[NÖN] Schweinbarther Kreuz: Zug auf dem Abstellgleis

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  • Die Schüler hat man ja per Fahrplan zu einem Teil vertrieben.

    Anfang März hatte ich ja schon Zweifel:

    KFNB X schrieb:

    dr. bahnsinn schrieb:

    „Beim Schweinbarther Kreuz sind wir in Gesprächen mit dem Land Niederösterreich, wie wir die Strecke bestmöglich weiterentwickeln können“, sagt Matthä.
    Bestmöglich weiterentwickeln ist in NÖ immer so eine gefährliche Sache.

    Wenn man das ganze Blabla von Renaissance der Nebenbahnen und klimafreundliche Verkehrswende glauben würde, dann müsste man eine Schleife Obersdorf bauen, die Züge mit der Laaer Ostbahn verknüpfen (Umsteigemöglichkeit in beide Richtungen) und die Züge nach Wien Hbf durchbinden. Träumen darf man ja noch....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KFNB X ()

  • 5047.090 schrieb:

    Diese Schleife hätte man aber gemeinsam mit der Hst Obersdorf bauen müssen und hierbei die Station nicht in Hochlage, sondern ebenerdig bauen müssen.
    Nein, das ginge auch jetzt noch. Die Laaer Ostbahn unterfahren, Haltestelle direkt unter der Laaer ostbahn anordnen und dann westlich der Laaer Ostbahn in einem Linksbogen in diese einbinden.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • 5047.090 schrieb:

    Wie gesagt - kann diese Zahlen an Fahrgästen jemand nachvollziehen?
    Tatsächlich nur 700 Leute, obwohl man durchaus auch einen ansprechenden 30 Min Takt hatte?

    Im Artikel steht wörtlich:
    Zuletzt nutzten nur noch knapp 700 Passagiere täglich die Bahnstrecke über das Schweinbarther Kreuz im Bezirk Gänserndorf...


    Was heißt "über das Schweinbarther Kreuz"?
    Wenn damit die Fahrgäste gemeint sind, die von Obersdorf über Groß Schweinbarth nach Gänserndorf fahren, dann wirds hinkommen...


    Sonst müsstens mehr sein.
  • Ich kenne nur die Auslastung Gänserndorf - Schweinbarth und die ist echt nicht rosig. Da würde ich mit und die 100 am Tag rechnen.
    Das liegt daran, dass die Fahrzeit trotz ewig langer Gerade zu wünschen übrig lässt und gleichzeitig ab Gänserndorf (Mit großer P&R - Anlage) eine "Zone" weniger zu zahlen ist.
  • Sonderfahrten kamen ja nichtmal Richtung Sulz zustande, obwohl davon die Rede war.

    Nachdem aber lt. ORF Bericht schleritzko nix dementiert und vom Bus redet, schließen wir schon Wetten ab, bis wann die Bagger anrollen?

    Denn wozu betont man, dass man sich die Strecke behält? Wofür? Dass man darauf NICHT fährt? Dann hätte man andere Strecken, die sogar mitunter Ausweichrouten waren, ja auch behalten und nicht abtragen können.
  • Ich könnte mir vorstellen, dass die ÖBB sich die Hintertür offen halte möchte, falls es in Zukunft doch noch eine Landesregierung gibt, die bereit ist Geld für die Bahn auszugeben. Denn der Abschnitt Obersdorf - Auersthal (vllt. Groß Schweinbarth) ist durchaus attraktiv.

    Asphaltierte Radwege (oder eigentlich "OMV-Wege") gibt es in der Gegend genug.
  • Dem Artikel zufolge wird doch eingestellt, weil Investitionen anstehen, nicht, weil NÖ die Zahlungen einstellen mag? Außerdem müsste dann ja weiterhin die Strecke befahrbar gehalten werden, nicht?

    Ist zwar offtopic, aber...
    Da man auch hier wieder den Kostenfaktor bemüht, der für die paar Fahrgäste nicht in Relation steht, zum Vergleich:
    Die Asfinag investiert allein heuer 1,2 Mrd. in den Straßenbau. Der Vergleich hinkt, ja, weil diese Beträge angeblich von den Mauteinnahmen kommen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 5047.090 () aus folgendem Grund: ergänzung, um ein 2t posting zu vermeiden.

  • Nun ist die Einstellung ofiziell. Das Einstellen von Bahnstrecken heißt in NÖ ab sofort "Innovation in die Mobilität":

    Groß-Schweinbarth: Statt Zügen fahren Busse

    Schweinbarther Kreuz wird zur Innovationsregion in Sachen Mobilität.


    Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. März 2019 (14:47)
    Michael Reinbacher (VOR), Auersthals VP-Bürgermeister Erich Hofer, VP-Nationalratsabgeordnete Angela Baumgartner, VP-Landesrat Ludwig Schleritzko, Landtagsabgeordneter René Lobner und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll informierten über die geplanten Mobilitätsangebote.

