[DE] Niederbarnimer Eisenbahn plant Einsatz von Coradia iLINT auf der Heidekrautbahn

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  • [DE] Niederbarnimer Eisenbahn plant Einsatz von Coradia iLINT auf der Heidekrautbahn

    NEB stellt neuen Zug vor: Wasserstoffzug fährt erstmals zwischen Berlin und Barnim


    11.02.19 | 12:39 Uhr
    Eine umweltfreundliche Alternative zur Diesellok stellt die Niederbarnimer Eisenbahn am Montag vor: Auf der Strecke der Heidekrautbahn sollen in drei Jahren Züge verkehren, die mit Wasserstoff angetrieben werden.
    Die Heidekrautbahn zwischen Berlin und Barnim soll in Zukunft umweltfreundlicher fahren. Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) plant, ab 2022 Wasserstoff-Züge auf der Regional-Bahn-Linie 27 einzusetzen. Einer dieser Züge wird am Montag auf einer Sonderfahrt vorgestellt.
    Über den Einsatz der umweltfreundlichen Züge liefen derzeit Gespräche mit den am Projekt beteiligten Partnern, hieß es vom NEB. Dazu gehörten der Landkreis Barnim, die Länder, der VBB und das Energieunternehmen Enertrag. "Noch ist nichts spruchreif", sagte eine NEB-Sprecherin.
    Der Zug versorgt sich selbst
    Der Brennstoffzellen-Zug soll von Basdorf nach Berlin-Gesundbrunnen fahren. Die Strecke ist nicht elektrifiziert, deshalb müssen hier bislang Dieselloks eingesetzt werden. Der "Coradia iLint" wird mit Brennstoffzellentechnik angetrieben. Auf dem Triebwagen sind Wasserstofftanks montiert. Der Wasserstoff versorgt die Brennstoffzelle, die in Verbindung mit Sauerstoff den elektrischen Strom für den Antrieb liefert. Die Züge sollen eine Reichweite von täglich 800 Kilometern haben.
    Entwickelt wurde der Wasserstoff-Zug vom französischen Konzern Alstom. Laut dem Unternehmen fährt der Zug komplett emissionsfrei und geräuscharm, er gibt demnach lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab.
    Auch Bombardier hat alternativen Antrieb entwickelt
    Auch der Zughersteller Bombardier hat einen Triebwagen entwickelt, der auf nicht elektrifizierten Strecken ohne Dieselantrieb auskommt. Der "Talent 3" hat schnell zu ladende Lithium-Ionen-Batterien an Bord. Für diese Entwicklung wurde Bombardier im vergangenen November mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. In diesem Jahr soll der Batteriezug seine Zulassung erhalten.
    Der "Talent 3" kann mit den Batterien die Strecken überbrücken, auf denen es keine Oberleitungen gibt. Ist eine Oberleitung vorhanden, werden die Akkus in bis zu zehn Minuten wieder aufgeladen.

    www.rbb24.de
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