Streckenende

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  • Heute habe ich das Ende einer Bahnstrecke besucht. Früher einmal ging es hier noch weiter, die abgestellten Waggons im Hintergrund symbolisieren das heute noch.
    Meine Fragen dazu:
    1. An welchem Ort war ich?
    2. Um welche Strecke handelt(e) es sich?
    Viel Spass beim Raten!

    Foto: dr. bahnsinn, aufgenommen am 2. 11. 2018
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Bahnfahrer schrieb:

    Aber es gibt zwischen Tschechien und der Slowakei den Bata Kanal ( Baťův kanál ) der heute touristisch genutzt und dafür teils sogar revitalisiert wird!
    Aber das ist leider die falsche Ecke des Landes. Der historische Wasserweg, den der grubenhunt ins Spiel brachte, diente zwar dem Transport, aber nicht mit Schiffen. Diesen Kanal kann man nicht befahren, sondern nur an ihm entlang wandern.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Rätsel gelöst

    Bahnfahrer schrieb:

    Der Hinweis mit der "falschen Ecke" fürhrte mich zum "Schwarzenbergschen Schwemmkanal"
    Strecke Číčenice–Haidmühle - Museumsbahn Pošumavská jižní dráha - in Nove Udoli ( Neuthal)

    Richtig! Gratulation zur Lösung des Rätsels, die Du mit dem Draisinenfan und dem grubenhunt, die schon früher Bescheid wussten, teilen musst.
    Demnächst gibt's weitere Fotos und Infos.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Informationen über die kürzeste internationale touristische Bahn und über den Schwarzenbergischen Schwemmkanal gibt es hier. Vor fast sieben Jahren war die Bahn Gegenstand einer Rätselfrage hier im Forum.

    Die in Nove Udoli endende Bahnstrecke Číčenice/Čičenitz - Nove Udoli/Neuthal wird seit dem Fahrplanwechsel 2017/18 von GWTrain betrieben.

    Zur Illustration der aktuellen Situation in Nove Udoli ein paar Fotos vom 2. 11. 2018. Dazu noch Fotos von den Bahnhöfen Freyung und Waldkirchen an der Ilztalbahn.

    Am Vormittag des Allerseelentages machten wir eine Wanderung auf den Dreisesselberg. Vom höchsten Punkt des Dreisesselberges, dem 1.333 m hohen Hochstein, hat man einen schönen Rundumblick über das rund 120 km lange Mittelgebirge namens Böhmerwald, dessen deutscher Anteil Bayerischer Wald genannt wird. Stellvertretend für die Aussicht vom Hochstein ein Foto, das in Richtung Nordwesten aufgenommen wurde und in ca. 60 km Entfernung die höchste Erhebung des Böhmerwaldes, den 1.456 m hohen Großen Arber wenige Kilometer westlich des Eisenbahngrenzüberganges Bayerisch Eisenstein-Železná Ruda/Markt Eisenstein zeigt. In ca. 5 km Entfernung sind der Ort Haidmühle und der Bahnendpunkt Nove Udoli zu sehen:

    Das nicht für die Rätselfrage präparierte Streckenende in Nove Udoli schaut so aus:


    Als wir um ca. 15:15 Uhr auf dem auf deutscher Seite, in rd. 400 m entfernten gelegenen Parkplatz unser Auto abstellten, stand noch ein GWTrain-Regioshuttle in der Haltestelle und ich hatte große Hoffnung, den Zug noch aus der Nähe fotografieren zu können. Eine trügerische Hoffnung, denn bevor wir noch die Grenzbrücke erreichten, setzte sich der Zug Richtung Černý Kříž/Schwarzes Kreuz in Bewegung. Der Aushangfahrplan versprach aber Abhilfe, denn um 15:49 Uhr sollte ein Zug aus Prachatice/Prachatitz ankommen, was er auch pünktlich, aber ohne Fahrgäste zu entlassen, in Form des 816 002 tat:


    Als Os 18013 wird der 816 002 um 16:18 Uhr nach Číčenice/Číčenitz zurückkehren:


    Gleich hinter dem Streckenende stehen drei ausrangierte Waggons, von denen der erste als Museum, der mittlere als Warenlager und der dritte als Buffet dient. Aber an diesem Tag ist alles zu, das einzige Gebäude mit darin aufhältigen Personen ist der Travelshop mit zollfreiem Angebot an Spirituosen und Rauchwaren:

    Hinter den Waggons, auf der anderen Straßenseite, beginnt die Trasse der grenzüberschreitenden Touristenbahn. Den Eindruck, dass in letzter Zeit mit ihr gefahren wurde, macht sie nicht. Auch fehlen sämtliche Hinweise auf einen aufrechten Betrieb. Aber es kann auch sein, dass derzeit nur Winterruhe herrscht. Das Foto zeigt einen Blick von dem als Lok getarnten Fahrzeug auf die Strecke und auf das Streckenende auf deutscher Seite gleich hinter der Grenzbrücke. Zu- und ausgestiegen kann nur auf tschechischer Seite werden:

    Die "Lok" von der Seite her gesehen:

    Die Brücke über den Ruttenbach, einem Nebenfluss der Kalten Moldau. Hier verläuft die Grenze CZ/D:

    Ganz ist die Erinnerung an den Eisernen Vorhang noch nicht erloschen. Dieser Wachtturm hält sie wach:


    Blick vom Parkplatz auf deutscher Seite zurück auf das Streckenende in Nove Udoli mit dem vor sich hin dieselnden 816 002 bei Einbruch der Dämmerung. Direkt hinter dem Fotoaufnahmestandpunkt führte die Strecke dereinst Richtung Haidmühle und weiter nach Waldkirchen:

    Wir fuhren anschließend entlang der deutsch/tschechischen Grenze über Bischofsreut und Philippsreut nach Freyung, dem Verwaltungszentrum des östlichen Bayerischen Waldes und Endpunkt der Ilztalbahn. Bahnhof und Bahnhofsgebäude bei Einbruch der Dunkelheit. Das ehemalige Gütermagazin dient jetzt einem Karateklub als Trainingsunterkunft. Es wurde gerade intensiv trainiert:





    Das Streckenende der Ilztalbahn in Freyung, das so angelegt wurde, dass eine Weiterführung nach Grafenau, das eisenbahnmäßig von Zwiesel her erschlossen ist, möglich gewesen wäre. Dies wurde aber von den Grafenauer Bürgern, die eine andere Trassenführung forderten, erfolgreich verhindert:


    Von Freyung fuhren wir nach Waldkirchen, wo dereinst die Bahnstrecke Waldkirchen - Haidmühle von der Ilztalbahn abzweigte. Das Bahnhofsgebäude trägt nachwievor das DB-Logo:


    Im Bahnhof war ein Skl namens "Waldkauz" abgestellt:


    Östliche Bahnhofsausfahrt aus Waldkirchen. Das linke Gleis führt nach Freyung, das rechte Gleis war jenes der Strecke nach Haidmühle, das bis 1995 noch bis Jandelsbrunn befahren wurde:


    Heute verläuft auf der 25 km langen Bahntrasse nach Haidmühle der Adalbert Stifter-Geh- und Radweg. Auf Grund der Radwegnutzung ist die ehemalge Bahntrasse aus der Luft gut zu erkennen und lässt sich z. B. auf Google Earth gut nachverfolgen. Neben der ehemaligen Bahntrasse sind auf einem Betriebsgelände auf einem isolierten Gleisstück eine Köf ohne Fahrzeugnummer, dafür aber mit der Aufschrift "VAW Rottwerk-Pocking" und mit dem Revisionsdatum 27. 08. 92 sowie ein ehemaliger Wohn- und Schlafwagen eines Bauzuges zu sehen.:


    Nach dem Besuch des Bahnhofes Waldkirchen waren auf Grund der Dunkelheit keine Fotoaufnahmen mehr möglich. Außerdem setzte Regen ein und wir kehrten nach Passau zurück.

    Noch ein Hinweis für Bierliebhaber unter den Usern und Mitlesern: Im Dreisessel-Gipfelhaus gibt es Hutthurmer Urhell aus dem 15 km nördlich von Passau gelegenen Markt Hutthurm. Kostenpunkt 3,00 € für eine Halbe. Siehe Foto:

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 2. 11. 2018
    dr. bahnsinn - der Forendoktor