[OÖN] ÖBB planen konsequenten Stundentakt auf der Salzkammergutbahn ab 2025

  • Der Einfachheit als Zitate aus dem Thread "Stationsverfügbarkeit" hierher kopiert, weil die Diskussion hierher besser passt:

    KFNB X schrieb:

    Im Anhang der SNNB gibt es das "Verzeichnis der Verkehrsstationen" (stationsverfuegbarkeit.pdf). Daraus lassen sich ein paar Entwicklungen ablesen (so z.B. auch Abfaltersbach im entsprechenden Thread).


    Voraussichtlich wird nicht mehr angeboten:

    • mit 2020:
      • ...
      • Mitterweißenbach (Salzkammergutbahn, nicht mehr bedient)
      • ...
    [*]
    • mit 2022
      • Salzkammergutbahn (Lahnstein, Langwies; ebenfall nicht bedient)
      • ...


    dr. bahnsinn schrieb:

    ÖVP kritisiert Schließungspläne der Bundesbahnen
    Von OÖN 21. November 2019 00:04 Uhr
    Haltestelle Mitterweißenbach

    EBENSEE. Die ÖVP im Bezirk Gmunden stellt sich hinter den Bürgerprotest, der in Ebensee und Bad Ischl entstand, nachdem die ÖBB ankündigten die drei Haltestellen Mitterweißenbach, Langwies und Lahnstein zu schließen.

    Zwar wollen die Österreichischen Bundesbahnen und der OÖ Verkehrsverbund mit den betroffenen Gemeinden in den Dialog treten, doch das reicht der ÖVP nicht. "Die bevorstehende Schließung der Haltestellen wurde mit den Regionalpolitikern im Vorfeld weder abgesprochen, noch hat man sich hier über ein notwendiges Ersatzangebot für die Betroffenen Gedanken gemacht", kritisiert ÖVP-Bezirksobmann Rudi Raffelsberger. "Mit den Schließungen zwingen die ÖBB Menschen im Salzkammergut praktisch dazu, wieder vermehrt auf das Auto zurückzugreifen. Damit erhöht sich aber das Verkehrsaufkommen – und zugleich der CO2-Ausstoß."
    Raffelsberger erinnert die ÖBB daran, dass die öffentliche Hand Milliardenprojekte der Bahn mitfinanziert. Deshalb fordere die Politik auch Mitsprache, wenn es um die Schließung von Haltestellen geht. Um Strecken zu attraktivieren, sei es auch legitim, über die Schließung von Haltestellen nachzudenken. "Aber dazu braucht es auch einen Dialog", so Raffelsberger.

    OÖN

    dr. bahnsinn schrieb:

    Haltestellen im Salzkammergut schließen

    In Ebensee macht die ÖVP gegen die geplante Schließung von drei Haltestellen der Salzkammergutbahn mobil. Die ÖBB halten an der Schließung fest. Sie wollen die Salzkammergutbahn attraktiver machen.

    Online seit heute, 15.19 Uhr Der ÖVP Verkehrssprecher im Landtagsklub und die ÖVP Gemeinderäte aus Ebensee kritisieren, dass die Auflassung der drei Haltestellen zwischen Bad Ischl und Ebensee mit den Regionalpolitikern im Vorfeld weder abgesprochen worden sei, noch habe man sich über ein zwingend notwendiges Ersatzangebot für die Betroffenen Gedanken gemacht.
    Schließung führt zum Umstieg aufs Auto
    Mit den Schließungen schränke die ÖBB die Bewegungsfreiheit der Menschen im Salzkammergut nicht nur ein, sondern zwinge sie praktisch dazu, wieder vermehrt auf das Auto zurückzugreifen, so ÖVP Verkehrssprecher Rudolf Raffelsberger. Damit erhöhe sich automatisch das Verkehrsaufkommen und der CO2-Ausstoß.
    Die Gemeindepolitiker erinnern auch an den letzten Winter, in dem durch Lawinengefahr und Felsstürze die B145 tagelang gesperrt war. Nur durch die Zugverbindung konnten die Personen noch in das innere Salzkammergut hinein- und hinausbefördert werden, so VP-Gemeinderat Thomas Lahnsteiner.
    ÖBB halten an Auflassung fest
    Die ÖBB halten an der Auflassung der drei Haltestellen fest. Ab dem 8. Dezember 2019 wird die Haltestelle Mitterweißenbach Geschichte sein, Lahnstein und Langwies folgen am 12. Dezember 2021. Das sei mit dem Verkehrsministerium und dem Land Oberösterreich so abgestimmt worden, heißt es bei den ÖBB.
    LAbg. Rudolf Raffelsberger, GR Anton Giorgini, GR FO Mag. (FH) Ingrid Sturm, Viktoria Sturm, GPO GV Thomas Lahnsteiner. Foto: ÖVP
    Damit würde auch die Grundlage für ein besseres Fahrplanangebot mit kürzeren Fahrzeiten geschaffen. Die ÖBB verweisen auf zwei Regionalbuslinien. Eine Streckenführung soll im Zuge der Schließungen angepasst werden.
    Grundsätzlich werde daran gearbeitet die Salzkammergut-Strecke zu attraktiveren, um mehr Menschen zur Bahn zu bringen. Die ÖBB investieren rund 150 Millionen Euro, etwa in die Modernisierung von Bahnhöfen und Haltestellen entlang der Strecke.

    ORF OÖ

    grubenhunt schrieb:

    Ideal wäre eine Umwandlung in Bedarfshaltestellen. Das könnte man auf der Salzkammergutbahn generell machen und eventuel ein paar Halte sogar hinzufügen.

    KFNB X schrieb:

    Ich könnte mir vorstellen, dass es da um barrierefreie Zugänge geht. Da würde dann ein Bedarfshalt nicht helfen.

    grubenhunt schrieb:

    KFNB X schrieb:

    Ich könnte mir vorstellen, dass es da um barrierefreie Zugänge geht. Da würde dann ein Bedarfshalt nicht helfen.
    Stimmt, das könnens nicht offen sagen, dass es darum geht. Drum behauptens, dass das wegen der Fahrzeiten gemacht wird :

    dr. bahnsinn schrieb:

    Damit würde auch die Grundlage für ein besseres Fahrplanangebot mit kürzeren Fahrzeiten geschaffen.
    Die paar Sekunden die man da einspart, sind es wirklich nicht der Rede wert, auch die Auflassung der Haltestelle Lessern hat keine Bescheunigung gebracht. Könnte auch ein Bedarfshalt (von mehreren) sein.

    dr. bahnsinn schrieb:

    Bürgermeister rufen zu einer Demonstration auf
    Von OÖN 25. November 2019 00:04 Uhr

    BAD ISCHL, EBENSEE. Der Bad Ischler Bürgermeister Hannes Heide (SPÖ) und sein Ebenseer Amtskollege Markus Siller (SPÖ) laden die Bevölkerung am 8. Dezember, ab 9.30 Uhr, zur Protestkundgebung in Mitterweißenbach ein.

    Anlass ist die geplante Schließung dreier Bahnstationen durch die ÖBB.
    Wie berichtet, fand in Langwies bereits eine Bürgerversammlung statt. Der Andrang war groß, der Unmut der Bevölkerung auch. Die ÖBB wollen als Alternative eine Busanbindung etablieren. Das reicht den betroffenen Anwohnern und Bürgermeistern aber nicht. Sie können auch nicht verstehen, dass die Haltestelle Mitterweißenbach in Zukunft noch ein wichtiger Ort zum Kreuzen der Züge bleibt. Das heißt, dass die Züge zwar halten und auf den Gegenzug warten. Aus- oder Einsteigen soll in Mitterweißenbach künftig aber nicht mehr möglich sein.
    "Der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr und der Einsatz für mehr Klimaschutz müssen zentrale Anliegen von uns sein", sagt SPÖ-Bezirksvorsitzende Sabine Promberger.

    OÖN

    Draisinenfan schrieb:

    dr. bahnsinn schrieb:

    ...Das heißt, dass die Züge zwar halten und auf den Gegenzug warten. Aus- oder Einsteigen soll in Mitterweißenbach künftig aber nicht mehr möglich sein...
    Das ist allerdings schon ein Hohn, da würde ich mir als Fahrgast gefrotzelt vorkommen.

    grubenhunt schrieb:

    Die 5 Minuten sind aber nicht den 3 Halten verschuldet. Da ist die Zeit fürs Ausweichen auch dabei.

    grubenhunt schrieb:

    Ich habs mir jetzt in scotty angeschaut, in jedem der drei Halte ist lt. Fahrplan 1 Minute Aufenthalt, also kann man hier schon 3 Minuten Fahrzeit (oder besser Stehzeit) streichen. Dann würde der Regionalzug 18 Minuten (statt 21) bauchen und nur mehr unwesentlich langsamer sein als der REX, der 15 Minuten braucht.

    Wird derzeit nix bringen, weil eben die Kreuzungen in Ebensee und Steeg-Gosau eine Verkürzung der Fahrzeit nicht sinnvoll machen.

    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    grubenhunt schrieb:

    Die 5 Minuten sind aber nicht den 3 Halten verschuldet. Da ist die Zeit fürs Ausweichen auch dabei.
    Die Regionalzüge kreuzen ja zwischen Ebensee und Bad Ischl gar nicht.

    grubenhunt schrieb:

    Ich habs mir jetzt in scotty angeschaut, in jedem der drei Halte ist lt. Fahrplan 1 Minute Aufenthalt, also kann man hier schon 3 Minuten Fahrzeit (oder besser Stehzeit) streichen. Dann würde der Regionalzug 18 Minuten (statt 21) bauchen und nur mehr unwesentlich langsamer sein als der REX, der 15 Minuten braucht.

    Wird derzeit nix bringen, weil eben die Kreuzungen in Ebensee und Steeg-Gosau eine Verkürzung der Fahrzeit nicht sinnvoll machen.
    Eben. Aber ein schöner Stundentakt lässt sich mit diesen Halten nicht umsetzen, und wäre außerdem fahrzeitmäßig nicht attraktiv.
    In Ebensee steht er 4 Minuten zum Ausweichen. Und dann bummelt der Zug eben dahin, incl der 3 Minuten Aufenthalt in den drei o.a. Bahnhöfen. Also, Zeit genug für alle Halte, wenn man die Fahrzeit von 17 auf 12 Minuten reduzieren will, bzw eine Fahrzeit von 30 Minuten zwischen Traunkirchen und Bad Ischl Frachtenbahnhof haben will.

    Und auf einer Reigionalbahn Halte für eine "attraktive Fahrzeit" auflassen, ist alles andere als attraktiv für den Regionalverkehr. Weil da ist die Erreichbarkeit (Haltestellennähe) ausschlaggebend.

    Für die Regionalbahn macht es wenig Sinn, auf Teufel komm' heraus fast ohne Halt in 25 Minuten von Attnang nach Traunkirchen zu bretteln, dann drei Halte zu streichen, um die nächste Kreuzung in Bad Ischl Frachtenbahnhof zu erreichen, danach weiter halbwegs knapp nach Obertraun, Bad Mitterndorf und Liezen zur Kreuzung um zuguterletzt so um xx:37 in Selzthal anzukommen, wo der Reisende nach Graz dann 20-25 Minuten auf seinen Anschluss wartet (Knoten lt. KFNB geplant zur vollen Stunde)

    Da sind dann zwar die Linzer und Wiener etwa 15 Minuten schneller in Bad Aussee, die Bad Ausseer verlieren aber genau die 15 Minuten, wenn sie nach Graz wollen. Wenn der Fahrplan überhaupt funktioniert, weil der ist gespannt wie eine Bogensehne.
  • Diese Ankündigungspolitik mit einem Zeithorizont von meist mehr als 5 Jahren bei der Bahn ist echt gelungen. In der schnelllebigen Zeit heute interessiert das kaum wen und obendrein weiss man aus Erfahrung, dass sich bis dahin noch sehr viel ändern kann.

    Immerhin könnte man, wenns bei den aufzulassenden Stationen tatsächlich um eine etwaige Barrierefreiheit geht, die Zeit bis dahin zum Umbau nutzen, statt Halte aufzulassen.
  • grubenhunt schrieb:

    In Ebensee steht er 4 Minuten zum Ausweichen. Und dann bummelt der Zug eben dahin, incl der 3 Minuten Aufenthalt in den drei o.a. Bahnhöfen. Also, Zeit genug für alle Halte, wenn man die Fahrzeit von 17 auf 12 Minuten reduzieren will, bzw eine Fahrzeit von 30 Minuten zwischen Traunkirchen und Bad Ischl Frachtenbahnhof haben will.
    12 Minuten Fahrzeit sind künftig zwischen Bad Ischl und Steinkogl geplant. Die Züge fahren um 30 in Traunkirchen ab, und sind um 00 am Frachtenbahnhof. Wie soll sich das mit den Halten ausgehen? Heute um 44 ab Traunkirchen, um 21 durch Bad Ischl Frachtenbahnhof, sind 37 Minuten. Abzüglich 3 von 4 in Ebensee und 2 von insgesamt 3 Minuten Standzeit in den drei genannten Halten ergeben MIT den Halten 32 Minuten reine Fahrzeit. Für den Takt bzw. die Kreuzungen brauchst aber max. 29 Minuten (inkl. Stellzeit im Kreuzungsbahnhof). Selbst wenn wir die Aufenthalte gleich in allen vier gerade genannten Halten auf Null reduzieren, was nur in der Theorie möglich ist, sind es noch 30 Minuten. Dann machst bei jeder Kreuzung eine Minute Verspätung, und gleich jeder einzelne ein-/aussteigende Fahrgast genauso... Bedarfshalte wären eine Idee, aber wenn dann bei allen drei Stationen wer aussteigt, hast erst recht wieder Verspätung, die sich sofort auf den Gegenzug auswirkt. Und so weiter...

    grubenhunt schrieb:

    Und auf einer Reigionalbahn Halte für eine "attraktive Fahrzeit" auflassen, ist alles andere als attraktiv für den Regionalverkehr. Weil da ist die Erreichbarkeit (Haltestellennähe) ausschlaggebend.
    Für die Regionalbahn macht es wenig Sinn, auf Teufel komm' heraus fast ohne Halt in 25 Minuten von Attnang nach Traunkirchen zu bretteln, dann drei Halte zu streichen, um die nächste Kreuzung in Bad Ischl Frachtenbahnhof zu erreichen, danach weiter halbwegs knapp nach Obertraun, Bad Mitterndorf und Liezen zur Kreuzung um zuguterletzt so um xx:37 in Selzthal anzukommen, wo der Reisende nach Graz dann 20-25 Minuten auf seinen Anschluss wartet (Knoten lt. KFNB geplant zur vollen Stunde)
    Da sind dann zwar die Linzer und Wiener etwa 15 Minuten schneller in Bad Aussee, die Bad Ausseer verlieren aber genau die 15 Minuten, wenn sie nach Graz wollen. Wenn der Fahrplan überhaupt funktioniert, weil der ist gespannt wie eine Bogensehne.
    Soweit ich das sehe, sollen die Züge künftig um 15 in Stainach und um 43 in Selzthal ankommen. Um 46 fährt dann der von Linz kommende Anschlusszug nach Graz. Da muss man nicht warten, sondern eher hoffen, dass man pünktlich unterwegs ist. Wäre der Zug erst später in Stainach (mit sämtlichen kleinen Halten, wo in jeden dritten Zug mal einer einsteigt), hätte man - stündlich - bis Bad Ischl, Hallstatt, Bad Aussee, usw. die "sehr" attraktive Fahrzeit der heutigen Regionalzüge: Ewig. Und man könnte diesen Anschluss in Selzthal nicht herstellen. Sprich, ohne die Auflassung: Längere Fahrzeit im Salzkammergut, und keinen Anschluss mehr Richtung Graz.

    5047.090 schrieb:

    Immerhin könnte man, wenns bei den aufzulassenden Stationen tatsächlich um eine etwaige Barrierefreiheit geht, die Zeit bis dahin zum Umbau nutzen, statt Halte aufzulassen.
  • EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    12 Minuten Fahrzeit sind künftig zwischen Bad Ischl und Steinkogl geplant. Die Züge fahren um 30 in Traunkirchen ab, und sind um 00 am Frachtenbahnhof. Wie soll sich das mit den Halten ausgehen?
    stimmt, da hab ich was verwechselt.

    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Soweit ich das sehe, sollen die Züge künftig um 15 in Stainach und um 43 in Selzthal ankommen. Um 46 fährt dann der von Linz kommende Anschlusszug nach Graz.
    Dann hat er immerhin 28 Minuten für die Fahrt von Stainach nach Selzthal. Die Fahrzeiten derzeit betragen zwischen 17 Minuiten (Intercity mit nur einem Halt) und 21 Min (R mit Halt in Wörschach und 3 Minuten in Liezen), sind wenigstens ein paar Minuten Reserve drin und ein pünktliches Ankommen doch recht wahrscheinlich.

    So wie ich Deinen Kommentar lese, sind wir uns aber darüber einig, dass das doch ein Risikofahrplan ist.

    Meine Erachtens beginnt das Dilemma schon mit der Abfahrtszeit in Attnang, bei 5 Minuten Übergangszeit wird entweder jede Weststreckenverspätung verschleppt oder der Anschluss ist futsch. Und nachdem es sich um einen konsequenten Stundentakt handelt, haben alle Züge den gleichen angespannten Fahrplan, gibt es also wirklich so gut wie keinen Spielraum und jeder Zug gibt bei den Kreuzungen seine Verspätung weiter.

    Und jetzt nocheinmal zum Thema Fahrzeiten/Haltestellen : als Aussenstehender will man zumeist so rasch wie möglich bei den Highlights sein. Die sind fast alle mit dem Eilzug erreichbar.

    Ich verbringe hie und da ein paar Tage im Salzkammergut und da will man sich auch vor Ort bewegen, so wie es die Einheimischen tun. Und da stellt man zum Beispiel fest, dass es in Untersee (zwischen Steeg - Gosau und Obersee) nicht wenige Unterkünfte gibt, das ist eigentlich ein relativ grosser Ort, aber es gibt keinen vernünftigen öffentlichen Verkehr. Es fährt zwar die Bahn vorbei, aber eben vorbei. Und Bundestrasse und Bus sind auch "irgendwo".

    Und ein Ausflug auf die Katrin wird egal von woher zur Weltroas, da könnte eine Haltestelle beim Frachtenbahnhof helfen. Auch gleich daneben : Der Tennsiplatz, die Kletterhalle der Naturfreunde, Kurbetriebe, Tourismusschule... und Leute, die dort wohnen, gibts auch noch. Genauso kann ich mir eine Haltestelle in Bad Ischl Rettenbach vorstellen.

    Und in Obertraun ist es nicht unähnlich, der Ort ist mittlerweile so langgezogen, dass man schon eine zweite Haltestelle in Richtung Bad Aussee andenken kann.

    Natürlich stellt sich die Frage, wie man das Ganze sinnvoll angehen kann, und da setzt sich bei mir schön lansgam die Erkenntnis durch, dass ein konsequenter Stundentakt fürs Salzkammergut nicht das Gelbe vom Ei ist.

    Für eine flotte Verbindung ist der jetzige REX eigentlich ideal, mit 10 Minuten Übergang in Attnang ist der Anschluss von/zur Weststrecke sehr sicher und in Stainach ist er zur gewünschten Zeit von xx:15.

    Und die Regionalzugverbindung muss ja nicht unbedingt durchgehend organisiert sein. Die Oberösterreicher fahren kaum über Bad Aussee hinaus, die Steirer umgekehrt auch eher selten.

    Da erscheint es mir sinnvoller, statt des konsequenten Stundentakts einerseits, wie gehabt, alle zwei Stunden einen Eilzug Attnang - Selzthal, andererseist einen Regionalzug Attnang - Bad Aussee und einen Regionalzug Bad Aussee - Stainach-Irdning anzubieten.

    Und das mit den Bedarfshalten hat wie immer zwei Vorteile : Strom sparen und Zeit(reserven) gewinnen.
  • grubenhunt schrieb:

    So wie ich Deinen Kommentar lese, sind wir uns aber darüber einig, dass das doch ein Risikofahrplan ist.

    Meine Erachtens beginnt das Dilemma schon mit der Abfahrtszeit in Attnang, bei 5 Minuten Übergangszeit wird entweder jede Weststreckenverspätung verschleppt oder der Anschluss ist futsch.
    Ganz deiner Meinung...
    Der Fahrplan gefällt mir an sich sehr gut. Aber eben nur, wenn und solange er pünktlich gefahren wird (-> Anschluss in Attnang).

    Der Frachtenbahnhof soll ja bis dorthin eh zum Personenzughalt ausgebaut sein. Dass dadurch auch die Katrin gut erreichbar wird, daran hätte ich noch gar nicht gedacht. Umgekehrt aber meiner Meinung nach in Obertraun; ich glaube, dass es jedem dieses Ortes zumutbar ist, 1.000 Meter zum Bahnhof zu spazieren.

    Die Bedarfshalte find ich auch eine gute Idee. Einziges Problem eben: Wenn die bei einem Zug alle in Anspruch genommen werden, was bei bestimmten Zügen möglicherweise der Fall ist, dann hat der gleich mal wieder erst recht Verspätung.
  • Dass in Bad Ischl Frachtenbahnhof ein Fahrgastwechsel erfolgt, ist mehr als erfreulich! Obertraun ist länger als man denkt, vom Bahnhof bis zu den Häusern am "oberen Ende" sind es mehr als 2km.

    Zum Zeitgewinn durch Bedarfshaltestellen, nehmen wir gleich als Beispiel die Relation Traunkirchen Bahnhof - Bad Ischl Frachtenbahnhof:

    derzeitige Fahrzeit eines Regionalzugs:

    Traunkirchen BF ab_XX:30
    Traunkirchen Ort XX:33/XX:33
    Ebensee Landungsplatz XX:37/XX:38
    Ebensee BF XX:40/XX:44
    Steinkogel XX:48/XX:48
    Lahnstein XX:50/XX:51
    Langwies XX:54/XX:55
    Mitterweissenbach XX:59/XY:00
    Bad Ischl BF XY:05/XY:06
    Bad Ischl FrBF an_XY:08


    Wenn wir die im Fahrplan stehenden Stehzeiten herausnehmen :

    Traunkirchen BF ab_XX:30
    Traunkirchen Ort XX:33/XX:33
    Ebensee Landungsplatz XX:37/XX:37
    Ebensee BF XX:39/XX:39
    Steinkogel XX:43/XX:43
    Lahnstein XX:45/XX:45
    Langwies XX:48/XX:48
    Mitterweissenbach XX:52/XX:52
    Bad Ischl BF XX:57/XX:57
    Bad Ischl FrBF an_XX:59


    Dieser Fahrplan hat nach wie vor eine durchschnittliche Stehzeitvon 30 (ganz genau 29) sek/Halt berücksichtigt, die sich aus der Rundung der Ankunftszeit (bei einem Fahrplan stets nach oben) ergeben, das sind bei 8 Zwischenhalten 4 Minuten.


    Und wenn man diese 30 Sekunden bei jedem Halt abzieht und erst zuletzt einrechnet, kommt folgender Fahrplan heraus :

    Traunkirchen BF ab_XX:30
    Traunkirchen Ort XX:32/XX:32
    Ebensee Landungsplatz XX:36/XX:36.
    Ebensee BF XX:37/XX:37
    Steinkogel XX:41/XX:41
    Lahnstein XX:42/XX:42
    Langwies XX:45/XX:45
    Mitterweissenbach XX:48/XX:48
    Bad Ischl BF XX:53/XX:53
    Bad Ischl FrBF an_XX:55



    Nun kann man wiederum 4-5 Minuten aufteilen, was sinnvollerweise am Ende des Fahrtabschnittes geschieht :

    Traunkirchen BF ab_XX:30
    Traunkirchen Ort XX:32/XX:32
    Ebensee Landungsplatz XX:36/XX:36.
    Ebensee BF XX:37/XX:37
    Steinkogel XX:41/XX:41
    Lahnstein XX:42/XX:42
    Langwies XX:45/XX:46
    Mitterweissenbach XX:49/XX:50
    Bad Ischl BF XX:55/XX:57
    Bad Ischl FrBF an_XX:59


    Dieser Fahrplan ist zwar knapp aber trotzdem einigermassen stabil. Steigt anfangs niemand ein, gewinnt der Zug Reserven, steigen überall Fahrgäste ein, entsteht zwar eine geringe Verspätung, die wird aber zum Umsteigeknoten Bad Ischl BF und zum Kreuzungspunkt Bad Ischl FrBF hin wieder aufgeholt. Eine Schülergruppe, die in Ebensee Landungsplatz einsteigt und in Bad Ischl Bahnhof aussteigt, kann bei dem Fahrplan allerdings schon zum Stress werden.

    Der Gegenzug kann um XY:00 in Bad Ischl FrBF abfahren und kommt um XY:29 in Traunkirchen BF an. Die Stehzeiten und Reserven werden in diese Richtung auf die Bahnhöfe Ebensee, Ebensee Landungsplatz und Traunkirchen Ort verteilt.

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