Austausch der Aufsichtsräte in ÖBB und ASFINAG

  • dr. bahnsinn schrieb:





    Foto: KURIER/Gilbert Novy Andreas Ottenschläger, ÖVP-Verkehrssprecher

    ÖVP-Verkehrssprecher Ottenschläger ...



    Die Konkurrenz im Personenverkehr hat den ÖBB gut getan, da muss ich Ex-Bahnchef Christian Kern recht geben.


    KURIER




    ich erinner' mich an die Aussage vom Kern, dass die Konkurenz durch WESTbahn nicht wirklich eine solche ist, sondern dass der einzige wirklich ernstzunehmende Konkurent das Auto ist.
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Doch der Wettbewerb im Personenverkehr wird überregional und auf den Fernstrecken noch viel intensiver.
    und das ist der nächste Blödsinn, es ist eher so, dass sich die grossen Staatsbahnen mehr und mehr formell aber auch hauptsächlich informell auf ein Packl hauen und sich die Aufgabenbereiche (man könnte auch sagen die Märkte) aufteilen und zwar so, dass es Keinem weh tut. Unter den grossen Staatsbahnen wirklich glauben an den Wettbewerb (und davor Angst haben) tut ja nur mehr die SNCF.

    Und so Zwerge wie WESTbahn ordnen sich da auch entweder ein, oder gehen ganz einfach den Bach hinunter. Selbst so relativ grossen Newcomern wie NTV/Italo wird es so gehen.
  • Austausch des ÖBB Aufsichtsrates

    Warum kann ich hier eigentlich keine Meldungen zur Umfärbung des ÖBB Aufsichtsrates finden?

    Als eines der medialen Reflexionen darauf darf ich hier auf den zumindest in der Zusammenfassung ohne Kosten lesbaren Artikel aus dem Falter 9/18 vom 2.3.2018 verweisen, wo auf das Abschiedsmail des bisherigen AR-Mitglieds Paul Blumenthal eingegangen wird. Paul Blumenthal kann auf eine 30-jährige Karriere bei den SBB, davon 10 Jahre als Mitglied der Konzernleitung, verweisen. Dennoch musste sich auch er, wie der gesamte bisherige Aufsichtsrat pauschal, von der FPÖ Generalsekretärin Marlene Svazek den Vorwurf gefallen lassen, die da öffentlich sagte: "Wer arbeitet, macht Fehler, genau das passierte bei der ÖBB jahrelang nicht, denn wer nicht arbeitet, kann auch keine Fehler machen". Angesichts der sich erholenden Bilanz der ÖBB Tochter Rail Cargo Austria, in dessen Aufsichtsrat Paul Blumenthal ebenfalls war, eine doch mehr als bemerkenswerte Meldung.

    Im Anhang habe ich euch noch eine Bildkopie des Artikels angehängt.
  • ÖBB-Präsident Schiefer wechselt in den Holding-Vorstand
    Luise Ungerboeck, 21. November 2018, 07:00
    Die ÖBB-Postenrochaden kommen in Schwung. Den Anfang macht in der Aufsichtsratssitzung am 7. Dezember ÖBB-Holding-Präsident Arnold Schiefer
    Am 7. Dezember stellt der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding die Weichen für Personalrochaden. Heta-Vorstand Arnold Schiefer, derzeit Präsident der ÖBB-Holding, gibt den Aufsichtsratsvorsitz ab und wird einfaches Mitglied im Kontrollgremium der Staatsbahn. Der Grund für den Rückzug: Schiefer, vor Jahren in Management- und Vorstandsfunktionen der ÖBB, kennt die Bahn quasi wie seine Westentasche, wird ab April Finanzchef der ÖBB-Holding neben Generaldirektor Andreas Matthä. Schiefer folgt auf Josef Halbmayr, der sein Mandat aus privaten Gründen abgibt.
    Um die Nachbesetzung konform mit dem Stellenbesetzungsgesetz abzuwickeln, führt den Auswahlprozess ÖBB-Vizepräsident Kurt Weinberger, wird dem STANDARD in ÖBB-Aufsichtsratskreisen bestätigt. Neuer ÖBB-Präsident wird politisch wie bahntechnisch ein alter Bekannter: Gilbert Trattner, FPÖ-Urgestein, ÖBB-Vorstandsdirektor und Geschäftsführer in diversen ÖBB-Gesellschaften.
    Forstinger bleibt
    Ihre Position als Aufsichtsratsmitglied nicht verändern wird Ex-Verkehrsministerin Monika Forstinger. Sie hätte sich hinsichtlich Frauenquote als ÖBB-Präsidentin zwar ebenso gut gemacht wie im Asfinag-Vorstand, für den sie seit Tagen als Kandidatin kolportiert wird. "Sie will aber nicht", stellt ein ÖBB-Kapitalvertreter klar. Das habe Forstinger in der Klausur des ÖBB-Aufsichtsrats vor zwei Tagen ausdrücklich erklärt. Das gelte selbstverständlich auch für den ÖBB-Personenverkehr. Dort ist ein Mandat vakant, weil Finanzchefin Evelyn Palla zur Deutschen Bahn wechselt, wo sie Finanzchefin des DB-Fernverkehrs wird. Palla, für ihren harten Verhandlungsstil bei den Verkehrsdienstverträgen mit den Bundesländern geschätzt, werde fehlen, heißt es.
    In Sachen Postenbesetzung ist die Staatsbahn aktuell ein Eldorado. Auf die Nachbesetzung des dritten Vorstandspostens der Güterbahn Rail Cargo Austria (RCA) will der ressortzuständige Minister Norbert Hofer (FPÖ) keinesfalls verzichten. Wer auf den vom damaligen ÖBB-Chef Christian Kern vom Verbund zur ÖBB verschobenen Erik Regter folgen wird, soll ebenfalls am 7. Dezember fixiert werden. Der Posten wird definitiv nicht eingespart. Einer Güterbahn mit zwei Milliarden Euro Umsatz könne einen Vorstandsdirektor für Vertrieb gut vertragen, so die Rechtfertigung.
    Nervenzentrum der ÖBB
    In dem für Bahnbau- und -betrieb zuständigen Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur verabschiedet sich im Februar Franz Seiser in die Alteisenbahnerpension. Als Favorit für seine Nachfolge gilt Insidern zufolge der Geschäftsführer der ÖBB-Business Competence Center, Johann Pluy. Bei ihm sind Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt, die BCC gilt mit dem Bahnstrom als Nervenzentrum der ÖBB. Man werde bei Nachbesetzungen wo möglich auf hausinterne Expertise zurückgreifen, sagt Nochpräsident Arnold Schiefer kryptisch.
    Stichwort Expertise: Die kommt einmal mehr von Unternehmensberater McKinsey. Unter dem Titel "Nordstern" ist ein Effizienzsteigerungsprogramm im Anlaufen, bei dem sämtliche ÖBB-Gesellschaften durchleuchtet werden. Allein Phase 1, in der der Haus- und Hofberater der ÖBB eine Prioritätenliste an Maßnahmen erstellt, wird auf 800.000 bis 1,4 Millionen Euro taxiert.
    Stichwort Kosten: Beim defizitären Stückgut-Joint-Venture mit Quehenberger zeichnet sich eine für die ÖBB eher unvorteilhafte Lösung ab: Das Salzburger Transportunternehmen werde kein Kapital einschießen, um den auf 15 bis 20 Millionen Euro taxierten Verlust abzudecken. Den muss die ÖBB-Holding – wohl über ihre operativen Töchter – allein stemmen. Ihr Anteil an Q-Logistics werde auf rund 80 Prozent steigen. Gesucht wird ein neuer Logistikpartner. (Luise Ungerboeck, 21.11.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Aus obigem Kurier-Artikel:
    Im Personenverkehr ist derzeit nur die Weststrecke zwischen Wien und Innsbruck „eigenwirtschaftlich“ befahrbar. Dort ist auch die private Konkurrenz, wie die Westbahn oder die Deutsche Bahn, unterwegs. Wenn der Semmering-Basistunnel fertig ist, wird auch die Südstrecke ökonomisch darstellbar, aber das dauert halt noch bis 2026.
    Die Deutsche Bahn fährt auf der Weststrecke?
    Auch nach dem SBT ist die Südstrecke vermutlich nicht eigenwirtschaftlich.
  • Schiefer neuer Finanzvorstand der ÖBB-Holding
    Die ÖBB haben heute Abend mehrere bereits erwartete Personalentscheidungen bekanntgegeben. Zum nächsten Finanzvorstand der ÖBB-Holding wird der bisherige ÖBB-Holding-Aufsichtsratspräsident und Burschenschafter Arnold Schiefer berufen. Er wird diese Funktion mit 1. April 2019 von Josef Halbmayr übernehmen.
    FPÖ-Funktionär Gilbert Trattner wurde zum Aufsichtsratspräsidenten der ÖBB-Holding ernannt. Er war bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der ÖBB-Holding und folgt Schiefer mit sofortiger Wirkung als Präsident nach. Zum Betriebsvorstand der ÖBB-Infrastruktur wurde der langjährige Bahnmitarbeiter Johann Pluy bestimmt. Er folgt auf Franz Seiser nach.
    Für Matthä „Beweis für Know-how“
    In der Rail Cargo Group wird Imre Kovacs zum neuen Vorstand bestellt. Er ist seit 2009 CEO der Rail Cargo Hungaria und folgt Mitte Februar Erik Regter nach. Vorstandssprecher Clemens Först bleibt weiterhin für Finanzen und nationale Produktion verantwortlich.
    ÖBB-Chef Andreas Matthä hielt heute in einer Aussendung zum Personalpaket fest: „Dieses Personalpaket ist auch ein eindrucksvoller Beweis für das Know-how und die Managementkompetenz, die wir im ÖBB-Konzern haben.“

