Neu: 3x WESTshop

  • westbahn schrieb:

    Am Wiener Hauptbahnhof wird Westbahn in Kooperation mit RegioJet den Shop betreiben!
    Aber laut Luise Ungerboeck nicht ohne von den ÖBB vor die Beine geworfene Prügel:

    ÖBB gegen Regiojet: Kleine Schikanen erhalten die Freundschaft
    Luise Ungerboeck, 4. August 2018, 12:00
    Für Regiojet wurde die Errichtung eines Ticketshops zum Spießrutenlauf, Brüssel unterstützt die tschechische Bahn
    Die Österreichische Bundesbahn unternimmt originelle Anstrengungen, um ihren Konkurrenten das Leben schwer zu machen. Das bekam der tschechische Herausforderer Regiojet zu spüren, der mit ÖBB-Personenverkehr und Tschechischer Staatsbahn ČD zwischen Prag und Graz um die Wette fährt. Monatelang verweigerte die Staatsbahn den Tschechen die Vermietung von für den Ticketverkauf geeigneten Räumlichkeiten, dann wurde der mobile Verkaufsstand der Tschechen einfach weggeräumt.
    Aber der Reihe nach: Im Sommer 2017, also Monate vor dem Start der gelb-orangen Züge am 10. Dezember, beantragte Regiojet die Zuteilung von Räumlichkeiten für den Fahrscheinverkauf, was der für Betrieb und Verwaltung des Schienennetzes und der ÖBB-Bahnhöfe zuständige ÖBB-Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur AG zunächst ignorierte. Als Regiojet im Oktober 2017 insistierte, kam harsche Ablehnung: Man werde mit dem österreichischen Partner von Regiojet, der Graz-Köflacher Bahn (GKB), über einen Mietvertrag verhandeln, nicht aber mit Regiojet. Denn nicht das tschechisches Verkehrsunternehmen betreibe die internationale Linie, sondern GKB, die Regiojet die notwendigen Fahrwegkapazitäten (Trassen) zur Verfügung stelle.
    Deeskalation, keine Lösung
    Der im November 2017 zwecks Streitschlichtung eingeschaltete Bahnregulator Schienen Control, erwirkte insofern eine Deeskalation, als die ÖBB-Infra in der Folge zusagte, geeignete Räumlichkeiten für den Ticketverkauf zur Verfügung zu stellen, schilderte Regiojet-Chef Ales Ondruj den Kompromiss. "Bis die gewünschten Räumlichkeiten frei würden, dürften wir Tickets an mobilen Verkaufsstellen verkaufen, hieß es – gegen Benützungsentgelt, versteht sich."
    Doch auch diese Zusicherung sollte sich als Illusion herausstellen. Bis April 2018 passierte nichts. Als Regiojet einen Mietvertrag für das Aufstellen von Verkaufspulten urgierte, kam erneut eine Absage der ÖBB – auch für den Betrieb eines mobilen Verkaufsstandes. Man sei mit GKB noch nicht einig über Räumlichkeiten und Miete. Den nach Ansicht der ÖBB Mitte Juli widerrechtlich betriebenen Regiojet-Verkaufsstand ließ die Bahnhofsverwaltung wegbringen. "Weil er im Brandschutzbereich aufgestellt war, also an absolut illegaler Stelle", wie ein ÖBB-Sprecher am Freitag auf Anfrage des STANDARD versicherte.
    "Das Verkaufspult eines anderen, mit der ÖBB verbundenen Verkehrsunternehmens an gleicher Stelle hat die österreichische Staatsbahn nicht gestört", echauffiert sich Ondruj. Dieses Verkaufspult für Gepäcktransport-Dienste habe man nicht illegal abgeräumt.
    Beschwerde bei der Schienen Control
    Zuvor hatte Regiojet unter Verweis auf EU-Richtlinien, wonach der Netzbetreiber den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Infrastruktur gegen angemessenes Entgelt diskriminierungsfrei zu überlassen hat, bei der Schienen Control Beschwerde eingebracht. Worauf die ÖBB erneut versicherte, nun wirklich über Mietflächen verhandeln zu wollen.
    Inzwischen hat das in Prag und Brünn mit Bus und Bahn expandierende tschechische Unternehmen auch die EU-Kommission eingeschaltet. Die zuständige Generaldirektion DG Move gibt Regiojet Schützenhilfe. Sie erklärte Mitte Juli in einem Brief, dass es völlig unerheblich ist, wer "Operator" von Regiojet ist, ob also Regiojet über die Trassen verfügt, auf denen die Züge fahren, oder die GKB. Die beiden seien Partnerbetriebe und da Regiojet das operative Geschäft betreibe, dürfe es selbstverständlich Fahrkarten für seine Züge verkaufen, auch auf dem Wiener Hauptbahnhof.
    Um die widerspenstige ÖBB auszubremsen, hat sich Regiojet inzwischen mit Westbahn zusammengetan und in deren Geschäftslokal eingemietet. Nun zeigt sich die ÖBB plötzlich sehr flexibel: "Die ÖBB Infrastruktur steht mit Regiojet in Verhandlungen für ein Verkaufslokal am Wiener Hauptbahnhof und hat bereits den Abschluss eines Mietvertrages für Räumlichkeiten in der Nähe des ÖBB-Reisezentrums angeboten", teilte ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder mit. "Wir gehen davon aus, dass es bald zum Abschluss des Mietvertrages kommt." Das hauseigene ÖBB-Reisebüro übersiedelt nun in den Keller. (ung, 4.8.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Die zuständige Generaldirektion DG Move gibt Regiojet Schützenhilfe. Sie erklärte Mitte Juli in einem Brief, dass es völlig unerheblich ist, wer "Operator" von Regiojet ist, ob also Regiojet über die Trassen verfügt, auf denen die Züge fahren, oder die GKB.
    Wie soll das die Infrastruktur überhaupt prüfen? Sie kennt ja die Verträge zwischen GKB und Regiojet nicht. Keine Ahnung, warum es für DG Move zu kompliziert ist, dass diejenigen die die Trassen bestellen auch die restliche Infrastruktur bestellen müssen. Als nächstes will eine Tochterfirma für die Stromkosten aufkommen.
  • Luise Ungerboeck legt noch einmal nach, wie immer mit einer Überschrift, die bei mir leichtes Stirnrunzeln verursacht:

    Gelbe Karte im Streit um Ticketschalter

    Luise Ungerboeck, 25. August 2018, 10:00

    Der Zank um Raum für einen Ticketschalter auf dem Hauptbahnhof Wien wird heftiger. Die tschechische Regiojet will von der ÖBB Schadenersatz

    Der Streit zwischen der in Österreich im Dezember gestarteten Regiojet und der ÖBB nimmt Fahrt auf. Das tschechische Bahnunternehmen erhöht den Druck, droht mit Schadenersatzforderungen wegen fortgesetzter Schikanen des für Bahnhofverwaltung zuständigen ÖBB-Teilkonzerns ÖBB-Infrastruktur auf dem Hauptbahnhof Wien.

    Regiojet-Sprecher Ales Ondruja gibt den durch die anhaltende Weigerung, Regiojet Mieträumlichkeiten für den Ticketverkauf zur Verfügung zu stellen, entstandenen Schaden mit rund 300.000 Euro an. Ihn will das Unternehmen dem Marktführer nun in Rechnung stellen.

    Der Anfang August in Aussicht gestellte Mietvertrag für eine Fahrkartenverkaufsstelle ist entgegen den Beteuerungen der ÖBB noch immer nicht unterschrieben. Die Vertragsverhandlungen mit Regiojet seien noch im Laufen, versichert ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder. "Die ÖBB-Infrastruktur AG ist zu einem umgehenden Vertragsabschluss bereit."

    Es geht um Zeichen

    Dem Vernehmen nach spießt es sich unter anderem an der Kennzeichnung des nächst des ÖBB-Reisezentrums domizilierten Verkaufslokals, das man aus Kostengründen künftig gemeinsam mit der Westbahn betreiben wird. Beide Streitparteien wollten am Freitag keinen Kommentar abgeben.

    Der Mitte 2017 ausgebrochene Streit ist insofern skurril, als der Partner der ÖBB auf der Verbindung zwischen Prag und Graz, die Tschechische Staatsbahn CD, in Prag kein Problem damit hatte, auf Bahnhöfen wie Prag und Brünn Platz für den Herausforderer frei zu machen. Auch werden ÖBB-Fahrkarten für grenzüberschreitende Reisen traditionell von Partnerbahnen wie CD oder Deutsche Bahn (DB) verkauft. So ist es auch beim Nachtzugverkehr, den die ÖBB von DB übernommen hat.

    Ewiges Provisorium

    In Österreich hingegen tobt ein erbitterter Kampf. Als Überbrückungslösung behalf man sich in der Zwischenzeit mit mobilen Verkaufsständen, auf denen Regiojet ihre Zugtickets feilbietet. Allerdings lief auch das nicht gleich friktionsfrei – der STANDARD berichtete exklusiv. Denn der Exmonopolist baute Hürden auf. So ließ die Bahnhofsverwaltung die gelb-roten Verkaufsstandeln mindestens zweimal abtransportieren. Weil sie widerrechtlich im Brandschutzbereich aufgestellt worden seien, wie die ÖBB den Eingriff begründete. Auch sei Regiojet-Mitarbeitern der Zugang zu Sanitäreinrichtungen verwehrt worden. Dafür müsse Regiojet, wie alle Hauptbahnhofmieter, Benützungsgebühren zahlen, heißt es.

    Über die Gründe für das Zerwürfnis wird in der Branche trefflich spekuliert. Die Auslastung der Regiojet-Züge sei hoch, sie fänden zusehens auch bei österreichischen Kunden Anklang, attestiert ein Branchenkenner, der nicht genannt werden will. Damit sei Regiojet der Partnerschaft aus ÖBB und CD wohl ordentlich in die Parade gefahren.

    Die im Dezember 2017 gestartete Regiojet gibt die Auslastung mit 230 Personen pro Zug an, im ersten Halbjahr insgesamt mit gut einer halben Million (inklusive Inlandsverkehr in Tschechien).

    Wie die täglich sieben Railjet-Züge von Prag nach Wien (und weiter nach Graz) ausgelastet sind, gibt die ÖBB nicht an. Sie sei jedenfalls signifikant höher, heißt es. (Luise Ungerboeck, 25.8.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ein Branchenkenner, der nicht genannt werden will. Wie heißt er? Hätt's gerne gewusst, seitdem sich nach meiner Beobachtung die Auslastung nicht wirklich unterscheidet.

    Vor allem kein Wunder, Regiojet hat nur 4, die Staatsbahnen haben 7 Zugpaare, die direkt von Wien nach Prag fahren pro Richtung.

    Der Erfolg von Regiojet mag vorhanden sein, aber er ist jetzt nicht überwältigend.

    Der Rest ist zu langweilig für mich. Ich meine, die Widersprüche von Frau Ungerböcks Artikel muss man gar nicht erst nennen, vom Inhalt her bleibt fast gar nichts übrig dabei.
  • So ist es auch beim Nachtzugverkehr, den die ÖBB von DB übernommen hat.
    Keine Ahnung wie es jetzt ist, aber vor Jahren (als in Deutschland noch die DB fuhr), war es nicht so einfach möglich ein Ticket für einen "ÖBB"-EN zu buchen.
    Hieß damals glaube ich: Kann ihn nicht buchen, vermutlich voll. Versuchen Sie es beim Schaffner. Der Tipp war gut, denn wir haben dann zu Zweit ein 4er-Abteil im Liegewagen bekommen.
  • Neue Bremsklötze für Regiojet
    Luise Ungerboeck, 30. August 2018, 09:00

    Die ÖBB will den Tschechen den Verkauf von Bahntickets gestatten, nicht aber von Bustickets – obwohl sie in ihrem ÖBB-Reisezentrum beides feilbietet
    Wien – Eine außergerichtliche Einigung im andauernden Streit zwischen ÖBB und Regiojet rückt in weite Ferne. Die Auseinandersetzung über Fahrkartenschalter auf dem Hauptbahnhof Wien nimmt inzwischen kabaretthafte Züge an: Nach monatelangen Verhandlungen knüpft Bahnhofsbetreiber ÖBB-Infrastruktur die Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten an den tschechischen Bahnbetreiber nun an neue Bedingungen: In dem Verkaufslokal dürfe Regiojet ausschließlich Zugtickets für die Strecke Wien-Prag- Wien verkaufen, nicht aber Fahrkarten für Autobuslinien, etwa von Prag nach Berlin oder von Wien nach Budapest, oder andere Dienstleistungen.
    Das lehnen die Tschechen ab. Regiojet wurde mit Fernbuslinien (unter der Marke "Student Agency") groß, ehe man im Dezember 2017 mit gelb-roten Zügen ins Bahngeschäft eingestiegen ist, und hat vitales Interesse, beide Verkehrsmittel auszulasten. Die meisten Tickets und Sitzplatzreservierungen werden von den Kunden über Internet gebucht. Den Verkauf dieses Produktportfolios auf dem Bahnhof in Wien wolle die ÖBB nun einschränken, argwöhnt Regiojet-Sprecher Ales Ondruj, obwohl die österreichische Staatsbahn in ihrem ÖBB-Reisezentrum sehr wohl Zusatzdienstleistungen wie Bustickets verkaufe.
    Regulator eingeschaltet
    Das stimme so nicht, kontert die ÖBB und beruft sich auf Eisenbahnrecht. Regiojet habe lediglich Zugang zu Flächen für den Fahrscheinverkauf als Eisenbahnunternehmen gemäß Eisenbahngesetz gestellt. Der Verkauf von Busfahrscheinen falle aber nicht unter diese Bestimmungen.
    Inzwischen ist der Bahnregulator eingeschaltet, bestätigt die zuständige Schienen-Control. Sie versuchte bisher zu vermitteln, nun muss die Schienen-Control-Kommission, also die Behörde, den Streit schlichten. Wie lang das dauern wird, ist nicht abzuschätzen.
    Die Chancen für die ÖBB, diesen Rechtsstreit zu gewinnen, scheinen freilich überschaubar, denn ÖBB-Konkurrent Westbahn hat auf dem Hauptbahnhof bereits ein Ticketverkaufslokal angemietet – ohne jede Einschränkung hinsichtlich verkaufter Produkte. Regiojet wird man unter diesem Titel das Gleiche wohl kaum verwehren können.
    Das Verhalten der ÖBB sorgt in der Branche für Kopfschütteln. Denn die Regiojet-Züge wurden von der Staatsbahn anstandslos in die elektronische ÖBB-Fahrplanauskunft Scotty aufgenommen. Das war seinerzeit beim Start der Westbahn nicht selbstverständlich. 2011 entschieden Schienen-Control-Kommission und Kartellgericht in einem Eilverfahren zugunsten der Westbahn, und die ÖBB musste ihr gedrucktes Kursbuch wenige Tage vor Inkrafttreten des Winterfahrplans einstampfen. 2012 bestätigte das Kartellobergericht den Spruch – auch weil Züge von Raaberbahn und Wiener Lokalbahn bereits seit jeher im ÖBB-Kursbuch aufgelistet waren.
    Diskriminierungsverbot
    Was den diskriminierungsfreien Zugang zu Bahnhofsinfrastruktur betrifft, den Exmonopolisten ihren Konkurrenten gewähren müssen, ist die EU-Richtlinie recht eindeutig: Das Mindestzugangspaket umfasst Bahnhofsfazilitäten, Verkaufs- und Serviceeinrichtungen sowie Promotion für Fahrpläne ebenso wie Werkstätten und Waschanlagen für Züge. Sie sind zur Verfügung zu stellen, gegen angemessenes Entgelt. Angemessen heißt in dem Fall: Die Miete darf keine wie im Handel üblich mit Umsatzbeteiligung sein.
    Im Hintergrund tragen die Kontrahenten übrigens einen zweiten Konflikt aus: Die Tschechen wollen einen exklusiven Warteraum für Regiojet-Passagiere einrichten, allerdings nicht nur für die erste Klasse wie die ÖBB-Lounges. Das ins Auge gefasste Lokal stelle die ÖBB-Infra aber nicht zur Verfügung, kritisiert Regiojet. Weil sich die Geschäftsfläche neben ÖBB-Reisezentrum und Westbahn-Ticketschalter befinde und für allfällige weitere Bahnanbieter reserviert sei, betont man in der ÖBB. (Luise Ungerboeck, 30.8.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Die ÖBB hat doch keine Fernbuslinien mehr, oder habe ich da etwas verpasst?
    Vielleicht verkaufen sie Tickets der ÖBB-Tochter Postbus.

    Luise Ungerboeck schrieb:

    Regiojet wurde mit Fernbuslinien (unter der Marke "Student Agency") groß, ehe man im Dezember 2017 mit gelb-roten Zügen ins Bahngeschäft eingestiegen ist, und hat vitales Interesse,
    Luise Ungerboeck scheint etwas verschlafen zu haben. Regiojet wurde 2009 gegründet und ist seit 2011 im Bahngeschäft tätig.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Was wohl gemeint ist, ist, dass die IC-Busse auch dort verkauft werden können - ebenso Fahrkarten der Verkehrsverbünde was Busverkehr dort einschließt.

    Ihre Artikel sind für mich trotzdem unerträglich in ihrem Stil. Besonders ihr quellenloses Insiderwissen.

    Hab das Gefühl, dass ein gewisser jemand hier sie mit Infos versorgt...
  • ich habe da ein paar recht lesenswerte Postings im Standard gefunden, die will ich Euch nicht vorenthalten:






    das muss jetzt sein schrieb:

    Der Hintergrund liegt hier wohl in den unterschiedlichen Rechtsvoraussetzungen für Bahn und Bus.
    Für den Eisenbahnverkehr regeln die EU-Eisenbahnpakete den Marktzutritt sowie die Rechte und Pflichten der Teilnehmer.
    Für den Busverkehr gibt es kein ähnlich gelagertes Paket.
    Wenn jetzt die ÖBB-Infrastruktur einem Unternehmen für den Verkauf von Bustickets auf Basis der EU-Eisenbahnverordnung Raum zur Verfügung stellt, werden recht rasch weitere Busanbieter Flächen fordern. Diese Flächen gibt es nicht und es gibt auch keine Rechtsgrundlage dafür. Einen Anbieter aber besser zu behandeln wird der ÖBB-Infrastruktur recht rasch eine Klage einbringen.
    Das Grundproblem ist hier, dass der (Fern)busverkehr EU-weit nicht ausreichend geregelt ist. Und ich verstehe, dass ein Vermieter sich da nicht in die Nesseln setzen will.




    das muss jetzt sein schrieb:

    Sowohl die Geschichte als auch die EU-Eisenbahnverordnung gestalten sich etwas anders als hier beschrieben.
    Die ÖBB verkauft keine Bustickets, sie verkauft Verbundtickets. Die kann man mit allen Verkehrsmitteln nutzen, die in dem Bereich fahren. Für Juristen wird diese Spitzfindigkeit wohl einen Unterschied machen. Bei der Regulierung macht es einen.
    Die EU-Eisenbahnverordnung schreibt nur, dass jedem Eisenbahnverkehrsanbieter der Zugang für die Erbringung seiner Eisenbahnleistungen zu gewähren ist. Busleistungen sind hier nicht erwähnt worden, weil der Bussektor größtes Interesse hat, unreguliert zu bleiben.
    Das ehemalige Western Union-Lokal, das der Regiojet jetzt haben will, war übrigens ursprünglich als Verkaufsraum für sie, die WESTbahn und weitere "Private" vorgesehen. Wollte Regiojet nicht, weil sie unbedingt das ÖBB-Reisebüro wollten

    das muss jetzt sein schrieb:

    Der IC-Bus ist dem Schienenangebot gleichgestellt. Es gelten für diesen Bus sogar die Fahrgastrechte der Schiene.
    In der ursprünglichen Planung war der Bus als Schienenersatzverkehr bis zur Eröffnung des Koralmtunnels geplant. Ich weiß nicht, ob das dann auch so in den Systemen verankert wurde. Die Fahrkarte, die sie dafür kaufen können, ist jedenfalls eine ganze normale Bahnfahrkarte. Die gibt es auch ganz normal am Schalter (auch im neuen Verkaufssystem, zumindest habe ich vorige Woche in Klagenfurt eine Karte bekommen).
    Der Busverkehr von Landeck in die Schweiz ist meines Wissens nach ein bestellter, kein eigenwirtschaftlicher. Damit ist er wie ein Verbundverkehr zu behandeln.
    Das Thema wird durch die unterschiedlichen Vorschriften für Bus und Bahn leider sehr rasch komplex. Für jedes Detail gibt es irgendwo Sonderregeln.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

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