Fahrplan 2020 - eine Vorschau

  • dr. bahnsinn schrieb:

    Tagsüber wird ein Drei-Minuten-Takt eingeführt, kündigte Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Mittwoch an.
    Hab mir das 16 bis 17h von Praterstern Richtung Floridsdorf angesehen. Abgesehen davon, dass wegen der fehlenden Westbahn ein Zug eine Minute früher fährt, gibt es keinen einzigen zusätzlichen Zug.
    Unterm Strich sinds somit wieder 18 Züge und keine 20, welche es für einen drei-Minuten-Takt benötigen würde.
  • KFNB X schrieb:

    Verkehren nur Samstags ... somit zielt man wohl auf 7-Tages-Urlauber ab. Nur wer kann sich das noch leisten?

    Retour ist es der IC 1011.
    Es sind halt leider sowohl Hinterstoder als auch Spital am Pyhrn nicht grad die Destinationen, wo man ohne Auto wirklich glücklich werden wird...
    Die Talstation zur Wurzeralm ist zwar knapp neben der Bahn, aber halt schon ein ziemliches Stück vom Bahnhof entfernt...
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Der Railjet zur Hinfahrt (IC 1010) ...
    Jaja ;)

    5047.090 schrieb:

    Wer auch immer sich sowas überlegt, fährt selbst wohl nicht Ski bzw. war am We noch nicht in Hinterstoder/Höss.

    Um 11 in Hinterstoder. Dann zum Shuttle, Karte kaufen, Umziehen, zur Gondel, rauf, beim Höss Lift anstehen, runterwedeln, vielleicht was essen und spätestens um 16h muss man eh wieder unten sein, sonst wirds mim Shuttle und Zug nix.
    Dieser Zug ist natürlich für Urlauber gedacht, und nicht für Tagesgäste! Die im besten Fall am Samstag anreisen und am nächsten Samstag abreisen.
  • ...bzw über die Woche verstreut zurückreisen und dann bei der Rückreise eben einmal umsteigen müssen. Und dann gibts wohl auch Leute, die Mittwoch oder Donnerstag anreisen und hauptsächlich Samstags zurückfahren. Am Samstag ist jedenfalls am ehesten eine Spitze in beide Richtungen abzudecken und drum ist der Zug sehrwohl sinnvoll.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass er eine Stunde früher in Wien abfahren sollte, das würde ihn für Tagesausflügler attraktiver machen.
  • grubenhunt schrieb:

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass er eine Stunde früher in Wien abfahren sollte, das würde ihn für Tagesausflügler attraktiver machen.
    wenn man am Morgen um 2 Std früher und abends mind. eine Std später fährt, wäre die Verbindung durchaus für einen Tagesausflug geeignet.
    Wer mit dem Zug dorthin fahren würde, täte das auch ohne diese Direktverbindung.
  • Hängt davon ab. Wenn man eine Woche am Stuhleck Ski fährt, aber dafür jedes Mal von Wien dorthin und zurück fährt, wie ich es tu, dann ist auch der EC um 7:58 eine Wahl, wenn ich halt etwas Schlaf brauch.

    Aber klar, am liebsten nehme ich den Railjet um 5:58, das Gefühl, den Sonnenaufgang am Semmering zu erleben ist unbezahlbar, vor allem wenn es so viel geschneit hat, dass ein Winterwunderland bei Tagesanbruch sich zeigt. Mir fallen keine Worte ein, um dieses Gefühl zu beschreiben. Das kann man mit einem Auto einfach nicht.
  • Franz-Josefs-Bahn: Fehlender Sonntagszug ärgert Grüne

    Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember verliert die Franz-Josefs-Bahn eine beliebte Verbindung, wie die Grünen in einer Aussendung beklagen: Der Zug am Sonntagabend (Abfahrt 21:58 in Limberg/Maissau) wird ersatzlos gestrichen.


    Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 01. Dezember 2019 (14:06)
    Die Maissauer Grünen (mit Elfriede Hofmann) setzen sich gemeinsam mit Georg Ecker für bessere Verbindungen auf der Franz-Josefs-Bahn ein. Foto: Die Grünen

