[NÖN] Schweinbarther Kreuz: Zug auf dem Abstellgleis

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  • westbahn schrieb:

    In den Dostos gibt es nur "Temperaturabsenkanlagen". Die sind natürlich auf Minimum eingestellt. "Echte" Klimaanlagen können natürlich auch eingestellt werden, stehen aber auch immer auf Minimum.
    Ob "Temperaturabsenkanlagen" oder "Echte" hat nichts mit der Einstellbarkeit der Temperatur zu tun. Den DoSto fehlt die Möglichkeit die Feuchte zu regeln, was dazu führt, dass es ein Feuchtraum wird. Sie stehen bei weitem nicht immer auf "Minimum", sieht man sogar ohne Vierkant im Durchgang zum Übergang.
  • Laut NÖN fand eine vom VOR initiierte Probefahrt mit einem E-Bus für Pressevertreter und Politiker statt, um die Alltagstauglichkeit der E-Busse zu demonstrieren. Interessant dabei: Das Interesse der Lokalpolitiker war sehr überschaubar: Außer einer ÖVP-Bürgermeisterin und dem Mobilitätsbeauftragten schwänzten alle Ortspolitiker die Probefahrt. Wahrscheinlich scheuten sie es, durch ihre Teilnahme als Befürworter der E-Busse abgestempelt zu werden.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Da man die "NMC"-Variante hat und nicht die Feststoff, liegt man wohl bei einer Reichweite von 170 km. Eine "Runde" Kollnbrunn - 535 - Gänserndorf - 530 - Wolkersdorf sind ca. 50 km.

    Bei 292 kWh hat man somit um die 85 kWh in 2 Stunden verbraucht. Da der eCitaro über Stecker "nur" mit 200 kW lädt, bedeutet das pro Stunde Fahrzeit (eine Streckenrichtung von 535 oder 530) ein Laden von 15 Minuten. In Gänserndorf steht er "an der Straße" somit kann nur alle 2 Stunden für eine halbe Stunde geladen werden.


    Somit werden aus 4 + 3 Bussen (da sich in Kollnbrunn das Wenden nicht ausgeht) = 7 Busse, angeblich 9 deutlich teurere Busse. Zeigt wie falsch die Fahrzeuge hier eingesetzt sind. Die direkte Verbindung nach Mistelbach ist wohl schon wieder Geschichte.


    Nach den erfolgreichen Testfahrten geht der VOR nun in die europaweite Ausschreibung. „Ziel ist es, ein hochwertiges Verkehrsunternehmen zu eruieren, dass eine verlässliche Bedienung im Sinne der Fahrgäste gewährleistet“, so Sprecher Georg Huemer. Neun Busse werden notwendig sein. Die Kosten pro Fahrzeug liegen bei 600.000 bis 700.000 Euro. Der Einsatz ist ab 2022 geplant.
    D.h. Linie 530 und 535 sind jetzt nur bis 2022 vergeben?
  • Beim Busbahnhof Schweinbarther Kreuz im Weinviertel spießt es sich

    Der Bahnhof für die als Ersatz für die Schweinbarther Bahn gedachten Linienbusse stößt auf Widerstand

    Luise Ungerboeck

    11. Dezember 2019, 10:00
    Am Samstagabend ist Endstation am Groß-Schweinbarther Bahnhof. In der Nacht auf Sonntag beginnt das Autobuszeitalter. Foto: robert newald

    Bei den Autobussen, mit denen nach der Stilllegung der Bahnstrecke "Schweinbarther Kreuz" im südöstlichen Weinviertel der öffentliche Verkehr abgewickelt wird, spießt es sich. Nicht beim Autobusbetrieb, der ist seit Anfang September auf Schiene und wird nach der Schließung der Bahn am Samstag wohl stärker frequentiert, aber beim geplanten Busbahnhof. Der soll, wie berichtet, in Matzen–Raggendorf entstehen, einer Nachbargemeinde von Groß-Schweinbarth.
    Deshalb regt sich Widerstand im Ortsteil Raggendorf, denn dort kreuzen sich die drei im Dreieck Wolkersdorf, Bad Pirawarth/ Kollnbrunn und Gänserndorf kursierenden Buslinien 530, 535 und 495. Die Aussicht, zum erhöhten Busverkehrsaufkommen von täglich 140 Omnibusfahrten in dem 800-Seelen-Ortsteil auch noch einen Busbahnhof dazuzubekommen, stößt bei der Bevölkerung auf massive Skepsis. Ein Gemeinderatsbeschluss zur Umwidmung des von Bürgermeisterin Claudia Weber – in enger Abstimmung mit Land Niederösterreich und Verkehrsverbund Ostregion – auserkorenen Grundstücks scheiterte. Vorerst. Er wurde zwar vor Wochen gefasst, muss aber wiederholt werden. Weil der Antrag nicht vorschriftsgemäß eingebracht worden war und selbst der Gemeindeaufsicht des Landes Niederösterreich nicht genügt.
    Nun muss ein neuer Beschluss her, tunlichst noch vor Weihnachten. Um finanzielle Nachteile von der Gemeinde abzuhalten, teilt die Bürgermeisterin auf STANDARD-Anfrage mit. Welche Nachteile das wären, führt sie nicht aus. Da die Kosten für den hochmodernen E-Busbahnhof, der für die 2021 angekündigten Elektrobusse gerüstet sein soll, das Land Niederösterreich versprochen hat zu übernehmen, wird über mögliche Nachteile trefflich spekuliert. Die Gemeinde müsse die 400.000 Euro dann selbst aufbringen, lautet eine Variante. Von Bürgermeisterin Weber gibt es dazu keine Auskunft, sie beruft sich auf die Amtsverschwiegenheit und verweist auf das Land Niederösterreich.
    Stromtankstellen
    Wobei der Kostenvoranschlag knapp bemessen scheint. Denn Schnelllade-Stromtankstellen gehen ins Geld – meist, weil vom Stromversorger, in dem Fall der EVN, Leitungskapazität zu schaffen ist. Zum Vergleich: Die Erweiterung des Park-and-ride-Platzes bei der S-Bahnstation Obersdorf ist mit 90.000 Euro veranschlagt, der braucht aber keine mit einem Busbahnhof vergleichbaren Anlagen für Abwasser und Ölabscheider.
    Busumsteigebahnhof im Ort
    Warum der Busumsteigebahnhof im Ortsgebiet und nicht außerhalb gebaut wird, erklärt die Bürgermeisterin mit der besseren Erreichbarkeit. Naheliegend dürfte freilich auch der Naturschutz sein. Denn außerorts sind aufwendige Naturschutzverfahren obligatorisch. Innerorts reicht eine Strategische Umweltprüfung (SUP), die laut Gemeinde bereits durchgeführt wurde. Das Bauvorhaben im Ort regelt die Gemeinde in Eigenregie. "Das Umwidmungsverfahren ist fertig abgeschlossen, es wurde bereits von der NÖ Raumordnungsabteilung geprüft", stellt die Bürgermeisterin, die sich im Zuge der Querelen rund um den Bau des Busbahnhofs mit einer Liste von der SPÖ-Fraktion abgespalten hat, klar. Es fehle nur noch die Verordnung. (Luise Ungerboeck, 11.12.2019)

    Der Standard

    PS.: Am letzten Betriebstag am kommenden Samstag soll es laut eines Standard-Posters einen "Schweinbarther Kreuz"-Flashmob geben.

    Hier die Fahrzeiten:

    Bahnhof Floridsdorf 9:56 > Obersdorf
    Obersdorf 10:18 > Groß Schweinbarth
    Groß Schweinbarth 10:45 > Gänserndorf
    Gänserndorf 11:15 > Wien Floridsdorf (Ankunft 11:38)



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