Fahrplan 2019 (fahrplan.oebb.at, Medienberichte etc.)

  • Die gestrige Tiroler Tageszeitung vermeldet voller Stolz:

    Bezirk Kufstein
    ÖBB: In 48 Minuten von Kufstein nach Innsbruck
    Mit dem Fahrplanwechsel führen die ÖBB eine neue, beschleunigte Verbindung zwischen Kufstein und Innsbruck ein.


    © thomas boehm
    Der Innsbrucker Hauptbahnhof.

    Innsbruck - Am Montag, den 10. Dezember, startet der „Rex 160" mit Abfahrt um 06.56 Uhr in Kufstein, der mit Halt in Wörgl und Jenbach um 07.44 Uhr nach 48 Minuten Fahrzeit am Innsbrucker Hauptbahnhof ankommt. „REX 160" steht für einen Regionalexpresszug, der mit bis zu 160 km/h unterwegs ist, die unterirdische Unterinntaltrasse nutzt und damit die kurze Fahrzeit zustande bringt. Er fährt von Montag bis Freitag an Werktagen. Auch in die Gegenrichtung für die Heimreise am späten Nachmittag geht es mit höherer Geschwindigkeit: Ein REX 160 verlässt um 17 Uhr den Innsbrucker Hauptbahnhof und ist nach Halten in Jenbach und Wörgl um 17.48 Uhr in Kufstein. Neu im Fahrplan ist darüber hinaus auch eine Verbindung ins Unterland, die ab Wörgl direkt weiter durchs Brixental fährt. Er startet um 16 Uhr in Innsbruck, erreicht um 16.47 Uhr Wörgl und fährt um 17.32 Uhr über St. Johann in Tirol weiter bis Schwarzach St. Veit. (TT)
  • Erstellt am 12. Dezember 2018, 04:00 von Andreas Kössl

    Fahrplanwechsel: Züge fahren weiterhin durch

    Rudolfsbahn bleibt in ÖBB-Haltestelle Sonntagberg weiterhin nur sporadisch stehen. Arbeiterkammer bemängelt Lücke.

    An der ÖBB-Haltestelle Sonntagberg bleiben die Züge der Rudolfsbahn auch nach dem Fahrplanwechsel weiterhin nur sporadisch stehen. | Kössl

    Seit Sonntag ist der neue Fahrplan der ÖBB in Kraft. Keine Veränderung ergibt sich dadurch jedoch für die Haltestelle Sonntagberg. Die meisten Züge der Rudolfsbahn fahren hier weiterhin durch.
    Seit dem letzten Fahrplanwechsel vor einem Jahr bleiben die Züge in Sonntagberg nur noch sporadisch stehen. So halten Richtung Amstetten nur mehr die Frühzüge in der Haltestelle, Richtung Waidhofen bleiben nur mehr drei Züge in den Morgenstunden sowie einer am Nachmittag und einer am Abend stehen (siehe Infobox). Bahnreisende, die in Sonntagberg zu anderen Zeiten zusteigen bzw. aussteigen wollen, müssen auch weiterhin Shuttlebusse zwischen Rosenau und Sonntagberg nutzen.
    Der Grund für die nur noch sporadischen Stopps in Sonntagberg war, dass man die Verbindung nach Amstetten beschleunigen wollte, um die Anschlüsse an die ÖBB-Railjets nach Linz sicherzustellen. Das war nach dem Fahrplanwechsel vor einem Jahr nicht mehr so einfach, da Mitbewerber Westbahn auf der Westbahnstrecke nun nicht mehr im Stunden-, sondern im Halbstundentakt verkehrt und sich die Abfahrzeiten der ÖBB-Züge in Amstetten dadurch verschoben.
    Da die Haltestelle Sonntagberg der am wenigsten frequentierte Stopp an der Rudolfsbahn war, entschloss sich die ÖBB dazu, die Zugstopps hier zu minimieren.
    Für die Gemeinde war dies freilich sehr schmerzhaft und man wollte das nicht so einfach hinnehmen. Eine Resolution an ÖBB, Westbahn, Verkehrsverbund Ostregion (VOR), Land NÖ und Infrastrukturministerium wurde vom Gemeinderat verabschiedet. Darin verlieh man dem Wunsch Ausdruck, die Haltestelle mit dem Fahrplanwechsel 2018/19 wieder voll zu installieren.
    Alle Züge der Rudolfsbahn sollten an der Haltestelle Sonntagberg wieder stehen bleiben. Die Zuganschlüsse in Amstetten sollten trotzdem in beide Richtungen sichergestellt werden, indem im Rahmen des VOR eine Lösung erarbeitet werden solle, hieß es in der Resolution weiter. Ein Halbstundentakt auf der Rudolfsbahnstrecke und ein Nachtzug um 22 Uhr wurden ebenfalls angeregt.
    Gemeinderesolution blieb ohne Erfolg
    Letztlich waren die Bemühungen der Gemeinde aber vergeblich. Der Fahrplan für die Haltestelle Sonntagberg werde 2019 wie 2018 weitergeführt, heißt es seitens der ÖBB. Das Fahrplankonzept sehe vor, dass die Züge nach 7.30 Uhr in Sonntagberg durchfahren, um die Railjets nach Linz erreichen zu können.
    „Wir haben alles probiert und bei mehreren Stellen interveniert, leider bleibt aber alles beim Alten“, sagt Sonntagbergs Bürgermeister Thomas Raidl. „Das ist wenig zufriedenstellend und sehr bedauerlich, wir bleiben da aber sicher dran. Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Die Arbeiterkammer NÖ wiederum bemängelt Lücken im Vormittagsverkehr auf der Rudolfsbahnstrecke. So gibt es von Waidhofen nach Linz zwischen 6.25 und 8.29 Uhr keine schnelle Verbindung. Nach Wien klafft zwischen 6.53 und 8.29 Uhr ein Loch. Von Amstetten nach Waidhofen gibt es eine Lücke zwischen 7.05 und 9.05 Uhr.
    Seitens der ÖBB weist man darauf hin, dass an Samstagen, Sonn- und Feiertagen um 8.05 ein Zug von Amstetten abfahre. Zusätzliche Zugverbindungen seien abhängig von einer Beauftragung durch die Leistungsbesteller und der erforderlichen Finanzierung.


    Zug-Stopps
    Sonntagberg – Amstetten:
    Abfahrt: 5.08 Uhr, 5.31 Uhr, 5.52 Uhr, 6.29 Uhr, 6.58 Uhr
    Sonntagberg – Waidhofen:
    Abfahrt: 5.42 Uhr, 6.42 Uhr, 7.24 Uhr, 13.46 Uhr, 21.28 Uhr

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • NÖN vom 14.12.2018

    Loosdorf
    Pendler-Ärger: Das Warten geht weiter

    Berufspendler David Erber wünscht sich eine bessere Anbindung von Loosdorf zum Flughafen Wien-Schwechat in den Morgenstunden. Neuer Fahrplan bringt keine Entlastung.



    Gerald Burggraf | Gerald Burggraf

    Über 110 Kilometer legt David Erber jeden Morgen zurück, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen: Der Ruprechtshofner pendelt vom Bahnhof Loosdorf zum Flughafen Wien-Schwechat. Um 4:50 fährt also täglich sein Zug in die Arbeit ab. Da Wartezeiten und Verspätungen auf dieser Strecke zum Pendler-Alltag gehören, wünscht sich Erber eine bessere Anbindung.
    „Man schafft es zwar innerhalb von fünf Minuten vom Bahnsteig zum Terminal, aber der Weg bis dahin ist unsinnig kompliziert“, fordert er eine Änderung des Fahrplanes.

    Nur mit Verspätung ist Anschlusszug erreichbar
    Wie Erber berichtet, geht es sich etwa um vier Minuten nicht aus, dass Reisende den Anschlusszug in St. Pölten erwischen, um zum Flughafen Wien-Schwechat zu gelangen. Hat dieser allerdings ein paar Minuten Verspätung, erreichen die Pendler die Endstation eine halbe Stunde früher. „Da ich am Flughafen arbeite, weiß ich, dass sehr viele Flüge schon in den Morgenstunden abheben. Es ist außerdem für die Passagiere nicht zumutbar, mit einem Riesen-Gepäckstück umsteigen zu müssen“, argumentiert der Ruprechtshofner.

    Mit dem Wunsch, schneller nach Wien zu gelangen, wurden die ÖBB bereits des Öfteren konfrontiert. Jetzt kann Pressesprecher Christopher Seif mit der jüngsten Fahrplanänderung Entwarnung geben. Jedenfalls bis zum Westbahnhof: „Die Haltezeit in St. Pölten beträgt jetzt nur mehr zwei Minuten, dadurch wurde die Zugverbindung maßgeblich beschleunigt“, erläutert Seif auf NÖN-Anfrage (mehr dazu auf Seite 6).

    Die Umsteige-Problematik für Pendler in Richtung Flughafen bleibt aber ungelöst: „Für eine funktionierende Verbindung müsste der REX 1901 um rund zehn Minuten vorverlegt werden, was derzeit nicht möglich ist.“