[TT] Ötztal-Landeck: Eine zweigleisige Insel und Begradigung sollen reichen

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  • [TT] Ötztal-Landeck: Eine zweigleisige Insel und Begradigung sollen reichen

    Eine zweigleisige Insel und Begradigung sollen reichen
    Mit zwei Maßnahmen könnte der Zugverkehr zwischen Ötztal und Landeck schneller und vor allem leistungsfähiger gestaltet werden.

    © Thomas Boehm / TT
    Streckenbegradigungen zwischen Ötztal und Roppen sowie eine Ausweiche bei Imsterberg wären die Lösung: Bis Ende des Jahres sollte eine Grobplanung samt Kostenschätzung zur Machbarkeit vorliegen.

    Von Alexander Paschinger

    Imst – Es ist nicht nur die „Fernpassbahn-Studie“, mit der sich der Verkehrsausschuss des Landtages unter Obmann Jakob Wolf (ÖVP)„schienentechnisch“ befasst. Viel konkreter ist man nämlich bei der Optimierung der eingleisigen Westbahnstrecke zwischen Ötztal und Landeck. Anfang März gab es dazu einen neuerlichen Zwischenbericht aus dem Büro von LHStv. Ingrid Felipe (Grüne): Mit einer Streckenbegradigung zwischen Ötztal und Roppen und einer Betriebsausweiche zwischen Imst und Imsterberg könnte die Fahrzeit um acht Minuten verkürzt und ein halbstündiger REX-Verkehr etabliert werden.

    „Die Untersuchungen haben bestätigt, dass zur Umsetzung des verbesserten Fahrplanangebotes keine durchgängige Zweigleisigkeit zwischen Ötztal und Landeck erforderlich ist, sondern mit einem selektiven Ausbau das Auslangen gefunden werden kann“, heißt es im Bericht. Die REX-Beschleunigung erfordere eine zusätzliche Kreuzungsmöglichkeit zwischen Imst und Imsterberg in Form einer „zweigleisigen Insel“. Die Fahrzeit könnte somit um sechs Minuten verkürzt werden.

    Für einen stündlichen Railjet-Halt in Ötztal und Imst-Pitztal „sind weitere fahrzeitverkürzende Maßnahmen in Form von Linienbegradigungen zwischen Ötztal und Roppen notwendig“, heißt es im Bericht. „Wobei hierfür die Zweigleisigkeit nicht unbedingt erforderlich, jedoch wegen der damit erzielbaren höheren Fahrplanstabilität sinnvoll ist.“ Durch den Ausbau beider Teilstücke würde sich die Fahrzeit der REX-Züge um ungefähr acht Minuten verkürzen.

    Derzeit werde von ÖBB und Land eine Grobplanung samt Kostenschätzung zur Machbarkeit der beiden Abschnitte beauftragt. „Die Studie soll bis Ende 2019 vorliegen.“
    „Im Prinzip haben wir die Teilbereiche nun identifiziert“, erklärt Tirols Verkehrsplaner Ekkehard Allinger-Csollich. Vorarlberg strebe einen ähnlichen Ausbau der Schiene an – gemeinsam wolle man mit dem Bund in Verhandlungen treten.

    „Was in welchem Zeitplan realisierbar ist, muss erst verhandelt werden“, so VP-Klubobmann Wolf zum Zwischenbericht. Und zur Fernpassbahn meint er: „Ich gehe davon aus, dass es einen Antrag im Landtag geben wird, in dem LHStv. Felipe mit der Kontaktaufnahme mit dem Bund beauftragt wird.“