    Die Bahnlinie Schweinbarther Kreuz wird mit Dezember eingestellt (die NÖN berichtete). Niederösterreichs VP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko präsentierte am Freitag bei einer Pressekonferenz im Gänserndorfer Rathaus die für diese Region neu geplanten innovativen Mobilitätsangebote.
    Als Alternative zur Bahn wird im September ein neues Verkehrssystem starten. Zwischen Wolkersdorf und Raggendorf, bzw. zwischen Raggendorf, Matzen und Gänserndorf werden Busse verkehren – an Wochentagen zwischen 4.30 und 22.30 Uhr im Halbstundentakt und am Wochenende zwischen 6 bzw. 7 Uhr und 22 Uhr im Stundentakt. Zwischen Bad Pirawarth und Raggendorf werden Verbindungen im Stundentakt eingerichtet. Ein völlig neues, stündliches Angebot wird es zwischen Raggendorf, Schönkirchen und Gänserndorf geben.
    Haltestelle nahe am Wohnort
    Neben den – im Vergleich zum Bahnangebot – besseren Taktungen werde das Bussystem auch noch einen weiteren Vorteil bringen: Statt bisher 4.800 Menschen würden in Zukunft 13.600 Personen innerhalb von 500 Metern zu ihrem Wohnort eine Haltestelle finden.
    Ab Herbst 2020 werde das Netz in der Region Weinviertel Ost um 1,1 Mio. Buskilometer erhöht. Auf Wunsch der Region könne auch ein Theaterbus für Kulturbegeisterte und ein Talentebus für eine bessere Anbindung an die Schulen eingesetzt werden.
    Ende 2021 soll das Schweinbarther Kreuz eine Vorreiterroller übernehmen: Es wird die erste E-Bus-Region in Niederösterreich mit eigener Ladeinfrastruktur werden. Die Umstellung auf E-Fahrzeuge werde eine jährliche CO -Einsparung von 830 Tonnen bringen und damit das Klima deutlich entlasten. Weiters sei eine Zusammenarbeit von Gemeinden, Land und Verkehrsverbund in einem neu eingerichteten Mobility-Lab geplant.
    "Brauchen nicht das Angebot mit dem vermeintlich besseren Image"
    Regionalverband-Weinviertel-Vorsitzender René Lobner begrüßte die Pläne des Landes: „Was wir brauchen, ist das beste Verkehrsangebot und nicht das Angebot mit dem vermeintlich besseren Image. Genau das erreichen wir mit dem neuen Bussystem.“
    Auersthals VP-Bürgermeister Erich Hofer ergänzte: „Gerade auch die Spätverbindung aus Wien und die bessere Anbindung der Schulen in der Region stellen echte Verbesserungen für die Bevölkerung dar.“
    Informationsveranstaltungen für die Bürger werden am 9. April in Groß-Schweinbarth und am 12. April in Prottes stattfinden.

    NÖN



    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • War doch auch schon im Waldviertel und im Ybbstal eine "Innovation". Es ist ja auch eine Innovation, wenn man den Bus aus dem Stadtzentrum mit den Geschäften verbannt.

    dr. bahnsinn schrieb:

    Ein völlig neues, stündliches Angebot wird es zwischen Raggendorf, Schönkirchen und Gänserndorf geben.
    Der einzige positive Punkt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das ganze Angebot in ein paar Jahren zusammengestrichen wird.

    dr. bahnsinn schrieb:

    Neben den – im Vergleich zum Bahnangebot – besseren Taktungen werde das Bussystem auch noch einen weiteren Vorteil bringen: Statt bisher 4.800 Menschen würden in Zukunft 13.600 Personen innerhalb von 500 Metern zu ihrem Wohnort eine Haltestelle finden.
    Das beten sie in Niederösterreich bei jeder Bahn-Einstellung. Mehr Fahrgäste hat es noch nie angezogen.

    dr. bahnsinn schrieb:

    Auersthals VP-Bürgermeister Erich Hofer ergänzte: „Gerade auch die Spätverbindung aus Wien und die bessere Anbindung der Schulen in der Region stellen echte Verbesserungen für die Bevölkerung dar.“
    Er wird wohl nie in dem Bus anzutreffen sein, so wie vermutlich viele andere. Mit dem Zug nach Wolkersdorf (plus 3 Minuten), dann mit dem Bus durch komplett Obersdorf retour nach Pillichsdorf (10 Minuten z.B. jetzt Bus 322). Früher: Flo - Pillichsdorf 25 Minuten, in Zukunft dann innovative 35 Minuten, da ist selbst bei Stau das Auto schneller.
    Nach Auersthal sind es dann beim bestehenden Bus noch ein Mal + 15 Minuten, beim Zug + 10 Minuten. Somit plus 15 Minuten Fahrzeit! Wie innovativ. <X