VDV Fernverkehr 2019-2029(/34)

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • VDV Fernverkehr 2019-2029(/34)

    Frisch eingetrudelt ist ein neuer Verkehrsdienstvertrag des Bundes. Bestellter Fernverkehr ist ja nach wie vor en vogue. Man hat sogar eine schicke Netzkarte für den Fahrplan jeweils von Innetriebnahme der Koralmbahn und von der Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels an drin.

    Bis zur Koralmbahn ändert sich erstmal nichts.

    Danach wird der VDV folgende Linien vorsehen:
    FV-HB= Fernverkehr hochrangig beschleunigt (vgl. RJX)
    FV-HR= Fernverkehr hochrangig (vgl. RJ)
    FV-IR=Fernverkehr InterRegio
    FV-HB Ost-West

    Wie gehabt Stundentakt zwischen Salzburg und Feldkirch

    FV-HB Nord-Süd

    2-Stundentakt (Prag-)Wien - Graz - Villach( - Venezia/Ljubljana). 4 Zugpaare sind nach Venezia, 5 über Jesenice nach Ljubljana(und weiter) vorgesehen. Dabei halten die Züge zwischen Wien und Villach nur in Bruck/Mur, Graz und Klagenfurt. Kein Halt in Wiener Neustadt.

    Zwischen Wien und Graz wird der Takt zum Stundentakt verstärkt - jene verstärkenden Züge werden 4 Mal am Tag nach Spielfeld-Straß buw. weiter nach Slowenien durchgebunden.

    FV-HR Süd-Tauern

    2-Stundentakt Wien - Graz - Villach - Salzburg (- München und weiter),
    überlagender 2-Stundentakt Wien-Villach mit 2 Zugpaare Wien-Lienz und 2 Zugpaaren Wien-Villach-Ljubljana)

    FV IR Aichfeld

    Werktags Stundentakt Bruck - Unzmarkt - Klagenfurt - zweistündlich vereinigt mit dem inneralpinen Fernverkehr von/nach Graz
    2-Stundentakt am Wochenende

    (Die Linie füllt die Lücke, die mit der Verschiebung des hochrangigen Fernverkehrs über die Koralmbahn entsteht)

    FV IR Ennstal+Pinzgau

    Zweistundentakt Graz-Selzthal-Bischofshofen-Saalfelden, überlagert zwischen Bischofshofen und Saalfelden durch einen Zweistundentakt Salzburg-Saalfelden, wobei eine Durchbindung zwischen Saalfelden und Wörgl mit dem REX erwünscht ist. Ist das nicht möglich, wird der Fernverkehr nach Wörgl durchgebunden.



    FV IR Pyhrn

    Zweistundentakt Graz-Selzthal-Linz

    FV IR Alpe-Adria

    Zweistundentakt Salzburg - Villach mit perspektivischer Verlängerung nach Italien

    FV IR Donau-Moldau

    Wie gehabt 4-Stundent-"Takt" - eventuell 2-Stundentakt, was von Tschechien abhängt.

    FV IR Mur-Drau

    Stunden- (Werktags) bzw. 2-Stunden-(Wochenende) - Takt Graz - Spielfeld( - Maribor)

    Änderungen durch den Semmering-Basistunnel
    Zwischen Wien und Prag/Warschau werden die Züge um eine halbe Stunde gedreht.

    Außerdem sind künftig offenbar 4 Zugpaare statt bisher 3 in Richtung Polen vorgesehen.

    Beim bestellten Nachtverkehr wird sich nichts substanziell ändern
    Wie sieht es jetzt mit dem Takt aus?

    Man kriegt am Ende des Tages einen Fernverkehrs-Stundentakt Wien-Villach mit einem zweistündlichen beschleunigten Fernverkehr oben drauf.

    Jener verkehrt zwischen Wien und Graz stündlich - also 2 Fernverkehrszugpaare Wien-Graz pro Stunde.

    Zwischen Salzburg und Villach wird durch Überlagerung ein Stundentakt erzielt und von Wien nach Ljubljana kommt man künftig offenbar 7 Mal am Tag per Bahn. Auch die Verbindung von Graz nach Maribor wird wohl stark verbessert werden.

    Es besteht auch nach Koralmbahn weiterhin ein sogar in der Frequenz verbessertes Fernverkehrsangebot zwischen Bruck, Unzmarkt und Klagenfurt.

    Graz-Linz, das bisher nur 2 Mal am Tag bedient wird, erhält einen Zweistundentakt.

    Graz-Salzburg wird über die Koralmbahn stündlich gefahren, Graz-Innsbruck außerhalb des weiterhin bestehenden Transalpins Graz-Züricb wohl nurmehr mit Umsteigen möglich sein.


    Man kann sagen, das sowohl national als auch international mit den beiden Bahnprojekten es eine substanzielle Ausweitung geben wird. Da wird teils aus Einzelzügen ein richtiger Takt. Und schön finde ich, dass man sich darum bemüht, durch die Neubaustrecken die Altstrecken nicht vom Fernverkehr abzuhängen.
    Und was ist jetzt bitteschön der IR?

    Die Bestellung hat auch Details zum IR drin. Vorgesehen sind Lok-Wagenzüge mit einer Länge von 100 Metern. Barrierefrei, klimatisiert umd mit erster Klasse ausgestattet sollen sie sein. Vorgesehen ist ebenso ein Mehrzweck- und Verpflegungsbereich.

    Die Höchstgeschwindigkeit soll bei jenen Zügen mindestens 160 betragen.
  • Draisinenfan schrieb:

    Klingt vielversprechend. Vor Allem der tlw. entfallende HAlt in Wr. Neustadt bringt Qualitär für Fernreisende.
    Würde ich sehr begrüßen, aber ob da nicht die Politik noch auf die Barrikaden steigt?

    Draisinenfan schrieb:

    Und der Zug Wien-Graz-Villach-Salzburg-München hat Charme ;-))
    Sogar ggf. weiter und noch über den Semmering. Aber mal abwarten, ob die Koralm vor 2029 in Betrieb geht.


    FV hochrangig und FV Nachtverkehr hat eine vorgeschriebene Fahrradmitnahmemöglichkeit, FV InterRegio nicht!

    Die InterRegios wird man vermutlich auch aus den "Railjet2" anschaffen. So viel bestehende FV-Wagen gibt es ja nicht mehr.
  • naja, so eine Abwertung ist es auch wieder nicht. Bisher fahren die "RJX" nur alle 2 Stunden. Ein echter Halbstundentakt ist's also eh nicht.

    Zwischen Wien und Wiener Neustadt kann man einen Halbstundentakt auch mit REX ohne zu großen Zeitverlust erreichen.

    Und von Wiener Neustadt in Richtung Süden reicht ein stündliches Angebot ja wohl aus.
  • KFNB X schrieb:

    Nachdem es für den Verkehr keinen VDV gibt, liegt es an der ÖBB. Ein echter Fernverkehr wäre Wien - Linz - (Passau).
    Die ÖBB ließen sicher mit sich reden, denn ich gehe davon aus, dass ihnen die missbräüchliche Verwendung der RJx durch die Hauptstadtpendler ein Dorn im Auge ist. Aber es wird trotzdem auf eine politische Lösung hinauslaufen, denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die Landespolitik da mitreden (wollen). War ja bisher auch schon so.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Es darf jeder seine Meinung nun dazu haben, aber Wiener Neustadt jetzt hier vom schnellen Fernverkehr abzunabeln, obwohl man laufend gebetsmühlenartig auf die Verbesserungen durch Pottendorfer Linie und SBT hinweist, halte ich für etwas sonderbar. Was haben dann die Leute in dieser Region davon? V.a. wieso grade in Bruck/Mur halten, aber Wr.Neustadt (3x soviele Einwohner) auslassen, wo in Bruck zumindest im überregionalen Verkehr keine Anschlüsse damit erreicht werden?

    Außerdem kommen in Neustadt die Züge von 4 nicht unwesentlichen Zubringerlinien zusammen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 5047.090 ()

  • Die nicht unwesentlichen Zubringerlinien haben ihren Taktknoten um xx:30. Somit wäre man mit dem RJX um keine Minute schneller, sondern langsamer.
    Das Abnabeln vom schnellen Fernverkehr ist schon etwas übertrieben, immerhin brauchen die RJ nur knapp eine halbe Stunde länger.

    Ich sehe kaum Vorteile für einen RJX-Halt in Wiener Neustadt, nur dass er dann auch wieder von den Pendlern gestürmt wird. In Bruck sind das zahlenmäßig wesentlich weniger. Vorteile sehe ich jetzt auf die Schnelle aber auch keine großartigen (außer dass der Anschluss an ein paar S-Bahnen womöglich im Gegensatz zum RJ besser passt).
  • @J-C Es geht da, mEn, nicht um die Verbindung nach Wien - die ist jetzt schon sehr gut und wird sich durch SBT/KAB auch nicht wesentlich ändern. Hier verspricht man eher, dass die Pottendorfer Besserung bringt.

    @KFNB X hast schon recht, aber mit der gleichen Argumentation kann man wohl auch den Halt in Bruck kübeln... da sind die Anschlüsse scheinbar ja auch auf den andren RJ ausgelegt. Einige der Zubringer in WN haben unter der Woche auch einen 30 Min Takt, daher wäre der RJ gen Süden nicht so schlecht. Ist ja jetzt mit jenen nach Villach auch so.

    Und ob man die Pendler wirklich im RJ hätte, würde absehbar werden, wenn man die Fahrtzeiten via Ebenfurth kennt. Ob Wr.Neustadt-Meidling in den selben 25min wie jetzt erreicht werden kann? Und da hier ja auch oft nur die paar min ausschlaggebend sind für manche, könnte das schon zu einem Lenkungseffekt auf die REX auf der Südbahn führen. Außerdem argumentieren einige z.B. auf FB, sie würden den RJ deswegen nehmen, weil dieser auch direkt bis zum Hbf fährt.
  • Ich gehe davon aus, dass die Strecke über Baden massiv gebremst wird. Denn eine dichtere Zufolge ist nur mit einheitlicher Geschwindigkeit möglich.

    Ohne VDV-NÖ (den es schon seit 2? Wochen geben soll), ist es schwer vorher zu sagen. Ich gehe davon aus, dass es ähnlich dem West-Modell zumindest auch Verstärkungs-D-Züge geben wird.
  • Welche Zeit schätzt du, die via Ebenfurth drin sein sollte? Mir kommt vor, allein zwischen Blumental und Meidling geht eine gefühlte Ewigkeit verloren, die man mit 200 km/h bis Ebenfurth nicht gut macht und ab dann sinds ja "nur" noch 160.

    Sollen nun dann alle Züge ohne Halt zwischen Neustadt und Meidling dort hin, würde es auch auf der Süd keine D/REX mehr geben. Dass sich dann aber trotz toller Pottendorfer längere Fahrtzeiten ergeben, würde aber auch blöd ausschauen.

    Und den Nahverkehr hat man dort ja auch noch, zumal ja angeblich recht ambitionierte Schnellbahnkonzepte überlegt werden.
  • An pünktlichen Zügen ohne Behinderungen sieht man, dass auf der Südbahn bei weitem nicht an der Grenze gefahren wird. Sie müssen sich meist doch recht lange vor Wiener Neustadt einschleifen. Es geht um die Einhaltung der Kantenfahrzeit von 30 Minuten für den Taktfahrplan. Das ist sowohl über die Südbahn, als auch über die Pottendorfer Linie möglich.
    Ich muss mich wohl ein wenig korrigieren, lt. schon etwas älteren Planungen sollen auf der Südbahn doch noch schnelle Züge verkehren. Entweder ein REX (mit einem oder keinem Halt, durchgebunden über die Stammstrecke von/nach Deutschkreuz) oder der RJx.

    Mit der Schnellbahn auf der Pottendorfer Linie sehe ich 2 Möglichkeiten.
    Das Ambitionierte: Bei artreinem Cityjet-Betrieb wäre es vielleicht möglich, dass man recht knapp nach dem einen Railjet Wien Meidling verlassen wird (z.B. RJ xx:04/:34, S xx:06/:36) und kurz vor dem anderen RJ Wiener Neustadt (S xx:27, RJ xx:29) erreicht. Dafür braucht es aber eine Fahrzeitreduktion von 1 Stunde auf 50 Minuten (Sprintstärke & >120 km/h).
    Das Realistische: In der Mitte der Strecke sind alle Bahnhöfe zum Überholen geeignet (Hennersdorf, Achau, Münchendorf, Ebreichsdorf). Um den Knoten Wiener Neustadt mit etwas Reserve vor dem RJ zu erreichen, schätze ich mal xx:25/:55. Dafür müsste man mit 5 Minuten zusätzlich (zur Seite stellen für den RJ in Ebreichsdorf, bei Verspätung schon früher) und unveränderter Fahrzeit um ca xx:20/:50 Wien Meidling verlassen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von KFNB X ()

  • KFNB X schrieb:

    An pünktlichen Zügen ohne Behinderungen sieht man, dass auf der Südbahn bei weitem nicht an der Grenze gefahren wird.
    Von der Fahrtzeit bestimmt nicht. Sieht man ja gut an den R mit und ohne Halt morgens in Liesing bzw. Vöslau: alle gleiche Fahrtzeit. Und nicht erst einmal war ich in einem RJ, der aus Tschechien einige Minuten Plus mitgenommen hat und von Meidling in rund 20 Min (ich glaub einmal sogar darunter) in Wr.Neustadt war. Dass die Taktknoten bedient werden wollen, ist aus Fahrplan-Sicht klar, für Reisende wirds aber eine schiefe Optik haben, wenn trotz Millionenausbau die Züge langsamer werden. Aber wir werden sehen.
  • Wir haben doch auf den letzten beiden Seiten sogar die Zeiten eingetragen.

    Die Kantenzeit Wien Meidling - Wiener Neustadt beträgt exakt 26 Minuten (vor SBT) bzw. 25 (nach SBT) über die Pottendorfer.

    Puffer dürften da schon eingerechnet sein, also denke ich, dass das eh schon passt.

    Übrigens, der Ausbau Wien -Breclav ist auf der letzten Seite auch einkalkuliert. Der Knoten Breclav wird um eine halbe Stunde offenbar gedreht und die Fahrtzeit beträgt dann 47 Minuten statt bisher 54 Minuten.
  • Ich denke, dass die reale mögliche Fahrtzeit auch unter 25 Minuten liegen wird. Man baut ja nicht ohne Grund teils auf 200 aus. Die Sache ist halt, man muss nicht so schnell wie möglich fahren, sondern so schnell wie nötig. Im Vergleich zum Ist-Zustand verlängert sich die Fahrtzeit höchstens um 2,3 Minuten oder so. Wer schon bei so einer geringfügigen Reisezeitverlängerung sich aufregt, dem kann man auch nicht helfen.