[Graz] Machbarkeitsstudie für eine U-Bahn

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • [Graz] Machbarkeitsstudie für eine U-Bahn

    Grazer U-Bahn vor Prüfung

    Seit einigen Monaten werden im Grazer Rathaus Ideen für eine U-Bahn gewälzt - nun sollen konkrete Planungen folgen: Eine Machbar- und Finanzierbarkeitsstudie soll das Projekt untersuchen.

    Genau genommen geht es um zwei Hauptverbindungen, die den öffentlichen Verkehr in Graz ganz entscheidend verbessern sollen: Neben der schon seit längerem angedachten Nord-Süd-Verbindung mittels einer Schwebebahn entlang der Mur will man nun auch die Realisierbarkeit einer U-Bahn-Linie von Osten nach West prüfen.

    Grafik: ORF

    Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) bestätigte am Samstag einen Bericht der „Kleinen Zeitung“, dass nun erste konkrete Planungen beginnen. Führend in diese Planungen eingebunden ist der Verkehrsexperte der TU Graz, Kurt Fallast.
    Kleiner dimensioniert
    Er spricht von einer Art Mini-U-Bahn für Graz: „Graz ist für eine volle U-Bahn zu klein, aber eine leichte U-Bahn ist auf jeden Fall untersuchungswert. Man dimensioniert kleiner, es müssen nicht lange U-Bahn-Züge sein, es können die Fahrzeuge von der Kapazität her wie bei einer Straßenbahn ausgebildet sein, man ist in der Länge flexibel. Was aber schon dazu kommt: Man braucht einen neuen Betriebsbahnhof, das muss man in die Kilometerkosten mit einrechnen.“
    „Konkrete Unterlagen schaffen“
    Gedacht ist, dass die Mini-U-Bahn vom LKH Graz im Osten bis zum UKH im Grazer Westen führt und damit wichtige Spitäler, aber auch die Grazer Uni, die Fachhochschule und den Grazer Hauptbahnhof miteinander verbindet. „Man will einmal, und das finde ich sehr vernünftig, konkrete Unterlagen schaffen, also nicht einfach ‚Hurra, ja, das machen wir‘, oder ‚so ein Blödsinn‘, sondern man beschäftigt sich jetzt aus technischer Sicht, aus finanzieller Sicht, aus verkehrsplanerischer Sicht, und dann trifft man eine Entscheidung, was sehr vernünftig ist, dass man das sehr neutral untersucht“, so Fallast. Zunächst gehe es einmal darum, die Machbarkeit zu prüfen; von vornherein Nein zu sagen, wäre seiner Ansicht nach nicht richtig.

    ORF Steiermark
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Dort gibt es schon die Linie 1 im Westen und die Linie 7 im Osten. Warum braucht es da ein "neues" Verkehrsmittel?
    Für wesentlich sinnvoller würde ich es halten, wenn man sich ansieht: Wie kann man die Linien beschleunigen (Ampelschaltungen, Umleitungen des Individualverkehrs) oder eine unterirdische Führung an neuralgischen Stellen.

    Hier geht es wohl wieder darum um tolle Projekte vorzustellen. Es weiß eh jeder, dass zu teuer rauskommt. Und sollte es trotzdem zu einer Realisierung kommen dann gewinnt wohl am meisten der Individualverkehr.
  • Die Innenstadtentlastung wird bis 2023 errichtet. Das wurde vor einigen Monaten beschlossen. Zwei der 4 Linien zum Hauptbahnhof fahren dann vom Jakominiplatz weiter über die Haltestellen Wielandgasse, Andreas-Hofer-Platz und Bad zur Sonne bis Roseggerhaus wo in die Bestandsstrecke Richtung Eggenberg/UKH, Reininghaus, Smart City bzw. Wetzelsdorf eingefädelt wird. Die Strecken nach Reininghaus und Smart City sollen 2021 fertig gestellt werden. Baubeginn ist für nächstes Jahr geplant.
  • Graz träumt von einer U-Bahn
    Walter Müller, 15. September 2018, 17:00

    Die steirische Landeshauptstadt wächst rasant, Bürgermeister Nagl wärmt jetzt die Idee einer U-Bahn auf, die Verkehrsexperten der TU Graz nun prüfen.
    Graz – Von Zeit zu Zeit erfasst den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) ein Kreativschub, und dann sprudeln allerlei Ideen aus ihm heraus.
    Was ja grundsätzlich nichts Negatives ist, fantasielose Politiker gibt es zuhauf. Bei Siegfried Nagl sind die Ideen allerdings meist ein wenig utopisch, aber vor allem sündteuer.
    Die letzten kommunalpolitischen Eingebungen drehten sich unter anderem um eine in den Boden der Innenstadt geschraubte bienenwabenförmige Tiefgarage, seine Mur-Gondelbahn schwebt auch noch immer im Raum ebenso wie eine Seilbahn auf den Hausberg Plabutsch. Aktuell träumt Nagl von einer Grazer U-Bahn. Zumindest von einer kleinen, die vom Osten der Stadt, vom Landeskrankenhaus und dem neuen, großzügigst ausgebauten Campus der Medizinischen Universität, in den Westen, zum neuen Stadtteil Reininghaus und der expandierenden Fachhochschule (FH Joanneum), führen soll.
    Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) ist mäßig begeistert von den neuerlichen Höhenflügen des Bürgermeisters. Sie will, dass zu allererst "die Hausaufgaben gemacht werden, ehe wieder großspurige Ideen gewälzt werden". Soll etwa heißen: Die Tramgarnituren sollten endlich mit Mittelteilen ausgestattet werden, ein jahrelanges Versäumnis.
    "U-Bahn macht keinen Sinn"
    Zudem müsse der Busverkehr weiter verdichtet werden, das Augenmerk insgesamt auf eine weitere Verbesserung des bisherigen öffentlichen Verkehrsangebotes gelegt werden. "Aber wenn es den Wunsch gibt, einmal nachzuprüfen, ob eine U-Bahn oder Metro Sinn macht, habe ich nichts dagegen, ich möchte aber darauf hinweisen, dass eine derartige Untersuchung schon um 2001 gemacht wurde. Mit dem eindeutigen Ergebnis, dass eine U-Bahn keinen Sinn macht. Vor allem aus finanziellen Gründen weil sich das nie rechnet", sagt Elke Kahr.
    Da widerspricht der Verkehrsexperte der Technischen Universität Graz, Kurt Fallast, der von Bürgermeister Nagl jetzt beauftragt wurde, das Projekt einer U-Bahn mit Verkehrs- und Finanzfachleuten der TU noch einmal durchzurechnen und auf seine Machbarkeit zu prüfen.
    Die erste U-Bahn-Studie sei noch von ganz anderen Voraussetzungen ausgegangen: "Die Stadt Graz war kleiner, die Einwohnerzahl ging zurück, außerdem wurde eine 'Voll-U-Bahn' wie jene in Wien angedacht." Die Rahmenbedingungen hätten sich seither völlig verändert. Die Stadt wachse rasant, die Technik habe sich epochal weiterentwickelt, U-Bahnen könnten heute zum Beispiel autonom geführt werden.
    "Die Stimmung in der Stadt ist ja so, dass die einen Hurra schreien und die anderen meinen: so ein Blödsinn. Das sind alles Reaktionen ohne Faktenwissen", sagt Fallast. Und das soll jetzt nachgeholt werden. "Wir werden uns die Ideen einer U-Bahn, aber auch die Mur-Gondel und die Tiefgarage in der City genau anschauen, die Kosten eruieren und die Machbarkeit prüfen." Im Frühjahr kommen die Fakten auf den Tisch.
    Grundsätzlich "keine Utopie"

    Rentieren werde sich natürlich auch eine U-Bahn nicht, wie sich auch Busse oder Straßenbahnen nicht rentierten. "Es geht um das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Auch die Wiener U-Bahn ist nicht kostendeckend, aber stellen sie sich einmal Wien ohne U-Bahn vor", sagt Fallast. Eine U-Bahn in Graz, zumindest eine Schmalspurvariante, die die starken Wohngebiete im Osten mit jenen im Westen verbindet, sei grundsätzlich "keine Utopie". Und technisch sicher machbar.
    Es müsse generell darum gehen, ein starkes Angebot eines öffentlichen Verkehrs aufzubauen, damit sich, wie in Wien, das Autofahren zum Teil gar nicht mehr lohnt. Selbst einen Gondelverkehr entlang der Mur, mit dem täglich bis zu 25.000 Fahrgäste vom Norden in den Süden transportiert werden könnten, müsse man mitdenken. "Wir werden alle Visionen, auch die Garage, genau prüfen. Entscheiden muss die Politik", sagt Fallast.(15.9.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Pläne für Murgondel und U-Bahn werden konkret

    Die Pläne für eine Mini-U-Bahn und die Murgondel in Graz werden offenbar konkreter. Die Stadt hat eine Projektgesellschaft gegründet um die Kostenfrage und die Frage der Machbarkeit zu klären.

    Gemeinsam mit den Führungsspitzen der im Stadtbesitz befindlichen Betriebe Holding Graz, Messe, Flughafen, Ankünder und Citycom präzisierte Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) am Freitag am Rande einer Pressekonferenz die Pläne für diese beiden Verkehrsprojekte. Die grundsätzlichen Pläne sind bekannt. Die Murgondel soll den Verkehr in Nord-Süd-Richtung entlasten, eine Mini-U-Bahn den Osten mit dem Westen der Stadt verbinden.
    Fakten bis 2020 auf dem Tisch
    Eine in der Holding Graz angesiedelte Projektgesellschaft soll jetzt die Machbarkeit und die Finanzierung klären, sagte Bürgermeister Siegfried Nagl. „Wir haben uns ein enges Zeitprogramm gesetzt, das bis 2020 die Fakten auf dem Tisch liegen sollen.“ Holding-Vorstand Wolfgang Malik ergänzte, der Zwischenbericht werde für Ende 2019 erwartet, der Endbericht für Mitte 2020. Es gehe dabei um die technische, wirtschaftliche und rechtliche Machbarkeit. „Das ist ein klarer Auftrag, der gestern beschlossen wurde“, so Malik.
    Graz hofft auf Unterstützung durch den Bund
    Salzburg vermeldete zuletzt eine fixe Finanzierungszusage durch den Bund, eine Planungsgesellschaft gibt es hier schon länger. Graz sei den Salzburgern aber keinesfalls hinten nach, betonte Malik. „Es gibt zahlreiche Vorarbeiten. Ich glaube, dass wir sogar auf der Überholspur sind. Ich hab gestern auch mit dem Büro des Bundesministers telefoniert. Also wir sind, was unsere Projekte betrifft, durchaus einen Schritt voraus.“ Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) signalisierte bei einem Graz Besuch im Vorjahr schon Bereitschaft.
    Nagl: „Wir müssen groß denken“
    Es gehe auch nicht um ein Match Graz gegen Salzburg, fügte Nagl hinzu. Auch Linz werde sich künftig mit solchen Projekten auseinandersetzen müssen. „Wir haben eine Bremse gelöst groß zu denken, das werden wir aber müssen. Zu ebener Erde in unseren gewachsenen Städten, die wir in Österreich dankenswerter Weise haben, denn sie sind wunderschön, können wir unsere Plätze nicht aufblasen.“
    Seit Monaten wälzt die Stadt Graz schon Pläne für eine Mini-U-Bahn und eine Murgondel. Die Pläne für diese beiden Verkehrskonzepte stoßen nicht nur auf Zustimmung.

    ORF Steiermark
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • U-Bahn und Gondeln: Nagls Visionen für Graz
    Walter Müller, 15. Mai 2019, 09:00

    Für seine Zukunftsprojekte und die Koalition mit der FPÖ wird der Grazer ÖVP-Bürgermeister kritisiert. U-Bahn und Gondeln sollen kommen – auch um den Tourismus aus der Krise zu führen
    Das Gebimmel der Tram, die in den Grazer Hauptplatz einbiegt, dringt bis herauf durchs offene Fenster ins Bürgermeisterzimmer. Siegfried Nagl, ein drahtiger Mittfünfziger, lässt sich in den biederen Polsterfauteuil, dem der Chic der 1960er-Jahre anhaftet, fallen: "Das Schlimmste im Politikerdasein ist wirklich die Fremdbestimmtheit", sagt Nagl. 280 Termine habe er in den nächsten Monaten im Kalender stehen. Da müsse er brutal streichen.
    Die Kontakte seien für ihn als Politiker zwar essenziell, lieber denke er aber an große Entwürfe, an Visionen für die steirische Landeshauptstadt. "Aber dafür werde ich regelmäßig von der Opposition geprügelt", klagt der ÖVP-Bürgermeister im Gespräch mit dem Standard. Im Stakkato hat Nagl in den letzten Jahren mit Stadtvisionen für allgemeine Erregung in der Stadt gesorgt. Von einer Gondel entlang der Mur war die Rede, die den Nord-Süd-Verkehr der Stadt entlasten und den Einpendlern vom Norden eine Alternative bieten soll. Diese Stadtseilbahn soll bis hinunter zu den Freizeitseen am Stadtrand führen. Die Mur soll inmitten der Stadt zur Sport- und Freizeitzone werden. Zuletzt träumte Nagl von einer U-Bahn vom Westen der Stadt in den Osten, die die beiden Klinik- und Unistandorte verbinden soll.
    "Wir werden alles umsetzen"
    Nagl meint es tatsächlich ernst: "Wir sind dran und werden all diese Projekte auch sicher umsetzen, eine Projektgruppe ist schon konkret am Planen." Nagl träumt von einer Landeshauptstadt, die – nach den Einbußen im Fremdenverkehr – neben Wien und Salzburg endlich international aufzeigen soll. "Wien, das ist die Metropole, Sissi, der Kaiser, Fiaker. Salzburg ist die Festspielstadt. Dann bleibt Graz. Unsere Stadt darf verrückt, sein wie Berlin. In Graz darfst du was ausprobieren, in Graz ist das Leben künstlerisch-experimentell, weltoffen, wir wollen mit unseren Unis die jüngste und modernste Stadt Österreichs sein", schwärmt Nagl. Die Opposition reagiert auf Nagls Visionen einhellig: unfinanzierbar, schlicht ein wenig größenwahnsinnig. Nagl grollt: "Wenn du heute als Politiker was vorschlägst, wirst sofort niedergemacht."
    Wie aber passt das moderne Zukunftsbild von Graz, das er gerne malen würde, mit dem xenophoben und historisch rückwärtsgewandten Politikverständnis seines Koalitionspartners FPÖ zusammen? "Ich habe jetzt so ziemlich alle politischen Farben in einer Koalition durch und ich habe mich dabei auch verändert. Jetzt ist es eben eine schwarz-blaue Koalition, weil sich keine andere mehr aufgetan hat. Aber natürlich war für mich jetzt klar, wenn FPÖ-Vizebürgermeister Eustacchio keine klaren Worte einer Abgrenzung zu den Identitären findet, hätte ich die Koalition aufgelöst."
    Die "schwarze" ÖVP lebt
    Die ganz Debatte um extreme Rechte "wirft uns international zurück, das tut weh". Er mache sich "große Sorgen um die Reputation im Ausland". Aber auch um die "Verrohung der Sprache in der Politik", die mit dem Populismus einhergehe. "Es geht nur noch um die schnelle Reaktion, das schnelle Schießen auf den politischen Gegner." Konsensuale Politik habe momentan "leider keine Chance".
    Anders als seine türkise Bundespartei will Nagl an der Sozialpartnerschaft festhalten. "Ich finde es nicht gut, sie völlig hinauszukicken. Ich als alter Wirtschaftskämmerer halte viel von der Sozialpartnerschaft und lebe sie auch", sagt Nagl. Trotz neuer türkiser Farbgebung seiner Partei gebe es sie ja noch, die alten schwarzen Refugien in der ÖVP. "Wir waren und sind eine breite Bewegung. Es hat in der ÖVP immer Personen gegeben, die lieber eine Koalition mit den Blauen eingehen, und andere, die lieber eine schwarz-rote Zusammenarbeit wollen oder eine schwarz-rot-grüne."
    Er werde in der Stadtpolitik trotz Koalition mit der FPÖ "haarscharf darauf achten, dass die ÖVP in der Mitte bleibt". Gleiches hoffe und erwarte er sich auch von Kanzler Sebastian Kurz. (Walter Müller, 15.5.2019)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neu

    Experte hält Murgondel und Mini-U-Bahn für möglich

    Die Stadt Graz will das Straßenbahnnetz massiv ausbauen – der Schweizer Verkehrsplaner Willi Hüsler hat ein Konzept dafür entwickelt. Er kann auch einer Murgondel sowie einer Mini-U-Bahn einiges abgewinnen.

    Online seit gestern, 11.54 Uhr Ab 2023 sollen in Graz drei neue Straßenbahnlinien gebaut und 30 Straßenbahnen neu angeschafft werden – das Investitionsvolumen für diese Pläne beträgt 300 Millionen Euro. Das Konzept wurde vom Schweizer Verkehrsplaner Willi Hüsler entwickelt.
    Gutes Zeugnis für Grazer Öffi-Angebot
    Das Ingenieurbüro für Verkehrsplanung Hüsler in Zürich ist in ganz Europa aktiv, wenn es um Machbarkeitsstudien oder die Planung von Projekten für den öffentlichen Verkehr geht: Projekte in Zürich, Basel, Lyon, München, Turin und Genua stehen auf der Visitenkarte von Bürochef Willi Hüsler. Bereits 2007 erstellte er für die Stadt Graz eine Kosten-Nutzen-Analyse für den Straßenbahnverkehr, nun legte er seine Empfehlungen für den Ausbau von 2023 bis 2030 vor.
    Grundsätzlich stellt er stellt dem öffentlichen Verkehrsangebot in Graz ein gutes Zeugnis aus – das Öffi-Angebot könne sich im europäischen Vergleich durchaus sehen lassen, so Hüsler bei einem Besuch in Graz: „Ich würde sagen, Graz ist zur Zeit im oberen Mittelfeld in diesem Bereich anzutreffen. Ich denke, gerade mit diesem Ausbau-Schritt wird man möglicherweise noch weiter über das obere Mittelfeld hinauskommen.“
    Murgondel und U-Bahn durchaus denkbar
    Um dann vielleicht mit heiß diskutierten Grazer Ideen Murgondel und Mini-U-Bahn noch einen Schritt nach vorne zu machen? Als Verkehrsplaner verfolgt Hüsler die Diskussionen um diese Projekte mit großem Interesse – er hält die Umsetzung durchaus für möglich, zuvor müsse aber eine sorgfältige Prüfung erfolgen. „Was ist der Aufwand, was ist der Nutzen, und auch was ist die Verträglichkeit in der Stadtentwicklung? Es sollte natürlich zielführend sein, effizient sein. Es sollte die bestehenden Netze nicht kannibalisieren, also nicht selbst gut funktionieren auf Kosten von etwas anderem. Da gibt es eine Reihe von Dingen, die man seriös abklären kann und auch soll“, sagte Hüsler.
    Keine Schnellschüsse
    Der Verkehrsexperte hat aber eine klare Botschaft für die Verantwortlichen: Keine Schnellschüsse. Diese sind nach dem Scheitern der Bundesregierung und den daher derzeit ausbleibenden Fördermillionen für Sonderprojekte aber ohnehin nicht möglich.

    ORF Steiermark
    dr. bahnsinn - der Forendoktor