Das Ende der WeStBahn?

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  • dass eine offizielle Fusion von der Wettbewerbsbehörde blockiert würde.
    HALLO! Es gibt keine Wettbewerbsbehörde, wenn die Banken das Eigentumsrecht auf die Züge haben! Habe ich das nicht leicht verständlich in Antwort 15 erläutert? Dichtet doch nicht etwas dahin, was es nicht gibt! Außerdem ginge es hier nicht um einen Zusammenschluss nach §7 KartG, sondern um eine Übernahme nach einem Konkurs oder einer Firmenauflösung.
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • westbahn schrieb:

    Außerdem ginge es hier nicht um einen Zusammenschluss nach §7 KartG, sondern um eine Übernahme nach einem Konkurs oder einer Firmenauflösung.
    Warum nicht? Dort geht es um Erwerb und wenn die ÖBB Marke und Züge erwirbt, kann man wohl davon ausgehen, dass es ein wesentlicher Teil des Unternehmens ist, speziell da die Marktstellung auf die ÖBB übergehen würde.
  • ...und jetzt ist es offiziell: *KLICK*

    Chinesische Züge kurzfristig liefern und auch noch zulassen? Na, das schau ich mir an!
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.
  • KURIER schrieb:

    Damit können wir ältere Garnituren (wie die auslaufenden 4020er) möglicherweise früher austauschen. Das wäre gerade in der Ostregion für unsere Kunden ein großer Vorteil", sagt ÖBB-Sprecher Robert Lechner zum KURIER.
    Das ist aber kein Argument für den Erwerb der WESTbahn-DoStos. Ich kann mir deren Einsatz im REX-Verkehr in der Ostregion vorstellen (Westbahn-REX bis Amstetten/St. Valentin, Verstärker-RJ bis ab Linz, FJB, NWB etc.). Dafür sind die KISS an sich auch konzipiert worden und sie könnten die REX-Fahrzeiten dank ihrer guten Beschleunigungswerte entscheidend verkürzen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • westbahn schrieb:

    Chinesische Züge kurzfristig liefern und auch noch zulassen? Na, das schau ich mir an!
    Jetzt sei nicht so kritisch. Siehst du leicht die Züge nicht, die seit Mitte 2018 für Leo Express unterwegs sind? :D
    Wir wissen aber natürlich auch nicht, wann die Westbahn einen allfälligen Vertrag mit CRRC geschlossen hat, vielleicht ist das auch schon einige Zeit her.

    z.B. nach Laa sind durchaus noch 4020 als Regionalzüge unterwegs, die könnte man mit den 100 m Garnituren ersetzen. Die DoSto werden ohne Aufarbeitung wohl auch immer weniger. Wobei ich mit den 200 km/h eher an die REX auf der Westbahn gedacht habe, aber vielleicht steht im Vertrag, dass man nicht in Konkurrenz fahren darf.
  • Jetzt fällt mir nur noch das Kometenlied ein. Der Zeller kauft 17 Leichtloks für den schweren Güterverkehr und der PV will 17 200km/h-Dostos für - selber keine Ahnung - kaufen. Da läuft doch einiges schief!

    Es ist ja nichts Neues, dass die ÖBB PV die KISS schon länger sehr genau beobachtet und eigentlich ziemlich begeistert ist von den Fahrzeugen (auch wenn man das im "Siemens Hoheitsgebiet" nur ungern zugibt) und daher schon länger mit dem Gedanken spekuliert, die Fahrzeuge zu übernehmen, falls die WESTbahn verschwinden sollte. Die ersten Überlegungen dazu gab es ab 2016. Man möchte vonseiten ÖBB PV speziell in der Ostregion die alten Fahrzeuge 4020 und 1144 so gut es geht vor allem von der Stammstrecke weg bekommen, da sie die Hauptschuld an Verspätungen tragen und erst kürzlich eine Strafzahlung fällig war, nachdem die mit dem VOR vertraglich ausgemachte Pünktlichkeit von 95% klar verfehlt wurde.

    Als zukünftige Einsatzgebiete liegen derzeit bei PV AG schwarz auf weiß auf dem Tisch:

    - REX 200 (freiwerden von dringend benötigten CityJets)
    - Einsatz von und nach Flughafen Wien (S7)
    - Ersatz der R bzw. REX auf der Relation (Bernhardsthal -) Wien - Wiener Neustadt (- Payerbach-Reichenau)
    Matthä (ÖBB-Chef): In der Fläche ist aber ein Bus oder ein Auto notwendig.

    Dipl.-Ing Trauner (NÖ Landesreg.): Konkret ist die Eisenbahn ein leistungsfähiges linienbezogenes und in Erhaltung und Betrieb teures Massenverkehrsmittel, wohingegen der Bus ein vergleichsweise kapazitätsschwaches, aber flächenbedienendes, flexibles und preisgünstiges Verkehrsmittel ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • westbahn schrieb:

    Es ist ja nichts Neues, dass die ÖBB PV die KISS schon länger sehr genau beobachtet und eigentlich ziemlich begeistert ist von den Fahrzeugen......
    Da braucht man ja nicht einmal besonders eisenbahnaffin zu sein, um die Vorteile der KISS gegenüber den lahmen RJ-Garnituren feststellen zu können. Es genügt z. B. am Hbf. St. Pölten ein wenig Verweilzeit, wo die KISS und RJX jeweils wenige Minuten vor und nach der vollen Stunde ankommen bzw. abfahren. Die KISS sind fast immer (über)pünktlich, der bahnsteiggleiche Fahrgastwechsel ist innerhalb weniger Sekunden abgewickelt und die Beschleunigung bei der Abfahrt ist beeindruckend. Innerhalb einer Minute ist der ganze Vorgang abgeschlossen. Die RJX sind oft etwas verspätet, der Fahrgastwechsel ist mühsam und dauert fast zwei Minuten und die Anfahrt des Zuges, naja, es ist halt doch um einiges an Masse mehr zu bewegen. Aber der Vergleich geht eindeutig zugunsten der WESTbahn-Züge aus.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die überpünktliche Ankunft hat aber damit zu tun, dass vor der Westbahn alle Züge präventiv zur Seite gestellt werden. Diesen Luxus genießt der RJx nicht.
    Beim Fahrgastwechsel ist der KISS natürlich überlegen (aber auch hier gilt wieder mal: der RJ(x) ist unter heutigen Gesichtspunkten nicht für diesen Einsatz gemacht).
  • Die RJs haben wegen der Taktknoten ohnehin Fahrtzeiten, wo spurtstarke Fahrzeuge gar nicht nötig sind. Bei den RJX geht es auch darum, etwa nach Deutschland, in die Schweiz oder bald nach Italien zu fahren. Außerdem muss ich ehrlich sagen, würde ich in St. Pölten leben und in Wien arbeiten, würde ich den Railjet nehmen. Beim KISS wird das im Tunnel mir einfach zu stressig von der Lautstärke her. Das würde ich auf Dauer wohl nicht aushalten. Beim Railjet hingegen gleitet man geradezu mühelos bei 230 durch die Gegend. Heißt, beide haben Stärken und Schwächen.

    Der KISS ist etwa ein Zug, der auf der Stammstrecke perfekt wäre - unser User Westbahn hat ja ausgeführt, wo man sich die Einsatzgebiete vorstellt.

    bahnforum.info/smf/index.php?t…423.msg1976834#msg1976834

    Hab übrigens seine Quelle ausfindig gemacht.

    Auch ich finde es beeindruckend, wie flott der Zug beschleunigen kann und wie flott der Fahrgastwechsel ist. Aber im Tunnel bei 200 hat er definitiv nicht seine Stärken vom Komfort her.
  • Ich war mit den einflügeligen mal gefahren, es ist immer noch lauter als im Railjet...

    Und geht es am Sinn der Fahrzeuge vorüber? Eigentlich ist die Geschichte des Railjets eine ganz schöne. Zunächst als Super-Premium-Produkt geplant, hat es den Fernverkehr in Österreich auf einen modernen Standard gehoben... man kann darüber diskutieren, dass die Kapazitäten erhöht gehören, keine Frage. Aber prinzipiell ist der Railjet meiner Meinung nach keine falsche Besetzung.
  • Hallo,
    ich bin neu hier :).
    Mich würde es zunächst überhaupt einmal interessieren, warum sich die WESTbahn für einen solchen Schritt entschieden hat (ich glaube das fragen sich viele Andere von hier auch).
    Ich persölich fand die Stadler KISS zum größten Teil ganz gut (der 1. hatte noch seine Schwächen besonders mit dem Druck).

    Die gebrauchten KISS werden ja einiges an Wert verloren haben. Das wird ja beim Ankauf von neuen Garnituren (insoweit es gleich viele sind) ja keine "Erparnisse" bringen (soweit ich das als Laie glaube), da in offiziellen Meldungen ja von wirtschaftlichkeit gesprochen wird.

    WESTbahn schrieb:

    „Da die WESTbahn das einzige Bahnunternehmen in Österreich ohne Subventionen mit Steuergeld ist, müssen die WESTbahn und ihre Eigentümer jede Opportunität nutzen, die sich bietet, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens langfristig abzusichern“, teilt die Westbahn dem KURIER mit
    Quelle: kurier.at/wirtschaft/aufreger-…in-china-ordern/400445992
  • westbahn schrieb:

    Es ist ja nichts Neues, dass die ÖBB PV die KISS schon länger sehr genau beobachtet und eigentlich ziemlich begeistert ist von den Fahrzeugen
    Tatsächlich? Als Außenstehender bekommt man maximal den Eindruck, die PV AG würde alles, außer Siemens scheuen wie der Teufel das Weihwasser.
    (sehen wir nun einmal vom "Ausrutscher" Bombardier Talent 1/3 ab)

    Was hindert die PV AG daran, für den jeweiligen Zweck die bestmöglichen Fahrzeuge zu kaufen, anstatt permanent mit einem (Un)Ding alle Anwendungsfälle erschlagen zu wollen?
  • 5047.090 schrieb:

    westbahn schrieb:

    Es ist ja nichts Neues, dass die ÖBB PV die KISS schon länger sehr genau beobachtet und eigentlich ziemlich begeistert ist von den Fahrzeugen
    Tatsächlich? Als Außenstehender bekommt man maximal den Eindruck, die PV AG würde alles, außer Siemens scheuen wie der Teufel das Weihwasser.(sehen wir nun einmal vom "Ausrutscher" Bombardier Talent 1/3 ab)

    Was hindert die PV AG daran, für den jeweiligen Zweck die bestmöglichen Fahrzeuge zu kaufen, anstatt permanent mit einem (Un)Ding alle Anwendungsfälle erschlagen zu wollen?
    Wie viele Fahrzeugbeschaffungen hatten die ÖBB denn?

    Solange keine hinlänglichen Beweise dafür bestehen, dass die Ausschreibungen auf Siemens zugeschnitten wären, würde ich von derartigen Behauptungen Abstand nehmen.

    Beim Regionalverkehr ist nach der letzten Bestellung bei SGP - das waren die Dostos gewesen - 2 Beschaffungen zugunsten Bombardier und eine zugunsten Siemens ausgegangen. Jetzt kriegen wir sogar noch paar Züge von Stadler. Würden die ÖBB irgendwelche Befangenheiten haben, würden sie sicher nicht sofort zuschlagen wollen.
  • Es gab ja einmal das Gerücht, dass sich Wehinger das Konzept für WESTbahn im Hause ÖBB selbst erstellen liess. Dann wäre auch der KISS schon damals quasi eine ÖBB-Entscheidung gewesen.

    Es gab auch das Gerücht, dass die ÖBBler das überrissen und ihm ein paar faule Eier in dieses Konzept geschmuggelt haben. Und dass sie durchaus vom ersten Tag an damit gerechnet haben, WESTbahn (oder auch nur das Material) in irgendeiner Form zu übernehmen.

    Hat eigentlich WESTbahn noch Optionen auf zusätzliche Fahrzeuge? Das wäre nämlich wirklich interessant!