[ORF NÖ] ÖBB-Hochleistungsstrecke für Flughafen geplant

  • [ORF NÖ] ÖBB-Hochleistungsstrecke für Flughafen geplant

    Etwas kryptisch und eher nichtssagend eine aktuelle Meldung des ORF NÖ.
    Scheinbar wird nun in abgeänderter Form die Götzendorfer Spange wieder aufgewärmt.



    ÖBB-Hochleistungsstrecke für Flughafen geplant
    Die ÖBB planen eine Hochleistungstrecke östlich von Wien. Ziel ist, den Flughafen Schwechat besser einzubinden. Vorgesehen sind auch schnellere Zugverbindungen in die Hauptstädte Bratislava und Budapest.
    Nach Angaben der ÖBB sollen durch die neue Hochleistungsstrecke vor allem das östliche Niederösterreich und das Nordburgenland besser an den Flughafen Schwechat angebunden werden. Auch die Gemeinden im östlichen Niederösterreich sowie Neusiedl am See und Eisenstadt (Burgenland) sollen dadurch leichter erreichbar sein. Ein weiteres Ziel seien sehr schnelle Zugsverbindungen zwischen Wien und Bratislava sowie Budapest.

    Hochleistungsstreckenverordnung fehlt noch
    Derzeit fehlt allerdings noch die Hochleistungsstreckenverordnung der Bundesregierung, sie muss einstimmig im Ministerrat beschlossen werden. Ein Entwurf für diese Verordnung liegt seit 2017 vor. Ein konkretes Trassenauswahlverfahren könnte dann nach Angaben der ÖBB noch heuer starten. Kostenschätzungen liegen noch nicht vor.
    Die ÖBB gehen davon aus, dass das Projekt bei Berücksichtigung der erforderlichen Informationsverfahren für die Anrainer sowie der Bürgerbeteiligungsverfahren mindestens zehn Jahren dauern wird. Erforderlich seien außerdem Umweltprüfungen und weitere behördliche Projektgenehmigungen. Einen kürzeren Zeitraum als zehn Jahre könne man daher für das neue Hochleistungsbahnprojekt nicht veranschlagen.

    Quelle: noe.orf.at/news/stories/2899441/
  • Und schon gehen die ersten Pferde mit einem Bürgermeister (Fischamend) durch: www1.meinbezirk.at/schwechat/c…ntrasse-neben-a4_a2432431

    • Keine Hochleistungsbahn entlang der A4 im Gemeindegebiet (extrem hohe Belastung durch B9 und A4)
    • Die einzige Möglichkeit diese Bahn zu führen ist eine komplette Untertunnelung ... *
    • Eine Untertunnelung des gesamten Gemeindegebiets in Kombination mit der S7 ist die einzige Möglichkeit die wir akzeptieren können. **
    • "Selbstverständlich fordern wir in diesem Falle auch eine Haltestation für die Schnellverbindung in Fischamend. Denn warum sollen nur Pendler aus Bruck oder dem Seewinkel von dieser Bahn profitieren." ***
    *) Beim 3-spurigen Ausbau der A4 hat man aber keine Forderung z.B. Einhausung durchgesetzt.
    **) Weiß der eigentlich wie groß seine Gemeinde ist? Das entfernteste Zipfel der A4 ist sicherlich 3-4 km vom Ortstrand entfernt.
    ***) Ein Fernverkehshalt in Fischamend, das ist wirklich nur mehr Größenwahn. Den Pendlern aus Bruck wird die neue Verbindung vermutlich ziemlich egal sein (außer sie arbeiten am Flughafen und selbst dort fährt kaum jemand öffentlich).


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    Am 7. März gab es den Ministerratsbeschluss, um die Strecke Wien Hauptbahnhof – Flughafen Wien – Bruck an der Leitha als Hochleistungsstrecke zu erklären.

    bundeskanzleramt.gv.at/-/besch…sterrates-vom-7-marz-2018 (Siehe Beilagen am Ende der Seite zu Punkt 11)

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  • Erstellt am 27. April 2018, 04:16 von Gerald Burggraf, Ines Garherr, Theresa Puchegger und Susanne Müller

    Flughafen-Spange: Region fürchtet neue Belastungen

    Die Verbindung des Flughafens mit der Ostbahn soll als Hochleistungsstrecke errichtet werden. Trasse noch unklar.


    Die Bahnverbindung, die zwischen Bruck und dem Flughafen entstehen soll, soll als Hochleistungsstrecke gebaut werden. Das wurde vom Ministerrat beschlossen und wird per Verordnung festgelegt. Damit kann laut ÖBB-Zeitplan noch heuer mit der Trassenplanung begonnen werden.
    In den Gemeinden, die von der neuen ÖBB-Spange betroffen sein könnten, sieht man dem Bahn-Projekt mit gemischten Gefühlen entgegen. Zum einen wird die Verbindung der Ostbahn mit dem Flughafen seit Langem gefordert. Zum anderen fürchten all jene, die die Strecke tangieren könnte, künftig neuerliche Belastungen durch Lärm und Ähnliches.
    In Bruck hat man zur Verordnung der Hochleistungsstrecke bereits eine Stellungnahme verfasst. Darin wird vor allem die Einbindung aller betroffenen Gemeinden in die Trassenplanung gefordert. Die Gemeinde weist zudem auf die „massive Vorbelastung der Region durch Fluglärm, Trassenlärm, aber auch Eisenbahnlärm“ hin.
    Im Brucker Gemeinderat hat man nach einer Besprechung der Bürgermeister beschlossen, in allen Belangen, die die Spange betreffen, eine Interessensgemeinschaft mit den anderen betroffenen Gemeinden zu bilden. „Wir wollen uns auch gemeinsam rechtlich vertreten lassen“, kündigt SP-Bürgermeister Richard Hemmer an.
    „Wir Gemeinden haben schon bei der A4 und der Spange Götzendorf gut kooperiert und sind gemeinsam aufgetreten. Auch hier wollen wir uns nicht auseinanderdividieren lassen“, betont Fischamends Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM). Es sei wichtig, dass die Bevölkerung nicht noch mehr belastet werde. „Aus Fischamender Sicht ist eine Untertunnelung der Stadt eine Kernforderung. In anderen Fällen wie Lainz war das ja auch möglich. Sind unsere Bürger weniger wert als andere?“, so Ram, der sich auch Verbesserungen auf der S7-Strecke erwartet.
    Kleinneusiedls Bürgermeister Leopold Winkler (SP) möchte auf jeden Fall an Gesprächen mit der ÖBB teilnehmen. Er habe nämlich „Gerüchte gehört, dass die ÖBB planen könnte, einen Teil der Spange Götzendorf zu nutzen und auf Höhe der Firma Swietelsky Richtung A4 abzubiegen“. Auch aus seiner Sicht wäre ein Tunnel durch Fischamend „die Ideallösung“.
    "Wir Gemeinden werden natürlich an einem Strang ziehen"
    Schwadorfs Bürgermeister Jürgen Maschl (SP) betont ebenfalls: „Wir Gemeinden werden natürlich an einem Strang ziehen. Allerdings wird es auch notwendig sein, dass wir Projektdetails von höherer Stelle bekommen.“
    Ähnlicher Meinung ist auch Trautmannsdorfs Bürgermeister Heinz-Christian Berthold (VP). Er will den Bürgern keinen zusätzlichen Lärm oder Emissionen auflasten müssen. „Durch die Autobahn, die Dritte Piste und die Deponie ‚Kalter Berg‘ gibt es bei uns schon genügend Belastung“, erklärt er.
    Göttlesbrunns Bürgermeister Franz Glock (VP) erhofft sich von der Zusammenarbeit ebenfalls, stärker in das Projekt eingebunden zu werden. Sein zentrales Anliegen ist, dass die Trasse in möglichst großem Abstand zur Gemeinde verläuft.


    Zum Thema
    Mit der Hochleistungsstrecken-Verordnung ist nun der Weg frei für die Trassenplanung. Laut ÖBB soll erst danach klar sein, ob auch noch Teile der ursprünglich geplanten Götzendorfer Spange verwendet werden.
    Bisher haben sich die Gemeinden Bruck, Göttlesbrunn, Fischamend, Kleinneusiedl, Schwadorf und Trautmannsdorf zu einer informellen Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen.
    In der Stellungnahme der Gemeinde Bruck werden insbesondere Fragen der Raumordnung und des Umweltschutzes angesprochen. Eingefordert werden unter anderem ausreichende Kapazitäten neben dem geplanten Fernverkehr auch für den Nahverkehr, die Beachtung lokaler Landnutzungen (Weinbau) und der hohen Vorbelastung durch vorhandene Linien-Infrastruktur.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor