[Berlin] Schwerwiegender Oberleitungsschaden bei S-Bahn - Polizei ermittelt in Richtung Vorsatz

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  • [Berlin] Schwerwiegender Oberleitungsschaden bei S-Bahn - Polizei ermittelt in Richtung Vorsatz

    Kripo ermittelt nach Oberleitungsschaden in Berlin
    23.12.18 | 18:22 Uhr
    Die Bahn hatte am Sonntag Verkehrseinschränkungen wegen Oberleitungsproblemen zwischen Wuhlheide und Karlshorst vermeldet. Die Polizei sagte dann sehr deutlich warum: Ein "vorsätzlicher Schaden" werde nicht ausgeschlossen.

    Aufgrund von Leitungsproblemen zwischen Wuhlheide und Karlshorst ist es im Regionalbahn- und S-Bahn-Verkehr dort am Sonntagmittag zu Zugausfällen, Verspätungen und Umleitungen gekommen. Am späten Sonntagabend wurde dann der Verkehr wieder aufgenommen, allerdings wies die Deutsche Bahn darauf hin, dass es im Verlauf des Abends noch zu Verspätungen und Zugausfällen dort kommen kann.
    Betroffen waren zwischenzeitlich die Regionalbahnstrecken der Linien 1, 6, 7 und 17 sowie die S-Bahn S3. So fuhren etwa der RE1 zwischen Magdeburg und Frankfurt (Oder) und der RE7 zwischen Wünsdorf und Dessau über Hohenschönhausen und Gesundbrunnen, statt über Zoo, Hauptbahnhof oder Ostkreuz. Auch auf der Strecke Berlin-Warschau wurden die Züge umgeleitet. Die Fahrzeit verlängere sich um 30 Minuten, gab die Bahn an.

    Schäden in der Nähe des Union-Stadions

    Hintergrund für die Verkehrsprobleme sind Schäden an der Oberleitung. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Schaden vorsätzlich verursacht worden ist, meldete die Berliner Polizei. Nun würden Kripo und Kriminaltechnik ermitteln.
    In der Nähe der Schadensstelle werden am Sonntagabend rund 30.000 Menschen erwartet: Der 1. FC Union hat dann ins Stadion an der Alten Försterei zu seinem alljährlichen Weihnachtssingen eingeladen.

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  • Oberleitungsschaden: Ermittler finden IS-Flagge und Flugblätter
    25.12.18 | 16:41 Uhr
    In Karlshorst ist am Sonntag eine Oberleitung der Deutschen Bahn beschädigt worden. Der Staatsschutz vermutet einen politischen Hintergrund. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch eine IS-Flagge und Flugblätter gefunden.

    Im Zusammenhang mit dem Schaden an einer Bahn-Oberleitung in Berlin-Karlshorst hat die Polizei am Dienstag den mutmaßlichen Tatort noch einmal untersucht. Es seien weitere Spuren gesucht und gesichert worden, sagte ein Sprecher. Darunter sind auch eine Flagge der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und Schriftstücke mit arabischen Schriftzeichen, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte.
    "Inwieweit die gesicherten Gegenstände im Bezug zu der Beschädigung stehen ist genauso Gegenstand der Ermittlungen, wie ein eventueller Bezug zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, der sich Anfang Oktober auf einer Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München ereignete", heißt es in einer Pressemitteilung. "Bild" und "B.Z." sprechen von 60 Flugblättern und einem gefundenen Wurfanker.
    Wegen des Einsatzes war die Strecke der Regionalbahn zwischen den S-Bahnhöfen Wuhlheide und Karlshorst gesperrt. Nach knapp anderthalb Stunden war die Strecke wieder frei.
    Drohschreiben und Flugblätter in Bayern
    Der Staatsschutz vermutet bei dem Oberleitungsschaden einen politischen Hintergrund. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, hieß es am Montag. Den Angaben zufolge weisen ein gerissenes Halteseil und ein beschädigtes Versorgungskabel darauf hin.
    Der Fund weist auch laut Polizei Parallelen zu einem Fall in Bayern auf. Im Oktober hatten dort unbekannte Täter ein dünnes Stahlseil über die Gleise der ICE-Strecke Nürnberg - München gespannt. Bei dem Vorfall war ein die Frontscheibe eines ICE von Dortmund nach München beschädigt worden, verletzt wurde niemand. Die Polizei stufte den Vorfall nicht als Anschlag, sondern als gefährlichen Eingriff in den Zugverkehr ein.
    In der Nähe des Tatorts wurde ein farbiges Drohschreiben mit mehreren Schwarz-Weiß-Kopien in arabischer Sprache entdeckt. Im November hieß es dann, dass die Tat womöglich einen rechtsextremen Hintergrund habe. "Wir halten es für möglich, dass es sich um einen radikalisierten Einzeltäter aus dem extrem rechten Milieu handelte, der kurz vor der Landtagswahl in Bayern Stimmung gegen Flüchtlinge provozieren wollte", sagte ein Ermittler den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Texte hätten aus einschlägig bekannten Internetforen gestammt, seien frei verfügbar und könnten leicht von jedem anderen verwendet werden. Sinngemäß heiße es darin, solange die EU den Kalifatsstaat angreife, würden weitere Anschläge auf die Bahn stattfinden. Ein Bezug zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sei "sehr unwahrscheinlich", hieß es weiter. Möglich sei dagegen, dass die Schreiben verwendet wurden, um eine Verbindung zur islamistischen Szene vorzugaukeln.
    Regionalbahn und S-Bahn waren betroffen
    Der Schaden war zwischen den S-Bahnhöfen Karlshorst und Wuhlheide am Sonntagmittag von der Deutschen Bahn gemeldet worden. Der Bahnverkehr wurde für mehrere Stunden gestoppt oder stark beeinträchtigt. Der mutmaßliche Eingriff erfolgte unmittelbar im Vorfeld des im Stadion an der Alten Försterei alljährlich stattfindende Weihnachtssingens des 1. FC Union Berlin. Allerdings konnte der Verkehr am Abend wieder aufgenommen werden, so dass es für die Anreisenden Union-Fans kaum zu Verzögerungen kam.
    Laut einem Polizeisprecher waren die Strecken von S-Bahn und Regionalbahn betroffen. Vor Ort hätten die Polizisten ein gerissenes Halteseil und ein beschädigtes Versorgungskabel gefunden. Die Polizei habe Spuren gesichert und Beweismittel entdeckt. Die Auswertung dauere an.

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  • Bahnleitung in Karlshorst beschädigt: Polizei untersucht sichergestellte IS-Flagge
    26.12.18 | 14:30 Uhr
    Die Polizei untersucht derzeit Beweisstücke, die sie in Berlin-Karlshorst nahe einer beschädigten Bahnoberleitung sichergestellt hat - darunter eine IS-Flagge. Auch Parallelen zu einem Fall in Bayern, bei dem ein ICE beschädigt wurde, werden geprüft.

    Nach dem Oberleitungsschaden an einer Bahnstrecke in Berlin-Lichtenberg untersucht die Polizei derzeit die in der Nähe aufgefundenen Spuren und Beweismittel. Wie Polizeisprecher Michael Gassen am Mittwochvormittag rbb|24 sagte, würden derzeit die Beweismittel gesichtet. Nach Polizeiangaben vom Dienstag handelt es sich dabei um eine Flagge der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und Schriftstücke mit arabischen Schriftzeichen.
    Am 23. Dezember hatte die Bahn den Leitungsschaden zwischen den S-Bahnhöfen Karlshorst und Wuhlheide gemeldet. Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten ein gerissenes Halteseil und ein beschädigtes Versorgungskabel fest. Der Bahnverkehr wurde daraufhin auf dem Abschnitt für rund anderthalb Stunden unterbrochen. Auf der Bahnstrecke fahren Regional- und EC-Züge.
    Der Staatsschutz vermutet bei dem Oberleitungsschaden einen politischen Hintergrund. Es bestehe der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, hieß es am Montag.
    Kriminaltechniker untersuchten das Bahngelände und fanden die Flagge und die Schriftstücke. Die "Bild" sprach etwa 60 Flugblätter mit arabischen Zeichen und eine ISIS-Flagge, die im Umkreis von 300 Metern entdeckt worden seien.
    Ähnlicher Fall in Bayern
    "Inwieweit die gesicherten Gegenstände in Bezug zu der Beschädigung stehen, ist genauso Gegenstand der Ermittlungen, wie ein eventueller Bezug zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, der sich Anfang Oktober auf einer Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München ereignete", hieß es dazu am Dienstag von der Polizei.
    Im Oktober hatten unbekannte Täter ein dünnes Stahlseil über die Gleise der ICE-Strecke Nürnberg - München gespannt. Bei dem Vorfall war ein die Frontscheibe eines ICE von Dortmund nach München beschädigt worden, verletzt wurde niemand. Die Polizei stufte den Vorfall nicht als Anschlag, sondern als gefährlichen Eingriff in den Zugverkehr ein.
    Ermittlungen im rechtsextremen Milieu
    In der Nähe des Tatorts wurde ein farbiges Drohschreiben mit mehreren Schwarz-Weiß-Kopien in arabischer Sprache entdeckt. Im November hieß es dann, dass die Tat womöglich einen rechtsextremen Hintergrund habe. "Wir halten es für möglich, dass es sich um einen radikalisierten Einzeltäter aus dem extrem rechten Milieu handelte, der kurz vor der Landtagswahl in Bayern Stimmung gegen Flüchtlinge provozieren wollte", sagte ein Ermittler den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Texte hätten aus einschlägig bekannten Internetforen gestammt, seien frei verfügbar und könnten leicht von jedem anderen verwendet werden. Sinngemäß heiße es darin, solange die EU den Kalifatsstaat angreife, würden weitere Anschläge auf die Bahn stattfinden. Ein Bezug zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sei "sehr unwahrscheinlich", hieß es weiter. Möglich sei dagegen, dass die Schreiben verwendet wurden, um eine Verbindung zur islamistischen Szene vorzugaukeln.
    Der Leitungsschaden bei Berlin wurde kurz vor dem Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin im Stadion an der Alten Försterei bemerkt. Allerdings konnte der Bahnverkehr bis zum Abend wieder aufgenommen werden, so dass es für die Anreisenden Union-Fans kaum zu Verzögerungen kam.

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