[CH] ICE in Basel entgleist

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  • [CH] ICE in Basel entgleist

    ICE aus Deutschland in Basel entgleist

    17. Februar 2019, 22:25 UhrQuelle: dpa

    Basel (dpa) - Ein ICE aus Deutschland ist in Basel entgleist. Derzeit gebe es keine Informationen über Verletzte, sagte ein Bahn-Sprecher. Der Triebkopf und ein Wagen seien bei der Zufahrt zu dem Bahnhof SBB am Abend aus den Schienen gesprungen. Der ICE 373 sei auf dem Weg von Berlin-Ostbahnhof nach Interlaken gewesen. Details zu dem Unfall gab es zunächst nicht.
    www.zeit.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Scheint sich um eine astreine Gabelfahrt zu handeln im ach so geliebten - angeblich sicheren - OvomaltineEisenbahnland.

    Ein paar Meter weiter und es wäre seeehr eng geworden:

    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch, Son of Neckbone,
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan, CA1 (alle bisher verwendeten Nicknames), Franz, Modell-Bahn.2016, robertgordon47

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Nach ICE-Entgleisung in Basel: "Das ist sehr glimpflich ausgegangen"
    Nach der Entgleisung eines ICE in Basel ist der Zugverkehr zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB noch bis mindestens morgen Abend unterbrochen. Verletzt wurde niemand.

    Der entgleiste ICE 373 kurz vor dem Bahnhof SBB. dpa Bildfunk Georgios Kefalas/KEYSTONE

    Laut der Deutschen Bahn ist für Fernzüge aus Deutschland in Basel Badischer Bahnhof derzeit Endstation. Die Züge wenden dort und können nicht zum Schweizer Bahnhof SBB weiterfahren. Reisende, die zum Bahnhof Basel SBB weiterfahren wollen, müssen auf Straßenbahn oder Bus umsteigen. Zu größeren Verspätungen im deutschen Zugverkehr wird es laut der Deutschen Bahn nicht kommen.

    Rettungskräfte aus Basel und der Nordwestschweiz hatten geholfen, die 240 Fahrgäste aus dem Zug zu bringen. dpa Bildfunk Georgios Kefalas/KEYSTONE

    240 Fahrgäste, niemand verletzt
    Am Sonntagabend gegen 21 Uhr waren der Triebkopf und ein Waggon des ICE 373 auf dem Weg von Berlin Ostbahnhof ins Schweizer Interlaken in Basel entgleist. Der Zug mit 240 Fahrgästen wurde evakuiert. Verletzt wurde niemand. Die Ursache für die Entgleisung ist unklar.
    "Wir hatten Glück im Unglück"
    "Das ist sehr glimpflich ausgegangen", sagte SBB-Einsatzleiter Martin Spichale am Montag. Die Lok des ICE kam in einem Tunnel zum Stehen, der erste Waggon stand quer über zwei Gleise, der Rest des Zuges blieb auf dem Parallelgleis. "Wir hatten Glück im Unglück, dass niemand verletzt wurde und die übrigen Wagen nicht auch entgleist sind", so Spichale.
    Im November 2017 war schon einmal ein ICE, aus Hamburg kommend, in Basel entgleist. Auch damals wurde niemand verletzt. Die Schweizer Bahn vermutete damals Probleme mit einer so genannten Doppelkreuzungsweiche als Ursache.

    www.swr.de
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Einen ausführlichen und blumigen Augenzeugenbericht gibts auf blick.ch, deren Reporter hat sich beim Retten des Zuges verletzt.

    BLICK-Leser René Djocaj (19) sass im entgleisten ICE
    «Wir zogen die Notbremse!»

    13:43 Uhr18.02.201917:02 Uhr18.02.2019

    In Basel entgleiste am Sonntagabend ein ICE der Deutschen Bahn. BLICK-Leser René Djocaj (19) sass im Wagen, der aus den Schienen sprang. Zusammen mit seinem Sitznachbarn versucht er, den schlitternden Zug zu stoppen. Er verletzt sich dabei.




    Er schlug eine Scheibe ein und drückte den roten Knopf – dabei verletzte er sich an der Hand.



    Am Sonntagabend war ein ICE aus Deutschland mit rund 240 Menschen an Bord in Basel entgleist. Ausser Djocaj scheint sich niemand verletzt zu haben.


    weitere Fotos auf blick.ch

    Am Sonntagabend gegen 21 Uhr rüttelt es im Intercity der Deutschen Bahn: Die Lok und der erste Wagen springen zwischen dem Badischen Bahnhof und Basel SBB aus den Schienen. BLICK-Leser René Djocaj sitzt im Wagen und erlebt das Unglück hautnah mit. «Plötzlich begann der Zug zu rütteln, Gepäckstücke fielen zu Boden», sagt er zu BLICK.

    «Ich fürchtete um mein Leben», sagt der 19-Jährige, der in Oftringen AG wohnt. Während sich andere auf den Boden legen und sich die Köpfe bedecken, stehen er und sein Sitznachbar auf und rennen in Richtung Lok. Der Mitfahrer betätigt die Notbremse. «Der Zug hielt nicht an, also schlug ich in Panik eine Scheibe ein und drückte auf einen roten Knopf», sagt Djocaj. Dabei erwischt er eine Taste, die eigentlich dazu da ist, im Notfall die Aussentür des Zuges von innen zu öffnen.

    Seiner Wahrnehmung nach hat es 20 bis 30 Sekunden geschüttelt, bevor der Zug zum Stillstand kam. «Es schien, als habe es der Lokführer erst gar nicht bemerkt.»

    War eine Weiche schuld?
    Ein Augenschein am Tag nach dem Unfall zeigt: Die Lok und der Rest des Zuges befinden sich auf zwei verschiedenen Gleisen – verbunden durch den ersten Passagierwagen, der quer liegt. Der ICE hat also allem Anschein nach das Gleis gewechselt. Rund 800 Meter zurück liegt eine Weiche, wo das Unglück wohl seinen Ursprung genommen hat.
    Bei der Aktion verletzt sich der BLICK-Leser an der Hand. «Es hat geblutet und möglicherweise ist meine Hand verstaucht». Das hiess es bei einer ambulante Behandlung nach dem Unglück in Basel. Heute kam bei einem Termin beim Hausarzt heraus: Bei der Entgleisung wurde auch ein Halswirbel verletzt!

    Notbremse stoppt den Zug nicht direkt
    Hat Djocajs Mitfahrer mit der Betätigung der Notbremse den Zug zum Stehen gebracht? Wohl nicht direkt. Alle ICE-Züge sind mit einer sogenannten Notbremsüberbrückung ausgestattet: Das heisst, wenn die Notbremse getätigt wird, erhält der Lokführer ein Signal und hält in der Regel sofort an. Er kann aber den Stopp in bestimmten Situationen hinauszögern, zum Beispiel, wenn der Zug auf einer Brücke oder in einem Tunnel ist.

    Falls der Lokführer die sich anbahnende Entgleisung zunächst tatsächlich nicht bemerkt hat, könnte er durch die Notbremse darauf aufmerksam geworden sein. Wie sich das ganze zugetragen hat, können aber zurzeit weder die SBB noch die Deutsche Bahn sagen. Beide verweisen an die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust), die für die Ermittlungen zum Unfallhergang zuständig ist. Diese gibt so kurz nach dem Vorfall noch keine Ergebnisse bekannt.

    Es geschah beim Passieren einer Weiche
    Der Schock sitzt René Djocaj noch in den Knochen. «Ich hatte eine ziemlich unruhige Nacht», sagt er. «Aber ich bin echt froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist».

    Die Passagiere entgleisten Zuges hatten viel Glück: Jener Wagen, der quer zwischen zwei Schienenpaaren hing, kam rund zwanzig Meter vor einer Trennmauer zum Stillstand. Die Unfallursache ist noch unklar.

    Das Malheur passierte, als der ICE aus Berlin in Richtung Interlaken den Badischen Bahnhof in Basel verlassen hatte: Nach einer Weiche auf der Höhe der Breite-Strassenkreuzung fuhr die Lok auf dem rechten von zwei Gleisen, der Rest des Zuges aber auf dem linken.

    Der erste Wagen hing dabei quer zwischen den Geleisen und wurde so noch gut achthundert Meter mitgeschleift. Die Lok erreichte gerade den Tunnel zwischen dem offenen Abschnitt nach der Rheinbrücke und dem Bahnhof SBB, als sie zum Stillstand kam.

    Rund zwanzig Meter weiter im Tunnel werden die beiden Gleise durch eine Betonwand getrennt. SBB-Einsatzleiter Martin Spichale sprach am Montag vor Ort vor den Medien von «Glück im Unglück, dass nicht mehr passiert ist».

    Rund 240 Fahrgäste waren zum Unfallzeitpunkt gemäss der DB an Bord des Zuges. Diese wurden laut Spichale geordnet aus dem havarierten Zug evakuiert und mittels eines Ersatzzuges zum Bahnhof SBB gebracht. Von Verletzten ist nichts bekannt. Laut der Basler Polizei ging eine evakuierte Person im Bahnhof zur Abklärung zur Sanität. (rey/bot/SDA)
  • Nach ICE-Entgleisung in Basel: Strecke zwischen Basler Bahnhöfen frei
    Nach der Entgleisung eines deutschen ICEs in Basel ist die Strecke zwischen den beiden Basler Bahnhöfen wieder freigegeben. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt.
    Nach dem Zugunfall in Basel soll die Strecke ab Mittwoch auf beiden Gleisen befahrbar sein. Das hat die Deutsche Bahn mitgeteilt. Ursprünglich hieß es, es solle erst ein Gleis frei sein. Am Donnerstag hätte die Strecke dann komplett befahrbar sein sollen.
    240 Fahrgäste, niemand verletzt
    Am Sonntagabend gegen 21:00 Uhr waren der Triebkopf und ein Waggon des ICE 373 auf dem Weg von Berlin Ostbahnhof ins Schweizer Interlaken in Basel entgleist. Der Zug mit 240 Fahrgästen wurde evakuiert. Verletzt wurde niemand. Die Ursache für die Entgleisung ist unklar.
    "Wir hatten Glück im Unglück"
    "Das ist sehr glimpflich ausgegangen", sagte SBB-Einsatzleiter Martin Spichale am Montag. Die Lok des ICE kam in einem Tunnel zum Stehen, der erste Waggon stand quer über zwei Gleise, der Rest des Zuges blieb auf dem Parallelgleis. "Wir hatten Glück im Unglück, dass niemand verletzt wurde und die übrigen Wagen nicht auch entgleist sind", so Spichale.

    Der entgleiste ICE 373 kurz vor dem Bahnhof SBB.dpa BildfunkGeorgios Kefalas/KEYSTONE


    Bislang keine Parallelen zur Entgleisung 2017

    Im November 2017 war schon einmal ein ICE, aus Hamburg kommend, in Basel entgleist. Auch damals wurde niemand verletzt. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) vermuteten damals Probleme mit einer so genannten Doppelkreuzungsweiche als Ursache. Im aktuellen Fall handele es sich um einen anderen Weichentyp, so dass "man momentan nicht erkennen kann, dass da irgendwelche Parallelen bestehen", so ein SBB-Sprecher.
    STAND: 20.2.2019, 6:54 Uhr

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die schweizerische SUST arbeitet schnell:

    Entgleister Zug bei Basel
    : Umgestellte Weiche möglicher Grund für ICE-Unglück

    Bei der Entgleisung eines ICEs bei Basel am Sonntag vor einer Woche sind die Passagiere offenbar nur knapp einer Katastrophe entgangen. Erste Erkenntnisse über die mögliche Ursache des Unglücks sind nun bekannt geworden.

    Laut Christoph Kupper von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle wurde während der Fahrt eine Weiche verstellt. Dadurch fuhr der Zug rund 800 Meter auf zwei parallel verlaufenden Schienensträngen. Der Triebkopf fuhr auf dem rechten Gleisstrang, der Rest des Zuges auf dem linken. Ein Wagen hing quer zwischen den beiden Schienen und wurde mitgeschleppt.

    Der erste Wagen wurde 800 Meter zwischen den Gleisen mitgeschleift. Vor einer Betonwand kam der Zug zum Stehen. SWR
    Normalerweise kann eine Weiche nur verstellt werden, wenn sich kein Zug darauf befindet. Ein elektronisches Störsignal vom Zug oder den Gleisleitungen könnte diesen Sicherheitsmechanismus ausgeschaltet haben. Möglich sei auch, dass die technische Überwachung der Weiche nicht funktioniert hat, so Kupper weiter.
    Niemand ensthaft verletzt
    Die Zugreisenden hatten großes Glück. Der ICE kam erst etwa zwanzig Meter vor einer Tunnelmauer zum Stillstand. Ernsthaft verletzt wurde niemand.
    Der ICE aus Berlin war vergangenen Sonntag in der Nähe des Bahnhofs SBB in Basel entgleist. Während des Unfalls befanden sich 240 Menschen an Bord des Zuges. Die exakte Ursache des Unglücks wird laut Deutsche Bahn weiter untersucht.
    STAND: 25. 2.2019, 10:39 Uhr

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    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Es hat sich zu einem "ganz normalen" Problem entwickelt.

    Der verspätete ICE und der nachfolgende ICE sollten unterschiedliche Gleise nehmen. Der Fdl stellt für den zweiten jedoch die gleiche Fahrstraße, merkt dies, löst die Fahrstraße mittels Fahrstrassenhilfsauflösetaste auf und korrigiert sie aufs linke* Gleis. Blöder Weise ist der erste ICE noch nicht im Gleisfreimeldebereich der Weiche 194 (beginnt erst 0,8 m vor der Weichenzungenspitze, da davor eine andere Weiche ist) und beginnt sich umzustellen. Der ICE fährt zu dem Zeitpunkt darüber und nach 4,8 Sekunden ist die Weiche umgestellt. Je nachdem ging es für den ICE nach rechts oder nach links.


    *) Fahrtrichtung, keine Ahnung was links/rechts in der Schweiz ist.


    Bericht des SUST: sust.admin.ch/inhalte/BS/2019021701_SB_Basel_Bad_Bf.pdf
    Guter Artikel der Frankfurter Rundschau (Hut ab!): fr.de/panorama/entgleister-ice…n-leben-tod-13028405.html
  • SUST-Bericht, Kapitel 4.3: Seit dem Unfall getroffene Massnahmen (sic!): KEINE


    Das darf wohl nicht wahr sein! Eine Reihe von Fehler-Erkenntnissen und impliziten Lösungsvorschlägen aus dem Unfall wird im SUST-Bericht aufgelistet und man trifft keine Maßnahmen?!

    Grundprinzip aller technischen Entwicklungen ist seit jeher, aus Fehlern zu lernen und Verbesserungen, Korrekturen oder gar Systemänderungen durchzuführen, damit der Fehler nicht wieder auftritt.
    Nach einem solchen Unfall und den genauen Erkenntnissen keine Maßnahmen zu treffen halte ich für grob fahrlässig. Sorry!

    Aber ich gehe davon aus, dass nur bisher keine Maßnahmen entschieden und getroffen worden sind, aber sehr wohl noch erfolgen werden.
    Das nehme ich einfach im guten Glauben an.
  • Werner schrieb:

    Massnahmen (sic!)
    Das "ß" hat sich in der Schweiz nie durchgesetzt und ist seit 2006 selbst bei amtlichen Schriftstücken Geschichte.


    Aus dem verlinkten Artikel der Frankfurter Rundschau:
    Die Schweizer Behörde kann keine Sicherheitsempfehlungen für die deutschen Anlagen auf Schweizer Gebiet geben. Zuständig ist das deutsche Eisenbahn-Bundesamt. Von dem erhoffen die Schweizer eine Stellungnahme.
  • Danke an KFNB X und Draisinenfan betreffend "ß". Das war mir bisher nicht bekannt oder nicht bewusst.

    KFNB X schrieb:

    Zuständig ist das deutsche Eisenbahn-Bundesamt. Von dem erhoffen die Schweizer eine Stellungnahme.Die Schweizer Behörde kann keine Sicherheitsempfehlungen für die deutschen Anlagen auf Schweizer Gebiet geben.
    Wollen wir sehr hoffen, dass das deutsche Eisenbahn-Bundesamt die Erkenntnisse und impliziten Empfehlungen des - aus meiner Sicht hervorragenden - SUST-Berichtes ernst nimmt und Maßnahmen veranlasst.