[DK] Schwerer Sturm - Mehrere Tote bei Zugunglück in Dänemark

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  • Schwerer Sturm - Mehrere Tote bei Zugunglück in Dänemark

    Schwerer Sturm - Mehrere Tote bei Zugunglück in Dänemark
    Es soll sechs Todesopfer geben. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.
    09.58 Uhr, 02. Jänner 2019

    Kleine Zeitung

    Der Unfall ereignete sich auf der Brücke über den Großen Belt © (c) APA/AFP/Ritzau
    Scanpix/TIM K. JENSEN (TIM K. JENSEN)-

    Bei einem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind Mittwochfrüh sechs Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Dänische Bahngesellschaft DSB. Der Zug war gegen 7.30 Uhr von einem Gegenstand getroffen worden und hatte hart bremsen müssen. Möglicherweise habe es sich um einen Teil eines entgegenkommenden Güterzuges gehandelt, berichteten dänische Medien.Die 18 Kilometer lange Brücke über den Großen Belt und die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden wurden wegen heftigen Windes für den Autoverkehr gesperrt. Zuvor hatte der Sturm bereits in weiten Teilen Skandinaviens zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Auch der Fährverkehr wurde beeinträchtigt. In Schweden waren Mittwochfrüh wegen umgestürzter Bäume mehr als 100.000 Haushalte ohne Strom.
    Die Storebælt-Brücke verbindet Ost-und Westdänemark Foto ©
  • KFNB X schrieb:

    6 Tote wegen einer scharfen Bremsung? Der muss sich ja regelrecht aufgeschlitzt haben.
    Das Bremsen war nicht ausschlaggebend. Im vor wenigen Minuten in der Mittags-ZIB zu sehenden Beitrag hat man den Güterzug von DB Cargo gesehen, der mit Sattelaufliegern beladen war, die auf Paletten verladene Bierkisten transportierten. Wahrscheinlich ist durch den Sturm ein Teil der Ladung verrutscht und Paletten in das Lichtraumprofil des entgegenkommenden Zuges geraten.
    Der ORF-Beitrag ist hier
    zu sehen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Wie auf den Bildern zu sehen ist (fehlender Auflieger, Beschädigungen an den Wagen), hat es vermutlich tatsächlich den ersten Sattelauflieger erwischt.
    Das war schon gestern Abend klar, als ein Ermittler, auf den leeren Tragwagen zeigend, erklärte, dass vor der Abfahrt des Zuges noch ein (leerer) Auflieger drauf gewesen sei, der jetzt nicht mehr da sei.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Zugsunfall in Dänemark: Bahn bot Hinterbliebenen Geld

    Die dänische Bahngesellschaft DSB hat den Hinterbliebenen der Todesopfer des Zugsunglücks auf der Brücke über den Großen Belt finanzielle Unterstützung angeboten. Den engsten Angehörigen der acht Toten werde jeweils eine einmalige Summe in Höhe von 50.000 dänischen Kronen (rund 6.700 Euro) geboten, so das Unternehmen in einem Schreiben, das der Rundfunksender DR gestern veröffentlichte.
    Den Angehörigen und sämtlichen Passagieren und Passagierinnen des Unglückszuges werde unter anderem auch psychologischer Beistand angeboten. Bei dem Zugsunglück auf der Storebaelt-Brücke waren am 2. Jänner acht Menschen ums Leben gekommen und 16 weitere verletzt worden.
    Bisher wird davon ausgegangen, dass ein Lastwagenanhänger von einem Güterzug auf einen entgegenkommenden Passagierzug mit 131 Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern prallte und das Unglück damit auslöste. Zu dem Zeitpunkt hatte es heftig gestürmt. Es handelte sich um das schwerste Zugsunglück in Dänemark seit mehr als 30 Jahren.


    red, ORF.at/Agenturen
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Noch erwähnenswert:
    Am 8.1.2019 hat die dänische Agentur für Verkehr,- Bau- und Wohnungswesen den Transport von Sattelauflieger in Taschenwagen für 14 Tage untersagt, ausgenommen das EVU weist Kontrollmethoden nach, mit denen die Verbindung Königszapfen / Schemel geprüft wird.
    Auch wurden die Regelungen bezüglich Wind geändert. Bei 15 m/s Seitenwind müssen Güterzüge mit windempfindlicher Ladung die Geschwindigkeit auf 80 km/h drosseln, bei 20 m/s ist es dann für sie vorbei. Ab 25 m/s ist sämtlicher Güterverkehr verboten.
  • KFNB X schrieb:

    Am 8.1.2019 hat die dänische Agentur für Verkehr,- Bau- und Wohnungswesen den Transport von Sattelauflieger in Taschenwagen für 14 Tage untersagt, ausgenommen das EVU weist Kontrollmethoden nach, mit denen die Verbindung Königszapfen / Schemel geprüft wird.
    Hector Rail hat die Genehmigung für den Sattelaufliegertransport auf Taschenwagen bereits am 11. 1. wieder erhalten. TXL und CFL erhielten diese am 14. 1. und seit diesem Tag verkehrt auch der Carlsberg-Bierzug von DB Cargo Scandinavia wieder, allerdings mit Containern anstelle von Sattelaufliegern.
    Quelle: EÖ-Heft 2/2019, S. 100.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Laut EÖ-Heft 2/2019, S. 98, hat der Tfzf. der IC4-Doppelgarnitur vermutlich ein noch größeres Unglück verhindert, indem er auf Grund des durch die Windböen verursachten unruhigen Laufes des Zuges von sich die Geschwindigkeit auf 100 bis 120 km/h reduzierte, obwohl an sich trotz des Sturms 180 km/h zulässig gewesen wären. Zudem leitete er auch noch eine Schnellbremsung ein, als er in der Dunkelheit beim entgegenkommenden Güterzug einen Funkenregen und im Lichtraumprofil "seines" Gleises einen Gegenstand bemerkte. Der Güterzug fuhr mit den erlaubten 100 km/h und kam ca. 1 km nach dem Unfall zum Stillstand.
    Der Tfzf. überlebte, indem er sich auf dem Führerstand auf den Bden warf.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor