[NÖN] Dampflok 12.10 wird Ausstellungstück in Wiener Neustadt

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  • [NÖN] Dampflok 12.10 wird Ausstellungstück in Wiener Neustadt

    Im Zusammenhang mit der Landesausstellung 2019 wird die 12.10 ein Jahr lang in Wiener Neustadt zu besichtigen sein. Bei der Erstellung des Artikels ist den NÖN ein fehler unterlaufen. Aber lest selbst:

    Update am 15. Januar 2019, 14:14 von Mathias Schranz

    Kulturprojekt: Dampflok kehrt heim

    Alte Dampflok, die in Wiener Neustadt produziert wurde, wird an der B17 aufgestellt. SPÖ sind die Kosten zu hoch.

    Die Dampflok „12.10“, die damals mit 155 km/h zu den schnellsten ihrer Zeit zählte. | Wikipedia/Herbert Ortner

    Eines ist fix: Ein Hingucker wird die knapp 200 Tonnen schwere „Dampflok 12.10“ auf alle Fälle werden. Die Eisenbahn wurde in den Wiener Neustädter Lokomotivwerken gefertigt, anlässlich der Landesausstellung soll sie nach Wiener Neustadt zurückkehren. Die Lok soll an der B17, unmittelbar vor der Unterführung in Richtung Neunkirchen aufgestellt werden, ein ursprünglicher Ausstellungsort Stadtpark wurde aufgrund von Platzproblemen verworfen. Laut Stadt soll damit nicht unmittelbar die Landesausstellung beworben werden, sondern das Thema „Welt in Bewegung“ samt der Industrialisierung der Stadt in den Vordergrund gerückt werden.
    Die Lok – sie stand die letzten Jahre im Eisenbahnmuseum in Strasshof, Bezirk Gänserndorf – ist eine Leihgabe des technischen Museums Wien. Sie soll im März aufgestellt werden und zumindest ein Jahr dort stehen bleiben. Restaurierung und Transport übernimmt laut Stadt das Technische Museum Wien, bezahlt werden müssen Überdachung, Versicherung und Videoüberwachung – was der Stadt rund 83.000 Euro kosten wird.
    "Einen besseren Rahmen als die Landesausstellung gibt es dafür nicht"
    Zu hohe Kosten, wie die SPÖ meint: „Wir haben immer gesagt, dass wir zur Landesausstellung stehen. Allerdings könnte man für das Geld die Stelle der öffentlichen Gesundheitspflege für zwei Jahre wieder einführen“, sagt SPÖ-Klubobmann Wolfgang Scharmitzer im Gespräch mit der NÖN.
    Deswegen werde man in der Stadtsenatssitzung (Montagnachmittag) auch nicht mitstimmen. Zudem sei der Aufstellungsort an der B17, so weit von den Ausstellungsörtlichkeiten der Landesausstellung, auch nicht zielführend, so Scharmitzer weiter.
    Für ÖVP-Kulturstadtrat Franz Piribauer ist klar: „Es ist das Ausstellungsstück für den öffentlichen Raum, mit dem die Industrialisierung thematisiert wird. Einen besseren Rahmen als die Landesausstellung gibt es dafür nicht.“
    Das Bundeskanzleramt habe das Technische Museum mit der Restaurierung der Lok beauftragt, „ohne dem wäre die Heimholung der Lok an ihre Geburtsstätte auch nicht möglich“, so Piribauer.
    UPDATE
    Mittlerweile haben sich gleich mehrere Eisenbahn-Experten bei der NÖN gemeldet. Demnach ist die Information, dass die Lok in der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik gefertigt wurde, falsch. Richtig ist: In der Zwischenkriegszeit wurde ein Wettbewerb für eine neue Dampflok ausgerufen. Beteiligt daran haben sich neben der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik auch die Lokomotivfabrik Floridsdorf - und die Wiener bekamen auch den Zuschlag für die Produktion, der "Dampflokomotive 12.10".
    Jene Lokomotive, die in Wiener Neustadt an der B17 aufgestellt werden soll, wurde also in Wien gefertigt und nicht in Wiener Neustadt. Kurios: Die Wiener Neutstädter Lokomotivfabrik musste wegen des verlorenen Wettbewerbs in der Zwischenkriegszeit sogar zusperren - sie wurde erst Jahre später, nach dem Anschluss, wieder eröffnet.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • ... und drum wird jetzt auch nix mehr draus... Da hätten die Bahnfans besser die Klappe gehalten, dann wärs zumindest optisch verschönert worden...

