[KURIER] ÖBB planen Führung der Laaer Regionalzüge über Stadlau

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  • [KURIER] ÖBB planen Führung der Laaer Regionalzüge über Stadlau

    Wie aus dem Text hervorgeht, sollen die beschleunigten Regionalzüge und nicht die S 2-Züge über Stadlau zum Hbf. geführt werden. Allerdings fahren diese laut aktuellem Fahrplan derzeit als S 7 weiter Richtung Flughafen. Ganz blicke ich da noch nicht durch:

    S-Bahn: Umleitung der Züge über Stadlau angedacht

    © Bild: Reinhard Vogel
    Laut ÖBB solle dadurch ein Rückstau in Wien verhindert werden. Eine Umfrage zeigt, dass Pendler eher dagegen sind.
    Um die Stammstrecke zu entlasten denken die ÖBB derzeit über eine Änderung ihres Fahrplans nach. Konkret betroffen wäre die Strecke nach Laa an der Thaya (Bezirk Mistelbach), die über Stadlau statt wie derzeit über Floridsdorf geführt werden solle. Die „Beschleunigung“ der Züge inklusive der „Stabilisierung der Pünktlichkeit“ wäre laut Aushang der ÖBB ab Mai möglich.
    Karl Mechtler von der Ladendorfer Pendlerinitiative sieht dies sehr kritisch und hat deshalb eine Umfrage unter den Pendlern gestartet, an der über hundert Personen, die zwischen Wolkersdorf und Laa an der Thaya leben, teilgenommen haben. Knapp 90 Prozent gaben an, dass sie gegen eine Änderung der Streckenführung über den Bahnhof Stadlau sind.
    Über 70 Prozent antworteten mit „Nein“ auf die Frage, ob sie den Regionalzug trotz der neuen Streckenführung nutzen werden. Und über 80 Prozent führten an, dass sich ihre Gesamtfahrzeit bis zum Endziel verlängert. Umgestiegen werden müsse in Wolkersdorf. „Das führt zu Zeit- und Qualitätsverlust, somit wollen sehr viele Pendler dann diese Regionalzüge meiden“, interpretiert Mechtler die Umfrageergebnisse.
    Umstieg auf Auto
    „Viele Pendler, die die Stammstrecke benötigen und nicht umsteigen wollen, werden zukünftig das Auto nutzen“, fährt er fort. Derzeit seien die Regionalzüge sehr beliebt, „da diese beschleunigt geführt werden und auch ein entsprechend gutes Rollmaterial zur Verfügung steht“, wie Mechtler sagt. Daher würden derzeit etwa 90 Prozent der Pendler aus Ladendorf diese Regionalzüge nützen.
    Andererseits würden jene Pendler, die in Wien Hauptbahnhof aussteigen (in der Umfrage waren es rund vier Prozent der Befragten), von der anderen Streckenführung profitieren und rund zehn Minuten Zeit gewinnen.
    „Wird noch überlegt“
    „Das wird derzeit nur angedacht und überlegt, aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, sagt ÖBB-Sprecher Daniel Pinka. „Wir werden die Pendler rechtzeitig informieren, wenn wir selber Sicherheit haben.“
    Zu jenen Pendlern, die künftig in Wolkersdorf umsteigen müssten, sagt Pinka: „Zeitkosten sind nicht so das Thema, für manche wird es sogar schneller.“ Die Umstellung bedeute keine Verschlechterung für die Pendler, die Qualität bleibe entweder gleich oder verbessere sich sogar.
    Die Verspätungen könnten jedenfalls in den Griff bekommen werden, weil in Wien ein Rückstau verhindert werden könne. Derzeit ist besagte Strecke laut Pinka die einzige, wo eine derartige Änderung angedacht wird. Aber: „Was sonst noch passiert, ist ein Detailplan, ein hochkomplexes System“, sagt Pinka.
    (kurier.at, rieg) | Stand: 28.02.2019, 5:00 | Autor: Lisa Rieger

    KURIER
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • I see. Und irgendwie wäre die Maßnahme auch verständlich. Nach Laa scheint's ja eher deprimierend zu sein von der Pünktlichkeit und die Stammstrecke zählt nicht gerade zu den Pünktlichkeitsbringern. Ob die Leute jetzt alle auf's Auto umsteigen würden, wage ich zu beweifeln. Mit Stadlau hat man immerhin einen Anschluss an die U2, mit der man recht zügig in die Mitte kommt. Es dürfte wohl von der Reisezeit am Ende auf ein Nullsummenspiel hinauslaufen, bloß kann ich nur allzu gut verstehen, wenn die Attraktivität leiden würde.

    Würde man das aber ernsthaft durchziehen, würde ich mir wirklich eine Bahnhaltestelle am Gewerbepark Stadlau - mit direkter Anbindung an die erhöhte Straßenbahnhaltestelle - wünschen. Wäre durchaus eine interessante Verknüpfung, wie ich finde.
  • grubenhunt schrieb:

    dr. bahnsinn schrieb:

    Wie aus dem Text hervorgeht, sollen die beschleunigten Regionalzüge und nicht die S 2-Züge über Stadlau zum Hbf. geführt werden. Allerdings fahren diese laut aktuellem Fahrplan derzeit als S 7 weiter Richtung Flughafen. Ganz blicke ich da noch nicht durch :
    Lt Fpl 902 sind die Regionalzuege mit der S2 durchgebunden. Die S7 endet in Mistelbach.
    Unter beschleunigte Regionalzüge verstehe ich jene, die zwischen Mistelbach und Laa nicht überall halten. Somit 4 in der Früh (3x R240X Wien Westbahnhof, 1x R290X Wiener Neustadt) und die 4 am Nachmittag (von Wien Westbahnhof, R 24XX).
  • Für eine sinnvolle zweite Stammstrecke die die bestehende entlastet (die Politiker träumen ja immer von einer die in Heiligenstadt beginnt), müsste man Floridsdorf quasi neu bauen und die zweite Stammstrecke bereits dort in den Untergrund legen (5 Bahnsteigkanten sind dafür zu wenig).

    Für mich der schnellste Schritt wäre immer noch ETCS. Mir ist zwar bekannt, dass es vor einigen Jahren eine Berechnung gab, dass PZB eine höhere Kapazität bietet, aber das war wohl I60 vs. ETCS Lv1 ohne RadioInfill. ETCS Lv2 mit kurzen Blockabständen (ohne Außensignalisierung) würde wohl die schwache Bremskurve kompensieren.
  • ETCS wird aber nicht alles lösen. Regelmäßig entstehen Verspätungen durch die Einfädelung der S7 bei Rennweg. Es wäre klüger gewesen, Rennweg - Wien Mitte vollständig viergleisig ausgebaut zu haben, so wären die CAT-Züge auch wesentlich besser unterzubringen. Das hat man sich aber eben verbaut.

    Die Stammstrecke hängt auch ganz wesentlich von ihren Außenästen ab. Ich wage zu behaupten, dass ein viergleisiger Ausbau zwischen Zentralverschiebebahnhof und Flughafen Wien zum Beispiel bereits der Zuverlässigkeit auf der Stammstrecke helfen könnte. In Deutschland oder auch Polen zum Beispiel ist eine Trennung zwischen S-Bahn und Fernverkehr im Schienennetz sehr oft der Fall. Auch außerhalb Hamburgs und Berlins, wo die Stromschiene bei der S-Bahn der Hauptgrund ist. Sowas würde im Raum Wien die Zuverlässigkeit sicherlich wesentlich erhöhen.
  • Ohne eine größere Baustelle aufzumachen, wäre das sicher nicht gegangen, klar. Aber ich denke, wenn man es wollte, hätte man sicher die Trasse verbreitern können. Kostet halt nur entsprechend. Jetzt kann man eh nicht mehr wirklich viel ändern, der Zustand ist quasi festbetoniert.

    Deswegen habe ich ja auch betont, dass die Stammstrecke eben auch von ihren Außenästen abhängt. Da ist auch die Laaer Ostbahn mit drin, wo ja durch eingleisige Abschnitte Verspätungen sich schnell mal übertragen.
  • grubenhunt schrieb:

    Da kannst die Häuser wegreissen.
    Häuser? Wien Mitte - Rennweg sind doch links und rechts Straßen? Der CAT kann sich vermutlich nicht ein Mal ein Gleis leisten.
    Wien Floridsdorf - Praterstern (oder im ersten Schritt bis nach Handelskai) hätte auch 3-gleisig werden sollen, wurde dann eingespart. Der Bahnsteig 5 überlebte nur knapp (ohne dem ging es heute gar nicht mehr).

    J-C schrieb:

    ETCS wird aber nicht alles lösen. Regelmäßig entstehen Verspätungen durch die Einfädelung der S7 bei Rennweg.
    Könnte man in kürzeren Abständen fahren, wäre es aber auch nicht so schwierig die S7 bei Verspätungen später einzufedeln.

    Es braucht aber auf der Stammstrecke gar keine Verspätungen "von außen". Zu den Stoßzeiten entstehen innerhalb Wiens gerne 3 bis 5 Minuten ohne Auslöser.