatzko.
    Hinter der gelben Maschine befindet sich das eigentliche Herzstück der Baustelle: Eine 2000 Quadratmeter große Plattform über dem Wienfluss. Die Wiener Linien ließen die terrassenartige Konstruktion errichten, um rund um die Baustelle nicht noch mehr Raum zu beschlagnahmen.

    Die Plattform über dem Wienfluss dient als Baustellen-Lager. © Bild: Kurier/Juerg Christandl

    Am Kreuzungsplateau Rechte Wienzeile/Pilgramgasse bleibt dem Auto-Verkehr wegen der U-Bahn-Baustelle derzeit nämlich nur eine Spur.
    Neuer Knotenpunkt
    Auf der Arbeitsplattform finden auch große Maschinen und sperriges Baumaterial Platz, sagt Jatzko. Zum Beispiel rund 30 Meter lange Bohrpfähle, die für die künftige Kreuzung der U4 mit der U2 eingebaut werden.
    Die Wiener Linien nutzen den Abbruch der Bahnsteige nämlich dazu, das neue U-Bahn-Kreuz vorzubereiten.

    © Bild: Grafik,Wiener Linien

    Um den Schacht für die neue lila Linie bauen zu können, verankern die Arbeiter während der aktuellen Stationssperre unter jedem Bahnsteig rund 60 Bohrpfähle. Die Arbeiten für das neue Zwischengeschoß starten 2020. Wenn die U4-Station wieder öffnet, geht es unter der Erde also erst so richtig los.
    Dem entsprechend wird die Terrasse der Arbeiter über dem Wienfluss noch länger zum Stadtbild gehören. "Sie bleibt bis zum Schluss – also bis 2027", sagt Jatzko. Dann soll der neue U-Bahn-Knoten Pilgramgasse eröffnet werden.
    (kurier.at, rach) | Stand: 15.02.2019, 5:00 | Autor: Stefanie Rachbauer



    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neue Wasserleitungen wegen U-Bahn-Baus

    Der Ausbau des U-Bahn-Netzes sorgt für einige Großbaustellen in Wien. So werden am Matzleinsdorfer Platz in 15 Meter Tiefe große Hauptwasserleitungen verlegt. Sie müssen für die neue U2-Station Platz machen.

    Die Hauptwasser-Rohre sind aus Stahl und außen mit Plastik isoliert. Mit dieser Leitung wird künftig Favoriten mit bestem Hochquellwasser versorgt. Betroffen sind „ungefähr 200.000 Menschen in Wien“, wie Franz Weyrer von der MA31 (Wiener Wasser), gegenüber „Wien heute“ erklärte: „Bei Spitzenverbrauchszeiten in der Früh, wenn viele Leute duschen, rinnen da schon ein paar hunderttausend Liter pro Sekunde durch.“
    Die aktuellen Wasserleitungen werden erst abgedreht, wenn die neuen Leitungen angeschlossen sind. „Das Wasser muss immer fließen, ohne Einschränkung. Die Wiener Bevölkerung muss durchgehend ohne Beeinträchtigung mit Wasser versorgt werden“, so Weyrer.

    ORF
    U-Bahn-Bau mit „Maulwurf“
    Der Matzleinsdorfer Platz soll laut Plan bis 2026 der Endpunkt der neuen U2-Trasse werden. „Die U2-Station Matzleinsdorfer Platz wird den Verkehrsknotenpunkt mit Schnellbahnen und Straßenbahnen noch weiter ausbauen. Es wird ein mächtiges, großes U-Bahn-Bauwerk, das wir hier errichten“, sagte Johanna Griesmayr, Sprecherin der Wiener Linien.
    Beim Spatenstich für das neue U-Bahnlinienkreuz U2/U5 im Oktober 2018 ist am Matzleinsdorfer Platz auch ein „Maulwurf“ präsentiert worden. Die Tunnelbohrmaschine soll sich vom Baufeld Triester Straße in Favoriten in 30 Meter Tiefe unterirdisch in Richtung Neubau fressen.
    Vorerst warten aber noch U-Bahn-Baustellen, die für die Autofahrer Einschränkungen bringen werden. „Im Sommer beginnen die Arbeiten im Bereich des Gürtels. Dort wird eine der beiden Gürtel-Fahrbahnen gesperrt und auf der anderen Seite im Gegenverkehr auf jeweils einem Fahrstreifen gefahren“, meinte Baustellenkoordinator Peter Lenz.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • U-Bahn-Bau: 90 Verfahren mit Hausbesitzern offen

    Der Ausbau der U-Bahn-Linien U2 und U5 ist angelaufen: Entlang der U-Bahn-Trassen liegen insgesamt 370 Häuser. Die meisten Eigentümer haben der Nutzung ihrer Grundstücke zugestimmt, 90 Fälle sind derzeit aber offen.

    Für die neuen Trassen der U2 und der U5 brauchen die Wiener Linien die Flächen unter den Gebäuden. Über den geplanten Trassen befinden sich rund 370 Häuser, 350 über der geplanten U2-Trasse vom Rathaus zum Matzleinsdorfer Platz, etwa 20 über der neuen U5-Strecke vom Rathaus zum Frankhplatz. Die betroffenen Grundstücke befinden sich im Eigentum von 2.200 Menschen.
    In einem Verfahren der zuständigen MA 64 legt ein Sachverständiger die Höhe der Summe fest, die die Grundstückseigentümer von den Wiener Linien erhalten. Doch derzeit seien 90 Verfahren offen, weil es keine Einigung mit den Eigentümern gegeben habe, hieß es von den Wiener Linien gegenüber Radio Wien. Bei 44 davon liege schon ein Bescheid vor, bestätigte die MA 64. Dagegen sind aber noch Einsprüche möglich.
    Derzeit Einigung mit 70 Prozent
    Die behördlichen Verfahren würden gemäß Zeitplan, wann welche Liegenschaften benötigt werden, eingebracht, hieß es von den Wiener Linien. Insgesamt gebe es bereits „mit rund 70 Prozent aller privaten Liegenschaftseigentümer eine Einigung“.
    Den Ausbau sehen die Wiener Linien nicht gefährdet: Denn entweder komme es noch zu einer Einigung, oder es werde von der Behörde eine Enteignung verfügt, weil es sich um Verkehrsanlagen öffentlichen Interesses handelt - wobei die Enteignung nur die Rechte zur Nutzung des Untergrundes betrifft und nicht etwa das gesamte Grundstück.
    Ausbau verzögert sich
    Vom Matzleinsdorfer Platz graben sich die Wiener Linien mit der Tunnelbohrmaschine unterirdisch Richtung Zentrum. So sollen die Auswirkungen im dicht verbauten Gebiet möglichst gering gehalten werden. Die U2 erhält ab der Station Rathaus in Richtung Süden eine komplett neue Trasse. Sie fährt dann über die Neubaugasse (Kreuzung mit der U3) und die Pilgramgasse (Kreuzung mit der U4) bis zum Matzleinsdorfer Platz.
    Die Linie U5 wird dann die jetzige Strecke der U2 vom Karlsplatz bis zum Rathaus bedienen und auf einem neu gebauten Abschnitt vorerst bis zum Frankhplatz im 9. Bezirk fahren. Der Bau des neuen U-Bahn-Linien-Kreuzes U2/U5 verzögert sich allerdings um bis zu zwölf Monate.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Auf den Spuren der neuen U5

    Voraussichtlich 2025 soll die fertige U5 den vollständigen Betrieb aufnehmen. Einen Blick auf die geplante Strecke des U-Bahnnetzes kann man bereits beim „CityWalk“ werfen, allerdings über der Erde.

    Die neue U5 nimmt immer mehr Gestalt an: Zwar ist die geplante Fertigstellung noch unklar, die genaue Route kann man jedoch bereits in einem „CityWalk“ begehen. Hier besucht man gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Stadt Wien die Plätze, an denen die neuen Stationen entstehen. Insgesamt müssen drei Stationen neu gebaut werden. Die Strecke soll zwischen Karlsplatz und Elterleinplatz zu finden sein.

    Ab Frankhplatz kommen neue Stationen zum Linienplan der neuen U5. Grafik: ORF

    Verlängerung um drei neue Stationen
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich am Ausgangspunkt der Tour: dem Frankhplatz. Hier soll die erste neue U-Bahnstation entstehen. Vom Frankhplatz geht es weiter Richtung Arne-Carlsson-Park. Zwar finden sich hier momentan sieben Straßenbahnlinien, von einer U-Bahn fehlt aber jede Spur. Mit dem Bau der neuen U5-Station soll sich das in Zukunft ändern. Die Station Michelbeuern/AKH soll eine Doppelstation von U5 und U6 werden: So können in Zukunft das AKH und der 18. Bezirk leichter erreicht werden.
    Für die Teilnehmer des CityWalks wie auch für die U-Bahn ist beim Elterleinplatz in Hernals Endstation. Damit soll das Bezirkszentrum von Hernals an das U-Bahnnetz angeschlossen sein. Vom 17. Bezirk kann man so schneller in die Innenstadt. Das Ziel der Tour ist es, „dass man die Leute einfach durch die Grätzl führt, schaut, was verbindet diese neue U5“, so Judith Frank, Projektleiterin „Linienkreuz U2xU5“. Veranstalter des CityWalks sind die MA 18 und die Wiener Linien.

    ORF Wien mit Video
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Die Mateschitz-Plattform Addendum berichtet von möglichen Problemen mit der neuen U2 Haltestelle Rathaus die teilweise unter das Amerika-Haus ragt
    USA geben grünes Licht für U-Bahn-Ausbau

    Monatelang ist verhandelt worden, jetzt signalisiert die US-Botschaft Zustimmung: Unter dem Amerika-Haus beim Rathaus soll dem Tunnel für das Linienkreuz der neuen U-Bahnlinien U2/U5 nichts mehr im Weg stehen.

    Das Amerikahaus am Friedrich-Schmidt-Platz wird von der US-Botschaft verwaltet und genießt diplomatischen Schutz. Laufend finden dort Kulturveranstaltungen statt. Die U-Bahn soll in 25 Metern Tiefe das Gebäude unterfahren. Seit mehreren Monaten laufen deshalb Verhandlungen mit den Wiener Linien. Doch nun stellt sich die US-Botschaft hinter das Projekt.
    „Die Regierung der Vereinigten Staaten stimmt mit den Wiener Linien in Bezug auf die Nutzung des Raums unter dem Amerika-Haus völlig überein. Wir haben absolut keine offenen Fragen, die das Projekt der Wiener Linien daran hindern würden, voranzukommen“, heißt es in einem Statement der US-Botschaft gegenüber „Wien heute“.

    Das Amerika-Haus neben dem Wiener Rathaus. Foto: ORF

    „Man muss im richtigen Ton mit ihnen arbeiten“
    Die Rechercheplattform „addendum“ hatte am Mittwoch berichtet, dass sich die US-Botschaft monatelang nicht mit den Wiener Linien einigen hat können. Auch die Frage, ob eine Enteignung möglich sei, war aufgeworfen worden.
    „Da gibt es sicher völkerrechtliche und sonstige Bestimmungen. Da haben wir uns schlau gemacht davor, das geht in diesem Fall nicht. Aber die Amerikaner sind durchaus sehr gesprächsbereit. Und man muss im richtigen Ton mit ihnen arbeiten und das werden wir sehr kurzfristig, denke ich, positiv abschließen“, sagt Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer gegenüber „Wien heute“.
    Laut Wiener Linien laufen noch Verhandlungen über die Dauer der Baustelle und die Höhe der Entschädigung. Die allermeisten der 370 Grundstückseigentümer entlang der neuen Trassen akzeptieren den U-Bahntunnel unter ihrem Haus. Erfolgreich wehren können sie sich nicht nicht. Schließlich liegt der U-Bahn-Bau im öffentlichen Interesse.
    USA signalisieren Zustimmung
    Endstation Friedrich Schmidt-Platz: das hätte es beinahe für die neue U2/U5 geheißen. „Wien heute“ hat bei der US-Botschaft nachgefragt.
    Bereits im November des Vorjahres wurde bekanntgegeben, dass es beim U-Bahn-Ausbau der Linien U2 und U5 aufgrund von inakzeptabel hohen Preisen für Bauleistungen zu einer zeitlichen Verzögerung von etwa einem Jahr kommen würde.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor