[NÖN] Schweinbarther Kreuz: Zug auf dem Abstellgleis

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  • J-C schrieb:

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum. Wieso sollte ein Verkehrsmittel, das nicht langsamer wäre, die Orte besser anbindet und entsprechenden Komfort aufweist, nicht attraktiv sein?

    Du stellst die Frage im falschen Forum, es heißt SCHIENENweg.at, und für viele ist ein Bus pures Teufelswerk... :D

    In echt aber:
    Der Bus steht genauso im Stau wie das Auto, Du wirst im Bus auch nie das Gefühl haben, schneller zu sein als die Anderen...
    Dann hast bei den Bushaltestellen selten genug Parkplätze fürs Auto.
    Zudem ists halt auch eine tarifliche Sache: Österreichcard bzw. VC gelten nicht im Bus, damit ist der Bus automatisch aus dem Rennen...

    Abgesehen von so Dingen, dass der Bus enger ist und z.B. kein Klo und weniger Platz fürs Gepäck hat.
    Im Zug (mit naturgemäß weniger Haltestellen) hast einfach das Gefühl, dass es schneller weitergeht als im Bus, der alle paar Meter hält (ganz subjektiv empfunden...!)

    Der Hauptgrund ist aber wohl auch der, dass für einen Eisenbahn-Narrischen der Bus das Feindbild Nr. 1 ist... ;)
  • In den meisten Regionen Niederösterreichs heißt Busverkehr = Schülerverkehr. Nur dort wo Bahnen eingestellt werden, kann man plötzlich Taktverkehr anbieten. Da wird der Bus einfach zum Feind. In einem System wie z.B. in Vorarlberg sieht dies ganz anders aus.

    Und um in der Region Schweinbarther Kreuz zu bleiben: Linie 495 Kollnbrunn - Auersthal - Deutsch Wagram - Wien. Wenn man sich ansieht, wer so am P&R Parkplatz in Deutsch Wagram steht (Auersthaler, Bockfließer, Helmahofer bzw Deutsch Wagramer entlang Bockfließer Straße) eine durchaus attraktive Verbindung. Von einem Stundentakt mit Verdichtern zu den Pendlerzeiten mit einheitlichen Anschlüssen sind wir meilenweit entfernt.
  • Die ersten beiden Triebwagen verlassen heute Abend das Schweinbarther Kreuz, die anderen beiden morgen Abend als SLP. Diese beiden Triebwagen werden morgen noch für den Planverkehr benötigt. Die letzten planmäßigen Züge kommen um 21:41 und 21:42 in Groß Schweinbarth an. Danach werden die beiden Triebwagen zusammengekuppelt und anschließend fahren sie nach Gänserndorf.
  • J-C schrieb:

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum. Wieso sollte ein Verkehrsmittel, das nicht langsamer wäre, die Orte besser anbindet und entsprechenden Komfort aufweist, nicht attraktiv sein?
    Weils ganz einfach nicht der gleiche Komfort ist. Im Zug kann ich Zeitung(1) lesen, im Bus nicht. Und wenn ich nicht Zeitung lesen kann, ist die Zeit tote Zeit, da kann ich gleich mit dem Autio fahren und bin schneller.

    Wenn ich Zeitung lesend in der Bahn sitzen kann, nehme ich eine etwas längere Fahrzeit gegenüber dem PKW in Kauf, wenn ich nichts tuend im Bus sitzen muss, fahre ich mit dem Auto und bin schneller.

    Erfahrungsgemäss fallen bei Umstieg von Bahn auf Bus bei gleichem Fahrplan 30-50% der Fahrgäste weg.




    (1)beispielhafte Tätigkeit
  • westbahn schrieb:

    Endlich(!) hat das autochthone Volk dort draußen Ruhe von diesen verhaltensauffälligen Ferros und der Pimperlbahn!
    Endlich haben wir auch Ruhe vor deinen permanenten Ausfällen gegen die dortige Bevölkerung und gegen die Eisenbahnfreunde im Zusammenhang mit der Einstellung des Schweinbarther Kreuzes.
    Übrigens: Autochton (eingeboren, bodenständig) sind die Leute dort durch laufenden Zuzug aus Wien und durch ihre Pendlertätigkeit (in Richtung Wien) schon lange nicht mehr. Wenn also schon der Versuch, durch Verwendung von Fremdwörtern intellektuell zu erscheinen, dann wenigstens richtig.
    Noch etwas: Ferros mögen zwar ein wenig verhaltensoriginell wirken, aber ihr Verhalten beleidigt im Gegensatz zu schreibenden Grobianen niemanden und sind daher um einiges sympathischer.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Draisinenfan schrieb:

    Mit 36 Personen war er besetzt. Wenn immer so viele mitgefahren wären, dann wäre die Strecke wohl nicht eingestellt worden...
    Ist halt jetzt die Frage, wem man das umhängt. Und sind weniger gefahren, weil das Angebot nicht entsprochen hat oder wollten sie nur nicht? Hätten wir ja alles schon durch.
    Das Land NÖ darf sich jedenfalls eine weitere eingestellte Bahn auf die Fahnen heften und sich trotzdem medial als Öffiland präsentieren. Da sind solche "ist geplant", "wird möglich sein",... Artikel zwar schön, aber wer weiß, was wirklich kommt.
  • Da in dem Thread auch schon behauptet wurde, die Tfzf hatten die ganzen Ferros schon satt.
    Habe bei meiner letzten Fahrt freundlich mit eine geplaudert und ein weiterer hat extra für die Ferros eine Parallelausfahrt in Schweinbart hingelegt. Kann also nicht so schlimm gewesen sein.

    Der Fahrkartenautomat blieb hartnäckig dabei, dass Obersdorf - Gänserndorf - Wien nur 2,3 € kostete.
  • Beim letzten Zug nach Obersdorf sind fast alle Schweinbarther TFZf mitgefahren, anschließend gab es in der Fahrdienstleitung noch eine Feier. Die Stimmung war insgesamt recht gut und in Bockfließ begrüßte die örtliche Blasmusikgruppe den Zug. Punkto Ferros war es halb so schlimm als gedacht. Die letzte Doppelausfahrt war tatsächlich eine Doppelausfahrt mit Pfiffen als Gruß... Der LP verließ Groß-Schweinbarth mit einem Dauerpfiff bis er im Dunkeln verschwand. Der Abschied vom planmäßigen Personenverkehr auf dem letzten Stück der Weinviertler Lokalbahnen...


    Autochton (eingeboren, bodenständig) sind die Leute dort durch laufenden Zuzug aus Wien und durch ihre Pendlertätigkeit (in Richtung Wien) schon lange nicht mehr.
    Blödsinn! Autochthone Völker sind im Sinne der Definition der UN-Arbeitsgruppe über Indigene Bevölkerungen von 1982 Bevölkerungsgruppen, die sich als Nachkommen der Bewohner eines bestimmten räumlichen Gebietes betrachten, die bereits vor der Eroberung, Kolonisierung oder Staatsgründung durch Fremde dort lebten, die eine enge Bindung an ihren Lebensraum haben und die über eine ausgeprägte ethnisch-kulturelle Identität als Gemeinschaft mit eigenen soziopolitischen und kulturellen Traditionen verfügen. Nachdem die "Wiener" und die "Schweinbarther" dieselbe Bevölkerung darstellen, somit keine Fremden sind, hat das mit Zuzug und Pendler aber auch schon gar nichts zu tun!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Wirklich beachtlich, was in der Zeit der Alleinherrschaft der Volkspartei in Niederösterreich als *DAS* Bahnland, wie man sich so gern verkauft, "geschafft" wurde.
    In erster Linie vollendete Tatsachen bei Regionalbahnen. Die Streckenkilometer, die man am Bahnnetz abgezwickt hat, hat man aber um ein Vielfaches ans Straßennetz angehängt und wird das weiter machen.
  • westbahn schrieb:

    Nachdem die "Wiener" und die "Schweinbarther" dieselbe Bevölkerung darstellen,......

    KFNB X schrieb:

    Das würde ich so nicht unterschreiben.
    Ich eh auch nicht. Denn ein gut abgeschriebener Artikel über die "indigene Bevölkerung" beweist noch lange nicht, dass das auch auf die Bevölkerung im Speckgürtel rund um Wien zutrifft. Um zu wissen, wie das Verhältnis der zugezogenen Wiener zur eingesessenen Bevölkerung ist, sollte man entweder dort leben oder, so wie ich, sich mit dem Thema beruflich auseinandergesetzt haben. Aber beides ist für westbahn auf Grund seiner Abneigung gegenüber dem ländlichen Raum nicht zumutbar.
    Dazu nur so viel: Leute, die schon vor geraumer Zeit in die Dörfer des südlichen Weinviertels zugezogen sind, werden auch noch nach Jahren als "Zuagroaste" und somit als nicht zur Stammbevölkerung des Dorfes gehörende Mitmenschen abgestempelt.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Weswegen auch hervorgehoben wurde: ...die bereits vor der Eroberung, Kolonisierung oder Staatsgründung durch Fremde dort lebten,...

    so wie ich, sich mit dem Thema beruflich auseinandergesetzt haben.
    Ja, wie lustig! Was hat Raumtechnik und Raumplanung mit "Bevölkerung" im Allgemeinen und mit "indigener Bevölkerung" im Speziellen zu tun? Aja, nachträglich alles Gute zu deinem vorgestrigen Geburtstag. Der Blutalkoholgehalt wird sich schon wieder auf Normalpegel eingependelt haben, oder? :P