[OÖ Nachrichten] Rieder Bahnhof soll offenbar 2025 völlig umgebaut werden

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  • [OÖ Nachrichten] Rieder Bahnhof soll offenbar 2025 völlig umgebaut werden

    Große Lösung: Rieder Bahnhof soll offenbar 2025 völlig umgebaut werden

    RIED. Derzeit entsteht neben Bahnhof neues Busterminal zur besseren Vernetzung der Öffis.

    aus den OÖ Nachrichten vom 13. Nov.


    Bauarbeiten laufen auf Hochtouren – Busterminal soll per Fahrplanwechsel am 9. Dezember in Betrieb gehen. Bild: sedi

    Per Fahrplanwechsel am 9. Dezember soll es vom Bahnhof Ried aus ab zirka 6.30 Uhr jeweils einen zusätzlichen Zug nach Schärding geben, ansonsten dürfte das Angebot gleichbleiben, so der ehemalige, pensionierte Bereichsvorstand und "Fahrgast"-Sprecher Thaddäus Berneder. Die Zukunft der Hausruckbahn stehe jedenfalls nicht mehr zur Debatte.

    Nicht zuletzt, weil es für 2025 Umbau-Pläne für den Rieder Bahnhof gebe. Offenbar ist eine große Lösung angedacht, der Bahnhof werde mit hoher Wahrscheinlichkeit völlig umgebaut, so Berneder im OÖN-Gespräch.

    "Einzig richtige Lösung"

    Das neben dem in Bau befindliche Busterminal soll zur Basis für die bessere Vernetzung von Bus und Bahn werden. "Das sollte auch angenommen werden. Die Innviertler sind zu Beginn möglicherweise etwas stur. Das wird sich aber einpendeln. Es ist jedenfalls die beste und auf lange Sicht einzig richtige Lösung zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs."

    Zumindest subjektiv seien am Bahnhof Ried derzeit große Steigerungen bei den Fahrgastzahlen bemerkbar. "Das hängt auch mit den guten Verbindungen nach Linz zusammen. In der Früh sind die Züge voll. Man ist in einer knappen Stunde in Linz", so Berneder, der bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 Bahnhofs- und Bereichsvorstand war.

    "Die Strecken Neumarkt–Braunau und Attnang–Schärding umfassen in Summe rund 130 Kilometer. Die Strecke Neumarkt–Braunau wird technisch von Ried aus gesteuert."
    Wichtig sei, dass bei einem Umbau des Rieder Bahnhofs die vier Gleise für den Personenverkehr bestehenbleiben, damit das Angebot an eintreffenden und abfahrenden Zügen weiterhin optimal gestaltet werden könne, so Berneder. Ried sei der einzige Bahnhof in Österreich, an dem sich Züge "kreuzen".

    Das mittlerweile geringer gewordene Angebot an Parkplätzen im Bereich des Rieder Bahnhofs sei problematisch. "Auch für die Menschen, die mit dem Auto kommen, um mit dem Zug weiterzufahren, sollten entsprechend bedient werden. Auch, dass der im Jahr 1903 errichtete Fußgängerübergang über das Bahnhofsgelände mit Verweis auf statische Gründe nun geschlossen wurde, so problematisch – es könnte sich durchaus um ein ersessenes Wegerecht handeln, so Berneder.

    Die Hausruckbahn sei jedenfalls eine wichtige Ausweichstrecke für den Fall von Problemen auf der Westbahn. Derzeit gebe es an der Hauruckbahn kleinere Adaptierungen, zum Beispiel die Errichtung eines Mittelbahnsteigs in Ottnang und das Wegfallen einer Geschwindigkeitsbeschränkung im Bereich Hausruck.
  • Bahnhof Ried: Busterminal in Bau, aber schwierige Suche nach Parkplatzlösung

    RIED. Vor besserer Vernetzung von Bus und Bahn, aber zu wenige Pkw-Parkplätze.

    OÖ Nachrichten von heute


    Pläne für großangelegten Umbau im Jahr 2025
    Bild: OÖN

    Per Fahrplanwechsel am 9. Dezember soll neben dem Rieder Bahnhof auch das neue Busterminal zur besseren Vertaktung von Bus und Bahn in Betrieb gehen – damit soll auch das seit langem geplante Regionalverkehrskonzept in Schwung kommen. Allerdings sind weiterhin viele Menschen mit dem Auto zum Rieder Bahnhof unterwegs, um mit dem Zug weiterzufahren. Da zuletzt viele Parkplätze weggefallen sind, wird mittelfristig an Ersatz-Stellflächen getüftelt. Was sich derzeit allerdings nicht so einfach gestaltet.

    Altes Wohngebäude abreißen?

    Die Besitzer des großen Grünflächen-Areals gegenüber dem Bahnhof wollen nicht verkaufen – für die bloße Einräumung eines Baurechts gibt es aber kein Geld aus übergeordneten Steuertöpfen zur Errichtung eines Pendlerparkplatzes. Eine Möglichkeit wäre, das alte, zum Großteil leer stehende und im Besitz der ÖBB befindliche Wohnhaus gegenüber dem Bahnhof abzureißen und dort Pendlerparkplätze zu errichten. Mit diesem Gedanken tragen sich die ÖBB aber offenbar derzeit nicht.

    Aufregung gab es zuletzt um die 1903 errichtete Fußgängerbrücke, die in der Vergangenheit einen Stadtteil erschloss, aber durch die ÖBB mit Verweis auf Sicherheitsgründe geschlossen wurde. Überlegungen, dass es sich um ersessenes Wegerecht verbunden mit einer Instandhaltungspflicht handeln könnte, werden seitens Experten eher zurückhaltend beurteilt. Ob ein Wegerecht auf eine Brücke zutreffe, sei zu bezweifeln, zudem gebe es im Eisenbahnrecht Sonderregelungen. Gemäß aktuellen Vorschriften müssten die Pfeiler bei einem Zugunglück einem Aufprall standhalten – unter den aktuellen Umständen sei das kaum denkbar.

    Die ÖBB seien aber sehr kooperativ und bemüht, so VP-Stadtrat Thomas Brückl auf OÖN-Anfrage. Geplant sei, neben der Bundesstraßen-Eisenbahnunterführung eine eigene Röhre für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. "Wir hoffen auf eine zeitnahe Lösung."

    Der Bahnhof selbst soll laut heutiger Planung im Jahr 2025 groß umgebaut werden – samt Unterführung zu den Bahnsteigen. Ein völliger "Durchstich" zur anderen Seite, der die dort wachsende Siedlung erschließen würde und als Ersatz für die mittlerweile geschlossene Fußgängerbrücke dienen könnte, würde vermutlich mit beträchtlichen Kosten für die Stadtgemeinde verbunden sein.

    Eine weitere Möglichkeit für einen Pendlerparkplatz in die Überlegung bringt Thaddäus Berneder, pensionierter Rieder ÖBB-Bereichsvorstand und nunmehriger "Fahrgast-Sprecher". Stadtauswärts gegenüber dem Bahnhof befindet sich die aufgelassene Bahnmeisterei mit einer Freifläche von rund 900 Quadratmetern, so Berneder. "Würde man das Nebengebäude, das als Lagerraum diente, wegreißen, stünden nochmals mindestens 200 Quadratmeter für Parkplätze zur Verfügung. Damit wäre das Parkplatzproblem zumindest halbwegs gelöst."

