[Der Standard] ÖBB-Tochter Q-Logistics braucht Millionenzuschüsse

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  • [Der Standard] ÖBB-Tochter Q-Logistics braucht Millionenzuschüsse

    Stückgut wird zum Dauerproblem für ÖBB
    Luise Ungerboeck, 27. September 2018, 12:00

    Die Transportlogistik-Tochter Q-Logistics baut die Verluste aus und braucht Millionenzuschüsse
    Wien – Das Stückgut- und Logistikunternehmen Q-Logistics von ÖBB und Quehenberger floriert zwei Jahre nach seiner Gründung trotz Wirtschaftsaufschwungs noch immer nicht. Im Gegenteil, das 2016 gegründete Joint Venture wächst sich zu einem Sorgenkind der Staatsbahn aus.
    Nach 26 Millionen Euro Verlust im Vorjahr (der Betrag wurde von der ÖBB-Führung noch bei Vorlage der Konzernbilanz im April 2018 als zu hoch in Abrede gestellt) braucht das auf Stückguttransporte (Weißware etc.), Ladungsverkehr und Lagerlogistik abgestellte Gemeinschaftsunternehmen Gesellschafterzuschüsse in Millionenhöhe.
    "Liquiditätssichernde Maßnahmen" wurden denn auch im Jahresabschluss 2017 angekündigt, die seitens des kontrollierenden Gesellschafters ÖBB-Holding (60 Prozent) und Quehenberger Logistics (40 Prozent) zugesagt wurden, "womit der Q-Logistics künftig zusätzliche finanzielle Mittel von mehr als 40 Millionen Euro zur Verfügung stehen", heißt es in dem der Bilanz 2017 angeschlossenen Lagebericht.
    Geflossen ist davon bis dato freilich nicht viel, auch das Restrukturierungsprogramm scheint noch nicht so richtig zu greifen.
    Zwölf Millionen Verlust
    Nach STANDARD-Informationen wurden bei rund 128 Millionen Euro Umsatz im ersten Halbjahr 2018 an die zwölf Millionen Euro Verlust eingefahren. Das ist wohl eine Verbesserung, inklusive Vorjahresfehlbetrag summiert sich das Minus aber bereits auf 38 Millionen Euro.
    Das Minus bei liquiden Mitteln (Kassa- und Bankbestände etc.) sei bis September auf 28 Millionen Euro angewachsen, sagen Insider. In der ÖBB wollte man den laufenden Geschäftsgang nicht kommentieren. Sprecher Bernhard Rieder verwies auf das schwierige Marktumfeld. "Die notwendigen Schritte zur umfangreichen Restrukturierung wurden eingeleitet. Wir arbeiten mit Nachdruck an der Sanierung des Unternehmens."
    Die Synergien seien nicht im erwarteten Ausmaß gekommen, umschreibt ein Kapitalvertreter im ÖBB-Holding-Aufsichtsrat "das Dauerproblem". Aktuell würden Zukunftsvarianten geprüft – bis hin zur Hereinnahme eines "geeigneteren Partners". Bis zur Aufsichtsratssitzung am 12. Oktober sollen Sanierungsvarianten vorliegen, so der ÖBB-Aufseher.
    Nachschüsse
    Damit ist klar, warum die bei der Bilanzerstellung im Frühjahr vereinbarten Zuschüsse erst jetzt im Oktober fließen werden. Mit den Nachschüssen einhergehen dürften freilich Veränderungen der Eigentumsverhältnisse, zumindest rechnet man beim kontrollierenden Aktionär ÖBB mit solchen. Möglicherweise werde die Kapitalerhöhung nicht in vollem Umfang zu gleichen Teilen gezeichnet, heißt es kryptisch.
    Da die ÖBB ihren Anteil kaum reduzieren kann – von den rund 1050 Beschäftigten der Q-Logistics sind rund 780 ÖBB-Bedienstete (davon großteils de facto unkündbare Alteisenbahner) -, bleibt nur ein Teilrückzug seitens Quehenberger Logistics.
    Sie hatte 2016 ihr Stückgutnetzwerk in Österreich mit zehn Standorten und 270 Mitarbeitern in die damalige ÖBB-Kontraktlogistik (ECL) eingebracht und dafür 40 Prozent am neuen fusionierten Unternehmen Q-Logistics erhalten, das 2017 einen Umsatz von 264,4 Millionen Euro erwirtschaftete. (Luise Ungerboeck, 27.9.2018)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • ÖBB sucht Partner für Stückgut
    6. März 2019, 18:21
    Die Kontraktlogistik-Tochter weitete ihre Verluste aus. ÖBB-Chef Matthä will die Q-Logistics doch noch losschlagen
    Wien – ÖBB-Chef Andreas Matthä gibt die Hoffnung nicht auf, den nach dem Ausstieg des Transportunternehmens Quehenberger wieder im Alleineigentum der Bahn stehenden Dauerverlustbringer Stückgut doch noch loszuschlagen. "Die Braut ist gar nicht so unhübsch", sagte der ÖBB-Holding-Generaldirektor im Klub der Wirtschaftspublizisten über die Tochter Q-Logistics.
    Die Schönheit freilich liegt im Auge des Betrachters. Sie müsste im Fall einer neuerlichen Verpartnerung jedenfalls durch eine ordentliche Mitgift aufgebessert werden. Denn zwei Jahre nach dem als Neustart gefeierten Gemeinschaftsunternehmen braucht das seit Dezember wieder im Alleineigentum der ÖBB stehende Vehikel Kapital. Über die Geschäftszahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 schweigt sich der ÖBB-Chef mit Verweis auf die nahende Bilanz-PK aus.
    Wildes Fahrwasser
    Die im Firmenbuch veröffentlichte Bilanz 2017 lässt erahnen, in welchem Fahrwasser sich die neu geformte Q-Logistics in ihrem ersten Jahr befand. Das Eigenkapital war negativ, es drehte – auch aufgrund massiver Firmenwertabschreibungen – von 15,1 auf minus 9,1 Millionen Euro, und der notorisch defizitäre Stückgutbereich brauchte Zusagen der Eigentümer und Banken, um die Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. "Es wurden liquiditätssichernde Maßnahmen getroffen, womit der Q-Logistics künftig zusätzliche finanzielle Mittel von mehr als 40 Millionen Euro zur Verfügung stehen", schrieb die Geschäftsführung im Lagebericht.
    Den Rest erledigten Margenerosion sowie gestiegener Material- und Personalaufwand, die der von 200 auf 264 Millionen Euro gestiegene Umsatz nicht zu decken vermochte. Das bereits 2016 mit 13,5 Millionen Euro negative Ergebnis vor Steuern verdoppelte sich auf 26 Millionen, und der Jahresfehlbetrag weitete sich von 10,4 auf 24,7 Millionen aus. Er beläuft sich laut ÖBB-Insidern inzwischen auf 37 Millionen. Matthä machte zu den aktuellen Geschäftszahlen keine Angaben.
    Blick ins Ausland
    Dass sich der ÖBB-General eine Mehrheitsbeteiligung eines (ausländischen) Partners wünscht, der idealerweise noch nicht in Österreich präsent ist, ist vor diesem Hintergrund verständlich. Attraktiv sei die auf den Transport sperriger Güter wie Kühlschränken spezialisierte Stückguttochter aufgrund ihres "sehr relevanten" Marktanteils.
    Internationalisieren nach Vorbild des Güterverkehrs will sich die ÖBB auch im Personenverkehr. Das sei aufgrund des Aktionsradius' in Österreich unumgänglich. Als kleines Österreich zentral in Europa gelegen könne man nur durch Internationalisierung wachsen. Die Geschäfte mit den von der Deutschen Bahn übernommenen Nachtzügen laufen nach Eigenangaben "sehr gut". Bereits heute endeten von knapp 300 ÖBB-Fernzügen täglich rund 160 außerhalb Österreichs. Im Unterschied zum Güterverkehr ist der ÖBB-Personenverkehr allerdings zu erheblichen Teilen – im Wege von Leistungsbestellungen von Bund, Ländern und Gemeinden – öffentlich finanziert. (ung, 7.3.2019)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Joint Venture mit ÖBB: Großspediteur steigt aus

    Die Salzburger Logistik- und Speditionsfirma Quehenberger hat sich von Q Logistics getrennt - seinem erst 2017 gestarteten Joint Venture mit den ÖBB. In Zukunft wolle sich die Firma wieder stärker auf Kernbereiche konzentrieren, heißt es bei Quehenberger.

    Manager Christian Fürstaller präsentierte Mittwoch die Jahresbilanz 2018 von Quehenberger. Im Sinn dieser Fokussierung wurden neben dem Ausbau der vier Kern-Geschäftsfelder („Teil- und Komplettladungen“, „Kontraktlogistik“, „Air+Ocean“ sowie „Branchennetzwerke“) im Vorjahr auch einige Bereiche aufgegeben.
    So hat sich Quehenberger im Dezember 2018 unter anderem von seinem Joint Venture mit den ÖBB, der Q Logistics, „einvernehmlich getrennt“, so Fürstaller.
    Keine rechtliche Verknüpfung mehr
    Der zuletzt nur noch rund 20-prozentige Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen sei an die ÖBB zurückgegeben worden. Zwar gebe es in Zukunft weiterhin eine Kooperation mit den ÖBB. Gesellschaftsrechtlich sei man aber nicht mehr verknüpft.
    Woran es bei der Partnerschaft mit den ÖBB genau gehapert hat und wie viel das Gemeinschaftsprojekt den Logistiker insgesamt gekostet hat, wollte Fürstaller nicht ausführen. Beim Start des Joint Venture Anfang 2017 wurden aber rund 90 Mio. Euro Umsatz in das Unternehmen eingebracht, so der CEO.

    ORF Salzburg
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • "Letzte Chance" für ÖBB-Stückgut
    24. April 2019, 18:29
    Nach dem Debakel mit Quehenberger nimmt die ÖBB einen neuen Anlauf, ihren Verlustbringer Q-Logistics auf den Markt zu bringen
    Wien – Nach mehr als einem Jahrzehnt des Herumdokterns drückt die ÖBB bei ihrer Dauerbaustelle Stückguttransporte aufs Tempo. Bis 10. Mai können potenzielle Käufer ihr Interesse am notorischen Verlustbringer anmelden. Mit Suche und Sichtung von Anboten hat die ÖBB-Holding vorige Woche die Wirtschaftsprüfer von KPMG beauftragt. Das wurde dem STANDARD in ÖBB-Aufsichtsratskreisen vor der Sitzung am Donnerstag bestätigt. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht die Bilanz 2018 des ÖBB-Konzerns.
    Die von ÖBB-Chef Andreas Matthä kürzlich als "gar nicht so unhübsch" bezeichnete Braut Q-Logistics wurde darin bereits ein wenig aufgehübscht: Der Firmenwert wurde nach dem Ausstieg von Minderheitspartner Quehenberger um 27 Millionen Euro (IFRS) wertberichtigt (in der UGB-Bilanz waren laut Insidern "etwas mehr" notwendig), und es wurden an die acht Millionen Euro an Eigenmitteln eingeschossen. Für heuer stehen dem Vernehmen nach weitere 4,6 Millionen Euro bereit.
    Investitionsstau
    Das dürfte nicht genügen, denn Auskenner bezeichnen den Investitionsstau als massiv, der technische Zustand der Logistikzentren sei schlecht. Den Investitionsbedarf inklusive Anlaufverluste für ein neues Geschäftsmodell in den nächsten fünf Jahren taxieren Insider auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Teils müssten Ersatzteile für Hochregallager in Logistikzentren via Internet beschafft werden, weil sie am Markt nicht mehr produziert würden.
    Die ÖBB gibt sich demonstrativ flexibel, will Käufern oder Partnern weit entgegenkommen: Man könne sich vorstellen, für Interessenten regionale Pakete zu schnüren, sagt ein Manager, der nicht genannt werden will. Das wäre dann die Zerschlagung der auf den Transport von Weißware, Fahrrädern, Autoteilen und Werkzeug spezialisierten ÖBB-Stückgutbereichs. So steht es auch in der Bekanntmachung in der "Wiener Zeitung",
    "Letzte Chance"
    Aus Eigentümerkreisen verlautet, dass die angestrebte Verpartnerung – Interesse wird in der Branche DSV, Raben Group, Noerpel und Geis-Gruppe nachgesagt – die "letzte Chance für Q-Log" sei. Um die Eisenbahnergewerkschaft milde zu stimmen, sichert man den rund 1.200 Q-Log-Beschäftigten ein Rückkehrrecht zur ÖBB zu. Den anhaltenden Know-how-Abfluss will man hintanhalten: Schlüsselkräfte können sich nicht mehr in den ÖBB-Konzern versetzen lassen. Sie sollen im Fall einer Ausgliederung erst nach einer einjährigen Behaltefrist in ihren Mutterkonzern zurückkehren können. (ung, 25.4.2019)