    „Vor allem Ausflügler und Wochenpendler haben diese Verbindung gerne genützt. Ich verstehe nicht, warum dieser Zug gestrichen wird“, ärgert sich Georg Ecker, Landtagsabgeordneter der Grünen. „Man sieht hier, dass der angebliche Ausbau der Zugsverbindungen seitens des Landes ein riesiger Marketing-Schmäh ist“, meint der Hollabrunner, der auch schon Verschlechterungen beim Wagenmaterial kritisiert hat.
    Es brauche künftig viel größere Investitionen in den öffentlichen Verkehr. Die Probleme auf der Franz-Josefs-Bahn seien bekannt: langsame Züge, ein fehlender Taktfahrplan und fehlende Spätzüge, zum Teil eine überlastete Strecke vor Wien, zählt Ecker auf. „Die Landespolitik muss sich mit dem Ausbau der Zugverbindungen beschäftigen, nicht mit dem Hirngespinst namens Europa-Spange – gerade in Zeiten der Klimakrise“, spricht der Abgeordnete die geplante Waldviertelautobahn an. Es sollte massiv in die Franz-Josefs-Bahn investiert werden.
    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • 5047.090 schrieb:

    Auweh... Wer druckt denn ernsthaft so einen Mist ab?
    Niederösterreichische Lokalpolitik halt :S
    Was ich besonders cool finde: "Bereits im April wussten wir über informelle Kanäle [...]" - und das dann als den großen Erfolg der Gemeinde verkaufen zu wollen?!

    Für mich klingt das, als würde die Leistungsbestellung in einem Elfenbeinturm getroffen wo sich irgendwer überlegt wie das Geld wohin verteilt wird, womöglich je nachdem wann wo Wahlen sind...
  • Neu

    dr. bahnsinn schrieb:

    Franz-Josefs-Bahn: Fehlender Sonntagszug ärgert Grüne
    Nicht nur in Limberg-Maissau (siehe Antwort #112), sondern auch in Schwarzenau. Nachzulesen hier:

    Waldviertel: Neue Debatten um Bahn

    Proteste von VP-Verkehrssprecher Jürgen Maier, VOR und ÖBB zu Grünen-Vorwurf über FJB-Ausgrenzung des oberen Waldviertels. Tschechien: Flotte Direktzüge.


    Von Markus Lohninger, Karin Widhalm und Thomas Weikertschläger. Erstellt am 10. Dezember 2019 (17:10)
    Die Grünen Abgeordneten Martin Litschauer und Silvia Moser protestierten am Bahnhof Schwarzenau gegen das Ende des flotten Sonntagnacht-Zuges von Gmünd nach Wien. Der hielt dort gar nie. ÖVP-Verkehrssprecher Jürgen Maier kontert die Kritik. Foto: Die Grünen NÖ
    Der NÖN-Vorabbericht über per 15. Dezember geplante Neuerungen auf der Franz-Josefs-Bahn hatte im Oktober für Debatten gesorgt, ein kleines Detail empörte jedoch erst verzögert: Der Sonntagnacht-Sprinter zwischen Gmünd und Wien-FJB (20.51-22.47) ist Geschichte. Weitere Kritikpunkte haben sich aufgestaut …
    „Kahlschlag“. Die Grünen-Abgeordneten Martin Litschauer und Silvia Moser taten ihren Unmut über den Wegfall des flotten Pendlerzuges am Bahnhof Schwarzenau kund – wo der gar nicht gehalten hatte. Sie beklagen einen „weiteren Kahlschlag für unsere Wochenendpendler, aber auch für Touristen, die am Sonntag die Heimreise früher antreten müssen.“ Zwischen 1. Mai und 26. Oktober wird eine Spätverbindung mit Abfahrt um 19.55 in České Velenice geführt – ansonsten ist der letzte Zug um 19.12 weg.
    Dass zugleich in die Gegenrichtung spätere Nachtzüge von Wien nur bis Sigmundsherberg mit Anschluss Horn geschaffen wurden, werten die Grünen als Signal: Im oberen Waldviertel werde die FJB „demontiert“, die Verbindung nach Horn ausgebaut, der obere FJB-Ast drohe zum Nebenast zu werden.
    VP-Maier: „Kompletter Schwachsinn“. „Endstation Horn?“, fragen sie in Richtung des Horner Stadtchefs Jürgen Maier als ÖVP-Verkehrssprecher – und fordern seine Partei auf, dem Waldviertel statt einer Europaspange eine „zukunftsfähige öffentliche Verkehrsanbindung“ und ein 365-Euro-Öffiticket zu geben.
    Maier sieht im Vorwurf, Horn zur „Endstation“ machen zu wollen, „kompletten Schwachsinn“ und den Versuch, ihn vor der Gemeinderatswahl anzupatzen. Die Schaffung des späteren Nachtzugs bis Sigmundsherberg sei gut für Horn, aber keine Verschlechterung für den Rest des Waldviertels. Im Gegenteil: Auf großen Kundenwunsch sei eine zusätzliche Verbindung um 18 Uhr eingerichtet worden. Als Obmann des Regionalverbandes setze er sich für das gesamte Waldviertel ein. Das verlangt er auch von den Grünen: „Und da bringt es gar nichts, einzelne Bezirke gegeneinander ausspielen zu wollen.“ In der Vergangenheit seien etwa die Halte in Meiseldorf oder Straning im Bezirk Horn für Halte im oberen Waldviertel aufgegeben worden.
    FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl sieht das Waldviertel indes seitens der ÖBB „schon länger stiefmütterlich behandelt“, da sei noch „viel Luft nach oben. Eine Aufwertung ist de facto noch nicht erfolgt.“
    ÖBB und VOR: Zug „in Lage verändert“. Im Sprech von Verkehrsverbund Ost-Region und ÖBB wurde der Nachtzug gar nicht gestrichen, sondern „in seiner Lage verändert“ – er sei auf vielfachen Wunsch auf 18.02 Uhr verlegt worden, die Nutzung sei wegen der späten Ankunft in Wien überschaubar gewesen.
    An Wochenenden und Feiertagen wird ab Gmünd ein Stundentakt eingeführt (Abfahrten 17.08, 18.02, 19.09 Uhr), die 18.02-Verbindung und der Sommerzug um 20.02 Uhr verkehren flott mit wenigen Halten, die anderen bedienen alle Takthalte. Warum nur im Sommer nach 20 Uhr gestartet wird? VOR-Sprecher Georg Huemer: Die Mehrheit der Wochenend-Pendler fahre im Winter mit früheren Zügen, „es gab keinen nennenswerten Bedarf“. Die höhere Frequenz am frühen Abend solle Überlastungen Richtung Wien entgegenwirken.
    SP-Wiesinger pflichtet bei. Geringe Nachfrage nach der 20.51-Uhr-Verbindung bestätigt SPÖ-Abgeordneter Josef Wiesinger: „Sie wurde im Winter kaum genutzt – so ehrlich muss man sein.“ Auch für neuen Nachtzug nur bis Sigmundsherberg zeigt der ÖBB-Bedienstete einen Grund auf: „Die ÖBB hat in den vergangenen Jahren Personal eingespart. Für diese Züge fehlt im oberen Waldviertel das Personal.“ Er hält es aber für denkbar, dass der Zug eines Tages bis nach Gmünd geführt wird.
    Aus der Sicht von Karl Leitner (ÖBB) dürfe der Zug um 22.28 Uhr von Wien-FJB nach Sigmundsherberg wegen betrieblicher Nachtsperre gar nicht bis Gmünd weiterfahren. Zuerst brauche es zudem den Bedarf, so VOR-Sprecher Huemer. Generell sei gerade im Waldviertel das „Öffi-Angebot in den letzten Jahren intensiv und konsequent ausgebaut“ worden, die FJB sei heute ein „modernes, großteils im Takt verkehrendes Top-Angebot, das mit den anderen Verkehrsmitteln der Region gut verknüpft ist“. Von Demontage könne da nicht die Rede sein.
    Wien-Berlin direkt? Gerald Hohenbichler („Pro FJB“) liest indes aus einem ORF-Beitrag zur internationalen Bahn-Verflechtung neue Aufmerksamkeit für die Verbindung Wien-Prag-Berlin über Gmünd als kürzeste Strecke heraus. In Südböhmen werde zumindest die Stärkung des Astes unterstützt, sagte Kreisrat Pavel Hroch in Gmünd: Straßen- und Bahnverbindung zwischen den Ländern müssten forciert werden, „wir alle sind bemüht, auch für die Bahnverbindung Wien-Prag die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen“.
    „Dornröschenschlaf“ endet. In Tschechien würden ab Sonntag „nach 30 Jahren Dornröschenschlaf“ umstiegsfreie Schnellzüge für Prag-České Velenice (2:50 Std.) und Prag-Třeboň (2:20) bis zu viermal täglich in jede Richtung verkehren, so Hohenbichler. Aber: „Leider enden die Verbesserungen an der Grenze.“ An Österreich sei der 150. Jahrestag der FJB-Verbindung Budweis-Eggenburg „sang- und klanglos“ vorübergegangen – es gebe keine Bestrebungen, schnelle Verbindungen Wien-Gmünd zu schaffen und mit den vier Zugpaaren nach Prag zu koppeln. Gehe das so weiter, könne der Gmünder bald schneller mit der Bahn in Prag als in Wien sein.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor