[NÖN] Schweinbarther Kreuz: Zug auf dem Abstellgleis

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  • Dazu kommt, dass es mehr Spaß machen würde, mit Rad/Scooter wasauchimmer unterwegs zu sein, wenn mehr Platz dafür wäre. Siehe die Diskussion zu den E-Scootern: Am Gehsteig dürfen sie nicht, auf der Straße auch nicht, oder doch....?

    Wien hat zwar hunderte km Radwege, die sind tlw. aber so lieblos angelegt, ein Spießrutenlauf zwischen überholenden Autos und sich plötzlich öffnenden Autotüren und querenden Fußgängern (Ring-Radweg...)
    .
    An jeder Kreuzung endet der Radweg, nach 5m beginnt er wieder, um an der nächsten Kreuzung wieder zu enden...

    Der Hauptgrund für mich, nicht mit dem Rad zu fahren: Das Fahrrad steht im Fahrradraum im Keller und muss zuerst mal mühselig rausgehievt werden, macht für kurze Strecken einfach keinen Sinn...

    Wenn statt zwei Parkplätzen vorm Haus eine versperrbare Garage fürs Rad da wäre, dann wärs griffbereit. Aber da würden ja zwei Parkplätze verlorengehen... Eigentlich müssten die Hausbewohner sich zusammentun und gemeinsam zwei Parkpickerln finanzieren, und statt den zwei Autos steht halt die Radgarage vorm Haus (natürlich als VW-Bus getarnt ;)
  • Wien hat zwar hunderte km Radwege,... An jeder Kreuzung endet der Radweg, nach 5m beginnt er wieder, um an der nächsten Kreuzung wieder zu enden...
    Du bist offenbar nicht in der Lage zu raffen, warum das so ist?! Klar, das wäre ja mit einem Mehraufwand an Denken verbunden als beim Kopieren von Zeitungsausschnitten nötig ist! Diese Situation ist übrigens nicht nur in Wien so, sondern in ganz Österreich, denn die Vorschriften über Radwege entstammen Bundesgesetzen und die gelten - genau - bundesweit!


    In der Krone war gestern ein Plan...
    Du brauchst die Krone, Andere wissen das schon seit Jahren, wenn sie die ASFINAG-Seite aufrufen!
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Die Marchfeldschnellstraße führt doch gar nicht einmal an den Orten des Schweinbarther Kreuzes vorbei. Aber fein.

    Und ich war zumindest in der Wiener Innenstadt Rad gefshren, da waren die Radwege top und das Netz fand ich ziemlich leiwand. Sowas hat's in Hamburg höchstens in Ansätzen. Also annehmbar find ich die Radwege schon. Da braucht's vielleicht gar nicht so viel, um daraus was tolles zu machen.
  • J-C schrieb:

    Die Marchfeldschnellstraße führt doch gar nicht einmal an den Orten des Schweinbarther Kreuzes vorbei. Aber fein.
    Die eine neue Buslinie fährt nach Deutsch Wagram, da führt auch die neue Schnellstraße vorbei.

    Ich könnte mir vorstellen, dass manch Bewohner sich dann denkt:
    "Ich fahr von Hinter-Pirawarth nach Bad Pirawarth rein und mit dem Bus weiter. Wo stell ich das Auto hin? Am Bahnhof war so viel Platz, und jetzt? Und dann steht der Bus im selben Stau wie ich, da fahr ich doch gleich nach Deutsch Wagram.


    In Deutsch Wagram: Was, da gehts zur Schnellstraße, das schau ich mir an..."
  • Mit wenigen Ausnahmen sind die Radweg in Wien nur schlwcht zu gebrauchen. Viele sind einfache Alibi-Aktionen, die am Papier gut aussehen. Es gibt nicht umsonst so einen kleinen Radfahreranteil. Mag sein, dass es schlechtere Städte gibt, aber es gibt auf jeden Fall auch viel Luft nach oben.
    Vom Land will ich da lieber gleich gar nicht anfangen. Ein paar cm am Gehsteig abgezweigt, damit die nervigen Radfahrer nicht auf der Fahrbahn unterwegs sein dürfen.

    Die S8 entlastet die B8 in Strasshof und Deutsch-Wagram, überall anders bereitet sie Probleme. Z.B. bei den eh schon überlasteten Nord-Süd-Querungen von Gänserndorf und Deutsch-Wagram.
  • In Nö wird letztlich niemandem diese Strecke abgehen. Ich kenne Leut, die in Fußweg-Reichweite dieser Linie wohnen, dennoch lieber mit dem PKW nach Obersdorf gefahren sind. Sobald man in NÖ erst das Auto braucht, wird man nicht zu einer Zubringerstrecke fahren, wo man erst recht mit dem PKW neben der Bahn zum Umsteigebahnhof fährt. Und das gesamte Verkehrsnetz in NÖ ist darauf ausgerichtet.

    Durch jedes Tal gibts eine Umfahrungsstraße, von der aus man die Bahn beobachten kann, wie sich diese im Schnitt mit 60 km/h (wenn überhaupt) dahinbewegt, während man auf der Umfahrung mit mindestens 100 km/h dahinkurvt. Das darf sich NÖ natürlich gern auf die Fahnen heften, hat man doch die letzten Jahre nichts anderes forciert und ist auch die nächste Zeit auf diesem Kurs unterwegs. Also ist auch eine S8 komplett egal. Mit jeder Minute(!), die man im Auto im Regelfall (egal, ob dann an 3 von 5 Tagen Stau ist) schneller ist, wird die Bahn den Kürzeren ziehen. Auch dann, wenn die Jahreskarte nachweislich (und auch nur die Spritkosten beachtend) billiger als das Auto ist.

    (N)Ö hat das so gewollt und selbst, wenn man das umkehren wollte sind, wie am Bsp. Pottendorfer Linie mehrere Jahre notwendig, um diesen Trend - möglicherweise - umzukehren.
    Ein User hier hats ja schon geschrieben: nicht die gute Bahninfra ist für die Inanspruchnahme der Pendler verantwortlich, sondern die schlechte Straßeninfrastruktur.
  • ich bin letzens werktag nachmittags mit dera "Kraxn" gefahren, da war's sogar bissl besser.
    Aber bei den Umständen - altes Wagenmaterial, langsam, rudimentäre Stationen ... - bin ich eh schon fast beeindruckt von jedem nicht-Eisenbahnfundamentalisten, der trotzdem damit fährt ;)

    Wobei: Es fühlt sich jede Beschleunigung (auch auf 20 km/h) wie ein Flugzeugstart an, vielleicht reizt das ja ... :)
  • Ich hätte nicht gedacht, dass die NÖN jemals eine solche Titelstory bringt:

    Das vermutlich an alle Haushalte im Bezirk Gänserndorf verteilte NÖN-Mittendrin betitelt: "Aus für Bahnlinie: Bürger toben vor Wut"
    Der Artikel: epaper.noen.at/#/documents/144331137/4

    Später (S. 25) wird auch noch über die Kritik der Bürger an der Umfahrung Gänserndorf-Süd berichtet (so Sachen wie ein Radweg den Autos, landwirtschaftliche Fahrzeug, etc. auch benutzen dürfen). So viel kritische Worte zu Themen des Land NÖ / ÖVP .
  • Ich fürchte ja nur, dass es eher kontraproduktiv ist, wenn das GAnze nun parteipolitisch besetzt wird...
    Andererseits - was soll noch schlimmer werden...?

    NÖN vom 3.5.

    Region Wolkersdorf
    SPÖ bei Schweinbarther Kreuz gegen Landespläne
    SPÖ berief Infoveranstaltung ein und übte Kritik an Bus-Plänen des Landes. Zudem seien laut den Roten keine Gespräche mit Regionalpolitikern geführt worden.


    Von Christoph Szeker. Erstellt am 03. Mai 2019 (13:15)

    Christoph Szeker

    Großes öffentliches Interesse weckte vergangenen Freitag das Thema Schweinbarther Kreuz: An einer Info-Veranstaltung der SPÖ im Gasthaus Glöckler nahmen gut 80 Personen teil. Die Bahnlinie soll, wie berichtet, per Dezember eingestellt und durch Busverkehr ersetzt werden. Als Referenten für die SPÖ sprachen Organisator Gerhard Umscheider, Clemens Mechtler (vida-Regionsvorsitzender), Adolf Wimmer (Gewerkschafter), sowie die beiden SPÖ-Nationalräte Rudolf Plessl und Melanie Erasim.

    Die Stimmung im Saal war von Anfang an aufgeheizt, als sich der ehemalige Lokführer Wimmer einleitend an die versammelten Zuhörer wandte. „Aus Erfahrung weiß ich, dass viel versprochen wird und nach gewisser Zeit viel zurückgenommen wird“, sagte er im Hinblick auf die vom Land versprochenen 70 Busse pro Tag. Die E-Busse gebe es zudem noch einige Jahre nicht. Eine Verbindung von Gaweinstal nach Wien wäre nach wie vor wünschenswert.

    Wimmer warnt außerdem, dass es schwierig sein wird, die budgetierten Pläne zu ändern, wenn diese bis Ende des Jahres im Verkehrsdienstevertrag verankert sind. In diese Kerbe schlug auch Nationalrätin Erasim: Sie sprach von einer geringen Chance, die Entscheidung umzukehren, möchte aber alles „in ihrer Macht Stehende tun“, um für die Bahnlinie zu kämpfen. Sie kreidete an, dass in einer Vorankündigung im Dezember die Linie noch eingeplant war und dann ohne beratende Gespräche mit Regionalpolitikern eine Entscheidung dagegen gefällt wurde.

    Nationalrat Plessl kam als Vertreter für den Bezirk Gänserndorf. „Es wäre sinnvoll gewesen, die Bürgermeister vorher zu informieren“, sagte er. Die Schließung der Linie sei die schlechteste Lösung. Über eine Petition werden derzeit Stimmen für den Erhalt des Schweinbarther Kreuzes gesammelt.

    Raumordnung arbeitete auf die Schnellbahn hin
    Nach den Vorträgen der Referenten meldeten sich Gäste aus dem Publikum zu Wort: Einer kritisierte, dass in Großengersdorf der Verkehr bereits ein großes Problem sei und Busse dieses nur noch verschärfen. Ein anderer forderte eine Schleife in Obersdorf, um mit dem Zug schneller von Mistelbach nach Gänserndorf zu kommen. Pillichsdorfs Bürgermeister Franz Treipl (ÖVP) war wie sein Amtskollege Christian Hellmer anwesend und erinnerte, dass „die Raumordnung Jahrzehnte lang darauf hingearbeitet hat, dass sich Siedlungen zur Schnellbahn hinbewegen“.