[NÖN] Schweinbarther Kreuz: Zug auf dem Abstellgleis

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  • 1 und 2) Das ist im Endeffekt wurscht! Wenn innerhalb der drei Monate dauernden öffentlichen Interessentensuche kein anderes EVU den Verkehr übernimmt (und nur das ist Bedingung für einen positiven Bescheid), hat die Behörde die Einstellung zu genehmigen!

    3) Wer bestellt denn Nah- und Regionalverkehr? Infra? Nein! PV? Nein! Also?
  • Weil du bereits das zweite Mal die öffentliche Intetessentensuche nennst: wo wäre diesbezgl etwas verlautbart worden?
    Im Amtsblatt der Wiener Zeitung (obligatorisch).

    Und selbst wenn: Nö will den ÖBB nix zahlen, ein Privater fährt ohne Zuzahlung erst recht nicht.
    Tja, "man" wollte das so, jetzt hat man es so. Aber - immer noch günstiger für den Steuerzahler als bei "der alten ÖBB".
  • Schweinbarther Kreuz: „Bus kommt zu spät an“

    Woche für Woche üben Zug-Befürworter Kritik an Schließung der Linie. Nun kommt ein weiterer Punkt hinzu: „Die Kinder werden nicht rechtzeitig in der Schule sein.“

    Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 11. August 2019 (04:27)
    Die Linie „Schweinbarther Kreuz“ führt von Groß-Schweinbarth in denNorden nach Bad Pirawarth und in den Süden einerseits nach Gänserndorf, andererseits nach Obersdorf (Bezirk Mistelbach). Foto: Mauritsch

    „Viele sind komplett damit überfordert, dass die Züge eingestellt werden“, zeigt sich Andrea Daubeck am NÖN-Telefon erzürnt. Der Hintergrund: Ab Dezember ist die Bahnlinie „Schweinbarther Kreuz“ Geschichte – stattdessen verkehren Busse (die NÖN berichtete).
    Die Groß-Schweinbartherin ist Mutter von zwei Kindern, die das Konrad Lorenz Gymnasium in Gänserndorf besuchen. Und deren Schulweg ist alles andere als entspannt: „Mit den neuen Bus-Fahrplänen kommen die Kinder entweder viel zu früh oder viel zu knapp in Gänserndorf an.“

    Eine der letzten gemeinsamen Zugfahrten von Gänserndorf nach Obersdorf: Gerhard Mayer, Gänserndorfs Grünen-Vizebürgermeisterin Margot Linke, Amon Polivka, Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz, Hildegard Fischer,Elisabeth Jogl und Leonhard Novak, der schon 2013 und 2014 Konzepte zur Verbesserung der Schweinbarther Linie erarbeitet hatte. Foto: Grüne

    Zwar bleibe ein eigener Schulbus (die bisherige Linie 424) bestehen – dessen Fahrzeiten seien aber ebenso wenig ideal. Immerhin: Das Gymnasium, das sich im kommenden Schuljahr umbaubedingt an einem neuen Standort am Hafergrubenweg befindet, habe sich angepasst und beginne mit dem Unterricht 5 Minuten später – um 8.05 Uhr. Knapp werde es trotzdem, denn der Bus komme erst um 7.47 Uhr beim Kinosteg an. Und von dort sind es noch zumindest zehn Minuten Fußweg bis zur Schule. Das Ganze gehe so weit, „dass wir die Kinder mit dem Auto in die Schule bringen, wenn sie Schularbeiten haben“, sagt Daubeck.
    Sie habe schon bei verschiedenen Stellen versucht, eine Verbesserung für die Situation herbeizuführen, aber vergeblich: „Absolut ärgerlich – man erhält keinerlei detaillierte Informationen.“ Die Rückfahrt gestalte sich auch nicht besser: Die Schüler müssen 40 Minuten warten, bis der Bus kommt.
    „Schlimm ist überhaupt, dass der Zugverkehr eingestellt wird“, meint Daubeck. Bis dato konnte man von Groß-Schweinbarth jede halbe Stunde nach Obersdorf fahren: „Jetzt müssen wir zuerst einmal nach Raggendorf und dort umsteigen.“
    Lösungen, die Linie zu attraktivieren, gibt es dabei schon länger, beispielsweise jene Vorschläge von Leonhard Novak in dessen Bachelorarbeit: Vor der Haltestelle Obersdorf könnten die Gleise Richtung Wien über das Einkaufszentrum G3 bis Floridsdorf geführt werden. Durch diese Verlängerung der bestehenden Linie würde eine RegioTram bis Wien entstehen – ähnlich der Badner Bahn.
    Für das Land NÖ scheint die jetzige Lösung jedoch unter Dach und Fach. Das östliche Weinviertel soll zur E-Bus-Modellregion werden. Auf Wunsch der Bevölkerung könne aber ein „Talentebus“ für eine bessere Schul-Anbindung eingesetzt werden, heißt es seitens des Landes.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Angeblich soll das Land gemeinsam mit dem zukünftigen Betreiber die Strecke abgefahren sein und einen Bedarf von rund 30 neuen Bushaltestellen erkannt haben.
    Für mich klingt das ein wenig so, als wolle man die barrierefreie Zugänglichkeit und die damit notwendigen Neuerrichtung von Haltestellen unter dem Deckmantel Bus statt Bahn kaufen. Für die paar Schülerbusse hätte es vermutlich einen Aufstand gegeben.
  • Schüler kommen auch mit neuen Busfahrplan rehtzeitig (sic!) an

    Laut VOR kommen Schüler auch laut künftigen Fahrplänen mehr als rechtzeitig an.

    Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 19. August 2019 (19:11)
    Symbolfoto: NÖN
    Laut VOR sind auch die neuen Busfahrpläne mit den Schulen abgestimmt: „Gerade was die Linie 424 und die Schulbeginnzeiten des Gymnasiums in Gänserndorf betrifft, ist uns dies gelungen.“
    Mit der Einstellung des „Schweinbarther Kreuzes“ seitens der ÖBB im Dezember wird der öffentliche Verkehr in diesem Bereich auf Busse verlagert. Laut Land soll das östliche Weinviertel zu einer E-Bus-Modellregion werden.
    Eine Mutter aus Groß-Schweinbarth bemängelte vor zwei Wochen die neuen Schulbus-Fahrzeiten. Ihre Kinder würden dadurch zu spät zum Unterricht ins Konrad Lorenz Gymnasium kommen.
    Gegen diese Kritik setzt sich der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) aber nun zur Wehr, denn: „Mit Ankunft des Busses an der Haltestelle B8/Kino-Steg um 7.47 Uhr und Schulbeginn um 8.05 Uhr bei einem Fußweg von ca. fünf Minuten bleiben etwas rund zehn Minuten Reserve für die Schüler“, sagt VOR-Mediensprecher Georg Huemer.
    Manche Eltern würden sich gar beschweren, dass die Kinder zu früh in der Schule sind. „Knapp eine Viertelstunde zwischen Ankunft und Glockenläuten scheint also für manche durchaus zumutbar, wenn nicht sogar wünschenswert.“
    Die Groß-Schweinbartherin hatte im NÖN-Gespräch zudem die Verbindung von ihrem Heimatort nach Obersdorf (Bezirk Mistelbach) kritisiert, weil man künftig zuerst einmal nach Raggendorf fahren und dort umsteigen müsse. Auch hier stellt Huemer klar: „Die Fahrgäste haben künftig schnellere Verbindungen in die Bundeshauptstadt – und zwar stündlich mit der Linie 535 (über Gänserndorf) oder mit der Linie 495 (über Deutsch-Wagram).“
    „Stündlich zwei Buslinien nach Wien“
    Er ergänzt: „Durch das Zusammenspiel der Linie 535 und der Linie 495 fahren stündlich zwei Buslinien nach Wien.“ Es gebe hier also weder von der Anzahl der Fahrten noch von der Fahrzeit keine Verschlechterung für die Mehrheit der Fahrgäste, die von Groß-Schweinbarth aus nicht nach Obersdorf wollen, sondern nach Wien.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Es gebe hier also weder von der Anzahl der Fahrten noch von der Fahrzeit keine Verschlechterung für die Mehrheit der Fahrgäste, die von Groß-Schweinbarth aus nicht nach Obersdorf wollen, sondern nach Wien.
    Die Fahrplanauskunft liefert aktuell für Groß Schweinbarth - Floridsdorf 49 bis 51 Minuten Fahrzeit. Ich bin auf die regelmäßigen Busverbindungen die da mithalten können gespannt.
  • Der neue Fahrplan: vor.at/fileadmin/CONTENT/Downl…_Schweinbarther_Kreuz.pdf

    ad 530:
    Die Linie ist klar Richtung Wolkersdorf ausgelegt:

    Gänserndorf ab xx:18 bzw xx:48. Jene um 48 (Mo-Fr) haben zumindest meistens einen Regionalzug aus Wien, bei jenen um xx:18 (täglich) darf man abseits der Verstärkungszüge 16 Minuten warten. Ein super Anschluss.
    Die Hälfte der Busse halten nicht in Auersthal Europa-Siedlung und somit ist es ab dort ein 32- / 28- Minuten-Takt.

    Gänserndorf an xx:09 bzw: xx:39. Auch wieder mit grandiosen Anschlüssen. Jene um xx:09 (täglich) haben zwar meist den Regionalzug um xx:15 (Sa, So nur 2-Stunden-Takt), um xx:39 gibt es wieder nur eine handvoll Verstärkungszüge.



    Es wurde behauptet:

    https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Folder/Fahrplanfolder/Flyer_Schweinbarther_Kreuz_.pdf schrieb:

    ab 2. Sept 2019: bereits Verdichtungen Kollnbrunn – Deutsch Wagram (Linie 495)
    Ich sehe im obigen Folder keinen einzigen zusätzlichen Bus.