Austausch der Aufsichtsräte in ÖBB und ASFINAG

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  • Austausch der Aufsichtsräte in ÖBB und ASFINAG

    grubenhunt schrieb:

    Ich find' den Artikel im Standard nicht mehr, was dort als seine Position beschrieben wurde, ist ganz OK.
    Ob du deine Meinung nach dem Lesen dieses Artikels aufrecht hältst? Hofer kennt zwar Ederer persönlich nicht, aber allein die Nähe zur SPÖ ist bereits Grund genug, um sie in die Wüste zu schicken. Und natürlich ist Schiefer trotz seiner Nähe zur FPÖ für den Job als ÖBB-Aufsichtsratschef bestens geeignet.......

    Hofer deutet Ablöse Ederers bei ÖBB an

    Der neue Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) hat im Ö1-Morgenjournal die Ablöse von Brigitte Ederer als ÖBB-Aufsichtsratschefin angedeutet. „Man muss schon verstehen, und da bitte ich um Verständnis, dass ich natürlich schaue, speziell bei einem Aufsichtsgremium, dass ich dort Menschen habe, denen ich wirklich vertraue“, sagte Hofer auf die Frage, ob Ederer an der Spitze bleiben werde.
    Hofer verwies darauf, dass Ederer „sehr stark auch in der SPÖ engagiert war“, und er kenne sie persönlich nicht. Arnold Schiefer hingegen - der Name des Heta-Vorstands kursiert als möglicher Ederer-Nachfolger - „ist jemand, der mein Vertrauen genießt, aber wir haben noch nicht entschieden, ob und in welchem Bereich Herr Schiefer aktiv werden wird“, sagte Hofer.
    Bei den ÖBB will Hofer die Effizienz verbessern und weiter investieren, denn davon hänge der Standort Österreich ab. Beim Personal werde man versuchen, „bei Abgängen etwas weniger nachzubesetzen“.
    Testlauf für Rechtsabbiegen bei Rot
    Gegenüber Ö1 kündigte Hofer auch an, dass die Einführung des Rechtsabbiegens bei Rotlicht auf Straßenkreuzungen „sehr rasch“ gestestet werden soll. Den im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ angekündigten Modellversuch plant er „in der ersten Phase des nächsten Jahres“.
    „Wir werden das prüfen und testen, aber ich muss auch schauen, ob es in Österreich funktioniert“, sp der FPÖ-Vizeparteichef. Es könne am Anfang auch ein gewisses Risiko vorhanden sein. „Also das werden wir uns ganz, ganz genau ansehen. Wenn es funktioniert, dann wäre es für den Verkehrsfluss in Österreich von großer Wichtigkeit.“

    ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Nun ist es definitiv:

    Weichenstellung für Umbesetzungen in der ÖBB
    Luise Ungerboeck, 10. Jänner 2018, 08:00

    Präsidentin Brigitte Ederer muss bereits im Februar weichen, auch Vertraute von Exkanzler Faymann und Gusenbauer sollen aufs Abstellgleis
    Wien – Bei der ÖBB geht es die Regierung forsch an. Erste Gespräche über die Neubesetzung des Aufsichtsrats der Dachgesellschaft ÖBB-Holding, mit der die Ablöse von Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer einhergeht, führte Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) bereits am Dienstag. Ederer wird durch Arnold Schiefer ersetzt, einen der drei Vorstandsdirektoren der Hypo-Abbaugesellschaft Heta Asset Resolution in Klagenfurt.
    Schiefer ist mit Bahnbetrieb bestens vertraut, er war jahrelang im Vorstand des ÖBB-Teilkonzerns ÖBB-Infrastruktur AG, ehe er in die Rail Cargo Austria wechselte, aus der er 2013 ausschied.
    Als Termin für die Hauptversammlung, in der der Wechsel fixiert werden soll, nennen mit ÖBB und Ministerium vertraute Personen den 2. Februar. Fix sei aber noch nichts, betonte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage des STANDARD. Es werde Veränderungen im Aufsichtsrat geben, Termine stünden aber noch nicht fest.
    Das liegt möglicherweise daran, dass die Abstimmung über dieses Proporzthema mit Koalitionspartner ÖVP noch nicht abgeschlossen ist. Diesbezüglich verwies man im Ministerbüro auf eine Vorbesprechung am Freitag.
    Ablösekandidaten
    Als Ablösekandidaten gelten in Bahnkreisen neben der früheren Siemens-Österreich-Chefin und Wiener Finanzstadträtin Ederer (SPÖ) auch die Aufsichtsratsmitglieder Gertrude Tumpel-Gugerell (ehemals Nationalbank und EZB), Rechtsanwalt Leopold Specht (ein Vertrauter von Exkanzler Alfred Gusenbauer) und Consulter Herbert Willerth (früher Borealis). Ob der Chef der Hagelversicherung, Kurt Weinberger, zu den Vertrauten von Bundeskanzler Sebastian Kurz gehört und seinen Sitz behält, ist nicht überliefert.
    Seines Sitzes im ÖBB-Aufsichtsgremium verlustig gehen dürfte der bisherige Herr über die nicht nur für Laien kaum durchschaubare ÖBB-Finanzierung: Herbert Kasser. Er war 2007 vom damaligen Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) als Generalsekretär installiert worden und wurde später Sektionschef für Infrastrukturplanung und -finanzierung. Vor zwei Wochen wurde Kasser als Generalsekretär von Forschungssektionschef Andreas Reichhardt abgelöst, der seit Schwarz-Blau-I im Ministerium werkt und der Burschenschafter-Fraktion zuzuordnen ist. Wen Minister Hofer zum Nachfolger der zur Asfinag wechselnden "Supersektionschefin" (Schiene und Straße) Ursula Zechner ernennen wird, sei noch offen, die Ausschreibung steht noch aus. Interimistisch leitet die Sektion IV der frühere Schienensektionschef und Staatskommissär im ÖBB-Aufsichtsrat, Gerhard Gürtlich.

    Einsparpläne im Nebel
    Von Nebel umgeben sind auch die Einsparungspläne, mit denen Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) bei den insgesamt 108 Staatsbetrieben (von AustriaTech über Schloss Schönbrunn bis Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen bis Monopolverwaltung) 140 Millionen Euro holen will. 50 Millionen will man – unabhängig von allfälligen Dividenden – allein bei der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) abschöpfen in Form von Mietreduktionen für vom Bund genützte Gebäude. Denn die BIG habe "aus zum Teil überhöhten Mieten" Reserven angehäuft.
    "Überhöht im Sinne von mehr als kostendeckend", präzisiert Ministeriumssprecher Johannes Pasquali. "Überhöht" im Sinne von "die Mieten könnten auch niedriger sein". Diese Reserven wolle man nun reduzieren. Es gehe schließlich auch um Transparenz innerhalb des Systems. (Luise Ungerboeck, 10.1.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Dass der Vertrag von ihr aber noch 2 Jahre läuft, wird nicht ein Mal erwähnt. Auch erwähnt der ach-so-linke Standard nicht, dass Schiefer Teutonia-Mitglied ist:
    Der 51-jährige Schiefer ist Mitglied der schlagenden Burschenschaft Teutonia, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuft wird. Dass Mitglieder solcher Burschenschaften jetzt in Ministerkabinetten sitzen, ist durchaus zu hinterfragen. Wenn ein schlagender Burschenschafter allerdings als oberster Vertreter einen österreichischen Großkonzern wie die ÖBB repräsentiert, hat das eine andere Qualität.
  • ÖBB: Hofer bestreitet politische Umfärbung

    Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) will den Aufsichtsrat der ÖBB erneuern. Die bisherige Aufsichtsratschefin Brigitte Ederer wird vorzeitig abgelöst, wie Hofer ihr mitteilte. Ihren Posten soll künftig Arnold Schiefer besetzen, er war früher im Verkehrsministerium und bereits bei den ÖBB tätig. Schiefer ist zudem Mitglied der schlagenden Burschenschaft Teutonia.
    Hofer habe mit Ederer „ein sehr gutes Gespräch geführt und habe ihr gesagt, dass ich eine Änderung an der Spitze des Aufsichtsrats plane. Sie hat dafür auch Verständnis geäußert“, so der Minister heute im Ö1-Abendjournal. Ein Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest.
    „Personen, denen ich sehr vertraue“
    Ederer habe sich „mit Sicherheit irrsinnig für das Unternehmen eingesetzt. Aber klar ist auch, dass ich in den Aufsichtsfunktionen darauf achten muss, dass dort Personen tätig sind, denen ich sehr vertraue.“ Schiefer sei im Unternehmen anerkannt, auch SPÖ-Chef Christian Kern habe ihm attestiert, dass Schiefer „dem Unternehmen guttun wird“, so Hofer.
    Eine Umfärbung könne er darin nicht erkennen, sagte Hofer. „Ich habe ja die Verantwortung als Minister, die entsprechenden Positionen verantwortungsvoll zu besetzen. Das haben alle Minister vor mir gemacht, und ich tue das natürlich auch“. Es gehe darum, für das Unternehmen die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ob es weitere Abgänge aus dem Aufsichtsrat geben soll, sei noch nicht entschieden.

    ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Verantwortungsvoll ... bestmögliche Entscheidungen ... er kann es nennen wie er will, aber es ist und bleibt eine politische Umfärbung und dazu sollte er einfach stehen. Denn ansonsten müsste er ja sagen, warum die bestehende Spitze mit bestehenden Verträgen nicht verantwortungsvoll war und die bestmöglichen Entscheidungen getroffen hat.
  • KFNB X schrieb:

    Verantwortungsvoll ... bestmögliche Entscheidungen ... er kann es nennen wie er will, aber es ist und bleibt eine politische Umfärbung und dazu sollte er einfach stehen. Denn ansonsten müsste er ja sagen, warum die bestehende Spitze mit bestehenden Verträgen nicht verantwortungsvoll war und die bestmöglichen Entscheidungen getroffen hat.
    Nun, waren es nicht die Blauen, die gegen den Proporz wetterten, bis sie in Kärnten an die Macht kamen... Das Ergebnis kennen wir alle...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Neubesetzung des ÖBB-Aufsichtsrats verzögert sich
    Luise Ungerboeck, 10. Jänner 2018, 19:08

    So hurtig wie erhofft geht die Neubesetzung des Aufsichtsrats nicht. Der will erst nach seiner Entlastung gehen. Caterer Don bekocht bis dahin die Fahrgäste
    Wien – So schnell, wie von der neuen Regierung angestrebt, lässt sich der Wechsel bei Macht und Einfluss an der ÖBB-Spitze doch nicht bewerkstelligen. Der Februar sei für eine Neubestellung des Aufsichtsrats nicht einzuhalten, wurde am Mittwoch informell aus der Staatsbahn verlautbart. Ende März oder Anfang April erschienen für die dafür notwendige Hauptversammlung realistischer.
    Der ursprünglich angepeilte Termin am 2. Februar sei jedenfalls nicht mehr zu halten, hieß es auch in Ministeriumskreisen. Die "Lichtmess", in der der frühere ÖBB-Vorstandsdirektor Arnold Schiefer (er ist aktuell im Vorstand der Hypo-Abbaueinheit Heta Asset Resolution) als neuer ÖBB-Holding-Vorsitzender installiert werden soll, werde später abgehalten.
    Entlastung für Geschäftsjahr
    Die Verspätung hat freilich handfeste aktienrechtliche Gründe: Der scheidende Aufsichtsrat unter ÖBB-Präsidentin Brigitte Ederer sei nicht bereit, die Sessel ohne Entlastung zu räumen. Die Entlastung für das abgelaufene Geschäftsjahr – dabei billigen die Aktionäre in der Hauptversammlung die Arbeit des Aufsichtsrats und des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr – kann der Eigentümer allerdings erst nach Vorlage und Beschluss der Bilanz durch den Vorstand erteilen. Der ÖBB-Konzernabschluss liegt aber noch nicht vor. Derzeit werden wohl die Zahlen diverser ÖBB-Gesellschaften zusammengetragen und Jahresabschlüsse erstellt, abgeschlossen sind diese Bilanzierungsarbeiten üblicherweise aber nicht vor März.
    Also muss Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) namens der Regierung mit der Umfärbung der ÖBB von Rot auf Schwarz-Blau noch warten, und die frühere Siemens-Vorstandsdirektorin und ehemalige SPÖ-Finanzstadträtin bleibt Vorsitzende des Aufsichtsrats der ÖBB-Holding. Gleiches gilt für die anderen Mitglieder, die als Ablösekandidaten gehandelt werden, allen voran Ex-Notenbankerin Gertrude Tumpel-Gugerell und Rechtsanwalt Leopold Specht, die beide der roten Reichshälfte zugeordnet werden.
    Neuer Gastro-Anbieter im Zug

    Bis die neue "Oberleitung" der ÖBB Fahrt aufnehmen kann, ist der neue Gastro-Anbieter für die Schnellzüge längst im Zug. Ab April übernimmt Don, das Catering-Unternehmen von Josef Donhauser, die Bordverpflegung von Do-&-Co-Ableger Henry am Zug. Don ist die Nachfolgegesellschaft des Henry-Vorgängers E-Express, die bis 2011 die ÖBB-Züge bewirtschaftete. Die beiden trennten sich damals im Unfrieden. Nun wird "Genuss auf Reisen" versprochen mit regionaler Küche, qualitativ hochwertigem Kaffee und angemessenen Preisen.
    Wer sich eine kostenpflichtige Platzreservierung leistet, kann das Menü vorbestellen, alle Speisen werden am Sitzplatz serviert. Angesichts der gastronomischen Vielfalt auf den Bahnhöfen wird man damit freilich nicht reich. Die ÖBB schießt Jahr für Jahr einen "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" zu, wie ÖBB-Chef Andreas Matthä einräumte. Laut ÖBB-Insidern sind das je nach Auslastung zwölf bis 15 Millionen Euro – in etwa gleich hoch gibt Donhauser sein Jahresumsatzziel an. In die Ausstattung will er vier Millionen Euro investieren. Wie viele der rund 300 Henry-Angestellten bleiben werden, ist offen. (Luise Ungerboeck, 11.1.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Na wer Sagt's denn:

    Hofer feuert alle roten Aufsichtsräte der ÖBB
    Aus Rot mach' Blau: Infrastrukturminister Norbert Hofer bringt seine Vertrauten im Aufsichtsrat der Bundesbahnen unter.
    Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) färbt die ÖBB um. Spätestens Mitte Februar soll der Aufsichtsrat der staatlichen ÖBB ausgewechselt werden. Neben Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer soll sich die gesamte SPÖ-Fraktion im ÖBB-Aufsichtsrat verabschieden müssen, berichtet „Die Presse“.
    Davon betroffen ist Rechtsanwalt Leopold Specht, ein Vertrauter des ehemaligen SP-Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer. Gehen muss auch die ehemalige EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell, die der SPÖ zugerechnet wird und seit Mitte 2011 in dem Gremium saß.


    Blaues Urgestein Schiefer

    ÖBB-Aufsichtsratspräsident wird der Burschenschafter Arnold Schiefer. Er gilt als blaues ÖBB-Urgestein und war unter ÖBB-Chef Christian Kern sogar zum Vorstand der Güterverkehrstochter befördert worden. Derzeit sitzt der bullige Schiefer im Vorstand der Hypo-Abbaubank Heta Asset Resolution.
    Laut "Presse" soll außerdem die Chefin des Hayek-Instituts, Barbara Kolm, Mitglied des ÖBB-Aufsichtsrats werden. Kolm ist Beraterin der FPÖ und war für die FPÖ auch als Kandidatin für das Amt der Rechnungshofpräsidentin angetreten. Neu in den ÖBB-Aufsichtsrat kommt auch Norbert Hofers frisch gekürter Generalsekretär im Infrastrukturministerium, Andreas Reichhardt.


    FP-Beamtin auf VP-Ticket

    Auch Helga Berger, Budget-Sektionschefin im Finanzministerium mit FPÖ-Background, soll in den Aufsichtsrat einziehen. Allerdings auf einem VP-Ticket. Berger war einst Kabinettschefin von FPÖ-Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer.


    Quelle: heute.at/wirtschaft/news/story…htsraete-der--BB-57712019
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • ÖBB-Aufsichtsrat: Ganz so einfach ist das Umfärben doch nicht

    Die FPÖ will so rasch wie möglich Fakten schaffen, doch die ÖVP redet auch mit.

    Am liebsten würde der neue blaue Verkehrsminister Norbert Hofer mit seinen Getreuen den Aufsichtsrat der ÖBB sofort umfärben und damit in Österreichs größtem Unternehmen so rasch wie möglich Fakten schaffen. Doch so einfach funktioniert die Sache nicht.
    Wie man aus dem Ministerium hört, will Hofer nicht nur die SPÖ-Mitglieder loswerden, sondern alle Mandatare. Ausgenommen den Vize-Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Hagelversicherungs-Chef Kurt Weinberger. Der Top-Manager sitzt auf einem Ticket der ÖVP.
    Als Erste ließ Hofer wie berichtet die Vorsitzende Brigitte Ederer wissen, dass sie gehen muss. Die Ex-SPÖ-Politikerin wird durch den blauen ehemaligen Bahnmanager Arnold Schiefer ersetzt.
    Abtreten müssen wie berichtet auch der Gusenbauer-Freund und Anwalt Leopold Specht und die ehemalige, SPÖ-nahe Notenbankerin Gertrude Tumpel-Gugerell.
    Wehrsportfreund
    Der Spitzenbeamte des Verkehrsministeriums, Herbert Kasser, wird im Aufsichtsrat durch den blauen Kollegen und Sektionschef Andreas Reichhardt ersetzt. Der Burschenschafter und ehemalige Wehrsportfreund von Parteichef Strache löste Kasser bereits als Generalsekretär im Ministerium ab. Im Aufsichtsrat sitzen daher bald zwei Burschenschafter, Schiefer ist Teutonia-Mitglied.
    Aber auch der ehemalige Vize-Chef der Borealis, Herbert Willerth, soll verabschiedet werden. Ebenso Paul Blumenthal, Ex-Vorstand der Schweizerischen Bundesbahnen. Er wurde vor allem in Gewerkschaftskreisen immer wieder kritisiert, weil er als Aufsichtsrat Beratungsaufträge der ÖBB angenommen hatte. Rechtlich gedeckt, da der Aufsichtsrat die Aufträge genehmigte.
    Neu in den Aufsichtsrat kommt, wie die Presse berichtete, die Chefin des Hayek-Instituts, Barbara Kolm. Sie saß für die FPÖ im Innsbrucker Gemeinderat. Die ehemalige Rechnungshof-Bewerberin Helga Berger, Sektionschefin im Finanzministerium, wäre, wie man aus dem Ministerium hört, zwar eine Wunschkandidatin der FPÖ für die ÖBB. Doch der Budget-Job ist unvereinbar mit einem Mandat bei der Staatsbahn. Sollte Berger überhaupt als Generalsekretärin bei ihrem Ex-Chef, dem blauen Justizminister Josef Moser, andocken, hätte sich ein ÖBB-Mandat erst recht erledigt.
    Ein ÖBB-Mandat soll auch der oberösterreichische Fruchtsaft-Unternehmer Walter Scherb erhalten, der für die FPÖ im Bundesrat saß.
    Hofer und die Blauen müssen die Rechnung allerdings zum Teil mit der ÖVP machen, die sich aus der Staatsbahn natürlich nicht ausklinken will. Zwischen den Regierungspartnern ist vereinbart, dass türkis/schwarz bei den ÖBB und beim Autobahnbetreiber Asfinag, der ebenfalls zum Hofer-Ministerium ressortiert, 30 Prozent der Mandate besetzt. Der große Rest gehört den Blauen. Der zweite Aufsichtsrat der ÖVP steht noch nicht fest. Offen ist auch noch, ob der Aufsichtsrat von derzeit sieben auf acht Kapitalvertreter aufgestockt wird. Angeblich ein Wunsch der FPÖ, die noch Posten vergeben muss.
    Schiefer, dem allseits beste Managementqualitäten attestiert werden, ist bei den ÖBB offiziell noch gar nicht an Bord, nimmt aber bereits Termine wahr und wird heftig hofiert. Auch von roter Seite und den Betriebsräten. Alle wollen sich mit dem Oberösterreicher gut stellen, gilt er doch als eine Art Schattenminister.


