[ORF Vbg] Zehnjahres-Verkehrsdienstvertrag zwischen ÖBB, Bund und Land Vorarlberg

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  • [ORF Vbg] Zehnjahres-Verkehrsdienstvertrag zwischen ÖBB, Bund und Land Vorarlberg

    Schienenverkehr wird ausgebaut

    Mehr Qualität, mehr Züge, bessere Anschlüsse. Das Land Vorarlberg, der Bund und die ÖBB haben am Montagvormittag in Wien einen neuen Rahmenvertrag für den regionalen Zugverkehr in Vorarlberg präsentiert. Ziel ist, den Passagieren mehr Qualität auf der Schiene zu bieten.

    In dem auf zehn Jahre angelegten Verkehrsdienste-Vertrag ist unter anderem der Einsatz von 21 neuen Zügen festgeschrieben sowie eine Verkehrsleistung von knapp 3,2 Millionen Fahrplan-Kilometer pro Jahr. Insgesamt werden dafür rund 47 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt, rund 13 Millionen Euro davon stellt das Land Vorarlberg bereit.

    (v.l.n.r.) ÖBB-Vorstandsvorsitzender Matthä, Bundesminister Hofer, Landeshauptmann Wallner, Landesrat Rauch. Foto: BMVIT

    „Mit dem neuen Verkehrsvertrag setzen wir für die nächsten zehn Jahre einen weiteren Meilenstein im Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg“, betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Infrastrukturminister Norbert Hofer und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.
    Wünsche der Kunden
    Die Kunden erwarten sich Pünktlichkeit und eine gute Anbindung zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln, sagte Landeshauptmann Markus Wallner. Wichtig sei auch eine gewisse Sicherheit in den Zügen, Sauberkeit, eine gute Anbindung an die Nachbarregionen sowie eine gute Verknüpfung mit Bussen.
    Weil immer mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist es nötig, die Kapazitäten im Schienenverkehr zu erhöhen. „Wir müssen jetzt ein Stück weit mit den Folgen unseres Erfolgs zurechtkommen,“ machten Landeshauptmann Wallner und Mobilitätslandesrat Rauch deutlich. Es sei jedoch Ziel des Landes, den Schienenverkehr nicht nur auszubauen, sondern zugleich auch attraktiver zu gestalten.
    Verkehrsdienstevertrag

    • Linien: S1 (Lindau-Bludenz) S2 (Feldkirch-Buchs) und S3 (St. Margrethen-Bregenz)
    • nach Infrastrukturausbau zusätzlich S5 (Angebot über Lauteracher Südschleife)
    • Verkehrsleistung: rund 3,2 Mio. Fahrplankilometer pro Jahr
    • Fahrzeuge: Talent 3 (300 Sitzplätze) Doppelstockzüge (550 Sitzplätze)
    Gesamtangebot aus einem Guss
    Derzeit existieren für Vorarlberg noch getrennte Verkehrsdiensteverträge von Bund und Land mit den jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Das bedeutet unterschiedliche Vertragslaufzeiten und Regelungen zur Abgeltung. Nun sind Bund und Land übereingekommen, ihre Aufgaben zu bündeln und die Leistungsbestellung ab Fahrplanjahr 2019 mittels eines zehnjährigen Verkehrsdienstevertrages neu zu beauftragen. Ziel war daher ein „Gesamtangebot aus einem Guss“, nämlich der Abschluss eines gemeinsamen neuen Vertrages zur Synchronisierung der bislang getrennten Systeme, erklärte Landesrat Rauch.
    „Die heutige Unterzeichnung der Verkehrsdiensteverträge mit Vorarlberg ist auch für den Bund eine Premiere. Vorarlberg ist das erste Bundesland, wo erstmals die Bestellung eines Gesamtangebots zur Anwendung gekommen ist“, sagte Verkehrsminister Norbert Hofer.

    ORF Vorarlberg
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Angeblich hat man sich auch schon im VOR geeinigt, kann dazu nur nichts Ofizielles finden.

    Der VDV von Salzburg ist jetzt auch online: bmvit.gv.at/verkehr/nahverkehr/downloads/vergaben/at32.pdf
    Für die Erbringung der Verkehrsdienste sind grundsätzlich die 39 bereits im Einsatz befindlichen Bestandsfahrzeuge (12 Stück Talent 4024, 10 Stück Talent 4023, 6 Stück Desiro ML 4744/4746, 7 CRD-Garnituren sowie 4 Stück VTW 628 oder gleich- bzw. höherwertige Fahrzeuge) zu verwenden.
    Somit vorerst keine Talent 3.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von KFNB X ()

  • Nachdem die alten 2019 auslaufen werden, gibt es keine wirklich andere Option. Über eine echte Ausschreibung (und keine Direktvergabe) hat sich wohl keiner getraut.

    Ad Vorarlberg:
    Ziemlich viel Tam-Tam für einen Verkehrsdienstevertrag der gerade ein Mal 120 Tage gilt :D

    Geplanter Beginn und Laufzeit des Auftrags oder Schlusstermin
    Beginn: 9.12.2018
    in Tagen: 120 (ab Auftragsvergabe)
    Quelle: bmvit.gv.at/verkehr/nahverkehr/downloads/vergaben/at34.pdf oder ted.europa.eu/TED/notice/udl?u…:253220-2016:TEXT:DE:HTML
  • KFNB X schrieb:

    Nachdem die alten 2019 auslaufen werden, gibt es keine wirklich andere Option. Über eine echte Ausschreibung (und keine Direktvergabe) hat sich wohl keiner getraut.
    Da wär auch keine Zeit mehr gewesen, eine (aufwändige und zeitintensive) Ausschreibung auf die Beine zu stellen, inkl. dem ganzen Prozedere, das dadurch mit sich gezogen wird. Das wär sich bis bis Ende 2019 unter Berücksichtigung der Fristen nicht mehr ausgegangen.
  • grubenhunt schrieb:

    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    inkl. dem ganzen Prozedere, das dadurch mit sich gezogen wird.
    Und das einen reisen Unsicherheitsfaktor ausmacht.
    Wer erinnert sich, als vor wenigen Jahren die REX200 verstärkt wurden, und auch die nachmittags Richtung Wien eingeführt wurden. Da hat die Westbahn dagegen geklagt, und nur wenige Tage vor Fahrplanwechsel hat das Gericht gerade noch entschieden, dass die ÖBB die Züge fahren darf. Ansonsten hätte es für einige Zeit keine REX200 gegeben. So was ist aber meiner Meinung nach ein deutliches Risiko.
  • EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Das wär sich bis bis Ende 2019 unter Berücksichtigung der Fristen nicht mehr ausgegangen.
    Aber andererseits ists ja nicht erst seit gestern so, dass man weiß, dass die VDV neu vergeben werden. Ich frag mich nur, wie man bei uns sowas umsetzen könnte/würde. Mir scheint nämlich, dass das in so einem kleinen Markt wie Ö wenig Vorteile bringen würde bzw. ohne das System zu zerstören nicht geht.
  • Vorarlberg bekommt Tarifhoheit im Nahverkehr

    vorarlberg.orf.at

    Das Land Vorarlberg, der Bund und die ÖBB haben am Montagvormittag in Wien einen neuen Rahmenvertrag für den regionalen Zugverkehr in Vorarlberg präsentiert. Durch diesen erhält das Land die Tarifhoheit im regionalen Nahverkehr.

    Als erstes Bundesland erhält Vorarlberg bzw. der Verkehrsverbund Vorarlberg einen sogenannten „Brutto-Vertrag“. Dadurch kann festgelegt werden, wie hoch die Tarife im Nahverkehr sind und alle Tariferlöse fließen künftig dem Verkehrsverbund zu. Laut Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (Grüne) trägt das Land dadurch auch das Einnahmenrisiko. Das macht Rauch aber keine Sorgen, weil die Zahl der Zugfahrgäste jährlich um zehn Prozent ansteige.

    Vorteile sieht Rauch auch für die Bahnkunden. Diese müssten künftig nicht mehr überlegen, ob sie den ÖBB-Tarif, den Halbpreistarif oder den Verbundtarif wählen sollen. „Es ist einfach so, dass wir die Tarifgestaltung haben und entlang unserer Tarife wird abgerechnet“, so Rauch. Er betont dabei, dass es in Vorarlberg einen leistbaren und qualitativ hochwertigen öffentlichen Verkehr braucht. Denn nur so würden die Menschen auf diesen umsteigen.

    Mehr Qualität für Passagiere
    Das generelle Ziel des auf zehn Jahre angelegten Verkehrsdienstevertrages ist es, den Passagieren mehr Qualität auf der Schiene zu bieten. Unter anderem ist der Einsatz von 21 neuen Zügen festgeschrieben sowie eine Verkehrsleistung von knapp 3,2 Millionen Fahrplan-Kilometer pro Jahr.
    Beitrag aus Vorarlberg heute, 26.11.2018

    ÖBB Verkehrsdienstvertrag neu
    In Wien haben das Land, der Bund und die ÖBB einen neuen Rahmenvertrag für den regionalen Personennahverkehr in Vorarlberg präsentiert.
    Insgesamt werden dafür rund 47 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt, rund 13 Millionen Euro davon stellt das Land Vorarlberg bereit.


    BMVIT
    (v.l.n.r.) ÖBB-Vorstandsvorsitzender Matthä, Bundesminister Hofer, Landeshauptmann Wallner, Landesrat Rauch.

    „Mit dem neuen Verkehrsvertrag setzen wir für die nächsten zehn Jahre einen weiteren Meilenstein im Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg“, betonten Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

    Wünsche der Kunden
    Die Kunden erwarten sich Pünktlichkeit und eine gute Anbindung zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln, sagte Landeshauptmann Markus Wallner. Wichtig sei auch eine gewisse Sicherheit in den Zügen, Sauberkeit, eine gute Anbindung an die Nachbarregionen sowie eine gute Verknüpfung mit Bussen.

    Weil immer mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist es nötig, die Kapazitäten im Schienenverkehr zu erhöhen. „Wir müssen jetzt ein Stück weit mit den Folgen unseres Erfolgs zurechtkommen,“ machten Wallner und Rauch deutlich. Es sei jedoch Ziel des Landes, den Schienenverkehr nicht nur auszubauen, sondern zugleich auch attraktiver zu gestalten.

    Linien: S1 (Lindau-Bludenz) S2 (Feldkirch-Buchs) und S3 (St. Margrethen-Bregenz)
    nach Infrastrukturausbau zusätzlich S5 (Angebot über Lauteracher Südschleife)
    Verkehrsleistung: rund 3,2 Mio. Fahrplankilometer pro Jahr
    Fahrzeuge: Talent 3 (300 Sitzplätze) Doppelstockzüge (550 Sitzplätze)

    Gesamtangebot aus einem Guss
    Derzeit existieren für Vorarlberg noch getrennte Verkehrsdiensteverträge von Bund und Land mit den jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Das bedeutet unterschiedliche Vertragslaufzeiten und Regelungen zur Abgeltung. Nun sind Bund und Land übereingekommen, ihre Aufgaben zu bündeln und die Leistungsbestellung ab Fahrplanjahr 2019 mittels eines zehnjährigen Verkehrsdienstevertrages neu zu beauftragen.

    Ziel war daher ein „Gesamtangebot aus einem Guss“, nämlich der Abschluss eines gemeinsamen neuen Vertrages zur Synchronisierung der bislang getrennten Systeme, erklärte Landesrat Rauch. „Die heutige Unterzeichnung der Verkehrsdiensteverträge mit Vorarlberg ist auch für den Bund eine Premiere. Vorarlberg ist das erste Bundesland, wo erstmals die Bestellung eines Gesamtangebots zur Anwendung gekommen ist“, sagte Verkehrsminister Hofer.
  • Ich verstehe es so, dass man nur noch die VV-Karte angeboten bekommt. Ausnahme ist natürlich dann wieder eine Vorteilscard (u.A. ein Sinn selbiger) oder eine ÖC.
    So ist es auch im VOR.


    Draisinenfan schrieb:

    Eine Fahrkarte von Wien Meidling nach St. Pölten kostet am ÖBB Automat in Wien mehr als am ÖBB-Automat in Linz (weil dieser natürlich keinen VOR-Tarif kennt...)
    Ist das noch so? Dachte die Automaten sollten mit der neuen Software österreichweit die Verkehrsverbünde kennen?
  • Zumal der VOR-Tarif zwischen ÖBB-Vollpreis und ÖBB-Halbpreis liegt. Heißt, wenn der VOR gar nicht angeboten wird, würde es ohne VC teurer sein.

    Und an sich sollte es an jedem Automaten der ÖBB möglich sein, stets den selben Preis zu kriegen. Alle Verkehrsverbünde sind eingepflegt, ich kann problemlos in Wien Hbf eine Fahrkarte des VVV kaufen zum Beispiel ;)
  • 5047.090 schrieb:

    EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Das wär sich bis bis Ende 2019 unter Berücksichtigung der Fristen nicht mehr ausgegangen.
    Aber andererseits ists ja nicht erst seit gestern so, dass man weiß, dass die VDV neu vergeben werden. Ich frag mich nur, wie man bei uns sowas umsetzen könnte/würde. Mir scheint nämlich, dass das in so einem kleinen Markt wie Ö wenig Vorteile bringen würde bzw. ohne das System zu zerstören nicht geht.
    Z.B. in der Vorarlberger Bekanntmachung steht:

    Da
    1. § 141 Abs. 3 Bundesvergabegesetz 2006 diese in Art. 5 Abs. 6 VO (EG) 1370/2007 zugelassene Direktvergabe ausdrücklich einräumt,
    2. durch die Wahl eines wettbewerblichen Vergabeverfahrens von bisher von der ÖBB-Personenverkehr AG erbrachten SPNV-Leistungen der zuständigen Behörde Kosten entstehen, deren Kompensation durch ein wettbewerbliches Vergabeverfahren nicht zu erwarten ist und darüber hinaus
    3. eine zur effizienten und kurzfristigen Erreichung der verkehrspolitische Zielsetzungen erforderliche Harmonisierung des derzeit bestehenden dualen Bestellsystems und die dafür erforderliche Kündigung der bisher vom Land vergebenen Leistungen ohne eine weitere direkte Beauftragung von gemeinwirtschaftlichen SPNV-Leistungen vertragsrechtlich nicht möglich und
    4. die Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der bestehenden gemeinwirtschaftlichen SPNV-Leistungenauch in einem nachfolgend weiterhin direkt vergebenen öffentlichen Dienstleistungsauftrag sichergestellt werden kann
    entspricht die Wahl eines direkten Vergabeverfahrens an die ÖBB-Personenverkehr AG am besten den Anforderungen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit auf der Grundlage der Ordnungsmäßigkeit und Rechtmäßigkeit.


    Ich gehe davon aus, dass das nicht ohne Grund da steht, und zweitens, Ja, ich glaube es sofort. Die drei großen Kosten sind: Neue Fahrzeuge kosten für jeden gleich viel, die Trasse kostet jeden das selbe, und auch das Personal ist ähnlich. Und beim Personal auf den letzten Cent zu sparen sieht man ja gerade, wie gut das für alle ist. Wo also ergeben sich die großen Einsparungen? Vor allem in Bundesländern wie z.B. Salzburg und Vorarlberg, wo sich der Großteil des Verkehrs auf ca. drei Strecken abspielt? Die Ausschreibung ist auch nicht gratis.
  • Ich kann dir sagen, wie in Deutschland die Preise gedrückt wurden:

    Gekürzte Reserven, teils niedrigere Löhne (National Express setzt als Zugbegleiter Leiharbeiter ein), Kostenverlagerung auf die Aufgabenträger hin...

    ...und übrigens wurde die DB auch nicht viel besser durch den Wettbewerb in so einigen Regionen. Jetzt ist man sogar kurz davor, in einigen Region sie gänzlich vom Wettbewerb auszuschließen.

    Es fragmentiert auch die Bahnlandschaft, es wird schwieriger, die Züge flexibel einzusetzen...

    Es gibt verdammt gute Gründe, auf dieses Spielchen zu verzichten.

    Schauen wir uns doch an, was da in Deutschland so los ist. Die Bahnen haben mit Personal- und Zugmangel zu kämpfen, Ausfälle, teils hohe Verspätungen... öfters unzureichende Gefäßgrößen...

    ... das gibt es in gewisser Weise auch in Österreich aber ich wage zu behaupten, dass die Ausprägung in Deutschland nochmal krasser ist.
  • J-C schrieb:

    Kostenverlagerung auf die Aufgabenträger hin
    Ein guter Punkt. Ein Beispiel dazu: Wer betreibt DIE (Eisenbahn-)Fahrplanauskunftssysteme in Österreich und Deutschland: Die ÖBB und die DB. Es stellt sich die Frage: Warum soll sich darum ausgerechnet das EVU ÖBB kümmern? Warum nicht die Westbahn, der Meridian oder die GKB? Über kurz oder lang wird, falls die ÖBB mal ein paar Bundesländer verlieren sollte, der Bund die Aufgabe eines "offiziellen" Routenplaners übernehmen. Und das bedeutet: Ein neu zu programmierendes System, die selben Kosten, und zahlt noch immer der Steuerzahler. Und dann zahlts erst recht der Steuerzahler!
  • Ich möchte darauf hinweisen, dass die oben angeführten Punkte von der EU auch in Zukunft als Grund für Direktvergaben kazeptiert werden.

    Es wollte nur die Bundes-ÖVP (gegen den Widerstand auch der schwarzen Landeshauptleute) die Direktvergabe per gesetz in österreich unterbinden. Dieses Vorhaben dürfte aber doch gekübelt worden sein.
  • Die FPÖ hält ja an Direktvergaben fest, dabei habe ich schon gedacht, sie würde auf Ausschreibungen pochen.

    Und ja, ich habe Herrn Garstenauer vor paar Monaten auch darauf angesprochen und er meint, dass auch nach 2023 Direktvergaben gehen, hängt eben vom Besteller ab.

    Ich finde das Thema eigentlich interessant, denn in Mitteleuropa sind Ausschreibungen en vogue - in Tschechien etwa mit einer katastrophalen Ausführung, wo es keinen Tarifverbund zwischen den EVUs gibt... ebenso etwa in Polen.

    Aber auch mit besseren Ausführungen wie in Deutschland.

    ...am Ende bin ich gespannt, wie lange man bei den Direktvergaben festhält. Die EU ermöglicht es ja weiterhin, so etwas durchzuführen. Zwar unter Restriktionen, aber es geht.

    Ich finde, Wettbewerb im Bahnwesen kann was sein - ein Wettbewerb der Ideen um genauer zu sein. Wie in der Schweiz. Da geht es weniger um Kostenersparnisse, sondern mehr um Innovation. Zeigt sich an den Fernverkehrskonzessionen, die neu vergeben wurden.
  • J-C schrieb:

    Da geht es weniger um Kostenersparnisse
    In der Schweiz wirds aber, was die Kosten angeht, für die SBB schön lansgam brenzlig. jetzt habens nocheinmal den Griff der BLS nach Teilen des IC-Verkehr abgewehrt (die BLS würde gerne, man lässt sie aber - noch - nicht).

    Und ich bin schon dafür : Kostengünstig solls auch sein. Weil je kostengünstiger desto mehr Bahnverkehr kann man finanzieren. Nur sind die ÖBB genau das auch.