Dampflok-/Nostalgiefest Mürzzuschlag

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    Hier ein paar Fotos vom Dampflok- und Nostalgiefest in Mürzzuschlag am vergangenen Sonntag.

    Zwei Anmerkungen vorweg: Auf Grund des großen Publikumandranges war es fast unmöglich, die anwesenden Triebfahrzeuge ohne Personen vor, auf, in oder seitlich der Lok zu fotografieren. Personenlose Fotos sind durchwegs Glückstreffer.

    Und: Die Veranstaltung verlief während der Zeit, die ich auf dem Gelände verbrachte, ohne irgendwelche unliebsame Vorfälle.

    Kurz nach meiner Ankunft ging ein Wolkenbruch, begleitet von einem kurzen Gewitter, nieder, weshalb Erwin Tisch und ich uns im Museumsinneren aufhielten. Das machten aber auch die meisten anderen Festbesucher, wodurch die Absicht, ein paar Fotos zu machen, ein aussichtsloses Unterfangen war. Ca. 20 Minuten später schien schon wieder die Sonne und die 310.23 machte sich auf den Weg zur Drehscheibe, um für die Rückfahrt mit der Rauchkammertür voraus vor dem Zug zu stehen:


    Das Drehen der 310.23 auf der Drehscheibe ist ein regelrechter Anziehungspunkt, während die slowenische 644 016 eher nur dazu dient, bessere Fotos von der 310er schießen zu können:


    Die 1010.02 ist ein echtes Schmuckstück:


    047-375 (ex-BR 47 375) "Falcon" der ungarischen Continental Railway Solution (CRS):


    An Sonntagen sind zahlreiche Tfz. arbeitslos, weshalb in Mürzzuschlag eine ganze Reihe von ihnen abgestellt ist. Insgesamt sind es 15 Stück. Dahinter der zur Falcon gehörende Wagensatz:


    Mittlerweile hat die 310.23 die Drehscheibe erreicht:


    M61.001 der MÁV:


    Die Polizeilok 1116 157:


    VT 10.02 (Bj. 1953) der GKB. Dahinter der 5081 055 "Max" der Erzbergbahn:


    ÖBB-Vectron 1293 003:


    Generationen-Foto 1953 bis 2018: VT 10.02 (65 Jahre), M61.001 (55 Jahre), 5081 055 (53 Jahre) und 1293 003 (wenige Monate):


    424 247, 1116 157 und 1293 003:


    Am Führerstand der 424 247 herrscht großer Andrang an künftigen Lokführern: :D


    Bei der Fahrt Richtung Drehscheibe macht der Heizer der 424 247 den Fotografen eine große Freude:


    Die andere Seite der Polizeilok ohne ins Bild laufende Besucher:


    me Ausstellung der acht Weltkulturerbe-Gemeinden:


    Die Gemeinde Breitenstein thematisierte die anstrengende Arbeit der Steinklopfer beim Bau der Viadukte:


    Die slowenische 644 016 fährt an ihren Zug. Mittlerweile geht ein weiterer Wolkenbruch samt Gewitter nieder:




    Der 4744 064 wartet auf seine Abfahrt um 15:11 Uhr als Zug 4091 nach Bruck/Mur:


    Der Salonzug nach Heiligenstadt mit der Planabfahrt um 15:40 Uhr und der 1010.02 am Zugschluss:


    Interessantes Wagenmaterial in diesem Sonderzug:


    Bespannt ist der Zug mit der 1142 635, deren an der Stirnfront angeschriebene Loknummer kaum lesbar ist:


    Die 310.23 abfahrbereit vor dem Salonzug. Daneben der RJ 657 von Flughafen VIE nach Graz:

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 10. 6. 2018.


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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    Die 1010.02 ist ein echtes Schmuckstück:
    Naja, nicht authentisch halt, wie das meiste österreichische Nostalgiegerümpel. Seit sie "errötet" ist, trug sie den "Pflatsch" und die "Computernummer". Die unterste Zierlinie endete bei den Führerstandstüren, der mittlere Zierstreifen war breiter und ober dem oberen Zierstreifen gab's noch einen Roten (Foto aus 1987 - 150 Jahre; Silberwald); Aber wenn man das uninformierte Durchschnittspublikum mit solchen Nostalgiekrüppeln glücklich machen kann...:

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    westbahn schrieb:

    Seit sie "errötet" ist, trug sie den "Pflatsch" und die "Computernummer". Die unterste Zierlinie endete bei den Führerstandstüren, der mittlere Zierstreifen war breiter und ober dem oberen Zierstreifen gab's noch einen Roten (Foto aus 1987 - 150 Jahre; Silberwald);


    Nein, die 1010.02 "errötete", d.h. sie bekam blutorange noch in der sonst alten Zeit: Flügelräder, Silberdach, Nummern- und Fabrikschilder kamen alle noch auf die blutorangene 1010er. Erst später wurde sie so wie auf obigem Bild.

    Kompromiß heute: Fehlende Fabrikschilder, fehlende Messingpfeifen und gummigefaßte Stirnfenster. Sonst ident mit den frühen 80er-Jahren.

    Siehe auch das Buch über die Reihe 1010, wo jede 1010er in jedem Zustand abgebildet ist.

    LG 2020.01
    Im übrigen bin ich der Meinung, daß die Tagespresse gekübelt werden sollte.
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    Ob die 02 genau so ausgesehen hat, ist mir jetzt nicht so wichtig. Zumindest die 01 und die 04 waren so unterwegs, somit fällt es für mich unter authentisch.


    westbahn schrieb:

    Seit sie "errötet" ist, trug sie den "Pflatsch" und die "Computernummer". Die unterste Zierlinie endete bei den Führerstandstüren, der mittlere Zierstreifen war breiter und ober dem oberen Zierstreifen gab's noch einen Roten (Foto aus 1987 - 150 Jahre; Silberwald); Aber wenn man das uninformierte Durchschnittspublikum mit solchen Nostalgiekrüppeln glücklich machen kann...:
    Über die anderen schimpfen, aber selbst nicht ein Mal kurz im Netz recherchieren. Sofern ich nicht Halluzinationen habe, ist am dritten Bild (1010.02 vor Westbahn-Güterzug in Vöcklabruck, Juli 1979.) die 1010 02 mit Flügelrad und ohne Computer-Nummer unterwegs. Dafür trägt sie einen oberen Zierstreifen. Man könnte sich ja auch noch über die Fensterdichtung echauffieren.
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    dr. bahnsinn schrieb:

    Interessantes Wagenmaterial in diesem Sonderzug

    Der Südbahn ABaü 630 (1903 Ganz; später ABaü 11805 -> 1932: ABa 2404 -> 1935: BCa 3519 -> 1959: ABa 2651 -> 1969 Bahndienstfahrzeug 30 55 117 3090-8 -> jetzt: 80 55 117 6017-4) wurde um 2000 in Szombathely aufgearbeitet und ist jetzt wohl der schönste Wagen aus der Zeit der Monarchie.

    Quelle: hu.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9l…y%C3%BA_szem%C3%A9lykocsi
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    Es war das letzte Mal! Gott sei Dank! Wieder ein grenzwertiges und unötiges Event weniger, das den Bahnbetrieb massiv stört! In der Holding überlegt man abermals ein Dampflokverbot aufgrund der Vorfälle. Die Anzahl der maßgeblichen Befürworter sinkt allerdings aufgrund der biologischen Vorgänge immer weiter! Die Zukunftserwartungen sind demnach sehr positiv!
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    KFNB X schrieb:

    Die ÖBB müsste sich einfach ihrer Geschichte besinnen und selbst etwas auf die Beine stellen (vgl. SBB Historic, MAV Nostalgia, ...) und das unter ordentlichen Bedingungen durchziehen.
    Richtig. Diese Forderung zieht sich in diesem Forum wie ein roter Faden durch alle Threads, die sich den Themen Nostalgie/Geschichte der Eisenbahn widmen. Andere, hier gelegentlich geäußerte Ansichten bleiben eindeutig in der Minderheit.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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    Es wurde nie behauptet, dass es wieder eine ÖBB Nostalgie geben wird, sondern nur, dass sie begrüßenswert wäre.
    Warum müssen sie die Eigentümer der Fahrzeuge sein? Da denkst du jetzt im vorigen Jahrtausend. Sie müssten nicht ein Mal Halter sein, es würde reichen (sofern ECM mal irgendwann tatsächlich auch für Personenwagen und Lokomotiven kommt), dass sie ECM, EVU, etc. sind.
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    Nenne mir nur einen Grund, weswegen die ÖBBs - welche eigentlich genau - dies tun sollte(n)? Bringt es finanziell etwas? Nein! Ganz im Gegenteil! Soukup hat Millionenverluste eingefahren. Man war froh, all das (Gerümpel) los zu sein! Warum also soll man sich neuerlich auf so etwas einlassen? Kommt ECM für Loks und Personenwagen, wird TS sicher zertifiziert sein und die Ramsch- und Rostvereine können ihre fahrbaren Schrotthaufen dort prüfen lassen. Was willst du mehr? Und wozu EVU? Natürlich könnten es ÖBB-EVUs sein, die wollen aber (sie werden schon wissen, warum) nicht, daher g'fretten sich halt WLB und Co damit herum - bis es auch ihnen zu dumm wird, denn ÖBB-Infra und -PV haltent sich ob der Probleme am Semmering und Co. (Verspätungen, Schäden, usw.) an den durchführenden EVUs und nicht an den Rostvereinen schadlos. Daher würde es mich nicht wundern, wenn diese EVUs entsprechende Anfragen dankend ablehnen werden.

    BTW: SBB Historic hat mit "der SBB" sehr wenig bis gar nichts zu tun, weil es sich um eine Stiftung handelt.

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    westbahn schrieb:

    ....daher g'fretten sich halt WLB und Co damit herum
    Könnte es sein, dass sie es deswegen machen, weil sie, anders als das ÖBB-Management, einen anderen, verantwortungsvolleren Zugang zur Geschichte der Eisenbahn im Lande haben?

    Eine eher rhetorische Frage, denn die westbahn-Antwort kenne ich eh. Aber es gibt auch noch andere User im Forum, die sich über das Thema Gedanken machen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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    Auch wenn es schon Gebetsmühlenartig ist, historisches zu bewahren (auch im Museen) bringt meist finanziell nichts, sollte aber zum Verantwortungsbewusstsein eines Konzerns gehören. Wenn sich der Konzern dazu entscheidet, dass man dies möchte, dann wird der PV nicht sagen können: Nein, machen wir nicht. Die RCA wirds ja wohl kaum dürfen, also warum EVUs?

    Die Aufgabe eines ECM ist nicht die Prüfung von Fahrzeugen.
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    Könnte es sein, dass sie es deswegen machen, weil sie, anders als das ÖBB-Management, einen anderen, verantwortungsvolleren Zugang zur Geschichte der Eisenbahn im Lande haben?
    Natürlich, WLB und Co wollen Geld verdienen, das ist der verantwortungsvollere Zugang zur Geschichte der Eisenbahn im Lande. Und sonst gar nichts!

    Warum bitte soll sich ein zur Wirtschaftlichkeit per Gesetz verpflichteter Konzern Gedanken über Altfahrzeuge machen? Wo gibt's denn eine Dr. Richard oder Blaguss-Nostalgieabteilung oder Autobusmuseum?



    Die Aufgabe eines ECM ist nicht die Prüfung von Fahrzeugen.
    Aja? Die Instandhaltungsstelle (ECM) muss mittels eines zertifizierten Instandhaltungssystems gewährleisten, dass die Fahrzeuge, für deren Instandhaltung sie zuständig ist, in einem sicheren Betriebszustand sind.

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