    Der Standard
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Die Mutares SE & Co. KGaA (München) hat ein Verbindliches Angebot abgegeben: oevz.com/q-logistics-mutares-l…ndliches-kaufangebot-vor/
    Und diese ist auch die neue Q-Logistics-Eigentümerin.

    dr. bahnsinn schrieb:

    Ob die ÖBB noch etwas drauflegen müssen, um Q-Logistics an den Mann bzw. an die Firma zu bringen, liegt durchaus im Bereich des Möglichen.
    Diese Vermutung hat sich auch bestätigt: Siehe Textpassage unten im untenstehenden Bericht:

    ÖBB schickt ihren Verlustbringer Stückgut nach München

    Die angeblich interessierten Logistiker suchten das Weite. Als Käufer der ÖBB-Stückgut Q-Logistics blieb nur der Münchner Mittelstandsfinanzierer Mutares SE

    Luise Ungerboeck

    28. Oktober 2019, 07:00

    Nach Jahren des Sanierens und Restrukturierens sowie einer gescheiterten Verpartnerung kann die ÖBB ihren Problembereich Stückgut losschlagen. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding hat am Mittwoch dem geplanten Verkauf des notorischen Verlustbringers an den deutschen Mittelstandsfinanzierer Mutares SE zugestimmt. Das erfuhr DER STANDARD aus mit der Materie befassten ÖBB-Kreisen.
    Aus dem Verkauf an einen namhaften Logistiker ist also nichts geworden. Ein ÖBB-Sprecher bestätigte am Wochenende, dass sich die Transaktion im Finale befinde. Die Industrieholding Mutares habe ein notariell bindendes Angebot gelegt, jetzt gehe es darum, "die letzten vertraglichen Details zu fixieren".
    Heiße Fracht
    Darunter befanden sich einige heiße Fragenkomplexe. Ein Knackpunkt war demnach, ob die ÖBB im Fall eines Konkurses von Q-Logistics zur Kassa gebeten werden könne. Könne sie nicht, versichern ÖBB-Insider, die ÖBB müsse ihre für Lagerung und Transport sperriger Güter wie Kühlschränke oder Waschmaschinen zuständige Tochter nicht zurücknehmen. Dieser Punkt sei inzwischen ausgeräumt, heißt es.
    Auch das Personalproblem wurde dem Vernehmen nach gelöst. Die rund 900 Beschäftigten der Q-Logistics sollen weiterhin im Stückguttransport, der ausschließlich mit Lkws abgewickelt wird, arbeiten, Dienstgeber bleibt allerdings die ÖBB-Infrastruktur. Sie wird Q-Log-Beschäftigte übernehmen. Wie viele? Darüber gehen die Meinungen auseinander. ÖBB-Sprecher Robert Lechner räumt ein, dass Eisenbahner in die für Bahnbau zuständige ÖBB-Infrastruktur transferiert wurden. Ob das nur die 280 "beamteten" Alteisenbahner betreffe oder doch alle 900 Beschäftigten, wurde nicht spezifiziert. Ein Rückkehrrecht wurde ihnen jedenfalls eingeräumt: "Sollten Mitarbeiter eine andere berufliche Perspektive suchen, bietet der ÖBB-interne Job-Markt große Chancen", heißt es. Die ÖBB suche 10.000 Mitarbeiter.
    Kaufpreis geheim
    Über den Kaufpreis schweigt sich die Staatsbahn, die mit ihrem Stückgut über die vergangenen zehn Jahre Millionenverluste eingefahren hat, aus. Es sei Stillschweigen vereinbart. In Aufsichtsratskreisen war bereits vor Beginn des Verkaufsprozesses von einem "negativen Kaufpreis" die Rede. Heißt auf gut Deutsch: Die Staatsbahn muss Q-Log mit einer Mitgift aufhübschen. Eine solche dürfte eine Mietfreistellung in den Lager- und Verteilzentren in Wien, Linz, Wolfurt und anderen Städten in Österreich darstellen, die der Eigentümer der Logistikcenter, die ÖBB-Infrastruktur AG, gewähren wird. Zumindest eine deutliche Senkung der Mieten müsse erfolgen, sagen Auskenner, die hohen Fixkosten seien ein Hindernis bei der Sanierung gewesen.
    Naturalien als Mitgift
    Mietnachlass allein dürfte nicht reichen. Der Investitionsbedarf in den teils überalterten Lagerhallen ist enorm. Auf mindestens 30 Millionen Euro für Hard- und Software taxieren ihn Branchenkenner. Das Logistikcenter Linz gilt als Fall für die Abrissbirne, weil auf drei Stockwerke verteilt und bei Ersatzteilen auf Secondhand-Komponenten aus dem Internet angewiesen. Weiterer Mittelabfluss bei der ÖBB scheint programmiert. Zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäfts waren Mitte des Jahres 4,6 Millionen Euro an liquiden Mitteln reserviert. Auch Personal- und Lohnverrechnung bezieht Q-Log von der Konzernmutter ÖBB und war so deren Einnahmequelle.
    Verluste in Millionenhöhe
    In ihrer Bilanz 2018 hatte die ÖBB-Holding die Q-Log bereits aufgehübscht: Der Firmenwert wurde um 27 Millionen Euro (IFRS) wertberichtigt und acht Millionen wurden eingeschossen. 2018 wurde bei 250 Millionen Euro Umsatz ein Verlust von 38 Millionen Euro eingefahren.
    Ob für die in Mutares SE & Co. KGaA umgeänderte Industrie- und Beteiligungsholding über Naturalien hinaus eine Mitgift bereitgestellt wird, war nicht in Erfahrung zu bringen. "Mit einer möglichen Übernahme des Geschäfts von Q-Logistics würden wir ein aussichtsreiches österreichisches Unternehmen für unser Segment Goods & Services erwerben", hatte die an der Börse in Frankfurt notierte Mutares vor zehn Tagen via Pflichtmitteilung bekanntgegeben. Nun versucht also ein Branchenfremdling, die bis 2018 in einem glücklosen Joint Venture mit Quehenberger (daher der Name Q-Logistics) geparkte Stückgut-Tochter zu sanieren. (Luise Ungerboeck, 28.10.2019)

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor