[TT] Neue Tram rollt noch ohne die neuen Garnituren an - Mit 26. Jänner gehen die neuen Linien 2 und 5 in Betrieb.

  • [TT] Neue Tram rollt noch ohne die neuen Garnituren an - Mit 26. Jänner gehen die neuen Linien 2 und 5 in Betrieb.

    Neue Tram rollt noch ohne die neuen Garnituren an
    Mit 26. Jänner gehen die neuen Linien 2 und 5 in Betrieb. Rund 290 Millionen Euro wurden investiert – 50 Millionen weniger als geplant.
    Tiroler Tageszeitung vom 17.1.


    © IVB/Berger
    Ab dem 26. Jänner wird ein neues Zeitalter für die Straßenbahn in Innsbruck eingeläutet. Die Linien 2 und 5 starten den Betrieb.

    Von Marco Witting

    Innsbruck – Um Superlative war die (grüne) Politik gestern nicht verlegen. Innsbrucks BM Georg Willi sprach von einem „Meilenstein“. Die zuständige LHStv. Ingrid Felipe von einer „zukunftsweisenden Geschichte für Land und Stadt“ und Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl bemühte einen „besonderen Freudentag“, als man gemeinsam mit IVB-Chef Martin Baltes die Pressekonferenz zur Regionalbahn eröffnete. Nach acht Jahren Bauzeit, 290 Millionen Euro für Infrastruktur und Fahrzeuge, gehen mit Fahrplanwechsel am 26. Jänner die beiden neuen Linien 2 und 5 in Betrieb. Das O-Dorf wird mit der Technik und der Peerhofsiedlung verbunden. Bis die Regionalbahn dann endgültig von Völs bis Rum fährt, gibt es aber noch etliche Baustellen – nicht nur für die Bautrupps.

    Die Tramlinien 2 und 5 werden die Buslinie O komplett ersetzen. „Dadurch haben wir wesentlich mehr Kapazitäten. Kapazitäten, die wir auch dringend brauchen“, sagte Baltes. In jeder Tram haben künftig 160 Fahrgäste Platz, 50 mehr als in den Gelenkbussen. Zu Stoßzeiten können auch Doppelgarnituren geführt werden. Die 2er wird im 7,5-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen Josef-Kerschbaumer-Straße im O-Dorf und Peerhofsiedlung bzw. Technik West unterwegs sein. Innerstädtisch wird sie über die Museumstraße geführt. Jeweils zwischen zwei Bahnen der Linie 2 fährt die Linie 5 im 15-Minuten-Takt vom O-Dorf (Schützenstraße) bis Technik West – allerdings nicht durch die Museumstraße, sondern über den Hauptbahnhof. Dadurch wird das O-Dorf mit der Linie 5 direkt mit dem Hauptbahnhof verbunden.

    Das bringt mehr Kapazitäten, aber für gewohnte Abläufe auch zum Teil größere Veränderungen. „Wir sind darauf eingestellt, dass wir das umfassend erklären“, sagte Baltes. „Wir haben 40 Prozent mehr Kapazitäten auf dieser wichtigen Verbindung und bitten die Fahrgäste, gegebenenfalls auch die Alternativen auszuprobieren.“ Üblicherweise dauere es aber zwei bis drei Jahre, bis sich die Menschen an tiefgreifende Veränderungen gewohnt hätten.
    „Keine lustige Situation“, so sagt es auch Baltes, ist der Umstand, dass erst sechs der 20 zusätzlichen Straßenbahnen zur Verfügung stehen – die TT berichtete. Und auch diese noch immer nicht zugelassen sind. „Wir haben lange überlegt, was wir mit dem Problem beim Hersteller tun. Wir ziehen jetzt Schienenersatzverkehr vor, den es in jedem Fall gegeben hätte“, sagt Baltes. So wird etwa die Linie 3 teilweise als Buslinie geführt. „Im Laufe des Jahres“ sollen die restlichen Garnituren geliefert werden. Bis dahin behilft man sich mit dem bestehenden Wagenmaterial.

    Hinsichtlich der Finanzierung des weiteren Ausbaus der Regionalbahn sei man mit dem Bund in Verhandlung, sagte Felipe. „Es schaut gut aus, dass wir das, was wir brauchen, auch bekommen“, sagte sie. Bis zu 20 Millionen soll der Ausbau nach Rum kosten. Für jenen nach Völs wollte man sich gestern nicht auf genaue Zahlen festlegen. Baltes bestätigte, dass man „Stand jetzt rund 50 Millionen Euro“ unter den geplanten Kosten für die Arbeiten im Stadtgebiet liege. Einerseits weil man teilweise Streckenteile nicht „rausgenommen“ habe. Andererseits weil die Ausschreibungsergebnisse gut waren. Am 25. Jänner wird die Tram mit einem Familienfest im O-Dorf offiziell in Betrieb genommen.
    Der neue Fahrplan ist schon jetzt unter www.ivb.at einsehbar.


    BM Georg Willi, LHStv. Ingrid Felipe, StR Uschi Schwarzl und IVB-Chef Martin Baltes bei der Pressekonferenz zum Start der Tram.
  • Mit der Straßenbahn vom O-Dorf zur Technik

    Nach über acht Jahren Planungs- und Bauzeit fährt die Regionalbahn in Innsbruck nun auch in das Olympische Dorf. Ab Samstag sollen die Straßenbahnlinien 2 und 5 die Buslinie O ersetzen. Land und Stadt investierten 290 Mio. Euro.

    Die neuen Linien 2 und 5 verbinden ab sofort das Olympische Dorf im Osten der Stadt mit der Technik und der Peerhofsiedlung im Westen Innsbrucks. Dies sei die Hauptachse durch die Stadt, erklärte Martin Baltes, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). Deutlich über 30.000 Fahrgäste am Tag seien hier bisher mit Bussen befördert worden, damit sei man jedoch am Limit gewesen.
    Die Straßenbahnen würden die Kapazität auf der Strecke um 40 Prozent erhöhen, so Baltes. In den neuen Straßenbahnen haben künftig 160 Fahrgäste Platz - also 50 mehr als bisher im Bus. Alle 7,5 Minuten soll die 2er Linie fahren, alle 15 Minuten die 5er Linie, sie soll 2021 bis Völs verlängert werden.

    Bürgermeister Georg Willi, LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe, IVB-Geschäftsführer Martin Baltes und IKB-Vorstandsdirektor Thomas Pühringer. Foto: IVB/Berger

    Vorerst zu wenige Garnituren geliefert
    Für die neuen Linien benötigen die IVB zusätzliche Straßenbahngarnituren. Bisher wurden jedoch nur sechs geliefert. Der Grund liegt in Problemen beim Zulassungsverfahren durch den Hersteller Bombardier, teilten die IVB mit. „Die komplette Flotte wird voraussichtlich erst ab Mitte bis Ende 2019 zum Einsatz kommen“, teilte Harald Jösslin, der bei den IVB für die Fahrzeugbeschaffung zuständig ist. Die restlichen Bahnen werden ab März 2019 geliefert. Bis Jahresende sollen alle 20 Bahnen in Innsbruck sein, so Jösslin.
    Straßenbahngarnituren anderer Linien im Einsatz
    Da vorerst nicht alle Garnituren in Innsbruck sind, hatten die IVB drei Möglichkeiten, erläuterte Kurt Schmarl, der bei den IVB für den Betrieb zuständig ist: IVB, erläutert: „Wir verschieben die Inbetriebnahme der 2er und 5er auf März, wir nehmen nur die Linie 2 als Ersatz für die Buslinie O in Betrieb, wodurch wir auf dieser Strecke aber Kapazitätsprobleme hätten – oder wir nehmen die Linien 2 und 5 wie geplant in Betrieb.“
    Man entschied sich schließlich für die letzte Variante. Mit dem Fahrplanwechsel am 26. Jänner werden die Straßenbahnlinien 1 und 3 komplett mit Schienenersatzverkehr – also mit Bussen – geführt. Das wäre im Verlauf des 1. Quartals 2019 nach IVB-Angaben ohnehin passiert. Grund sind Baustellen entlang der beiden Linien.
    Streckenverlauf der neuen Linien
    Die Linie 5 verläuft vom Westen der Stadt über die Technik, durch das Zentrum von Innsbruck (Anichstraße – Salurner Straße – Hauptbahnhof), weiter ins Olympische Dorf. Ab 2021 soll sie bis nach Rum und Völs verlängert werden.
    Die Linie 2 verläuft von Technik-West durch das Zentrum von Innsbruck (Innrain – Museumstraße) bis ins Olympische Dorf.

    Foto: ORF

    Neue alte Strecke für Linie 3
    Die Linie 3 kehrt mit Inbetriebnahme der neuen Linien 2 und 5 wieder auf ihre alte Strecke zurück und fährt wieder von Amras über den Hauptbahnhof und das Zentrum zum Terminal am Marktplatz und wieder nach Amras retour.

    Foto: Hermann Hammer

    290 Millionen Euro investiert
    Mit der Eröffnung der Straßenbahn ist die größte Öffi-Investition in Innsbruck der letzten Jahrzehnte abgeschlossen. Land und Stadt investierten 290 Millionen Euro. Das Schienennetz wurde über eine Strecke von zwölf Kilometern verlängert.

    ORF Tirol
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • und schon gibt es ersten Unmut... Ich verstehs aber, wenn die Bim nur alle 30 Minuten fährt, der Bus aber alle 15 Minuten gefahren ist...
    Quelle: TT

    Aufregung nach holprigem Tram-Start

    Aufregung gibt es in Innsbruck nach dem Start der neuen Straßenbahnlinien. Viele Garnituren waren mit starker Verspätung unterwegs. Außerdem gibt es Kritik am Takt und langen Intervallen in den Randzeiten.

    Die Innsbrucker Stadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) kritisierte am Montag in einer Aussendung Wartezeiten bis zu einer dreiviertel Stunde - und das am verkehrsarmen Wochenende. Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) spricht von „Umstellungsproblemen“. Diese habe man trotz großen Engagements von Seiten der Stadt und der IVB nicht vermeiden können. Dazu seien noch Faktoren wie das Wetter oder Falschparker gekommen.

    Ampelschaltungen noch nicht optimal
    Mayr kritisiert auch die Ampelschaltungen, so sei es vorgekommen, dass Straßenbahngarnituren in der Reichenauer Straße drei Grünphasen abwarten hätten müssen, um einmal über eine Kreuzung zu kommen. Schwarzl räumt ein, dass bei den Ampelschaltungen noch nicht alles optimal gelaufen ist, man arbeite auf Hochtouren an der raschen Behebungen der noch fehlerhaften Ampelschaltungen. Jetzt habe die rasche Herstellung eines reibungslosen Betriebs zur Zufriedenheit der Fahrgäste Vorrang.



    SPÖ-Stadträtin Mayr kritisiert auch den Takt der Straßenbahn. Wenn etwa eine Fünfer-Garnitur knapp vor einer Zweier-Garnitur fahre, würden alle in die erste Garnitur einsteigen. Die zweite Garnitur fahre beinahe leer hinterher. Die übervolle Garnitur brauche in den Stationen lange und letztlich würden dann beide Garnituren mit Verspätung unterwegs sein. Außerdem bemängelt Mayr lange Intervalle besonders am Abend und am Wochenende. Die Linie zwei fahre nach 20.00 Uhr, beziehungsweise an Sonntagen, nur alle 30 Minuten, die bisherige Buslinie O sei alle 15 Minuten gefahren.

    Schwarzl: Nutzer werden eingeladen
    Verkehrsstadträtin Schwarzl sagt dazu, bei Beschwerden über den Wochenendtakt und die neue Linienführung im O-Dorf hätten IVB und Stadt stets betont, nach einer Beobachtungsphase allfällige Adaptierungen vorzunehmen. Man werde im Frühjahr im O-Dorf zu einem Treffen mit den dortigen Öffi-Nutzerinnen und Nutzern einladen, um Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen sowie um Änderungsvorschläge zu diskutieren und aufzugreifen, so Schwarzl.

    Die Startschwierigkeiten bei der Tram waren auch Thema beim Land. Aus dem Büro von Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) hieß es, die Schwierigkeiten seien zum Teil auf Umstellungsprobleme zurückzuführen und seien somit „keine große Überraschung“. Zur Einstellung der Buslinie O hieß es, ab dem Frühjahr hätte die Buslinie wegen Bauarbeiten im O-Dorf ohnehin so nicht mehr betrieben werden können.

    Forderung nach Verdichtung der Linie T
    Mayr hatte auch kritisiert, dass durch die neue Linienführung das östliche O-Dorf fast alle Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln verloren haben. Sie fordert eine Verdichtung des Taktes der Buslinie T im Bereich zwischen dem O-Dorf und dem Einkaufszentrum DEZ von 30 auf 15 Minuten. Das sei von den IVB der Stadt auch vorgeschlagen worden, im Stadtsenat aber von allen Parteien außer der SPÖ abgelehnt worden, so Mayr. Aus dem Büro von Felipe hieß es dazu, eine Verdichtung des Takts sei vorstellbar, bei der Finanzierung der auch nach Neu-Rum verkehrenden Buslinie sei aber auch die Gemeinde Rum gefordert.
  • Weiter Ärger über „Tram-Chaos“ in Innsbruck
    Die neuen Tramlinien 2 und 5 haben massive Verspätungen oder kommen erst gar nicht und müssen durch Busse ersetzt werden. Die Stadt kündigt Behebung der gröbsten Probleme in den kommenden Tagen an.

    © Vanessa Rachle
    Auch am Dienstag kam es wieder zu Verspätungen bei den neuen Tram-Linien. Viele Fahrgäste sind mittlerweile verärgert.

    Von Marco Witting
    Innsbruck – Der Tenor unter den Fahrgästen ist eindeutig. Die neuen Tramlinien 2 und 5 haben massive Verspätungen von bis zu 40 Minuten oder kommen erst gar nicht und müssen durch (heillos überfüllte) Busse ersetzt werden, die auch zu spät sind. Von „Chaos“ und „Katastrophe“ ist die Rede. Der Start der Tram, am Freitag noch groß gefeiert, verkommt zum großen Ärgernis.

    Gestern mittags gab es eine eilig einberufene Sitzung zwischen IVB und Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne), um die dringendsten Maßnahmen zu besprechen. Neben Unfällen auf der Strecke (etwa am Montag) sorgen weiter die Ampelprogrammierungen für Ärger. „Es war wichtig, die größten Problemstellen gemeinsam zu identifizieren und schnellstens auszuräumen“, sagte Schwarz. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass mittels weiterer Beschleunigungen der Öffi-Priorisierung und Behebung der noch nicht optimalen Programmierungen die gröbsten Probleme an fünf überlasteten Kreuzungen binnen der nächsten Tage behoben werden können. An einigen Stellen werden längerfristig Schrägparkplätze an Straßenbahnschienen Längsparkplätzen weichen müssen. „Ich bitte noch einmal um Entschuldigung für die Verzögerungen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die Innsbrucker so bald wie möglich ungestört, pünktlich und mit Vorrang mit der Tram durch die ganze Stadt fahren können.“

    Für die FPÖ fordert Rudi Federspiel gestern den Rücktritt von Schwarzl und IVB-Chef Martin Baltes. Es brauche deren „sofortigen Abgang“, wie es in einer Aussendung hieß. Die Wegstrecken zu den neuen Haltestellen seien viel zu lange – vor allem für ältere Personen und Menschen mit Gehbehinderungen.

    Für die ÖVP sagte Verkehrssprecherin Mariella Lutz, dass das „Tram-Chaos“ rasch beendet werden müsse. „Die für das Frühjahr angekündigte Tram-Evaluierung kommt für die Innsbrucker Volkspartei viel zu spät. Ein monatelanges Provisorium ist für die Fahrgäste unzumutbar. Jetzt gibt es Probleme, daher haben wir jetzt auch Gesprächsbedarf“, sagte GR Lutz. Als Sofortmaßnahme schlägt die VP den verstärkten Einsatz von Einschubbussen vor. Angesichts der zahlreichen Beschwerden müsse auch die Fahrplangestaltung am Abend und am Wochenende neu betrachtet werden.
  • Und hier der heutige Beitrag in der TT. Schuld ist der Bürgermeister...

    Neue Tram in Innsbruck ist auf der Suche nach dem Taktgefühl
    Viele Fahrgäste sind verärgert: Der Start der neuen Tramlinien in Innsbruck verlief alles andere als reibungslos. Die FPÖ fordert politische Konsequenzen für Bürgermeister Willi.

    © Vanessa Rachlé / TT
    Bei den neuen Straßenbahnlinien wird weiter am richtigen Takt und passenden Ampelschaltungen gearbeitet.


    Innsbruck – Es sind insgesamt fünf Kreuzungen, die der Stadt und den Innsbrucker Verkehrsbetrieben rund um die neuen Straßenbahnlinien zuletzt Kopfzerbrechen bereitet haben. Auch gestern ging die Suche nach dem Taktgefühl für die Öffis weiter. Zwar war die Lage gestern noch lange nicht bereinigt. Die Beschwerden seien aber wohl weniger geworden.
    Drei Kreuzungen im O-Dorf, jene am Leipziger Platz und die Unikreuzung wurden mittlerweile als Hauptverursacher der Probleme ausgemacht. An den Ampelschaltungen wird gearbeitet. Es soll vollen Vorrang für die Tram geben. So etwas geht wohl auf Kosten der Grünphasen für Pkw.

    Es reiche schon eine kleine Behinderung auf der Strecke, dass plötzlich mehrere Fahrzeuge hintereinander stocken – und nur die erste Tram hat in so einem Fall „die grüne Welle“.
    Zuversichtlich ist man, dass sich die Lage in den kommenden Tagen einpendeln werde – dann soll die Tram bei stabilem Takt auch pünktlich unterwegs sein.

    Zur Kritik vieler Fahrgäste in den vergangenen Tagen mischt sich auch die Forderung nach politischen Konsequenzen. Die FPÖ forderte gestern auch BM Georg Willi auf, „sich nicht länger aus der Verantwortung“ zu ziehen. Als „untragbar für die Bevölkerung“ bezeichnete Stadtrat Rudi Federspiel das „seit Tagen anhaltende Verkehrschaos aufgrund der neuen Trassenführung“. Und weiter: „Was nun passiert ist, ist hausgemacht. Die Bevölkerung wurde getäuscht, sowohl was die Finanzen als auch was die Qualität der neuen Linien betrifft.“ (mw)
  • Draisinenfan schrieb:

    Für die FPÖ fordert Rudi Federspiel gestern den Rücktritt von Schwarzl und IVB-Chef Martin Baltes.

    Draisinenfan schrieb:

    Die FPÖ forderte gestern auch BM Georg Willi auf, „sich nicht länger aus der Verantwortung“ zu ziehen.
    Na wer jetzt Schwarzl, Baltes oder doch Willi? Oder am Besten gleich alle, die nicht der FPÖ nahe stehen? Sorry, aber solche Politiker kann und will ich nicht ernst nehmen.
  • Die IVB-Verantwortlichen schlafen auch nimmer gut...

    IVB-Chef Baltes: ,,Von uns schläft derzeit keiner gut“
    Eine Woche nach dem Start der neuen Straßenbahnlinien in Innsbruck gibt es weiter Probleme. IVB-Chef Baltes ist zuversichtlich, dass der Fahrplan bald „stabil“ ist und das Kundenvertrauen zurückgewonnen werden kann.

    © Vanessa Rachlé/ TT
    Die Tramlinien bleiben der Aufreger in Innsbruck. Gestern hielten sich die Verspätungen in Grenzen.


    Von Marco Witting

    Innsbruck – Eine Woche ist die neue Tram mit den Linien 2 und 5 in Innsbruck mittler­weile in Betrieb. Eine Woche voll Ärger und Verspätungen, mit übervollen Garnituren, Problemen und einer Krisensitzung. Der „Chaos-Start“ hat Spuren hinterlassen. Bei den Fahrgästen. Und beim Personal der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). Deren Chef, Martin Baltes, war gestern froh, dass „es von der Früh weg relativ stabil“ gelaufen sei. Nachdem es tags zuvor (auch nach einem Stromausfall) wieder zu massiven Verzögerungen gekommen war.

    Baltes erklärte, man arbeite fieberhaft an den nötigen Verbesserungen. „Es haben sich viele Menschen darüber geärgert und wir haben einen Vertrauensverlust, der uns natürlich lange beschäftigen wird.“ Andererseits hätte man sehr viel Arbeit im Vorfeld in den Start gesteckt und dies sei von Experten geschehen, die die vergangenen Großprojekte der IVB (etwa die Rad-WM) bestens abgewickelt haben. Klar sei, dass es neben unvorhersehbaren Problemen (Falschparker und Wetter) auch zum Start Kinderkrankheiten gebe, die nur im Praxistest ausgemerzt werden können. „Wir brauchen diese Lernphase“, sagt Baltes, der auf komplexe Schaltpunkte bei den Ampelregelungen verweist. Eine Verzögerung von 30 Sekunden beim Aus- und Einsteigen führe zu verpassten Grünphasen und häufe sich dann in weiterer Folge eben an. Neben dem Drehen an vielen Stellschrauben will Baltes „den Fahrplan prüfen“ und die Feinjustierung in Abstimmung mit der Stadt weiter fortsetzen. Außerdem solle das IVB-Personal „entlastet“ werden. Denn dieses hätte sich in den vergangenen Tagen durch „verbale Attacken“ vieles anhören müssen. Der IVB-Chef zur massiven Kritik: „Von uns schläft momentan keiner gut.“ Insgesamt müsse das System zuverlässiger werden. Der gestrige Tag, zu Mittag waren die Verspätungen relativ klein, gebe Anlass zur Hoffnung.


    „Das System muss zuverlässiger werden. Wir können so etwas aber nur in der Praxis ausmerzen.“Martin Baltes
 (IVB-Chef)
    - TT/Julia Hammerle

    Einen Zeitdruck, bis wann das System reibungslos laufe, könne und wolle er nicht aufbauen, sagt Baltes. Nicht nur die Verspätungen haben für Unmut gesorgt. Auch die noch nicht gelieferten Garnituren des Herstellers Bombardier sorgten für Kritik. Von den fehlenden Zulassungen für die sechs gelieferten Garnituren wisse man seit November, sagt Baltes. Es gebe einen neuen Liefer- und Zulassungsplan. Demnach sind die neuen Garnituren ab Ende März bereit. Bis Ende des Jahres sollen alle 20 Fahrzeuge geliefert sein. Und natürlich sei eine Pönale für die verspätete Lieferung vertraglich vereinbart, sagt der IVB-Chef. Auf die aktuelle Situation hätten die verspäteten Lieferungen keinen Einfluss gehabt.

    Ungebrochen ist weiter auch die politische Debatte um den Tram-Start. GR Reinhold Falch (Seniorenbund) kritisierte nicht nachvollziehbare Fahrplanänderungen, die vor allem auf Kosten der älteren Mitmenschen gingen. Die SPÖ wiederholte ihren Forderungskatalog für den öffentlichen Nahverkehr.
  • ... und ich hatte mich schon gewundert, warum gestern nichts über die neue Bim in Innsbruck in der TT war...
    Habs aber nur übersehen ;-)

    TT vom 4.2.:

    Innsbrucker Tram-Misere: Schwarzl sieht stetige Verbesserung
    In einer Aussendung verspricht Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) rasch „möglichst alle Hindernisse“ für die Linien 2 und 5 aus dem Weg räumen zu wollen. Der Ärger der Fahrgäste sei berechtigt, aber die Situation entspanne sich langsam.


    © Thomas Böhm
    Innsbrucks Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) ist aufgrund der Probleme rund um die neuen Straßenbahnlinien scharfer Kritik ausgesetzt.

    Innsbruck — Knapp zehn Tage nach dem Start der neuen Straßenbahnlinien 2 und 5 in Innsbruck ist die Geduld vieler Öffi-Nutzer zum Zerreißen gespannt. Der Druck auf die Verantwortlichen steigt, die Situation zu entschärfen.

    In einer Aussendung versucht Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) zu beschwichtigen und spricht zugleich von „berechtigtem Ärger" der IVB-Kunden. Die Tram-Misere zeige „wie wichtig der Öffentliche Verkehr für das reibungslose Funktionieren unserer Stadt ist", so Schwarzl am Montag. „In den vergangenen Tagen wurde daher pausenlos an der Fehlersuche und -behebung gearbeitet."

    "Alle teilen den Wunsch, dass alles optimal läuft"Schwarzl konstatiert eine stetige Verbesserung der Situation in den letzten Tagen. Die IVB würden mittlerweile von weniger verspäteten Fahrzeugen berichten. Auch „Rückmeldungen aus der Bevölkerung" und eigene Tram-Fahrten würden bestätigen, dass „sich die Situation langsam entspannt". Viele Straßenbahnfahrer und Fahrgäste hätten sich mit der Situation arrangiert, meint Schwarzl. „Aber alle teilen den Wunsch, dass bald alles optimal läuft", erneuert sie ihren Wunsch nach einer kompletten Normalisierung binnen der laufenden Woche.

    Die Anfangsschwierigkeiten im Echtzeitbetrieb hätten gezeigt, wo verkehrspolitische Maßnahmen zu setzen seien, „damit möglichst alle Hindernisse für die Straßenbahnen aus dem Weg geräumt werden". IVB und städtisches Verkehrsmanagement hätten Verbesserungsarbeiten bei den Ampelanmeldungen vorgenommen. „Das Ziel Sofort-Grün für Öffis an Kreuzungen muss zügig vorangetrieben werden und andere Störfaktoren — oftmals Kleinigkeiten — die zu massiven Verspätungen der Straßenbahn führen können, müssen beseitigt werden", erklärt Schwarzl.

    Schwarzl nennt konkrete Problemstellen
    Am Donnerstag etwa sei gleich zwei Mal an genau derselben Stelle in der Defreggerstraße die Schiene von einem zu weit in die Straße parkenden Fahrzeug verstellt worden. Und auch vor der Endhaltestelle Technik-West komme es immer wieder zu Schwierigkeiten mit schräg parkenden, zu weit in die Schienen ragenden Autos — meist Lieferwagen. „Kurzfristig können wir hier nur an die Autofahrer appellieren. Längerfristig werden wir an wiederholten Problemstellen aus Schrägparkplätzen auch Längsparkplätze machen", so Schwarzl.

    An einigen Kreuzungen habe der Öffentliche Verkehr zwar Vorrang, jedoch würden zum Teil wartende Linksabbieger die Trams blockieren. Konkrete Problemstellen etwa seien die Bereiche zwischen Museumstraße — Brunecker Straße — Ingenieur-Etzel-Straße und im Bereich Unikreuzung — Innrain — Marktgraben. „Ich habe den Auftrag erteilt, für diese Bereiche so rasch wie möglich verkehrliche und möglicherweise auch bauliche Maßnahmen zu planen und in die Wege zu leiten — was eigentlich bereits in den Vorjahren hätte erfolgen sollen", so Schwarzl abschließend. (TT.com)
  • und hier der tägliche Artikel aus der TT:

    Weiter Ärger über Innsbrucker Tram, IVB orten Entspannung
    Die Stadt Innsbruck überarbeitet die Ampelregelung, die Tram soll sofort Grün bekommen. IVB-Chef Martin Baltes stellt sich vor seine Fahrer.

    © Domanig
    Die Beschwerden werden weniger, ganz rund läuft es aber bei den neuen Straßenbahnlinien immer noch nicht.

    Von Denise Daum

    Innsbruck – Das Drama um die Tram geht in die nächste Runde: Die Beschwerden reißen nicht ab. Vielleicht auch deshalb, weil die Tram genauestens unter Beobachtung steht. Es gehe auf keine Kuhhaut, was sich bezüglich der Linien 2 und 5 abspielt, schreibt beispielsweise ein Leser an die Tiroler Tageszeitung. Die Anzeige spiele verrückt, bis zu 25 Minuten betrage die Wartezeit auf die nächste Garnitur.

    IVB-Chef Martin Baltes zufolge entspanne sich die Lage: zusehends „Die Reklamationen bei uns werden weniger“, erklärt Baltes. Am Wochen­ende sei man relativ stabil unterwegs gewesen. Verspätungen zwischen drei und fünf Minuten kamen vor, seien aber nicht die Norm gewesen. „Wir setzen bis kommenden Montag noch Veränderungen im Fahrplan und in der Abwicklung um“, sagt Baltes. So soll auf der Linie 2 eine zusätzliche Tram eingeschoben werden sowie an Werktagen die Linie 5 vom O-Dorf bzw. Technik in Fahrtrichtung Zentrum zwischen die Linie 2 geschoben werden. Damit ergibt sich ein Fünfminutentakt mit der Linie 2 und 5 stadteinwärts. Der neue Fahrplan soll bis Freitag online abrufbar sein.

    Für die Fahrer ist die Situation ebenfalls belastend. Nicht selten bekommen sie den Frust und Ärger der Fahrgäste zu spüren. Dafür hat Baltes kein Verständnis. „Für die Fahrer ist das alles nicht fein. Ich bitte wirklich, sie in Ruhe zu lassen, die können gar nichts dafür. Es nützt niemandem etwas, wenn die Fahrer angegangen werden. Alle IVB-Mitarbeiter geben ihr Bestes“, versichert Baltes.

    Alles in allem ist der IVB-Chef „sehr, sehr zuversichtlich“, dass die noch bestehenden Schwierigkeiten „ganz bald“ beseitigt werden.

    Auch die zuständige Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) berichtet, dass die Beschwerden weniger werden. „Es gibt auch zahlreiche Bürger, die konstruktive Vorschläge einbringen“, freut sich Schwarzl, die jeden Morgen ein Meeting zum Thema hat. Neben den IVB gebe auch die Stadt Innsbruck ihr Bestes, um die Situation zu verbessern. Dazu gehört unter anderem, die Ampeleinstellungen zu überarbeiten. „Dort, wo es möglich ist, soll die Straßenbahn sofort Grün bekommen, wenn sie einfährt“, sagt Schwarzl. Zudem müssten die Störfaktoren – wie die Schienen verparkende Autos – wortwörtlich aus dem Weg geräumt werden.
  • Kaum, dass die TT mal einen Tag nicht drüber berichtet, pendelt es sich dann eh ein ;)

    Nach chaotischem Start: Tram-Verkehr pendelt sich ein
    Die Anzahl der Verspätungen pro Tag sei auf ein Drittel des Standes von Ende vergangener Woche zurückgegangen, ließ die Stadt Innsbruck gestern via Aussendung wissen.

    © Vanessa Rachlé / TT
    Die IVB registrieren bei den neuen Straßenbahn-Linien 2 und 5 in Innsbruck immer weniger Verspätungen.

    Innsbruck – Bei den neuen Straßenbahnlinien in Innsbruck scheint nach dem chaotischen Start Normalität in Sicht: Die Anzahl der Verspätungen pro Tag sei auf ein Drittel des Standes von Ende vergangener Woche zurückgegangen, ließ die Stadt Innsbruck gestern via Aussendung wissen. Die durchschnittliche Verspätung bei den Endhaltestellen habe sich demnach deutlich reduziert. Zurückzuführen sei das auf das Krisenmanagement der Stadt Innsbruck und die eingeleiteten Maßnahmen der zuständigen Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne): „Unsere dringenden Maßnahmen an Ampeln und zur Beschleunigung an neuralgischen Stellen haben Wirkung gezeigt“, erklärt Schwarzl.

    Die Stadträtin betont aber auch, dass das Ziel eines bis auf Ausnahmen stabilen Tram-Takts noch nicht erreicht sei und einige Ausreißer auch im bald erreichten Normalbetrieb üblich seien. Die am Montag angekündigten Maßnahmen an mehreren wichtigen Kreuzungen wie an der Ecke Museumstraße/Brunecker Straße/Ingenieur-Etzel-Straße, an der Universitätskreuzung und an der Ecke Innrain/Marktgraben seien ebenso in Auftrag gegeben wie temporäre Parkverbote und die Umwandlung von Schrägparkplätzen in Längsparkplätze an Stellen, an denen es leicht zu Verparkungen der Schienen komme.

    Konkret sei die Anzahl der über fünf Minuten verspäteten Straßenbahnen der neuen Linien 2 und 5 vom Freitag vergangener Woche mit 33 Verspätungen bis Dienstag auf elf Verspätungen zurückgegangen. Am Dienstag ab Mittag hat die automatische Software der IVB noch zwei Verspätungen registriert.

    „Das IVB-Management muss so rasch wie möglich die nach wie vor vorherrschenden Probleme lösen, denn von einem stabilen Regelbetrieb sind wir noch sehr weit entfernt“, lassen ÖVP-Verkehrssprecherin Mariella Lutz und Vize-BM Franz Gruber wissen. (TT)
  • Na dann, alles wird gut...!

    TT von heute
    Neue Straßenbahn eilt zielstrebig aus dem „roten Bereich“
    Auf der Jagd nach der verlorenen Zeit: mit einer der beiden neuen Innsbrucker Straßenbahnlinien unterwegs durch die Stadt und den Problemen auf der Spur.


    © Vanessa Rachlé / TT
    Nach einem chaotischen Start nehmen die neuen Straßenbahnen jetzt Fahrt auf.

    Von Michaela S. Paulmichl

    Innsbruck – Die rund 12 Kilometer lange Fahrt beginnt am DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf, an der östlichen Endhaltestelle der neuen Straßenbahnlinie 2. Ziel: das andere Ende der Stadt, Technik West. Mit dabei: IVB-Betriebsleiter Harald Jösslin, der unterwegs Probleme erläutern und Lösungen präsentieren will.

    Problem 1 – Verspätungen: Sie scheinen zumindest bei dieser Fahrt vorprogrammiert zu sein, denn schon bei der ersten von insgesamt 27 Haltestellen in der Schützenstraß­e zeigt der Monitor in der Fahrerkabine 50 Sekunden Rückstand an. Die Tram war schon etwas verspätet im O-Dorf angekommen. Betriebsleiter Jösslin verweist auf die zehn Minuten Aufenthalt an den beiden Endhaltestellen – ein „Puffer“, um die unterwegs verlorene Zeit wieder wettzumachen. „Ich bin 80, in meinem Alter habe ich keinen Stress mehr“, sieht es eine der Passagierinnen in der Tram, Mathilde Thurner, unterdessen gelassen. „Berufstätige werden aber natürlich was anderes sagen.“ Sie nimmt die Fahrer in Schutz: „Als am Anfang nichts mehr weiterging und es hieß, die Leute müssten in Busse umsteigen, wurde der Chauffeur beschimpft, ich finde das unfair.“ Fahrer-Schulungsleiter Mario Kleine, heute selbst hinter dem Steuer, meint dazu: „Wir sind natürlich der Prellbock, an dem die Fahrgäste ihren Unmut auslassen. Aber die Kritik war in vielen Fällen auch berechtigt.“ Bis zu 45 Minuten mussten manche warten – wegen technischer Probleme oder weil Pkw Gleise blockierten.

    Problem 2 – Stehzeiten an den Ampeln: Die „2er“ hat inzwischen die Universitätsbrücke überquert, die kleine Anzeigetafel meldet bereits 9.40 Minuten Verspätung. Jösslin: „Wir sind immer noch dabei, die Fahrzeiten zu optimieren, also die Stehzeiten bei den Ampeln zu verringern. Dazu ist es nötig, die Anmelde­punkte genau dort zu setzen, wo sie gebraucht werden.“ Das System funktioniert so, dass sich die Bahn sozusagen per Funk bei der Lichtsignalanlage „anmeldet“, die dann die Fahrt freigibt. „Ist die Annäherungszeit zu gering oder die Stehzeit bei der Haltestelle vor der Ampel länger als angenommen, schaltet sie wieder auf Rot um.“ Um die Anmeldepunkte im richtigen Abstand zu setzen, braucht es Erkenntnisse aus dem laufenden Betrieb. In Zusammenarbeit mit der Stadt wurden schon zwölf Ampeln nachjustiert.

    Problem 3 – zu wenig Raum für Kinderwägen und Rollstühle: „Im Bus war mehr Platz“, sagt Bettina Stock, die mit ihrem Baby stadteinwärts fährt. David Ebead ist Behindertenbetreuer und mit einem jungen Mann unterwegs: „Einmal ist es mit einem Rollstuhl, drei Kinder­wägen und einem Rollato­r richtig eng geworden, besonders in der Mittagszeit ist wenig Platz. Im Bus konnte man außerdem die Rampe zum Ein- und Aussteigen selbst betätigen, das spart Zeit.“

    Problem 4 – Haltestellen des „O“ in Neurum werden nicht mehr angefahren: „Wir haben uns ganz aus Rum zurückgezogen, für den öffentlichen Verkehr dort ist die Gemeinde Rum zuständig“, sagt Jösslin. Die Bauarbeiten für einen weiteren Ausbau der ebenfalls neuen Linie „5“ zur Haller Straße und damit zum ÖBB-Bahnhof am künftigen Anbindeknoten beim Rumer Hof sollen im Frühjahr beginnen und bis 2022 abgeschlossen sein.

    Problem 5 – Erschütterungen, besonders in der Schützenstraße: „In den Wintermonaten gefriert der Boden, dadurch werden Erschütterungen wesentlich besser übertragen. Wenn es wärmer wird, können wir Kontrollmessungen durchführen“, sagt Jösslin. Werden die Grenzwerte überschritten, muss nachgebessert werden.

    Problem 6 – Fahrzeiten am Abend: „Es stört mich schon sehr, dass ich nach dem Theaterbesuch mit dem Taxi heimfahren muss“, sagt Elisabeth Vorhofer. Auch hier soll es Abhilfe geben, indem „wir noch einmal Runden fahren, so dass die Besucher nach der Abendvorstellung nicht so lange warten müssen“, verspricht der IVB-Vertreter.

    Nach rund 43 Minuten am westlichsten Punkt angelangt, wird die Verspätung von 11 Minuten und 20 Sekunden rot angezeigt. Um der unterwegs verlorenen Zeit nachzueilen, fallen die 10 Minuten Stehzeit und damit auch die kleine Pause für den Fahrer erneut aus, es geht gleich wieder zurück durch die Stadt Richtung O-Dorf.
  • Draisinenfan schrieb:

    „wir noch einmal Runden fahren, so dass die Besucher nach der Abendvorstellung nicht so lange warten müssen“,
    Die Innsbrucker Theaterbesucher sind alle abstinent? Zur Feinjustierung der Zeiten von Vorstellungsende - Fahrplan dient bei mir immer ein Seidl beim Wirt'n gegenüber vom Theater. Man hat ja sowieso Durst nacxh so einer Vorstellung.

    Nach einer Oper übrigens Hunger auch, der Gesang scheint anstrengender zu sein als die reine Sprache. Da die letzte Tramway derwischen ist eher das Problem. :D
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