Die 2-achsigen Personenwagen der ÖGEG

  • Die 2-achsigen Personenwagen der ÖGEG

    Von Zeit zu Zeit möchte ich hier einige der 2-achsigen Personenwagen der ÖGEG vorstellen.

    Heute stele ich Euch den N28 mit der Nummer C32.318 (später ÖBB Bih 37.033) vor:



    Der Wagen ist weitgehend im BBÖ-Originalzustand restauriert und in moosgrün lackiert (Foto vom 20.05.2018).
    Innen wurde der Wagen schon vor Jahrzehnten von ÖGEG-Mitarbeitern auf die originalen Holzbänke zurückgebaut.
    Der Wagen ist regelmäßig bei unseren Sonderfahrten auf ÖBB-Strecken und der eigenen Museumsbahn im Einsatz und war heuer auch schon in Budweis.
  • Heute möchte ich Euch einen weiteren unserer N28-Wagen vorstellen. Diesmal den halbfenstrigen Bih 37.090, vormals GKB Bi 3721.


    Hier sehen wir den Wagen in der Werkstätte in Ampflwang anläßlich einer Fahrwerksrevision (Lagerrevision und Bremsrevision) am 10.04.2016.

    Damit es beim 2. N28 in dieser Serie nicht langweilig wird, lasse ich Euch diesmal auch unter den Wagen schauen:


    Hier sehen wir den Radsatz der mittels einer Flachriemenscheibe die Lichtmaschine antreibt. Ebenso sehen wir im Vordergrund eines der
    4 Bremsdreiecke, die die Bremsklotzhalter mit den Bremsklötzen tragen. Im Zuge der Bremsrevision wurden alle Bauteile sandgestrahlt, auf eventuelle Anrisse geprüft und lackiert. Spiele zwischen Buchsen und Bremsbolzen wurden berichtigt (neue Büchsen und Bolzen, wo nötig), alle Bolzenverbindungen geschmiert und neu abgesplintet und viele Kleinarbeiten mehr. Ampflwang, 10.04.2016


    Hier sehen wir den Bremszylinder mit den Bremszylinderhebeln, die Bremsrückzusfeder. Rechts sehen wir den Brems-Hilfsluftbehälter und das Prüfmanometer zur Überprüfung der Bremse im Zuge der Abnahme durch eine §40-Person.


    Zu guterletzt sehen wir hier einen Teil der Luftausrüstung des Wagens. Links der Hilfsluftbehälter, rechts das Frisch im DB Werk Fulda revidierte Steuerventil der Hik-GP-Bremse.

    Ich hoffe Euch gefällt dieser kleine Abstecher in die Grube.

    BG
    Castor
  • Heute will ich Euch den nächsten Wagen vorstellen. Es handelt sich um einen Vertreter der 3. wichtigen Wagengattung im Nachkriegsösterreich.
    Allerdings ist er kein Österreicher sondern ein Wagen der ehemaligen DRG, nämlich eine Donnerbüchse. Unser Wagen trägt die Nummer Bih 37.426,
    wurde 1928 bei MAN gebaut und gehört der Gattung Ci-28 an. Bei der DRG tug der Wagen die Bezeichnung 41 524 Köln (bis 1930) bzw. 85 024 Köln (ab 1930).




    Auf diesem Bild sehen wir den Bih 37 426 schon mit etwas mattem und teilausgebesserten Lack in Ampflwang am 31.03.2007.
    Zwischenzeitlich wurde der Wagen mal neu lackiert und sieht heute wieder etwas besser aus. Aber leider habe ich kein aktuelles Bild das eine Gesamtansicht des Wagens zeigt.

    Auch heute möchte ich Euch wieder ein bißchen hinter die Kulissen sehen lassen und zeige Euch ein paar Bilder von der Erneuerung der Bedielung der Plattformen:


    Die alte Bedielung ist entfernt und der Rahmen im Bereich der Auflage der Bedielung entrostet, mehrfach grundiert und lackiert.
    Leider ist der Bereich unter der Bedielung oft korrosionsbefallen, da einerseits Feuchtigkeit unter den Holzdielen nicht ordentlich auftrocknen kann und vermutlich
    zu Plandienstzeiten oft Salz verwendet wurde, um die Bühnenhölzer eisfrei zu halten. (Ampflwang, November 2013)



    Die neuen Plattformdielen sind zugeschnitten und dort wo nötig an der Unterseite gefräst. Die Montagebohrungen sind auch schon drin.
    Die Hölzer sind zwar druckimprägniert, dennoch schadet Holzschutzlack nicht. Die Schnittflächen und bearbeiteten Flächen müssen sowieso gestrichen werden,
    also haben wir die Bretter gleich nochmals gänzlich gestrichen. (Ampflwang, November 2013)



    Montage der neuen Holzdielen mit neuen Torbandschrauben. (Ampflwang, November 2013)

    Ich hoffe es gefällt und interessiert Euch.

    LG
    Castor
  • Ich weiss ja nicht, wie sie das bei der ÖGEG machen, wir (beim club760) haben immer die alten Bohlen 1:1 "nachgeschnitzt". Da kann man nix vergessen (möcht' ma meinen).

    Auf wagonweb.cz gibts übrigens einen wagenstandsanzeiger für die ÖGEG-Züge (ich nehme an, dass se eine Schnittmenge aus der Menge der Mitarbeiter der ÖGEG und von vagonweb gibt, um es mathematisch aszudrücken).

    vagonweb.cz/razeni/razeni.php?zeme=OGEG&kategorie=R&rok=2019

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  • @grubenhunt:
    Danke für den Link. Habe ich auch noch nicht gesehen.
    Kann aber auch nicht ganz stimmen.
    Soviele Bih mit 62 Plätzen haben wir gar nicht im Einsatzbestand oder nicht jeder Bih hat 62 Plätze.

    Wegen der Bohlen, hab ich eh nicht geschrieben, daß es eine besonders schwierige Sache ist.
    Nach den alten Bohlen nachfertigen ist eine gut geeignete Methode

    BG
    Castor
  • Du eh nicht, aber der Schienenradler hat, glaub' ich zumindest, die technischen Probleme bei so einem Bohlentausch ein bissl überschätzt, drum mein Posting :)



    zum Wagenstandsanzeiger und der Sitzplatzanzahl:

    7 Fensterachsen x 8 Sitzplätze - 4 Plätze, die dem Häusl zum Opfer fallen, ergeben sowieso 52 und nicht 62, ist also da schon ein Fehler.

    Und zur Wagenreihung: da ist fahrplanmässig wohl eher eine Mutmassung des Autors, die ein prinzipielles Bild vom Zug geben soll, die "reale Zugbildung" ist ja, so sie wie hier abgebildet ist, doch sehr differenziert:

    vagonweb.cz/razeni/vlak.php?ze…k=2019&lang=de#2018-12-09

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