[CZ] Heute Printausgabe: Erste Regiojet-Bilanz

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  • [CZ] Heute Printausgabe: Erste Regiojet-Bilanz

    Leider nur in der Printausgabe von Heute:

    Quelle:epaper.heute.at/#/documents/180125_HEO/6

    PS: Lt. nov-ost.info hat Regiojet nun das Sicherheitszertifikat für Polen bekommen, den ausführlichen Artikel stelle ich hier allerdings nicht rein, für 15 min zum Lesen verrechnet die HP 10€!
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von oe.tom ()

  • RegioJet fährt auch Bus: Wien-Bratislava um einen Euro
    25. Februar 2018, 12:55
    Unternehmer Jancura setzt mit der Privatbahn auf niedrige Preise und Serivce und plant eine Expansion
    Wien – Die tschechische Privatbahn RegioJet fährt seit Dezember auf der Strecke Wien-Brünn-Prag. Der Eigentümer, der tschechische Unternehmer Radim Jancura, ist mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden. Die niedrigen Preise – Wien-Prag ab 15 Euro, Wien-Brünn ab 7 Euro – sollen beibehalten werden, außerdem soll die Fahrgastkapazität der Züge noch erweitert werden, erklärt er im Gespräch mit der APA.
    Vier mal täglich in beide Richtungen, also acht Zugverbindungen zwischen Wien und Prag mit Zwischenstopp in Brünn bietet das Unternehmen an. Mit der bisherigen Auslastung ist Jancura "sehr glücklich", obwohl nach seinen Angaben pro Zug 70 Passagiere fehlen würden, um Gewinn zu machen. Doch im Frühling und Sommer, und mit Hilfe von Werbemaßnahmen, sollen sich die Züge zunehmend füllen, erwartet er.
    Konkurrenz zur Staatsbahn
    Die gelben RegioJet-Züge stehen auf der Strecke in direkter Konkurrenz mit den Staatsbahnen beider Länder, der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) und der tschechischen Ceske Drahy (CD). Das Zugmaterial hat Jancura großteils von den ÖBB gekauft und adaptiert. Zwar fahren immer noch die meisten Fahrgäste aus Wien in ÖBB-Zügen nach Prag, räumt er ein, denn die ÖBB biete auch mehr Verbindungen an. Aber gemessen pro Zug habe ein RegioJet-Zug bereits mehr Passagiere als ein ÖBB-Zug.
    Dabei bietet er insbesondere ein sehr großzügiges Storno-Service an: Bis zu 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges kann ein RegioJet-Ticket – bei Online-Kauf – gratis geändert oder storniert werden. Zum Vergleich: Bei den ÖBB kostet das billigste Sparschiene-Ticket Wien-Prag nur 14 Euro, kann aber nicht storniert werden. Kundenfreundlichkeit ist für den tschechischen Unternehmer besonders wichtig, bei seinen staatlichen Konkurrenten vermisst er sie. Immerhin würden durch den Wettbewerb auch CD und ÖBB ihre Preise bereits etwas senken bzw. kundenfreundlicher agieren, sieht er eine positive Wirkung seiner Privatbahn auf den Bahnmarkt.
    Bisher seien rund 120.000 Passagiere in den RegioJet-Zügen zwischen Wien und Prag gefahren. Eine Analyse der Kundenstruktur förderte zutage, dass 70 Prozent der Fahrgäste weder Österreicher noch Tschechen sind. "Das ist wie eine Mauer zwischen Österreich und Tschechien", meint er. Die Züge sind bei internationalen Touristen, die gleich beide Städte besichtigen wollen, sehr beliebt. Die Erhebung zeige für ihn aber auch, dass bei Österreichern und Tschechen noch ungenutztes Potenzial für gegenseitige Besuche vorhanden sei, meint der Unternehmer, und hofft auf mehr Besuche des jeweiligen Nachbarn. Jancuras Ziel ist es, mit RegioJet 2018 eine Million Passagiere auf der Strecke Wien-Brünn-Prag zu befördern.
    Verkehrsimperium auf der grünen Wiese
    Mit niedrigen Preisen wird auch für die RegioJet-Busse Wien-Bratislava (begrenztes Fahrkartenkontingent um 1 Euro) und Wien-Budapest geworben. Das enge Streckennetz des Unternehmens für Busreisen innerhalb Tschechiens kann von Österreich aus aber kaum genutzt werden: Von Wien nach Znaim bietet die RegioJet-Homepage eine fast zehnstündige Reiseroute über Prag an – während der ÖBB-Regionalzug mit vielen Stopps in rund eineinhalb Stunden am Ziel ist.
    RegioJet ist ein Unternehmen der von Jancura aufgebauten Gruppe Student Agency. Der Brünner Unternehmer begann mit Studentenreisen, dann erweiterte er seine Zielgruppe auf alle Reisenden. Zunächst trat die Gruppe als Reiseveranstalter und als Busunternehmen auf. Im Jahr 2011 stieg RegioJet in den Bahnmarkt ein und fuhr auf der Strecke Prag-Ostrava. Das Streckennetz wurde schrittweise erweitert, ab 10. Dezember 2017 sind RegioJet-Züge nun auch zwischen Prag und Wien unterwegs.
    Radim Jancura (46), studierter Elektro-Ingenieur, gilt in Tschechien als kompetenter und erfolgreicher Unternehmer. Sein Verkehrs-Imperium hat er sozusagen auf der grünen Wiese aufgebaut. Er ist als Kritiker der Tschechischen Bahn (CD) bekannt und ortet eine Bevorzugung der Staatsbahn durch die Politik. Er zögert auch nicht, ihm missliebige Politiker und die Korruption öffentlich zu kritisieren. Einmal ließ er seine Busse mit großflächigen Plakaten bekleben, wo er etwa die Handy-Nummer des Verkehrsministers veröffentlichte. (APA, 25.2.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Bereits 200.000 RegoJet-Fahrgäste Prag - Wien vv.

    Laut Eurailpress haben bereits 200.000 Fahrgäste die RegioJet-Verbindung Prag - Wien vv. genutzt. Nachzulesen hier:

    Tschechien: Traxx-Loks eingetroffen – großer Fahrgastzuwachs

    17.04.2018


    Bombardier TRAXX MS2 Lokomotive; Quelle: Regiojet


    In Tschechien sind die ersten zwei von acht bestellten Traxx MS2e-Lokomotiven für Regiojet eingetroffen. Nun erfolgen Tests beim VUZ Velim.

    Die Loks sollen Zulassungen für Tschechien, der Slowakei und Österreich erhalten und ab Mai eingesetzt werden. Mit der Übernahme der Traxx-Loks will Regiojet die drei von Lokotrain angemieteten Vectron MS wieder zurückgeben, die fünf von ELL (European Locomotive Leasing) gemieteten Vectron-Maschinen sollen wie die ehemals italienischen Loks der Reihe 162, die nur im 3 kV DC-Netz fahren können, im Bestand bleiben. Zudem bekommt Regiojet sechs neue Reisezugwagen von Astra aus Rumänien. Der Betreiber hat nämlich im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Fahrgastzuwachs von über 30 % auf nunmehr 1,25 Millionen zu verzeichnen gehabt.
    Davon haben allein über 200.000 Personen die neue Wien-Verbindung genutzt. (qv/cm)

    PS.: in den vergangenen Tagen sind mir starke Verspätungen beim RegioJet 1035 (Hbf. an um 17:23 Uhr) aufgefallen. Am Donnerstag vergangener Woche hatte er in Simmering 22 min Verspätung, gestern 25 min und heute 30 min.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Hmm, auf der Pressefahrt von Regiojet hab ich erfahren, dass man längere Züge einsetzen will, sobald man die neuen Wagen von Astra hat. Könnte also sein, dass eben diese Wagen gemeint sind?

    Ansonsten denke ich, ist es erfreulich, dass sich die Verbindung nach Wien so gut schlägt. Vielleicht wird man ja in Zukunft das ausbauen. Obwohl ich zwischen Wien und Breclav des öfteren fahre, konnte ich nicht oft mit denen mitfahren, obwohl sie viel günstiger sind als die ÖBB und CD. Das Problem ist, die Anschlüsse in Breclav sind nicht wirklich so prickelnd und das Angebot ist eben auch noch nicht so reichhaltig.
  • J-C schrieb:

    Hmm, auf der Pressefahrt von Regiojet hab ich erfahren, dass man längere Züge einsetzen will, sobald man die neuen Wagen von Astra hat. Könnte also sein, dass eben diese Wagen gemeint sind?
    Die ursprünglichen Sechswagen-Züge von Regiojet wurden mittlerweile auf acht Wagen aufgestockt. Gesehen heute beim um 14 min verspäteten RGJ 1035 in Wien Simmering (siehe Fotos unten). Die Einfahrt auf Bahnsteiggleis 2 erfolgte auf Grund der Belegung des Bahnsteiggleises 2 durch Zug 25051nach Unterpurkersdorf.
    Bespannt war der RGJ 1035 mit der an der Stirnfront nummernlosen 193 276 von ELL (siehe Foto ganz unten). Regiojet-Traxx habe ich in Wien noch keine gesehen:






    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 5. 6. 2018
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Danke für die Bider. 8 Wagen, das ist also schon mehr als im Railjet. Sieht so aus, als hätte Regiojet genau den richtigen Nerv getroffen. Wobei ich glaube, dass die Show vor allem zwischen Breclav und Prag läuft. Zwischen Breclav und Wien kriegt man gut und gerne noch ein Abteil für sich...
  • Ja, die Züge schauen beim Vorbeifahren auch in Ö ganz gut besetzt aus. Mittlerweile ist auch der Low Budget-Wagen (am Zugschluss gereiht), der anfangs ab Břeclav/Lundenburg bis Wien leer und abgesperrt mitlief, für Fahrgäste geöffnet. Die Belegung war heute allerdings sehr überschaubar.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Die ursprünglichen Sechswagen-Züge von Regiojet wurden mittlerweile auf acht Wagen aufgestockt.
    Diese Sichtung vom vergangenen Dienstag scheint nur eine Eintagsfliege gewesen zu sein, denn der RGJ 1035 war gestern und heute (jeweils mit +5') nur mit sechs Wagen unterwegs. Hier der heutige RGJ 1035 mit der Regiojet-Werbelok 193 227 bei der Durchfahrt durch die Station Erzherzog Karl-Straße:

    Foto: dr. bahnsinn, aufgenommen am 7. 6. 2018 um 17:14 Uhr.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Laut EÖ-Heft 10/2018, S. 537, hat RegioJet im 1. Halbjahr zwischen Wien und Prag vv. knapp 420.000 Fahrgäste transportiert. Ingesamt beförderte RegioJet in diesem Zeitraum an die 2,8 Mio. Passagiere. Das bedeutet gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres eine Zunahme um rund 25 %.

    Am 2. September hat RegioJet ein viertes Zugpaar zwischen Prag und Preßburg in Betrieb genommen. Im September sollen außerdem noch die dritte und vierte Traxx-MS von insgesamt acht bestellten Maschinen in Betrieb genommen werden und sollen die angemieteten Vectron (z. B. von LokoTrain) ablösen.*)

    *) Die Traxx-MS wurden bereits vor den Prag - Wien-Zügen gesichtet. Ich persönlich habe noch keine gesehen. Das Zugpaar RGJ 1035/36 (Hbf. an/ab 17:23/18:30 Uhr) verkehrte in letzter Zeit des Öfteren nur mit fünf Wagen und der RGJ 1035 war fast immer stark verspätet, teilweise bis zu 20 Minuten.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Heute war der RGJ 1035 in Wien-Simmering 17 min verspätet. Der GKB-Zub war sichtlich genervt, denn als nach Abfertigung des Zuges ein Pärchen trotz des Zustiegsverbotes in Simmering noch zusteigen wollte, rief er ihnen ein rustikales "Putzt euch!" zu. Auch wenn es sich bei dem Pärchen ganz offensichtlich nicht um RegioJet-Fahrgäste handelte, halte ich die Wortwahl für absolut unangemessen.
    Als dann auch noch nach dem Anrollen des Zuges im vorderen Zugteil eine Tür aufging und eine junge Frau samt Koffer aus dem Zug stolperte, fürchtete ich ernsthaft um die die Gesundheit des Zub. Er trug es aber mit Fassung.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • J-C schrieb:

    Wie sind die Züge eigentlich am Abfahrtsmonitor angezeigt?
    Auf der Zugzielanzeige steht "Praha" mit dem Ankunftszeichen und in der zweiten Zeile "Bitte nicht einsteigen". Am Bahnsteigmonitor wird der Zug gar nicht angezeigt. Das Pärchen wollte wahrscheinlich den wenige Minuten später verkehrenden REX 2527 aus Bratislava benützen wollen und hat anscheinend den RGJ 1035 mit dem REX 2527 verwechselt. Auch wenn die Zwei sich falsch verhalten haben, muss man sie nicht so anschnauzen. Der Zuruf "Bitte zurücktreten" hätte auch genügt.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor