Graz: Ein Zaun, eine neue Haltestelle und eine Grazer Verkehrsposse

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  • Graz: Ein Zaun, eine neue Haltestelle und eine Grazer Verkehrsposse

    Ein Zaun, eine neue Haltestelle und eine Grazer Verkehrsposse
    Kleine Zeitung vom 21.11.

    Bei der neuen Öffi-Haltestelle vor der Oper soll ein Zaun errichtet werden,damit Fußgänger nicht mehr direkt zum Bauernmarkt queren können.
    Von Gerald Winter-Pölsler | 05.50 Uhr, 21. November 2018


    Der neue Zebrastreifen gleich nach der Luthergasse soll durch einen Zaun zwischen Oper und Kaiser-Josef-Platz ersetzt werden
    © Gerald Winter-Pölsler

    Ein geplanter Zaun sorgt derzeit im Grazer Rathaus für Aufregung. Im Zuge der Neugestaltung der Bus- und Straßenbahnhaltestelle bei der Oper wurde ja auch der Zebrastreifen, der zum Bauernmarkt am Kaiser-Josef-Platz führt, verlegt – gut 40 Meter weiter Richtung Luthergasse.

    Für die Fußgänger bedeutet das einerseits mehr Sicherheit, wie man im Straßenamt betont. Denn der neue Zebrastreifen hat eine eigene Fußgängerampel, die mit der großen Ampel bei der Kreuzung Luthergasse mitgesteuert wird.
    Andererseits bedeutet es für Fußgänger aber auch einen Umweg, der bisher nicht notwendig war. Konnte man ja seit Jahrzehnten direkt von der Haltestelle über die zweispurige Straße zu den Marktstandln queren, muss man künftig die gut 40 Meter bis zum neuen Zebrastreifen gehen und dann die 40 Meter auf der anderen Seite wieder zurück.

    Warum diese Neuregelung überhaupt notwendig ist? „Bei zwei Fahrspuren in eine Richtung ist ein ungeregelter Schutzstreifen immer problematisch“, sagt Thomas Fischer, Leiter des Straßenamtes. Ein Pkw hält womöglich an, für das Auto auf der zweiten Spur ist der Fußgänger aber verdeckt – da könne es zu brenzligen Situationen kommen.

    Kahr: Der Zaun sei Wunsch der Polizei
    Um sicherzustellen, dass die Fußgänger diesen neuen Umweg auch wirklich nehmen und nicht – wie jahrzehntelang üblich – weiter direkt bei der Haltestelle die Straße queren, baut die Stadt nun einen Zaun entlang des Haltestellenbereichs. „Auf Wunsch der Polizei“, wie Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) betont.Und dass sie mit der neuen Regelung nicht glücklich ist, betont Kahr auch: „Das ist nicht optimal. Da müssen wir noch einmal reden.“ Der ursprüngliche Plan sah auch eine gepflasterte Querung vor, die „verkehrssicher angehoben“ werden sollte – und zwar zusätzlich zur neuen Ampel bei der Luthergasse.Gekommen ist es jetzt anders. Und Fakt ist: Der Zaun ist zwar noch nicht montiert, aber bereits bestellt.