10.9.: Präsentation des ÖBB Cityjet eco

  • ÖBB-Akku-Zug: Bilanz nach Steiermark-Test

    Nach der ersten Probefahrt des neuen Cityjets eco in der Steiermark hat die ÖBB eine erste Zwischenbilanz der Testserie mit den akkubetriebenen Zug-Garnituren gezogen. Die Bilanz fiel positiv aus.

    Online seit heute, 11.28 Uhr

    Die bisherigen Evaluierungsfahrten der gemeinsam mit Siemens entwickelten Triebwagen seien sehr vielversprechend verlaufen, hieß es am Mittwoch seitens der ÖBB.
    Fahrten mit Fahrgästen im Echtbetrieb geplant
    „Derzeit sind wir dabei, die Erfahrungen der Testfahrten zu sammeln und anschließend auszuwerten. Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Fahrten mit Fahrgästen im Echtbetrieb geplant, von denen wir uns weitere wertvolle Erkenntnisse erwarten“, hieß es weiter. Gegen Ende des Jahres soll der salopp „Akku-Zug“ genannte Cityjet eco erneut zwischen Graz und Bad Radkersburg getestet werden – diesmal im regulären Fahrplanbetrieb.
    Einsatz von 25 Zügen geplant
    Nach der Auswertung der Ergebnisse der Probefahrten und den Tests im Fahrgastbetrieb soll evaluiert werden. Sollte alles zur Zufriedenheit verlaufen sein, plant die ÖBB künftig 25 derartige Züge auf Strecken in mehreren Bundesländern einzusetzen.
    Hitzeproblem bei Dieselgarnituren gelöst
    In der Südsteiermark begrüßt man die Pläne der ÖBB. Armin Klein von der Interessengemeinschaft Neue Radkersburger Bahn sieht das in den Sommermonaten von Jahr zu Jahr zunehmende Hitzeproblem der Dieselgarnituren, insbesondere auf der südsteirischen Strecke, durch das Vorhandensein einer Klima-Anlage im Cityjet eco als gelöst an. Augenzeugen der Probefahrt vergangenen Freitag zeigten sich zudem von der Geräuscharmut der neuen Züge beeindruckt: „Er ist total leise. Man hört nur Rollgeräusche“, hieß es gegenüber der APA.
    Der Prototyp des Cityjets eco besitzt ohne Stromzufuhr eine Reichweite von 80 Kilometern. Durch technische Verbesserungen soll die endgültige Version 120 Kilometer weit fahren können mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 140 km/h.

    Aufladen in nur zehn Minuten
    Damit könnte der Cityjet eco im Falle einer „Wiedervereinigung“ der Radkersburger Bahn mit der Strecke jenseits der Murgrenze im heutigen Slowenien weit kommen: Die wieder zu aktivierende Verbindung von Gornja Radgona (Oberradkersburg) nach Ljutomer (Luttenberg) wäre mit der von Spielfeld aus gerechneten Gesamtstreckenlänge von zwei Mal 55 Kilometern zu bewältigen. Außerdem könnte der 14 Tonnen schwere, auf dem Zugdach montierte Akku am (elektrifizierten) Bahnknoten in Ljutomer laut Spezifikationen in nur zehn Minuten voll aufgeladen werden, verwies Klein auf das vielfältige Zukunftspotenzial des elektro-hybriden Triebwagens.
    red, steiermark.ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Hier ein dazu passender Artikel aus den OÖ Nachrichten:

    Lokomotiven mit Batteriebetrieb
    Von OÖN 30. Juli 2019 00:04 Uhr


    Testfahrten


    INNVIERTEL. ÖBB testen im Innviertel neues System, um Dieselbetrieb zu reduzieren.

    Die ÖBB haben gemeinsam mit Siemens eine Hybrid-Variante des Cityjet entwickelt und auf der Mattigtalbahn sowie im Bereich des "Rieder Kreuzes" getestet. Der Elektroantrieb kann sowohl über die Oberleitung als auch durch Batterien mit Strom versorgt werden.

    Der Zug eigne sich damit für Strecken, die nicht oder nur teilweise elektrifiziert sind. Sobald der Zug die elektrifizierte Strecke verlässt, speisen die Batterien das Energieversorgungssystem des Zuges. Auch die Infrastruktur wurde betrieblich und versorgungstechnisch auf den Erprobungsfahrten evaluiert, um die Strecken zu identifizieren, die dann auch im echten Fahrgastbetrieb befahren werden sollen, so die ÖBB. Für das Pilotprojekt wurde ein bestehender ÖBB Cityjet Desiro ML mit dem neuen Antriebssystem ausgestattet.

    Die Bauweise des Fahrzeuges ermögliche es, zusätzliche Dachlasten aufzunehmen und die Batterieanlage am Fahrzeug mit wenig Aufwand zu integrieren. Das Verhalten der Batterien im Bahnbetrieb ist Teil des Erprobungsprogramms und wird bei den Versuchsfahrten beobachtet. Ein weiterer Bestandteil der Evaluierungsfahrten ist es, potenzielle Standorte für Ladestationen zu eruieren, um mittelfristig eine Alternative zu Diesel-Loks bieten zu können. Die Technologie werde in den kommenden Monaten im Fahrgastbetrieb geprüft und zur Serienreife weiterentwickelt.

    Forderung nach mehr Leistung
    Für die Mattigtalbahn fordert unterdessen der Lengauer SP-Landtagsabgeordnete Erich Rippl bis zur Umsetzung der angekündigten Elektrifizierung mehr Leistung. "Das schwachbrüstige Wagenmaterial mit den alten einmotorigen Triebwägen der Baureihe DB 628 verfehlt aktuell die nötigen Mindestanforderungen. Durch Untermotorisierung werden Anschlusszüge nicht erreicht, was Fahrgäste wieder auf ihre Pkw zurückgreifen lässt", so Rippl, der an die zuständigen Stellen appelliert, "sich sofort bei den ÖBB um ein adäquates Wagenmaterial, etwa in Form der Siemens-Desiro-Garnituren, zu kümmern."
  • Batteriebetriebener Zug startet Testlauf

    In Niederösterreich ist ab September der erste batteriebetriebene Zug unterwegs. Die ÖBB haben die Zulassung für den sogenannten Cityjet eco bekommen und werden diesen nun erstmals im Fahrgastbetrieb testen. Ziel ist es, auch auf nicht-elektrifizierten Strecken emissionsfrei zu fahren.

    Online seit heute, 6.04 Uhr Es war eine besondere Zugfahrt, die am Samstag zahlreiche Ehrengäste und Interessierte im Kamptal erleben konnten. Auf einer Strecke, die normalerweise nur von Dieselloks befahren wird, der nicht-elektrifizierten Kamptalbahn, war erstmals ein Elektro-Zug unterwegs – genauer gesagt ein Zug mit elektro-hybridem Batterieantrieb, entwickelt von Siemens Mobility und den ÖBB.
    Was den Cityjet eco von einem normalen Triebwagen unterscheidet ist vor allem das Batteriesystem am Dach. Diese Batterien „werden aufgeladen, solange der Zug unter der Oberleitung elektrisch fährt und sobald er den Kontakt zu Oberleitung verliert und auf einer nicht elektrisch angetriebenen Nebenstrecke fährt, werden die Batterien die Bordstromversorgung sicher stellen“, erklärte Christian Schomer, CFO bei Siemens Mobility Österreich. Im Vergleich zu Dieselfahrzeugen kann der ÖBB Cityjet eco dann die nicht-elektrifizierten Streckenabschnitte nahezu geräusch- und emissionslos bewältigen, heißt es von den ÖBB.
    Alternative für nicht-elektrifizierte Bahnstrecken
    Etwa ein Viertel der Bahnstrecken in Österreich ist noch nicht elektrifiziert. Der neue Cityjet setze hier „definitiv neue Maßstäbe im Nah- und Regionalverkehr“, betonte Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) bei der offiziellen Präsentation des Zuges in Sigmundsherberg (Bezirk Horn). „Züge wie dieser sind ein großer und wichtiger Schritt hin zum Erreichen unserer Klimaziele und unserer gewollten Mobilitätswende in Niederösterreich“, so der Landesrat, der allerdings auch betonte, dass „es trotz dieser neuen Technologie keinen Investitionsstop bei den Elektrifizierungen in Niederösterreich geben darf“.
    Im Rahmen der Feierlichkeiten am Samstag wurde die Zulassung für den ersten Batteriezug nach europäischen Standards für Österreich durch das Verkehrsministerium auch offiziell übergeben. Nach umfangreichen Tests der Technologie und Evaluierung der möglichen Strecken startet nun der erste Einsatz im Fahrgastbetrieb – in den ersten beiden Septemberwochen auf der Kamptalbahn, in der dritten Woche auf der Traisentalbahn und der Kremser Bahn und in der letzten Septemberwoche auf der Erlauftalbahn. Wo der Cityjet nach dem Testbetrieb regulär zum Einsatz kommen soll, steht noch nicht fest.
    Einsatz nach der Testphase noch offen
    „Wir werden diesen Zug, nachdem wir die Genehmigung erhalten haben, über den Winter intensiv auf verschiedenen Strecken in Niederösterreich, in Oberösterreich und auch in der Steiermark testen“, sagte Klaus Garstenauer, Leiter Nah- und Regionalverkehr der ÖBB-Personenverkehr AG, „und wir werden aus diesen Erkenntnissen dann unsere Entscheidung für ein weiteres Vorgehen vorbereiten.“ Ziel sei es jedenfalls, aus dem Pilotprojekt eine Serienlösung auf mehreren nicht-elektrifizierten Strecken zu entwickeln, heißt es.
    Katharina Sunk, noe.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • 12.9.: 4746 049 rund um St. Pölten
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    Folgende Züge gelten im Gesamtlauf und angeführten Verkehrstagen als eingeleitet.
    Eine gesonderte Einleitung entfällt auf Fahrdienstleiterebene.
    Die Mitarbeiter des Bahnhofes sind jedenfalls mit der Zugankündigung zu verständigen.
    Diese Fahrpläne sind im genannten Zeitraum auch in TIM enthalten.
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    12.09.2019:
    SLP 17078 Krems a.d.Donau (ab 11.05, aus Z 6242 Vortag) –
    St.Pölten Hbf (an 11.46, für SR 16824)

    SR 16824 St.Pölten Hbf (ab 12.20, aus SLP 17078) –
    Traisen (an 12.49, Fototermin bis Rückfahrt SR 16823)

    SR 16823 Traisen (ab 13.10) - St.Pölten Hbf (an 13.42,
    Aussteigen, weiter PR-Stp, weiter als SLP 17079)

    SLP 17079 St.Pölten Hbf (ab 16.18, aus PR-Stp / SR 16823) –
    Krems a.d.Donau (an 17.28, für Z 6012 Folgetag)

    Zugbildung: 1x ÖBB-Cityjet 4746.049 Eco (XEMU)

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  • Bei einem Einsatz der CJ ecos von Krems und St. Pölten aus stellt sich ja die Frage, ob eine Elektrifizierung von Krems - Herzogenburg überhaupt noch sinnvoll ist.

    Der sollte ja ohne Probleme Horn - Hadersdorf mit Batterie fahren, hat dann von Hadersdorf bis Krems ein Schnürl zum Aufladen und fährt Krems - Herzogenburg wieder mit Batterie. Herzogenburg - St. Pölten lädt er wieder auf und schliesslich fährt er wieder mit Batterie nach Hain- oder Lilienfeld. Eigentlich ein ideales Einsatzgebiet.

    Es müsste sich sogar ausgehen, dass je ein Zug abwechselnd St. Pölten - Traisen - Schrambach - Traisen - Schrambach - Traisen - St. Pölten bzw. St. Pölten - Traisen - Hainfeld - Traisen - Hainfeld - Traisen - St. Pölten fährt.
  • verbindungsbahn schrieb:

    Die ÖBB haben nun die genauen Zugnummern bekanntgegeben
    Jein, denn: "Aufgrund von Präsentationszwecken wird der Cityjet eco an einigen Tagen nicht im Fahrgastbetrieb unterwegs sein." Siehe z.B. 12.09.

    02.09. - 13.09. Kamptalbahn (St. Pölten - Horn)
    Start um 08:19 in Krems und dann geht es St.Pölten - Horn - St. Pölten - Horn - Krems bis zum Feierabend um 16:10, ohne großartigen "Ladestop".

    16.09. - 20.09. Traisentalbahn & Kremserbahn (St. Pölten - Hainfeld & St. Pölten - Krems)
    Am Vormittag geht es ein Mal St. Pölten - Hainfeld - St. Pölten und nach knapp 5 Stunden Pause geht es nur mehr St. Pölten - Krems v.v.

    23.09. - 27.09. Erlauftalbahn (Pöchlarn - Scheibbs)
    fahrplan.oebb.at/bin/trainsear…1,02,03,04,05,06,07,08,09 ist ein REX und muss somit fahrplan.oebb.at/bin/trainsear…1,02,03,04,05,06,07,08,09 heißen
    5x Pöchlarn - Scheibs - Pöchlarn

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    Der Aufenthalt in Pöchlarn dauert nur je 16 Minuten und in dieser Zeit muss für 54 km geladen werden, da schaut man wohl, was möglich ist. Da geht es um über 1.000 kW!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KFNB X ()

  • Für 5 Umläufe würde aber auch reichen, wenn er jedesmal "nur" für 48km ladet.

    Rechnung :

    Ladung voll.... 80km
    nach erstem Umlauf 80km - 54km = 26km Restkapazität
    Ladung von + 48km => 74km
    nach zweitem Umlauf 74km - 54km = 20km Restkapazität
    Ladung von + 48km => 68km
    nach drittem Umlauf 68km - 54km = 14km Restkapazität
    Ladung von + 48km => 62km
    nach viertem Umlauf 62km - 54km = 8km Restkapazität
    Ladung von + 48km => 56km
    nach fünftem Umlauf 56km - 54km = 2km Restkapazität
    Ladung von + 48km => 50km, sechster Umlauf geht sich nicht mehr aus.

    Wobei ich nicht denke, dass der fünffache Umlauf so knapp berechnet ist. Eine Verspätung hätte dann nämlich die Folge, dass sich der letzte Umlauf nicht ausgeht.


    Das fikitve Rechenbeispiel zeigt auch, wie wichtig die Reichweite selbst bei kürzeren Strecken ist. Ein Cityjet ECO mit 120km Reichweite könnte bei gleichem Ladeverhalten 12 Umläufe schaffen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

  • Es wird sich die Umlauflogik radikal ändern.

    Wenn für Pöchlarn - Scheibbs 2 Garnituren nötig sind und eine Dritte zum Aufladen bereitstehen muss, wird die nicht in Pöchlarn herumstehen, sondern regelmässig ein Zug nach St. Pölten durchgebunden werden.

    Anders (wohl übertrieben) gesagt: Heute hast einen durchgebundenen Regionalzug unter Fahrdraht von Waidhofen nach Wien und die Diesel von Pöchlarn nach Scheibbs und von St. Pölten nach Schrambach. In 10 Jahren wirst einen Regionalzug von Waidhofen nach Pöchlarn, einen von Scheibbs nach St. Pölten und einen von Schrambach nach Wien haben. Und bei der relativ langen Fahrt unter der Oberleitung wird der Triebwagen wieder totalaufgeladen.

    Oder so eine Schleife wie Puchberg - Wr. Neustadt - Traiskirchen Aspangbahn - Wien HBF - Leobersdorf - Weissenbach macht aufladetechnisch durchaus Sinn.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

  • Neu

    Fragt sich dann halt, wie lange das Aufladen dauert, wenn die Garnitur dafür nicht steht, sondern in Betrieb ist.
    Sofern es technisch möglich ist, nicht viel länger. Nur in den kurzen Beschleunigungsphasen wird die volle Antriebsleistung benötigt, ansonsten bewegt es sich meist max bei 500 kW. Somit stehen problemlos über 1.000 kW zur Verfügung, außer man beschränkt die Ladeleistung, wenn die Spannung zu tief wird. Schneller wird man nicht laden können.

    Ob unter Fahrdraht die Batterie voll geladen wird, oder ein paar Prozent "Platz" gelassen werden, damit man eine Bremsung im Fahrzeug speichern kann?