    Kursierende Gerüchte, der vor dem Rieder Bahnhof neu errichtete Kreisverkehr sei zu klein für Schneeräum-Fahrzeuge und die Panzer des Bundesheeres, die für Übungen via Bahnhof verlegen, bestätigen sich unterdessen nicht. "Wir haben das prüfen lassen, unsere Experten sagen, es passt", so Alfred Steingreß, Kommandant des Rieder Panzergrenadierbataillons 13.
  • Draisinenfan schrieb:

    ......aber zu wenige Pkw-Parkplätze.
    Das geht auch aus diesem OÖN-Artikel hervor:

    "Parkplatzsituation beim Bahnhof eine Katastrophe"

    Roman Kloibhofer - 13. Februar 2019 - 21:29 Uhr

    RIED. Viele Parkplätze ersatzlos gestrichen, das ärgert viele Pendler.

    Für echte Park&Ride-Flächen sind die bestehenden Parkplätze vor dem Bahnhof nicht ausreichend. Bild: Kaufmann

    Mit dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes in Ried sind etliche Parkplätze weggefallen. Das kritisieren Pendler. "Die Parkplatzsituation ist eine Katastrophe", heißt es im Schreiben einer verärgerten Bahn-Reisenden an die OÖNachrichten, die die prekäre Situation beim Bahnhof anprangert. "Alle Bahnhöfe, die ich kenne, haben jede Menge Parkplätze für die Reisenden, nur Ried scheint das nicht zu schaffen", schreibt die Prameterin.
    Bürgermeister Albert Ortig sagt auf Anfrage der OÖN, ob neue Parkflächen geschaffen werden: "Derzeit arbeiten die Stadt Ried und das Land Oberösterreich daran, in der Eberschwanger Straße neue Schräg- oder 90-Grad-Parkplätze zu ermöglichen. Das betrifft den Abschnitt zwischen dem neuen Kreisverkehr beim Bahnhof und der Roseggerstraße, der seit den Bauarbeiten für den Busterminal als Einbahn geführt wird. Dort könnten eine ansehnliche Anzahl von Stellflächen geschaffen werden – wie viele konkret, kann erst gesagt werden, wenn die Verkehrsbehörde die genaue Aufteilung des Straßenraumes festgelegt hat." Bis dahin werde dieser Abschnitt der Eberschwanger Straße weiterhin als Einbahn geführt, sagt Ortig. Wie viele Parkplätze künftig am Bahnhof den Pendlern zur Verfügung stehen werden, könne noch nicht im Detail gesagt werden, "da in diesem Zusammenhang mehrere Ansätze verfolgt werden."
    Verhandlung mit Lagerhaus
    Eine Option sei es, "Grundstücke der ÖBB im Bereich der Abstellgleise in Richtung BFI-Gebäude für Park-and-Ride-Flächen nutzbar zu machen. Darüber gibt es Gespräche zwischen Land Oberösterreich und ÖBB. Diese Variante könnte mittelfristig umgesetzt werden, weil es dabei auch um den Abriss von Gebäuden geht. Zugleich stehen Land und ÖBB auch in Verhandlungen mit dem Innviertler Lagerhaus als Eigentümer eines benachbarten Areals beim Bahnhof, hier konnte aber noch keine Einigung über den Verkaufspreis erzielt werden", sagt der Bürgermeister.
    "Dauerhafte Lösung" in Sicht
    Mit dem geplanten Bau der Umfahrung "Spange 3" sollte sich laut Bürgermeister Albert Ortig "eine dauerhafte Lösung an der künftigen Umfahrungsspange 3 im Bereich der Zufahrten zum neuen Wirtschaftshof und zur Firma Schenker ergeben". Dort versuche man, Grundstücksressourcen für P&R-Flächen zu erschließen. Für Ortig ist die Planung in diesem Bereich weitreichender: "Dabei geht es auch um eine Gesamtlösung, die zugleich den Stadtteil Wegleiten fußläufig an das Stadtgebiet anbindet; derzeit ist dies durch die Sperre der Gleisüberführung ja nicht gegeben. Hier gibt es mehrere Optionen, für konkrete Festlegungen ist es aber noch zu früh."
    Verantwortlich für die Lösung der Parkplatzsituation seien je nach Maßnahme die Stadt, das Land sowie die ÖBB.

    OÖN
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