    ORF
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • ÖBB-Präsident Schiefer baut seine Machtbasis aus
    15. Jänner 2019, 17:46
    Rewe-Manager Heinz Freunschlag soll vor dem Wechsel vom ÖBB-Aufsichtsrat ins operative Geschäft der ÖBB stehen
    Wien – Arnold Schiefer, Nochaufsichtsratspräsident der ÖBB-Holding und künftiger Finanzvorstand des Konzerns, baut seinen Freundeskreis an der ÖBB-Spitze aus. Wie DER STANDARD von hohen ÖBB-Kreisen erfahren hat, soll Rewe-Manager Heinz Freunschlag vor dem Wechsel vom ÖBB-Aufsichtsrat ins operative Geschäft der ÖBB stehen. Fixiert ist der Transfer in den Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG (PV) noch nicht, die Ausschreibungsfrist für den Posten des PV-Finanzchefs sei eben abgelaufen, heißt es in Aufsichtsratskreisen. Die Entscheidung soll im Februar fallen.
    Sollte es mit der Nachfolge der zur Deutschen Bahn entflohenen Personenverkehr-Chefin Evelyn Palla nicht klappen, sei Freunschlag der Geschäftsführerposten in der ÖBB-Business Competence Center, also der Dienstleistungsgesellschaft für Einkauf, Personal- und Lohnverrechnung zugedacht, sagen Auskenner. Schiefer wollte den Transfer auf Anfrage des STANDARD nicht kommentieren. Nur so viel: Er hoffe, dass Freunschlag in irgendeiner Funktion zur ÖBB zurückkehre, so Schiefer, der mit ihm einst beim ungarischen ÖBB-Ableger RCH (ehemals MavCargo) zusammengearbeitet hat. Dort hat Schiefer auch den neuen Vorstandsdirektor für Großkunden der ÖBB-Güterbahn RCA schätzen gelernt: Imre Kovacs. Er folgt auf den 2011 vom damaligen ÖBB-Chef Christian Kern vom Verbund zur ÖBB geholten Erik Regter, dessen Vertrag im Februar ausläuft.
    Auf die Kern-Zeit geht auch das Problem Q-Logistics zurück, das in ein Joint Venture mit Quehenberger eingebrachte defizitäre Stückgut-Geschäft. Es gehört nun wieder zur Gänze der ÖBB und wird vom scheidenden ÖBB-Holding-Finanzchef Josef Halbmayr betreut. Er bekommt für Strategie- und Partnersuche einen Konsulentenvertrag. (ung, 15.1.2019)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    ÖBB-Präsident Schiefer baut seine Machtbasis aus
    Und jetzt ist er angeblich aus der FPÖ ausgetreten. Es gibt anscheinend doch noch FPÖler, die nach Ibiza- und Casinos Austria-Gate ein politisches (und moralisches) Gewissen haben. Nachzulesen hier:

    „Presse“: ÖBB-Vorstand Schiefer aus FPÖ ausgetreten

    Online seit gestern, 21.53 Uhr Arnold Schiefer, Finanzvorstand der ÖBB, ist laut einem Bericht der „Presse“ aus der FPÖ ausgetreten. Über die Gründe seines Abschieds sei nichts bekannt, schrieb die Zeitung gestern in ihrer Onlineausgabe, Schiefer sei nicht zu einer Stellungnahme bereit gewesen.
    Schiefer ist 52 Jahre alt und Burschenschafter. Laut „Presse“ soll das „FPÖ-Urgestein“ Anfang 2018 für die Neubesetzung des ÖBB-Aufsichtsrats verantwortlich gezeichnet haben. Schiefer rückte damals selbst an die Spitze des Gremiums. Im April 2019 wurde Schiefer dann Finanzvorstand der ÖBB.

    ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    „Presse“: ÖBB-Vorstand Schiefer aus FPÖ ausgetreten
    Alles retour!

    ÖBB-Finanzvorstand Schiefer verlässt FPÖ nicht

    Vermeintlich weg und wieder da: ÖBB-Finanzvorstand Arnold Schiefer bleibt der FPÖ entgegen einer anderslautenden Zeitungsmeldung von vor einigen Tagen doch erhalten. Er habe nur die Landesgruppe gewechselt, sei von der FPÖ Wien zur FPÖ Oberösterreich gegangen, schreibt die „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe). Laut dem Bericht behagt ihm bei den Wiener Freiheitlichen „dies und das“ nicht – und er ist in Gmunden aufgewachsen.


    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor