[OÖN] LILO: Sicherheitsgipfel nach unliebsamen Vorfällen

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  • [OÖN] LILO: Sicherheitsgipfel nach unliebsamen Vorfällen

    Sicherheitsgipfel nach Vorfällen in der Linzer Lokalbahn

    12. Februar 2019 - 09:51 Uhr

    LINZ. Nach mehreren Vorfällen in der Linzer Lokalbahn (Lilo) findet heute in Linz ein Runder Tisch mit den
    Landesräten Günther Steinkellner (FP) und Rudi Anschober (Grüne) statt.


    Bild: Weihbold

    „Ich möchte einfach nur, dass sich unsere Fahrgäste und Schaffner wieder sicher fühlen können in der Lilo“, sagt Friedrich Klug, Vorstand
    der Linzer Lokalbahn. Derzeit komme es allerdings immer wieder zu unangenehmen Vorfällen auf den Bahnsteigen und in den Zügen. Das ist der Grund, warum Verkehrslandesrat Günter Steinkellner nun zu einem Runden
    Tisch eingeladen hat. Auch Integrationslandesrat Rudi Anschober wird teilnehmen.
    Seit etwa einem Jahr sei man mit derartigen Problemen konfrontiert, sagt Klug: „Zum Beispiel lungern auf Gleis 21, unserem Lilo-Gleis auf dem Linzer Hauptbahnhof, immer wieder aggressive Personen herum, sie stoßen einander herum und prügeln sich. Mir ist zu Ohren gekommen, dass sich Frauen abends nicht mehr auf diesen Bahnsteig trauen und sich lieber mit dem Auto aus Linz abholen lassen.“ Es seien stets die selben Personen, die Ärger verursachen: „Es handelt sich um eine kleine Gruppe von Asylwerbern, die in einer Einrichtung in Alkoven untergebracht sind.“


    In den Zügen würden die Schaffner angepöbelt und beschimpft, einmal habe ein Mädchen weinend bei einem Lilo-Mitarbeiter Schutz gesucht. „Beim Aussteigen bekommen andere Fahrgäste Kopfnüsse verpasst. Einige Männer lassen sich das aber nicht gefallen, und es kommt zu Prügeleien“, sagt Klug. „Und wenn sie von der Polizei aus dem Zug herauskomplimentiert werden, ist es schon vorgekommen, dass sie draußen gegen Waggons treten. Auch Außenspiegel der Garnituren wurden schon abgerissen.“

    Er wünsche sich zum einen Unterstützung von der Polizei, zum anderen seien auch die Betreuer der jungen Männer gefordert: „Sie sollen die Probleme ernst nehmen und tatkräftig mithelfen, dass so etwas nicht mehr passiert.“ Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Situation in der Lilo bald wieder beruhige. „Ich hätte gerne, dass sich alle gut benehmen“, sagt Klug. „Das kann doch nicht so schwer sein.“

    OÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Mehr Sicherheitsmaßnahmen für Öffis

    Die Politik hat sich bei einem Sicherheitsgipfel am Dienstag auf Maßnahmen geeinigt, die das Sicherheitsgefühl in öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhen sollen. Zuletzt hatte es vor allem bei der LiLo und am Hauptbahnhof Beschwerden gegeben.

    Nach einem von den beiden FPÖ Landesräten Günther Steinkellner und Elmar Podgorschek ins Leben gerufenen Sicherheitsgipfel, der am Dienstag Nachmittag im Linzer Landhaus stattgefunden hat, werden nun mehr Sicherheitsvorkehrungen auf dem Linzer Bahnhof getroffen.
    Mehr Überwachung und Polizeipräsenz
    Einige der Ergebnisse: Der Bahnsteig 21, der von der Linzer Lokalbahn angefahren wird, soll künftig verstärkt mit Videokameras überwacht werden. Der Eingang des Polizeikommissariats soll in den Bahnhof verlegt werden, und es soll mehr Polizeikontrollgänge geben.
    Auch Probleme in LiLo werden angegangen
    Beschwerden hatte es zuletzt auch aus dem Bereich der Linzer Lokalbahn (LiLo) gegeben. In den Nahverkehrszügen sollen vor allem junge Asylwerber aus einem Quartier in Eferding mit provokantem Verhalten aufgefallen sein. Integrationslandesrat Rudi Anschober von den Grünen hat nach dem Treffen auch eine enge Kooperation zwischen den hauptbetroffenen Quartierbetreibern, den Verkehrsunternehmen und der Exekutive angekündigt. So sollen negative Vorkommnisse in Zukunft abgestellt werden.
    An dem Treffen am Dienstag haben Vertreter aus der Politik, der Polizei und des öffentlichen Verkehrs teilgenommen.

    ORF OÖ


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