[WL] Lautstärke der Durchsagen abhängig vom Umgebungslärm

  • [WL] Lautstärke der Durchsagen abhängig vom Umgebungslärm

    „Öffi“-Lautsprecher „lauschen“ mit

    Die Wiener Linien wollen die Qualität ihrer Durchsagen verbessern und auf Digitalfunk umrüsten. Die Lautsprecher selbst messen jetzt schon in den Fahrzeugen mit - je höher der Lärmpegel, desto lauter die Durchsagen.

    Insgesamt gibt es rund 5.000 Durchsagen im Netz der Wiener Linien. Mehr als 2.200 sind in Bussen zu hören, rund 2.150 in Straßenbahnen und mehr als 200 in der U-Bahn. Neben den Leitstellendurchsagen gibt es auch rund 80 in englischer Sprache.
    Damit diese auch bei den Fahrgästen ankommen, haben die Wiener Linien rund 26.100 Lautsprecher in Betrieb. 11.700 sind in den Stationen montiert, 14.400 in Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnzügen. „Im Schnitt haben die Durchsagen in den Stationen einen Pegel von 75 Dezibel, in den Fahrzeugen sind es 70“, sagt Wiener Linien-Sprecherin Kathrin Liener. Einen Höchstwert für die Durchsagen gebe es nicht.
    Sensoren messen Lautstärke in den „Öffis“
    Und die Lautstärke der Durchsagen variiert. „Die Lautsprecher im Fahrzeug sind mit einem Sensor ausgestattet, der dahingehend auch die Umgebungslautstärke misst. Dieser Sensor sendet dann an die Anlage das Signal, wie laut die Durchsage dann ausgespielt werden soll“, so Liener.
    Je lauter es im Waggon oder Bus ist, desto lauter wird also auch die Durchsage abgespielt. Das passiert laut der Sprecherin automatisch, die Lenker hätten keinen Einfluss auf die Lautstärke der Durchsagen. Was von den Fahrgästen gesprochen wird, könne außerdem nicht erfasst oder aufgezeichnet werden, versichert die Sprecherin.
    Sechs Mio. Euro für Umstellung auf Digitalfunk
    Der Großteil der Durchsagen, wie etwa die Stationsnamen, kommt vom „Band“, also einem digitalen Speicher im Fahrzeug. Über Funk werden alle Durchsagen in die „Öffis“ geschickt, die nicht in den „Regelbetrieb“ fallen, wie etwa einzelne Störungen oder mögliche Ersatzlinien. „Das kann dazu führen, dass die Durchsagen nicht immer gut verständlich sind, etwa in dicht verbautem Gebiet“, erklärt Liener.
    Um die Qualität der Durchsagen zu verbessern, wollen die Wiener Linien das System von Analog- auf Digitalfunk umstellen. Betroffen sind davon neben den Fahrzeugen auch Bus- und Straßenbahnhaltestellen im Netz. „Wir investieren dazu sechs Millionen Euro. Im kommenden Jahr startet einen Testphase in Autobussen. Danach sollen alle Fahrzeuge auf Digitalfunk umgerüstet werden“, so die Sprecherin.
    Frauenstimme seit knapp sechs Jahren zu hören
    Seit dem Jahr 2012 sorgt Schauspielerin Angela Schneider mit ihrer Stimme für den Ton bei den Wiener Linien. Sie löste Franz Kaida ab, der über 40 Jahre als Sprecher für die Ankündigungen in U-Bahn, Bim und Bus verantwortlich war.

    ORF Wien
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Je lauter es im Waggon oder Bus ist, desto lauter wird also auch die Durchsage abgespielt.

    Na da muß es in den Fahrzeugen ja ganz schön laut sein, denn fast alle Ansagen sind viel, viel zu laut!
    Vor allem könnte man sie endlich einmal dezimieren und am allerliebsten wäre mir, wenn dieser gräßliche Ton nach dem Abspielen einer Baustellen-Stationsdurchfahrts-Ansage wegkommen würde.
    Im übrigen bin ich der Meinung, daß die Tagespresse gekübelt werden sollte.
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