    (kurier) Erstellt am 19.01.2018, 06:00

    KURIER


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • ÖBB-Aufsichtsrat: Specht zurückgetreten – weiterer Umbau geplant
    24.01.2018

    Rechtsanwalt Dr. Leopold Specht hat mit Schreiben vom 18.1.2018 sein Mandat im Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG niedergelegt.
    Gleichzeitig tat er dies bei der Austro Control GmbH. Der Rücktritt hängt mit dem geplanten Umbau des Aufsichtsrats der ÖBB zusammen. Österreichische Medien berichten, dass nicht nur Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer gehen soll. Auch die anderen, von der SPÖ genannten Aufsichtsräte, darunter Specht, sollen ersetzt werden. Nachfolger von Ederer soll Arnold Schiefer, ehemals Vorstand der ÖBB Rail Cargo, werden. Weiter wurden als neue Mitglieder Andreas Reichhardt (Generalsekretär im Infrastrukturministerium), Barbara Kolm (Präsidentin des Friedrich August von Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center) und Helga Berger (Budget-Sektionschefin im Finanzministerium) genannt. (cm)

    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Möchte jetzt der Kurier die Postenschacher-Politik der Blauen unterstützen?
    Versorgungspos­ten: Unmut im Verkehrsminis­te­rium
    Vom Bundeskanzleramt in die Oberste Eisenbahnbehörde. Und bei ÖBB wird über Kostelka-Ehefrau diskutiert.
    Das Verkehrsministerium ist ebenso wie die ÖBB eine besonders beliebte Spielwiese der Politik. Die jüngste Postenbesetzung sorgt im Ministerium für ziemlichen Unmut unter den Beamten. Konkret geht es um die Oberste Eisenbahnbehörde, Abteilung E2. Hier wird die behördliche Aufsicht über das Schienenwesen beamtshandelt.
    Am 1. Februar trat der neue Leiter, Dominik Haider, seinen Dienst an. Zwischen seinem Job im Bundeskanzleramt, im Kabinett vom SPÖ-Minister Thomas Drozda, und der Eisenbahnbehörde absolvierte Haider noch eine Väterkarenz.
    Die Stelle war seit einer Pensionierung im Dezember 2016 unbesetzt. An der Ausschreibung für die attraktive Position bewarben sich neben Haider hoffnungsvoll auch einige Beamte.
    Die Kandidaten staunten nicht schlecht, als Haider das Rennen gewann. Obwohl er nicht mit der höchsten Punkteanzahl bewertet wurde.
    Aus dem Umfeld des damals noch im Amt befindlichen SPÖ-Verkehrsministers Jörg Leichtfried hört man, Haider sei zwar nicht der bestqualifizierte Kandidat gewesen, er habe aber auf Anweisung aus dem Bundeskanzleramt, angeblich von Christian Kern persönlich, den Job bekommen müssen.
    Haider wird sich in das Eisenbahnwesen erst wieder einarbeiten müssen. Im Kabinett von SPÖ-Kurzzeit-Verkehrsminister Gerald Klug war er für Hochwasserschutz und Schifffahrt zuständig, bei Drozda für Verfassung, Asyl und Menschenrechte. Im Büro des neuen blauen Ressortchefs Norbert Hofermeint man dazu, man werde den neuen Abteilungsleiter genauso anhand seiner Leistung bewerten wie alle anderen Mitarbeiter.

    Kritik in FPÖ und ÖVP
    Bei den ÖBB wird der Aufsichtsrat demnächst wie berichtet auf blau/türkis umgefärbt. Die FPÖ, in der Regierung erstzuständig für die Staatsbahn, und die ÖVP beobachten mit Argusaugen alle Personalentscheidungen selbst in den unteren Ebenen.
    Der Wechsel von Christine Stockhammer, Ehefrau des Ex-SPÖ-Politikers Peter Kostelka und ehemals Mitarbeiterin der gegangenen Wiener SPÖ-Stadträtin Sonja Wehsely, wird bei FPÖ und ÖVP kritisch gesehen.
    Stockhammer, bisher zuständig für externe Kommunikation, übernahm mit 1. Februar in der ÖBB-Holding die Teamkoordination "EU und internationale Angelegenheiten". Beide Jobs sind gleichwertig, doch bahnintern wird befürchtet, dass die Kommunikation blau umgefärbt wird.
    Man habe daher noch schnell die Ehefrau des politischen Ziehvaters von Christian Kern in eine sichere Position gehievt, wird argumentiert. Wiewohl Stockhammer über EU-Expertise verfügt. "Wir verwehren uns dagegen, dass Mitarbeiterinnen allein aufgrund ihres Familiennamens in eine öffentliche Diskussion gezogen werden", sagt dazu ÖBB-Kommunikationschef Sven Pusswald, ehemaliger Mitarbeiter von Alfred Gusenbauer.
    Im Vorjahr kamen aber auch zwei ausgewiesene ÖVPler an Bord der Staatsbahn: Der Sprecher des Tiroler Landeshauptmanns Christoph Gasser-Mair sowie Alfred Hoch, Geschäftsführer der Wiener ÖVP. Pusswald: "Wer einmal in einem politischen Kabinett gearbeitet hat, ist stressresistent und ein hohes Arbeitspensum gewohnt." Bei den ÖBB zähle "Leistung und nicht politische Zugehörigkeit".

    Quelle:kurier.at/wirtschaft/versorgun…rsministerium/309.775.880
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • ÖBB-Aufsichtsrat: Rochade dürfte fixiert sein

    Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) hat laut einem gestern veröffentlichten Bericht der „Presse“ (Onlineausgabe) die Zusammenstellung des neuen ÖBB-Aufsichtsrates fixiert. Die Rochade soll am Freitag auf einer Hauptversammlung beschlossen werden.
    Die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrates soll am 2. März stattfinden. Die Namensliste sei vom Infrastrukturministerium bestätigt worden, so die „Presse“.
    Nur ein Mitglied bleibt
    Dass ÖBB-Aufsichtspräsidentin Brigitte Ederer vom blauen Urgestein Arnold Schiefer abgelöst werden soll, ist bereits bekannt. Der bisherige stellvertretende Präsident im ÖBB-Aufsichtsrat, Hagelversicherungsmanager Kurt Weinberger, bleibt. Er ist der Einzige, der nicht gehen muss.
    Auch Ex-FPÖ-Ministerin vorgesehen
    Neu in den ÖBB-Aufsichtsrat einziehen werden laut „Presse“ die frühere FPÖ-Verkehrsministerin Monika Forstinger und der ehemalige FPÖ-Politiker Norbert Gugerbauer, mittlerweile Rechtsanwalt und anerkannter Kartellrechtsexperte.
    Von FPÖ-Seite neu in den ÖBB-Aufsichtsrat kommen überdies Barbara Kolm, Chefin des Hayek-Instituts, sowie Karl Ochsner, Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens für Wärmepumpen. Auch der Generalsekretär von Hofers Ministerium, Andreas Reichhardt, wird in das ÖBB-Kontrollgremium ziehen.
    Von ÖVP-Seite wird neben Weinberger Rechtsanwältin Cattina Leitner ÖBB-Aufsichtsrätin. Womit die Frauenquote im Aufsichtsrat erfüllt wäre, heißt es.

    ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Wo hat man die denn ausgegraben?
    Laut Wikipedia in ihrer Beratungsfirma in Roitham am Traunfall.

    Der ÖBB-Aufsichtsrat wird außerdem zu einer Burschenschafter-Außenstelle:

    • Arnold Schiefer: Schlagende Burschenschaft Teutonia
    • Andreas Reichhardt: Grenzlandsmannschaft Cimbria
    • Norbert Gugerbauer: OÖ. Germanen zu Wien
    Und noch etwas: Das neue ÖBB-Aufsichtsratsmitglied Karl Ochsner ist Straches Trauzeuge. Wenn das keine ausreichende Qualifizierung darstellt, was dann? :D

    Quelle: ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor