[NÖN] Schweinbarther Kreuz: Zug auf dem Abstellgleis

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  • Landesrat Schleritzko hat sich hier zum Schweinbarther Kreuz geäußert:

    ORF NÖ schrieb:

    (......)

    Dauerthema Schweinbarther Kreuz
    Unverändert bleibt übrigens der Entschluss, die Weinviertler Regionalbahn Schweinbarther Kreuz einzustellen. Sie wird seit September wie berichtet auf Busse verlegt, die in Zukunft elektrisch betrieben werden sollen. Im Dezember sollen im auf der Strecke die letzten Züge fahren – mehr dazu in E-Busse statt Bahnlinie am Schweinbarther Kreuz (noe.ORF.at; 29.3.2019).
    Verkehrslandesrat Schleritzko gab zu, dass es an der Entscheidung viel Kritik gegeben habe, berichtete jedoch auch von positiven Stimmen: „Es gibt auch Lob aus der Bevölkerung in der Region Mistelbach und Gänserndorf, wo das Näherbringen des öffentlichen Verkehrs durch das Etablieren des Bussystems sehr positiv gesehen wird.“ Weitere Bahnstrecken, die von einer Einstellung bedroht sind, konnte man am Mittwoch nicht nennen. Nun müssten die neuen Verbindungen kommuniziert werden. Aussagekräftige Daten zu der Auslastung der einzelnen Züge bekomme man dann laut VOR erst in etwa vier Jahren.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Unverändert bleibt übrigens der Entschluss, die Weinviertler Regionalbahn Schweinbarther Kreuz einzustellen.

    Na, wer sagt's denn! Und was habe ich euch seit Monaten prognostiziert, ha? Viel Müh' umsonst!
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Zu den Elektrobussen: Auch das Interesse an den in Graz erprobten zwei Gelenkbussen 130 und 131 scheint enden wollend zu sein. Einige Monate nach dem Ende des Probebetriebs auf der Linie 34E stehen die beiden Busse noch immer im Freigelände des Buscenters abgestellt. Das Schöne an den Elektrobussen ist ja, dass es noch so gut wie keine Entsorgerfirmen für die Litium-Ionenakkus gibt! Nachdem ein Akku-Zustellkastenwagen abgebrannt ist, ist bis dato die Entsorgung der Akkus völlig ungeklärt - und wenn - ganz sicher sauteuer. Das ist ja schon fast so wie mit den AKWs, aber Hauptsache kein CO2....
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Der Standard schreibt heute auch zu dem Thema...:

    Weinviertler Regionalbahn muss aufs Abstellgleis

    Während der Klimawandel dem Zug zu einem Revival verhilft, wird die Regionalbahn am Schweinbarther Kreuz von ÖBB und Land Niederösterreich ausgebremst
    Luise Ungerboeck
    14. November 2019, 06:00

    Moderne Elektrotriebzüge können in Groß-Schweinbarth nicht fahren, denn die R18 im Weinviertel wurde nie elektrifiziert.
    Foto: Matthias Cremer

    Im Weinviertel gehen die Uhren anders. Während Bahnfahren und Klimaschutz in aller Munde sind, wird in Niederösterreich eine ÖBB-Nebenbahn für immer aus dem Netz genommen. Es geht um das sogenannte Schweinbarther Kreuz und die nicht elektrisierte Regionalbahn R18 von Obersdorf über Groß-Schweinbarth nach Bad Pirawarth/Gänserndorf.

    Sie wird am 14. Dezember zum letzten Mal mit Dieseltriebzügen befahren. Mit dem ÖBB-Winterfahrplan ab 15. Dezember wird die inzwischen heruntergekommene und aufgrund zahlreicher Langsamfahrstellen zur Bummelstrecke verlangsamte Strecke vom ÖBB-Personenverkehr nicht mehr bedient. Als Ersatz kurven seit September im Halbstundentakt Busse durch die Gegend. Darauf haben sich Land Niederösterreich und Bahninfrastrukturbetreiber ÖBB im Sommer verständigt – trotz Widerstands der Bevölkerung.

    Alternativkonzept mit Bus
    "Das kommt wie angekündigt, ist nicht umkehrbar", bekräftigt Florian Krumböck, Sprecher von Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP). "Die ÖBB sperrt die Strecke zu, weil sie nicht zum Zielnetz 2025+ gehört, und wir akzeptieren das." Daher habe Niederösterreich ein umfassendes, angebotsorientiertes Alternativkonzept mit Bussen entwickelt und eingeführt. Mit 700 Fahrten (das wären bei Hin- und Rückfahrt 350 Fahrgäste) pro Tag lohne der Bahnbetrieb nicht, zu hoch wären die Investitionen in Gleise, technische Anlagen und Wagenmaterial, rechnet Krumböck vor.

    Was die Fahrgastzahlen betrifft, gehen die Angaben auseinander. Verkehrsminister Andreas Reichhardt gab die Zahl der Passagiere noch im Juni mit 700 an, das wären doppelt so viele wie die in St. Pölten genannten. Das für eine Attraktivierung der R18 notwendige Nachfragepotenzial von 2000 Fahrgästen würde aber deutlich unterschritten, so der Minister. Bau- und Erhaltungskosten von rund 115 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren wären damit nicht argumentierbar. Hinzu kämen vier Millionen Euro jährlich für den Zugbetrieb, und überhaupt sei ein Dieselverbrauch von bis zu 550.000 Litern pro Jahr dem Klimaschutz nicht zuträglich.

    Dieselbus statt Dieselzug
    Bei den rund 60 Autobussen, die sich im Übergangsbetrieb seit September durch Ortschaften wie Raggendorf schieben, stört der Diesel nicht. Dieselbusse seien nur eine Übergangslösung, geplant ist der Einsatz von Elektrobussen. Für sie werde in Raggendorf um 3,2 bis 3,5 Mio. Euro ein Buspark mit E-Ladestationen errichtet. Zum Leidwesen der Anrainer. Sie protestieren seit Monaten gegen die "Bus-Invasion" und bombardieren die Landespolitik – ohne Erfolg. Sogar einen alternativen Bahnbetreiber haben sie aufgetrieben. Die staatliche Graz-Köflacher Bahn (GKB) hat laut Bahninsidern Interesse am Zugdienst signalisiert, ihr fehlten aber Bahntrasse (Fahrwegkapazität) und Dieseltriebzüge. Alternativideen zur Schließung wälzt man sogar bei der ÖBB: Mit 85 Millionen wäre eine Teststrecke für Akku-Elektrozüge möglich, sagen Insider. (ung, 14.11.2019)
  • Zum Leidwesen der Anrainer. Sie protestieren seit Monaten gegen die "Bus-Invasion" und bombardieren die Landespolitik – ohne Erfolg.
    Und so ist es richtig! Man darf sich von den dortigen Troglodythen nicht auf dem Kopf herumtanzen lassen! Wem's nicht passt, der kann sich ja verpissen!


    Die staatliche Graz-Köflacher Bahn (GKB) hat laut Bahninsidern Interesse am Zugdienst signalisiert, ihr fehlten aber Bahntrasse (Fahrwegkapazität) und Dieseltriebzüge.
    Eigentlich irr, oder? "Ich" habe keine Züge, "ich" habe keine Trassen*), aber "ich" will Eisenbahn spielen! Wie kommt man auf solche Ideen? Also diese GKB-Eisenbahner sind schon eigenartig, ha? Aber: Bemerkt? Tante Aloisia hat es richtig erkannt: Die staatliche Graz-Köflacher-Bahn! - OK, sie geht ja auch schon längere Zeit im Profiforum in die Schule! :P

    *) Warum eigentlich nicht? Jederzeit kann man für diese Strecken Trassen bestellen! Ach sooooo: Sie wollen sie bezahlt bekommen, die Züge und die Trassen, klar! Ganz vergessen, das sind ja Eisenbahner, die wollen immer - wie auch ihre Kunden im Personenverkehr - alles bezahlt bekommen! Denn ohne staatliche Zuwendungen in vielfacher Milliardenhöhe jedes Jahr würde es gar keine Eisenbahn geben!

    Ein die GKB-Mitarbeiter beleidigendes Wort auf Grund von Beschwerden entfernt.

    Der Administrator
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Dem Land als Zahler kann ja nichts Besseres passieren:
    • Die Bahn wird eingestellt, somit spart man sich einen allfälligen Zuschuss bei Sanierungsarbeiten.
    • Die Busse sind schlecht frequentiert, somit kann man irgendwann den Fahrplan ausdünnen
    • Die Pendler freuen sich über die neue P&R
    • und man hat ein Argument für kommende Umfahrungen von Auersthal etc...
    • Die Pendler freuen sich über die neue Umfahrung
    • Klima? Egal.
  • Also würde ich dort hausen, würde ich sicher nicht mit dem Bus zur Bahn fahren, sondern mit dem Auto, denn das braucht man dort sowieso. Abgesehen davon, dass ich erst von zu Hause zur Bushaltestelle hatschen müsste, ziehe ich es vor, im vorgeheizten oder -gekühlten Auto zur Bahn zu fahren. Also das Ganze jetzt natürlich bildlich gesprochen.

    Umfahrungen werden gebaut, weil die Bevölkerung das so will und die Politiker dies durchziehen, weil sie ja (wieder)gewählt werden wollen, also ein ganz normaler Vorgang.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Weil Teile der Bevölkerung eine Umfahrung wollen.
    Klar, alle Teile der Bevölkerung werden durch den Durchzugsverkehr ja nicht gestört? Vielleicht solltest du dich einmal einen Monat in Drasenhofen einquartieren, dort, wo mitten im Ort die Steigung (inklusive scharfer Kurve) und der 30er aus ist und täglich 1000e Laster Vollgas geben - ca. 40cm von den Hauswänden entfernt. Da möchte ich dich dann raunzen hören! Klar, siebeng'scheit daherreden tun immer die, die nicht betroffen sind!

    Wie wenn solche Straßen das Allheilmittel wären.
    Für die Betroffenen ist es ein Allheilmittel, aber ganz sicher!


    Und obwohl Teile der Bevölkerung die Bahn wollen,
    Offenbar nur ein verschwindend geringer Teil allerdings, denn die Mehrheit siegt, und das ist in einer Demokratie Grundlage.


    Und ist euch noch gar nicht aufgefallen? Irgendjemand dürfe der guten Luise einen Netzplan aus der VOR-Steinzeit in die Hand gedrückt haben. Und eine interessante Wortkreation ist auch dabei: Es geht um das sogenannte Schweinbarther Kreuz und die nichtelektrisierte Regionalbahn R18 von Obersdorf über Groß-Schweinbarth nach Bad Pirawarth/Gänserndorf. Und noch etwas: Auch in OÖ werden zwei Strecken zumindest für den Personenverkehr stillgelegt. Vielleicht flüstert dies jemand der Aloisia.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • westbahn schrieb:

    Auch in OÖ werden zwei Strecken zumindest für den Personenverkehr stillgelegt. Vielleicht flüstert dies jemand der Aloisia.
    In OÖ. wird der 2,7 km lange Abschnitt St. Nikola-Struden - Sarmingstein stillgelegt, das ist keine Strecke, sondern ein Streckenabschnitt. Da war schon jetzt tagsüber außerhalb der HVZ kein Schienenverkehr mehr, also nicht wirklich ein Verlust. Sarmingstein ist keine eigene Gemeinde, sondern ein Ortsteil der Gemeinde St. Nikola. Es wird also keine Gemeinde, sondern nur ein Ortsteil vom Schienenverkehr abgehängt, so wie 2010 der Ortsteil Hirschenau. Für den Güterverkehr ab Weins-Isperdorf bleibt die Strecke erhalten. Sarmingstein wird schon wie bisher durch die Buslinie Grein - Waldhausen - Dorfstetten, die in Grein-Bad Kreuzen Anschluss an die Züge der Donauuferbahn hat, bedient.
    Die Aschacher Bahn ist ein Opfer ihrer Streckenführung, denn Aschach und Eferding sind nach Linz ausgerichtet und nicht nach Wels. Es ist daher keine Einstellung auf Bestemm, so wie beim Schweinbarther Kreuz, sondern die logische Folge geänderter Pendlerströme. Deswegen ist ja auch die Übernahme des Streckenastes Eferding - Aschach durch Stern & Hafferl im Gespräch.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • westbahn schrieb:

    Weil Teile der Bevölkerung eine Umfahrung wollen.
    Klar, alle Teile der Bevölkerung werden durch den Durchzugsverkehr ja nicht gestört? Vielleicht solltest du dich einmal einen Monat in Drasenhofen einquartieren, dort, wo mitten im Ort die Steigung (inklusive scharfer Kurve) und der 30er aus ist und täglich 1000e Laster Vollgas geben - ca. 40cm von den Hauswänden entfernt. Da möchte ich dich dann raunzen hören! Klar, siebeng'scheit daherreden tun immer die, die nicht betroffen sind!
    Dann nimm dich lieber selbst bei der Nase. Immerhin bist beim Gscheit reden auch immer vorn dabei, obwohl nicht betroffen.