    Artikel

    Geld für In­nen­stadt statt Dampf­lok für die NÖ Lan­des­aus­stel­lung
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    Foto: wn24 / Robert Mayer

    Inhalt
    Wie­ner Neu­stadt: Aus­lei­he ei­ner Dampf­lok wird rück­gän­gig ge­macht
    gestern / Stadt Wiener Neustadt
    Nachdem der Stadtsenat der Stadt Wiener Neustadt Mitte Jänner eine kostenlose Leihe einer historischen Dampflok vom Technischen Museum in Wien beschlossen hat, ergaben neue historische Erkenntnisse, dass diese Lok nicht – wie ursprünglich geplant – in Wiener Neustadt produziert wurde.

    83.500,- Euro mehr zur Innenstadt-Förderung
    Aus diesem Grund wird der dementsprechende Beschluss in der nächsten Stadtsenatssitzung am 18. Februar aufgehoben und die Leihe rückgängig gemacht. Die geplanten 83.500,- Euro an Kosten für den Standplatz der Lok kommen in diesem Jahr der Innenstadt-Förderung zu Gute.

    Lok wurde nicht in Wr. Neustadt produziert
    Bürgermeister Klaus Schneeberger dazu: „Nachdem endgültig festgestanden ist, dass die Lok nicht in Wiener Neustadt, sondern in Floridsdorf, produziert wurde, waren für mich die geplanten Ausgaben für die Ausstellung der Lok in Wiener Neustadt nicht mehr zu rechtfertigen. Die Präsentation des industriehistorischen Objektes hätte zwar sehr gut zur Landesausstellung gepasst, jedoch nicht unter diesen Umständen. Wir werden das Ganze nun aber ins Positive verkehren und nutzen die somit freiwerdenden Mittel für all unsere Maßnahmen, die wir in diesem Jahr für die Innenstadt setzen. Somit haben wir hier 83.500,- Euro mehr an Finanzmittel, die wir für Projekte wie die neue Online-Plattform und ähnliche sehr gut gebrauchen können.“
  • Dann wird jetzt die Streiterei losgehen, wer den Transport nach Korneuburg (und evtl. bereits begonnene Arbeiten?) zahlen muss! Allerdings, die Erfahrung mit den Rostschnüfflern wird sich auch hier nahtlos fortsetzen: Sie wird weiter verrosten und letztendlich zerschnitten werden. Das kennen wir ja von 1072.05, 5029.01 und vielen anderen Triebfahrzeugen.
  • Also wenn das Technische Museum nicht ganz naiv agiert hat, wird ein Rücktritt vom Vertrag nicht möglich sein.

    Ich würde das Geld kassieren, mit Ausnahme der Kosten für den Transport von und nach Wiener Neustadt, und in die Lok investieren, soweit möglich.

    Allein dass 80.000 Euro ausgegeben werden hätten sollen, und damit "nur" die Lok angestrichen worden wäre, ist traurig genug.

    Wir hätten für alles das Geld (wir stellen es ja überall auf den Kopf, wenn man den Medien ein wenig folgt), aber man ist nicht gewillt, Kulturgut zu erhalten.
  • KFNB X schrieb:

    NÖN schrieb:

    Restaurierung und Transport übernimmt laut Stadt das Technische Museum Wien, bezahlt werden müssen Überdachung, Versicherung und Videoüberwachung – was der Stadt rund 83.000 Euro kosten wird.
    Wenn dies stimmt, kann man höchstens über entgangenen Werbewert streiten.
    PS: Beim TMW ist man leider nicht gewillt oder nicht fähig, Schienenfahrzeuge zu erhalten.
    Das bezweifle ich insofern (auch wenn ich kein Jurist bin), da das Museum die Lok ja ohne "Auftrag" aus WN nicht aus Strasshof geholt hätte.

    Aber man wird ja sehen, was passiert...
  • Die Lok wird einige Jahre am Gelände anrosten, weil niemand die Rückführungskosten bezahlen wird (Schrotthof ist sicher froh, die Krax'n los zu sein), dann rückt irgendwann der Kuttin mit seinem mobilen Verschrottungsteam an und entsorgt diesen unnötigen Eisenhaufen. So einen Müll als Kulturgut zu bezeichnen, ist reine Hypokrisie! Aber vielleicht ruft jemand den Klings an, der sammelt derzeit Lokschrott! :D
  • Meiner Meinung nach macht das TMW bei dieser Sache auch keine besonders gute Figur...
    Die hätten eigentlich vorher schon wissen können, dass die Lok in Floridsdorf gebaut wurde, und die Wiener Neustädter drauf aufmerksam machen...

    Ist ziemlich danebengegangen. Für die Lok ists schade, und auch für die Besucher. Aber so wirklich dahinter dürfte der Bürgermeister eh nicht gestanden sein, irgendein Teil an der Lok wird ja wohl in Wiener Neustadt gebaut worden sein, das hätte man argumentieren können, wenn man gewollt hätte...
  • westbahn schrieb:

    Die Lok wird einige Jahre am Gelände anrosten, weil niemand die Rückführungskosten bezahlen wird (Schrotthof ist sicher froh, die Krax'n los zu sein), dann rückt irgendwann der Kuttin mit seinem mobilen Verschrottungsteam an und entsorgt diesen unnötigen Eisenhaufen. So einen Müll als Kulturgut zu bezeichnen, ist reine Hypokrisie! Aber vielleicht ruft jemand den Klings an, der sammelt derzeit Lokschrott! :D
    Ist das eine Art von Tourette-Syndrom bei Dir? ?( :huh:
  • Es wird sich mit der Zeit herauskristallisieren, wer recht hat, nur: Meine beschriebene Vorgangsweise stellt den österreichischen Umgang mit deinem "Kulturgut" dar und wie bereits oben erwähnt, gibt es mittlerweile viele Beispiele von schneller (maschineller) und langsamer (verwesenden) Verschrottung, brauchst ja nur zu den Hausrucker Eisenbahnkasperln, nach Schwechat oder Schrotthof schauen!
  • westbahn schrieb:

    Es wird sich mit der Zeit herauskristallisieren, wer recht hat
    Ehrliche Meinung? Es kümmert mich einen feuchten Kehricht, wer recht hat! In der Sache geht es um eine Dampflok, die letzte originale Lok aus der Serie BBÖ 214. Wenns verschrottet wird, ja soll sein. Schade ist es allemal drum. Und mal unter uns: Ich habe prinzipiell etwas gegen Unterhaltung mit cholerischen Menschen, die meinen, sie seien die Allercoolsten, wenn Sie über andere im Internet verächtlich herziehen - da sinds meistens die Größten! :) Ich habe leider nicht die Zeit und Muße nachzuforschen, wer Dir aller aus Deiner Sicht Schlechtes angetan haben mag, von Heizhaus angefangen bis hin zu den Zitat "Hausrucker Eisenbahnkasperln", dass man derart abwertend, gehässig und negativ wird - aber dafür gibt es fachärztlich ausgebildetes Personal. Mein Beileid jedenfalls!

    Blockiert.
  • In der Sache geht es um eine Dampflok, die letzte originale Lok aus der Serie BBÖ 214.
    Ja, und? Soll ich dir aufzählen, wie viele Lok- und Triebwagenreihen in Österreich bislang ohne ein "Museumsstück" ausgerottet wurden oder schaffst du das alleine?

    Nachdem du *in diesem Thread* bereits dein Wissensdefizit in rechtlichen Belangen kundgetan hast, setzt du diese Vorgangsweise nun auch hier - nebenbei bemerkt offtopic und ungefragt - fort und bezeichnest mich in einer Ferndiagnose ohne Wert als "Choleriker". Im positiven Sinn werden "Choleriker" übrigens als willensstark, furchtlos und entschlossen beschrieben, womit du nicht einmal Unrecht hast! Nachdem du jedoch meintest, dass es "dafür" fachärztlich ausgebildetes Personal gibt, sei dir kundgetan, dass es dies eben nicht gibt, denn es handelt sich hier keinesfalls um eine Krankheit, weil moderne Krankheitsklassifikationen wie der ICD 10 „cholerisch“ nicht als Diagnose kennen. Vielmehr solltest du dich, bevor du Einladungen zum Facharzt aussprichst, mit der Temperamentenlehre auseinandersetzen! Im Übrigen würde es für alle hier zum Positiven gereichen, wenn du nur zu Themen Stellung nimmst, über die du zumindest irgendein Grundwissen verfügst, zumal ich persönlich da gewisse Zweifel hege... Wenn alle Stricke reißen, solltest du dir vielleicht überlegen, nurmehr Pressemeldungen (so wie zum Beispiel der Draisinenfan) zu posten, das nervt zwar auch, ist jedoch nicht so schlimm. Trotzdem beobachte ich in Zukunft bereitwillig deine Postings und beantworte Fragen - wie im Mariazellerbahn-Thread - auch wenn es kein "Danke" dafür gibt oder korrigiere, wenn du wieder einmal falsch liegen solltest, denn ich helfe natürlich gerne! ;)


    Blockiert.
    Ja, diesen Eindruck habe ich ehrlich gesagt auch! "Mich" hast du jedoch offenbar nicht blockiert, sonst hättest du mich nicht eine Stunde nach deinem Posting hier im Mariazellerbahn-Thread als Grammernazi bezeichnet, also lüg' nicht!

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