Bahndern: Bahnfahren und Wandern mit der Unteren Ennstalbahn

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    "Bahnsinnig": Autor gibt Tipps zum Bahnfahren und Wandern im Ennstal
    ENNSTAL. Das dritte Buch des Leondingers Ditmar Gelbmann führt von St. Valentin bis ins Gesäuse.


    Das Ennstal bietet links und rechts der Bahnstrecke faszinierende Landschaften für genussvolle Wanderungen. Bild: Gelbmann
    "Ich bin im Laufe der Jahre bahnsinnig geworden", sagt Ditmar Gelbmann. Der 66-jährige Leondinger hat eben sein drittes Wanderbuch veröffentlicht. Nein, eigentlich ist es ein "Bahndern"-Buch, Bahnfahren und Wandern.
    Gelbmanns drittes Werk entführt Wanderlustige ins Untere Ennstal und damit gleich durch drei Bundesländer. Davor hatte sich der Pensionist bereits den Landschaften entlang der Salzkammergutbahn und der Pyhrnbahn gewidmet. Der ehemalige Werbetexter hat nun von St. Valentin bis ins Gesäuse 62 Touren aufgelistet, die großteils auch für Familien und vor allem für Bahnfahrer bestens geeignet sind. Denn alle Wanderungen beginnen und enden auch wieder bei einem der Bahnhöfe der Ennstalbahn.

    Limit bei 1000 Höhenmetern
    Gelbmann beschreibt die Touren in knappen, aber treffenden Worten, vergisst dabei nicht auf humorvolle Zwischentöne und verzichtet gänzlich auf Skizzen und Wanderkarten. Die hätten ohnehin die meisten mit. Dafür bietet "Bahndern" Hintergrundinformationen und permanente aktualisierte Einkehrtipps. "Bei meinen Routen habe ich das Limit bei 1000 Höhenmetern gesetzt", sagt der Autor, "und es muss bei jeder Tour eine Hütte als Ziel vorhanden sein." Denn eine Wanderung ohne Einkehr sei wie eine Hochzeit ohne Nacht, so sein Motto.

    An "Bahndern mit der Unteren Ennstalbahn" recherchierte Gelbmann zwei Jahre, mehr als 120 Mal tourte er mit dem Zug durch die Region am Rande des Nationalparks Kalkalpen. Je tiefer er dabei ins Ennstal eindrang, umso begeisterter wurde der Leondinger: "Speziell das ,Xeis‘ hat es mir angetan, das ist eine der schönsten Strecken Österreichs." Einziges Manko: Der Zug fährt hier nur an Wochenenden und Feiertagen. "Wer es schafft, dass wenigstens in den Ferien unter der Woche gefahren wird, erhält von mir den Orden ,Goldene Schiene am Bahnder‘."
    Eigenes Auto verkauft
    "Seit mehr als zehn Jahren wandere ich nur noch in Verbindung mit der Bahn", sagt Gelbmann, der nach mehreren Herzinfarkten seinen Job aufgeben musste, "ich habe dann mein Auto verkauft und bin konsequent auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen." Das Wandern sei für ihn mittlerweile so etwas wie Medizin, in Verbindung mit dem Bahnfahren könne bereits die Anreise ein Genuss sein. "Es ist doch wunderbar, einfach nur beim Fenster hinauszuschauen und die Landschaft zu genießen", sagt der 66-Jährige, der diese Art zu reisen jedem nur empfehlen kann: "Besorgen Sie sich ein Einfach-Raus-Ticket für zwei bis fünf Personen, günstiger geht’s nicht."
    Bleibt nur eine Frage unbeantwortet: Eine derart gute Werbung für ihre Nebenstrecken haben die ÖBB noch nie erhalten – die Buchreihe "Bahndern" wird laut Gelbmann von der Bundesbahn dennoch beharrlich ignoriert.
    Ditmar Gelbmann: "Bahndern: Bahnfahren und Wandern mit der Unteren Ennstalbahn". Erhältlich um 22,50 Euro bei Ennsthaler in Steyr, Fürstelberger in Linz und ditmar.gelbmann@hotmail.com

    Quelle: nachrichten.at/oberoesterreich…-im-Ennstal;art68,2850126
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Eine derart gute Werbung für ihre Nebenstrecken haben die ÖBB noch nie erhalten – die Buchreihe "Bahndern" wird laut Gelbmann von der Bundesbahn dennoch beharrlich ignoriert.
    Die Bahn zeigt leider keinerlei Interesse ihre Strecken zu bewerben. Auch die Verkehrsverbünde machen nicht den Eindruck, als wollen sie mehr Fahrgäste haben.
  • Die Bahn zeigt leider keinerlei Interesse ihre Strecken zu bewerben. Auch die Verkehrsverbünde machen nicht den Eindruck, als wollen sie mehr Fahrgäste haben.
    ...was auch ganz logisch ist! In den Hauptverkehrszeiten sind die Verkehrsmittel zum Bersten voll. Während dieser Zeiten noch mehr Leute in die Verkehrsmittel zu quetschen, geht nicht und wer soll außerhalb der HVZ mit Öffis fahren? Selbst die Ausrangierten Pensionisten fahren gerne zur HVZ, damit s' unter d' Leut' kommen und Ansprüche auf Sitzplätze stellen können.

    Und was das Bücherl betrifft: Sind wir froh, dass der Ditmar nicht mehr Auto fährt/fahren darf, eine Gefahr weniger auf Österreichs Straßen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Ui, eine Schrulli-Debatte über schrullige Postings von einem schrulligen Bahnfan und User, der kein gutes Haar an der Bahn lässt, und so Schrulligerweise eigentlich kein Bahnfan ist, wollte ich jetzt aber nicht Anzetteln... 8| :( ;) :D
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • oe.tom, können wir bitte sachlich bleiben.


    Ich stelle mir ja nichteinmal die Frage ob jemand, der offensichtlich noch nie eine g'standene Bergtour gemacht haben kann, über diesen Sport und die geeigneten Anreiseformen und deren Vor- und Nachteile diskutieren kann.

    Der Blechkübel hat in den Bergen jedenfalls einen grossen Nachteil: Er bindet und man muss ihn wieder holen. Das hat zu Folge, dass man den Weg zurück gehen muss, den man auch gekommen ist (ganz langweilig) oder aber man muss irgendwie in einer Runde gehen, ist zumeist auch nicht viel besser.

    Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel hingegen können an irgendeiner Haltestelle weggehen und an irgendeiner anderen ankommen.

    Da bieten sich Überschreitungen nur so an, im Kleinen wie im Grossen.


    Bei der Gelegenheit möchte ich auch gleich auf den Tälerbus hinweisen, der das in vorbildlicher Art in Schladming, Murau und Tamsweg ermöglicht und auch sehr gut angenommen wird. Ich habs selber schon erlebt, dass ein Kurs von zwei Bussen bedient werden musste.

    taelerbus.at/show.php?doc=template


    .
  • Keine Ahnung warum du meinst die Fahrkünste vom Autor beurteilen zu können
    Kann ich! Weil man dem Ditmar aufgrund seines Krankheitsbildes die Fahrerlaubnis entzogen hat, so geht es aus der Führerscheinevidenz hervor.


    Der Blechkübel hat in den Bergen jedenfalls einen grossen Nachteil: Er bindet und man muss ihn wieder holen.
    Auch nicht unbedingt. Nachdem Streckenbegehungen (Erzbergbahn, Mariazellerbahn, Neuberger Bahn usw) ähnliche Probeme mit sich bringen und selten alleine stattfinden, fährt man eben mit zwei Autos, eines an jedes Ende. So eine Organistation bedingt natürlich einen höheren IQ als der gemeine Ferro aufweisen kann.
  • westbahn schrieb:

    Die Bahn zeigt leider keinerlei Interesse ihre Strecken zu bewerben. Auch die Verkehrsverbünde machen nicht den Eindruck, als wollen sie mehr Fahrgäste haben.
    ...was auch ganz logisch ist! In den Hauptverkehrszeiten sind die Verkehrsmittel zum Bersten voll. Während dieser Zeiten noch mehr Leute in die Verkehrsmittel zu quetschen, geht nicht
    Ich weiß nicht, wo das überall so ist - in Vorarlberg und auf der Wiener Stammstrecke, oder rund um Wien, kann ich es mir gut vorstellen. Aber überall ist es nicht so und da freut man sich sehr wohl über weitere Fahrgäste auch während der HVZ, die auch Plätze finden (würden).
  • westbahn schrieb:


    Der Blechkübel hat in den Bergen jedenfalls einen grossen Nachteil: Er bindet und man muss ihn wieder holen.
    Auch nicht unbedingt. Nachdem Streckenbegehungen (Erzbergbahn, Mariazellerbahn, Neuberger Bahn usw) ähnliche Probeme mit sich bringen und selten alleine stattfinden, fährt man eben mit zwei Autos, eines an jedes Ende. So eine Organistation bedingt natürlich einen höheren IQ als der gemeine Ferro aufweisen kann.
    Zwei Bergfreunde fahren also jeweils mit ihrem eigenen Auto von Wien nach Prägraten in Osttirol, stellen dort das erste Auto ab, fahren gemeinsam von dort mit dem zweiten Auto nach Neukirchen am Grossvenediger, stellen dieses dort ab, überschreiten das Venedigermassiv, fahren mit dem ersten Auto nach Neukirchen dort das zweite Auto zu holen und dann fährt jeder wieder mit seinem Blechkübel allein von Neukirchen zurück nach Wien.


    Wer das so macht, hat- mit Verlaub gesprochen - einen Vollklopfer.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

  • KFNB X schrieb:

    Die Bahn zeigt leider keinerlei Interesse ihre Strecken zu bewerben. Auch die Verkehrsverbünde machen nicht den Eindruck, als wollen sie mehr Fahrgäste haben.

    Einspruch, der Steirische Verbund ist da wirklich vorbildlich, die geben so um die 20 verschiedene kleine Broschüren raus mit Wanderzielen, die mit Öffis gut zu erreichen sind.

    Link dazu hier: verbundlinie.at/freizeit1/freizeit/wanderfolder

    Ansonsten geb ich Dir aber schon recht... In Kärnten gibts Wanderbusse, die nicht im Scotty stehen, und Wanderbusse, die von heut auf morgen als Wandertaxi (zum dreifachen Preis...) geführt werden...
  • Und selbst rund um Wien nur eingeschränkt. Es gab vor ~10 Jahren Untersuchungen zur Auslastung der Züge. Wenn ich mich recht erinnere, waren einzig bei jenen aus Gänserndorf (deutlich) und Korneuburg (knapp) die Sitzplätze zu über 100% ausgelastet.

    Manche fahren eben gerne stundenlang alleine mit dem Auto durch die Welt. Irgendwo muss ja der Narzissmus ausgelebt werden. <X
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