[Riad] Metro-Aufträge für Alstom und RATP

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  • [Riad] Metro-Aufträge für Alstom und RATP

    Saudi-Arabien: Alstom- und RATP-Konsortien erhalten Metro-Aufträge in Riad

    19.09.2018
    Die saudi-arabische Entwicklungsbehörde ADA hat am 18.09.2018 zwei Aufträge zum Betrieb verschiedener Metrolinien in Riad vergeben.
    Das Konsortium FLOW (Alstom, Ansaldo STS und Ferrovie dello Stato Italiane) soll den Betrieb und die Instandhaltung der Linien 3, 4, 5 und 6 für einen Zeitraum von zwölf Jahren, einschließlich einer Vorbereitungsphase, erhalten. Der Gesamtwert für das Konsortium beträgt fast 2,5 Mrd. EUR, der Anteil der Instandhaltung von Fahrzeugen und Infrastruktursystemen beläuft sich auf mehr als 730 Mio. EUR. Das Los hat eine Gesamtlänge von 113 km und umfasst 50 Stationen. Capital Metro COmpany (CAMCO), das Joint Venture zwischen RATP Dev - einer Tochtergesellschaft der RATP-Gruppe - und SAPTCO (Saudi Public Transport Company), hat am 18.09.2018 den Auftrag erhalten, die Linien 1 (Blue Line, 39 km, 25 Stationen) und 2 (Red line, 25 km, 15 Stationen) der Metro Riyadh für einen Zeitraum von zwölf Jahren einschließlich der Mobilisierungsphase zu betreiben und zu warten. Der Gesamtbetrag wird auf rund 2 Mrd. EUR über zwölf Jahre geschätzt. Die Eröffnung wird für Ende 2019 erwartet. (wkz/ici)

    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Solarpower aus Kärnten für die neue Metro in Riad
    Günther Strobl, 8. Jänner 2019, 13:00
    KPV Solar installiert Photovoltaikmodule auf Depotgebäuden der U-Bahn in Saudi-Arabiens Hauptstadt
    Bei Energie kannte der Handel bisher nur eine Richtung: Das ölreiche Saudi-Arabien exportierte und exportiert das Schwarze Gold vorwiegend nach China, Japan und Indien, größere Mengen auch nach Europa. Bei Solarenergie ist es anders: Die Saudis, die erneuerbare Energien gerade entdecken, sind auf Importe von Photovoltaikequipment angewiesen. Davon profitiert auch eine Firma aus Kärnten.
    KPV Solar, das zur PV-Invest-Gruppe gehört, realisiert ihr erstes Projekt in Saudi-Arabien. Das Unternehmen, das im Klagenfurter Lakeside-Park seinen Sitz hat, ist auf die Planung und Errichtung großer Photovoltaik-(PV-) und Solarthermie-Kraftwerke spezialisiert. Die Kärntner haben den Auftrag erhalten, die in Bau befindliche U-Bahn in der saudischen Hauptstadt Riad mit Solarmodulen auszustatten.
    "Weit gediehenes" Projekt
    Das Projekt sei "weit gediehen", alle bestellten Module befänden sich seit längerem vor Ort. Nach der Montierung der Schienen würden nun Zug um Zug die Fotovoltaikmodule festgemacht, sagte PV-Invest-Geschäftsführer Günter Grabner dem STANDARD. Das 2009 gegründete Unternehmen entwickelt Investitionsmodelle für private und institutionelle Investoren.
    Das Auftragsvolumen für KPV beim Riad-Projekt liege bei vier Millionen Dollar, das sind umgerechnet 3,51 Millionen Euro. Der Auftrag umfasst die Installation von PV-Dachanlagen auf den Depotgebäuden (Kopfbahnhöfen) der Metro Riad mit einer Spitzenleistung von 4,3 Megawatt (MWp). Der Abschluss der Arbeiten ist noch im Laufe des ersten Halbjahres 2019 vorgesehen.
    Kostenpunkt: 23 Milliarden US-Dollar
    KPV arbeitet als Subunternehmen für ein Konsortium, an dem neben der US-Firma Bechtel auch das saudische Unternehmen Almabani, CCC mit Sitz in Athen sowie der deutsche Siemens-Konzern beteiligt sind. Das BACS-Konsortium ist für den Bau der U-Bahn-Linien eins und zwei verantwortlich. Mit sechs Linien und 175 Kilometer Streckenlänge handelt es sich bei der Metro Riad um das größte Metroprojekt der Welt, das aus einem Guss errichtet wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 23 Milliarden US-Dollar. In der 6,5-Millionen-Einwohner-Stadt gab es bisher keine U-Bahn.
    Mit Siemens gibt es einen weiteren Bezug zu Österreich: Die Deutschen sind auf zwei der sechs Linien für die Elektrifizierung sowie für die Signal- und Kommunikationstechnik zuständig, liefern aber auch 67 U-Bahn-Züge des Typs Inspiro. Diese werden im Werk in Wien-Simmering gebaut.
    Ein Teil der Züge, die fahrerlos unterwegs sein werden, sei schon ausgeliefert, die restlichen Fahrzeuge sollen bis 2020 folgen, hieß es bei Siemens Österreich. Die Drehgestelle stammen aus Graz.
    Ein Light Opening der Metro Riad ist im Laufe des heurigen Jahres geplant, das gesamte Netz mit seinen 85 Stationen soll spätestens 2021 in Betrieb gehen. Neben Zügen von Siemens werden auch solche von Bombardier und von Alstom im Einsatz sein. (Günther Strobl, 8.1.2019)

    Der Standard
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