[Potsdam] Sprengung einer 250 kg-Fliegerbombe sorgt für Verkehrsbehinderungen

  • [Potsdam] Sprengung einer 250 kg-Fliegerbombe sorgt für Verkehrsbehinderungen

    Sperrkreis ab 07:30 Uhr: Weltkriegsbombe in Potsdam wird am Freitag entschärft
    02.08.18 | 19:15 Uhr
    Inzwischen wird es zur Routine: Am Freitag wird in Potsdam erneut ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Ab 7:30 Uhr müssen die Anwohner innerhalb des 800-Meter-Sperrkreises ihre Häuser räumen. Betroffen ist auch die Staatskanzlei.


    Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Freitag in Potsdam entschärft – die 189. seit der Wende. Für die Dauer der Entschärfung gilt um den Fundort auf dem ehemaligen Tramdepot ein etwa 800 Meter großer Sperrkreis.
    In dem Sperrkreis liegen die brandenburgische Staatskanzlei, mehrere Landesministerien, das Präsidium der Bundespolizei sowie das Märkische Druckzentrum mit der Redaktion der "Märkischen Allgemeinen". Zudem müssen am Freitagmorgen zwei Pflegeheime und eine Kindertagesstätte geräumt werden. Rund 3.000 Anwohner müssen ihre Häuser verlassen.

    Blindgänger leicht deformiert

    Der Blindgänger ist leicht deformiert und müsse je nach Zustand entschärft oder gesprengt werden, sagte Stadtsprecherin Christine Homann am Donnerstag. Da Sprengmeister Mike Schwitzke im Urlaub sei, übernehme Sprengmeister Klaus Schulze die Entschärfung.
    Während der Räumung sind etwa 200 Helfer der Stadt, der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz, um den Sperrkreis abzusichern. Alle Anwohner sollten das Gebiet bis 7:30 Uhr selbstständig verlassen, sagte Homann. Störer, die sich unrechtmäßig im Sperrkreis aufhielten, müssten mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro rechnen.


    Verkehrsbehinderungen und Homeoffice für Minister

    Während der Bombenentschärfung wird der Bahnverkehr zwischen dem Hauptbahnhof und dem S-Bahnhof Babelsberg unterbrochen. Auch zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien verkehren nicht.
    Für die Mitarbeiter der Staatskanzlei und der Ministerien im Sperrkreis wurde für Freitag Homeoffice angeordnet. Dies gelte auch für Justizminister Stefan Ludwig (Linke), der keine auswärtigen Termine habe, sagte eine Ministeriumssprecherin. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sei am Morgen zu einem Fernsehinterview in Templin (Uckermark) und anschließend auf Terminen in Berlin, berichtete Regierungssprecher Florian Engels. "Insofern ist er von den Evakuierungsmaßnahmen nicht betroffen."
    Auch die Bundespolizei muss ihr Präsidium während der Entschärfung vorübergehend räumen. Nähere Angaben machte Präsidiumssprecher Gero von Vegesack aus Sicherheitsgründen nicht. "Die Arbeitsfähigkeit des Bundespolizeipräsidiums wird sichergestellt sein", betonte er.

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  • Sperrkreis wieder freigegeben: Weltkriegsbombe in Potsdam erfolgreich gesprengt
    03.08.18 | 17:21 Uhr
    Um 15:16 Uhr war es soweit: In der Potsdamer Innenstadt konnte die Fliegerbombe im zweiten Versuch erfolgreich gesprengt werden. Zuvor hatte die erste Sprengung abgebrochen werden müssen. Dann drangen Menschen in den Sperrkreis ein.

    Nach mehreren Verzögerungen und Hindernissen konnte in der Potsdamer Innenstadt die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt werden. Auch der Sperrkreis ist wieder aufgehoben worden. Mögliche Schäden seien bei Kontrollen nicht entdeckt worden, sagte Stadtsprecher Markus Klier.
    Die Sprengung erwies sich als schwierig und musste mehrmals verschoben werden: Es befanden sich wieder Menschen im Sperrkreis, hatte Stadtsprecherin Christine Homann am Freitagnachmittag mitgeteilt. Diese mussten zunächst ausfindig gemacht und aus der Gefahrenzone gebracht werden.

    Dämmung mit Wasser und Sand


    Die Fünf-Zentner-Bombe englischer Bauart lag auf einem Baufeld nahe dem alten Tramdepot und konnte nach Angaben von Sprengmeister Klaus Schulze nicht entschärft werden. Der Blindgänger war leicht verformt. Ein erster Sprengversuch war am Mittag gescheitert, weil der Zündmechanismus versagte.

    Zur Dämmung der Detonation hatte die Feuerwehr am Vormittag mehr als 20.000 Liter Wasser in eine Mulde um die Bombe gefüllt. Das Wasser musste wieder abgepumpt werden, um einen neuen Zünder an der Bombe zu befestigen. Anschließend wurde die Mulde mit Sand gefüllt, um die Detonation so einzudämmen.
    Ab 9:30 Uhr war der Bahnverkehr zwischen dem Hauptbahnhof und dem S-Bahnhof Babelsberg unterbrochen. Auch zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien verkehrten nicht.

    Störern droht Bußgeld von bis zu 5.000 Euro
    Die Räumung des Sperrkreises in einem Radius von 800 Metern um den Fundort des Blindgängers am alten Tramdepot hatte sich am Freitagmorgen verzögert, weil einige Anwohner ihre Wohnungen nicht rechtzeitig verlassen hatten. 3.000 Menschen mussten das Sperrgebiet verlassen.
    Die Räumtrupps hatten einige Anwohner angetroffen, die von der Evakuierung angeblich nichts mitbekommen hätten, wie Stadtsprecherin Christine Homann am Vormittag dem rbb sagte. Rund 200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung überprüften, ob alle Wohnungen im Sperrkreis leer waren. Störer, die sich unrechtmäßig im Sperrkreis aufhielten, müssen mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro rechnen.




    Mehrere Ministerien betroffen
    In dem Sperrkreis lagen die brandenburgische Staatskanzlei, mehrere Landesministerien, das Präsidium der Bundespolizei sowie das Märkische Druckzentrum mit der Redaktion der "Märkischen Allgemeinen". Zudem mussten am Freitagmorgen zwei Pflegeheime und eine Kindertagesstätte geräumt werden.
    Es war die 189. Bombenentschärfung in der Brandenburger Hauptstadt seit der Wende. Stadtsprecher Klier zufolge waren während der Bombenräumung 350 Einsatzkräfte der Stadt, der Polizei und der Feuerwehr im Einsatz.

    Verkehrsbehinderungen und Homeoffice für Minister
    Für die Mitarbeiter der Staatskanzlei und der Ministerien im Sperrkreis war für Freitag Homeoffice angeordnet worden. Auch die Bundespolizei musste ihr Präsidium während der Entschärfung vorübergehend räumen. Nähere Angaben machte Präsidiumssprecher Gero von Vegesack aus Sicherheitsgründen nicht. "Die Arbeitsfähigkeit des Bundespolizeipräsidiums wird sichergestellt sein", betonte er.

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  • Sperrkreis am Donnerstag. Bild: rbb|24/Lokaler Editor

    Bombenentschärfung in Potsdam trifft 3.000 Anwohner
    11.09.18 | 17:08 Uhr
    Erst vor rund einem Monat musste in der Potsdamer Innenstadt eine Weltkriegsbombe unschädlich gemacht werden - am Donnerstag kommen erneut Kampfmittel-Experten zum Einsatz. Und rund 3.000 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen.
    Eine 250 Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Montag in der Potsdamer Innenstadt gefunden worden. Der Blindgänger englischer Herkunft liege auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots in der Heinrich-Mann-Allee, teilte die Stadt Potsdam am Dienstag mit.
    Entschärft werden soll die Bombe am Donnerstag. Um den Fundort wird dann ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet. Etwa 3.000 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises leben, müssen diesen bis 8 Uhr verlassen haben.

    Einschränkungen im Nahverkehr
    Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem die Brandenburger Staatskanzlei sowie mehrere Ministerien, Landesämter und die Bundespolizei. Außerdem sind zwei Pflegeheime, eine Einrichtung des betreuten Wohnens, ein Gymnasium und zwei Kindertagesstätten betroffen.
    Der Sperrkreis befindet sich innerhalb des Bereiches Friedrich-List-Straße, Nuthestraße, Horstweg, Waldstraße, Albert-Einstein-Straße und Hauptbahnhof. Sowohl der Hauptbahnhof als auch die Nuthestraße, Horstweg und Friedrich-List-Straße blieben für den Fahrzeugverkehr geöffnet, so die Stadt Potsdam. Auch der Bahnhof Babelsberg liegt außerhalb des Sperrkreises. Ein Teil der Gleisanlagen liege jedoch innerhalb des Kreises.
    Einschränkungen wird es demnach bei Straßenbahn- und Buslinien sowie im Regional- und S-Bahnverkehr geben.
    Jede Störung soll angezeigt werden
    Da es im Zusammenhang mit der Beseitigung von Weltkriegsbomben in der Vergangenheit immer wieder zu Störungen und Verzögerungen durch Passanten gekommen sei, kündigt die Stadt Potsdam an, "jede Störung bei der Evakuierung und Entschärfung zur Anzeige zu bringen beziehungsweise selbst Bußgeldverfahren einzuleiten" – und warnt: " Die Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden."
    Die Sprengung der letzten in Potsdam gefundenen Weltkriegsbombe Anfang August musste mehrmals verschoben werden. Nach Angaben der Stadt befanden sich Menschen im Sperrkreis, die ausfindig gemacht und aus der Gefahrenzone gebracht werden mussten. Auch bei einer Entschärfung im November vergangenen Jahres hatten mehrere Anwohner ihr Zuhause nicht freiwillig verlassen wollen.
    Etwa 300 Helfer, darunter Feuerwehrleute und Polizisten sollen am Donnerstag im Einsatz sein, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern, so die Stadt. Entschärfen soll die Bombe Sprengmeister Mike Schwitzke.
    Immer wieder Bombenfunde nahe dem Hauptbahnhof
    Für betroffene Anwohner steht während der Sperrung das Bürgerhaus Am Schlaatz, als Aufenthaltsort für Betroffene zur Verfügung.
    Der jetzt gefundene Blindgänger ist laut Stadt Nummer 191 seit 1990.
    Die Gegend nahe des Potsdamer Hauptbahnhofs war in den vergangenen Monaten immer wieder von den Folgen von Bombenfunden betroffen. Vor der Bombensprengung im August war dort im Juli eine 250-Kilo-Bombe entschärft worden. Die im November gefundene 250-Kilo-Bombe lag im Nuthepark am Hauptbahnhof.

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