Das Ende der WeStBahn?

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  • Der Aufsichtsrat der vom Industriellen Hans-Peter Haselsteiner und Sanierer Erhard Grossnigg (beziehungsweise deren Stiftungen) dominierten Westbahn-Mutter Rail Holding AG habe dieser Tage grünes Licht für die Anschaffung von 15 bis 17 Elektrotriebwagenzügen chinesischer Provenienz gegeben. So wie es jetzt aussieht, wird ÖBB-PV die Züge kaufen und sie der WESTbahn bis zur Lieferung überlassen.
  • westbahn schrieb:

    Der Aufsichtsrat der vom Industriellen Hans-Peter Haselsteiner und Sanierer Erhard Grossnigg (beziehungsweise deren Stiftungen) dominierten Westbahn-Mutter Rail Holding AG habe dieser Tage grünes Licht für die Anschaffung von 15 bis 17 Elektrotriebwagenzügen chinesischer Provenienz gegeben. So wie es jetzt aussieht, wird ÖBB-PV die Züge kaufen und sie der WESTbahn bis zur Lieferung überlassen.
    Gibt es schon Antworten darauf wie lange die Herstellung und Lieferung der Züge dauern wird?
    Wurde schon gesagt, ob es sich um ungefähr diese Züge handeln wird? Denn der Aufsichtsrat muss ja schon ein ungefähres Konzept von den neuen Triebwagen haben.
  • Tatsächlich? Als Außenstehender bekommt man maximal den Eindruck, die PV AG würde alles, außer Siemens scheuen wie der Teufel das Weihwasser.(sehen wir nun einmal vom "Ausrutscher" Bombardier Talent 1/3 ab)[/quote

    Hier. Seitdem bei den ÖBB die Fahrzeuge ausgeschrieben werden müssen, kann man nicht mehr sich den Hersteller einfach so aussuchen.

    Die Talent 1, wie die Desiro Classic und Desiro ML findet man in Deutschland auch bei Privatbahnen vor, heißt, es sind Produkte, die längst nicht nur aus Prinzip von einer Bundesbahn bestellt werden.

    Schauen wir nach Deutschland, da hat's einfach viel mehr Ausschreibungen durch verschiedene Besteller gegeben, da ist es klar, dass es da eine größere Fahrzeugvielfalt hat. Österreich ist klein und beschaulich, wenn man da einen Rahmenvertrag über einige Dutzend Elektrotriebzüge aufsetzt, hat man schnell mal die halbe Republik versorgt.

    Mit anderen Worten, ich bin mir sicher, dass Stadler am Ende auch eine Ausschreibung bei den ÖBB gewinnen wird. Da geht es denke ich so gar nicht um irgendwelche Dogmen oder so.
  • Man kann fast das Gegenteil behaupten, wenn es etwas anderes gab, hat es die ÖBB genommen.
    Welche großen Ausschreibungen gab es?

    Taurus -> ein unerreicht attraktiver Preis
    Talent 1 -> Bombradier
    Railjet -> soetwas hatte Bombardier nicht, zusätzlich die Endfertigung in Wien
    Desiro ML -> War ursprünglich eine Ausschreibung für Bayern und dort schätzt man gute Fahrzeuge. Hatte Bombardier etwas vergleichbares?
    Talent 3 -> Bombardier
  • 5047.090 schrieb:

    Ich hab geschrieben, man bekommt den Eindruck. Behauptet hab ich nix. Kann ich auch schwer und will ich erst gar nicht.
    Sorry, ich hätte früher manch eine Kommentarspalte meiden sollen, da gibt's einige, die glauben wirklich, die ÖBB würden selbst dann bei Siemens bestellen, wenn die anderen es besser und wirtschaftlicher könnten, wegen "Freunderlwirtschaft" oder so'n Zeug...

    Aber danke, @KFNB X für deinen Einwurf. Bei der Ausschreibung über Reisezugwagen hat man noch extra die Anforderungen entschärft, damit auch Bombardier bieten kann und trotzdem machte Siemens das Rennen.
  • Und jetzt hebt man ab April auch gleich die Tarife der WESTspartage um 20% an:

    Salzburg–Linz €11,99
    Salzburg –Wels €11,99
    Amstetten – Attnang-Puchheim € 11,99
    Amstetten – Vöcklabruck € 11,99

    St. Pölten – Attnang-Puchheim € 17,99
    St. Pölten – Vöcklabruck € 17,99
    Salzburg – Amstetten € 17,99

    Wien – Linz € 18,99
    Wien – Wels € 18,99

    St. Pölten – Salzburg € 22,99
    Wien – Attnang-Puchheim € 22,99
    Wien – Vöcklabruck € 22,99

    Wien – Salzburg € 25,99
  • KFNB X schrieb:

    Man kann fast das Gegenteil behaupten, wenn es etwas anderes gab, hat es die ÖBB genommen.
    Welche großen Ausschreibungen gab es?

    Taurus -> ein unerreicht attraktiver Preis
    Talent 1 -> Bombradier
    Railjet -> soetwas hatte Bombardier nicht, zusätzlich die Endfertigung in Wien
    Desiro ML -> War ursprünglich eine Ausschreibung für Bayern und dort schätzt man gute Fahrzeuge. Hatte Bombardier etwas vergleichbares?
    Talent 3 -> Bombardier
    Mein Posting bezog sich lediglich auf die Anschaffungen an sich (und nicht, warum man sich wofür entschlossen hat). Hierbei jedenfalls seit Kauf der DoSto, die ja letztlich auch Siemens sind, also inkl. 5022, RJ, NJ und neue IC, 1x16, 474x, 4x2x und 4758.

    Daher nun auch weder als Behauptung oder Unterstellung meinerseits zu verstehen.
  • 5022 hab ich vergessen, bei den Doppelstock ist die erste Serie aus den 90er und fällt für mich noch unter "alt".

    Der Kurier bringt heute auch noch Bombardier als Partner von CRRC in Spiel, diese dementieren aber und behaupten mit dem Joint Venture (Bombardier Sifang Transportation) nur China beliefern zu wollen. (400446739, 26.03.2019, kurier.at)


    Wenn die Kohle tatsächlich knapp ist, dann ist vermutlich eine chinesische Finanzierung nicht unattraktiv.
  • westbahn schrieb:

    Chinesische Züge kurzfristig liefern und auch noch zulassen? Na, das schau ich mir an!
    Dass sie es können, haben die Chinesen schon bewiesen, auch wenn es sich dabei um das Bombardier-Joint Venture handelt. Siehe Zitat:

    dr. bahnsinn schrieb:

    Die China Railway Corp hat das 50:50 Joint Venture Bombardier Sifang (Qingdao) Transportation (BST) mit der Lieferung von zehn CR400AF "Blue Dolphin"-Hochgeschwindigkeitszügen im Auftragswert von 2,2 Mrd. Yuan (276 Mio. EUR) beauftragt. Die Beauftragung erfolgte Ende September mit einer Lieferfrist von lediglich drei Monaten, das heißt, die Fahrzeuge müssen bis Ende des Jahres geliefert werden.
    Zitiert aus diesem Thread.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Im Standard wird darüber spekuliert, dass CRRC nicht nur über WESTbahn in den europäischen Markt eindringen, sondern auch bei WESTbahn selbst einsteigen möchte. In Betracht käme die 17,4 % - Anteil der SNCF, da diese an ihrem Engagement bei WESTbahn angeblich nicht mehr sonderlich interssiert sein sollen. Der mögliche Einstieg der Chinesen bei WESTbahn wird allerdings vom dritten Aktionär, Erhard Grossnigg, der über die Augusta-Holding 32,7 % an WESTbahn hält, dementiert.

    Der Standard und Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Man kann sowas von ihm erwarten.

    Man kann auch erwarten, dass man auf der Südbahn seinen Anschluss schafft, wenn man nach dem Serviervorschlag von Scotty vorgeht.

    Bei beidem sehe ich eine relativ niedrige Chance, dass sich die Erwartungen erfüllen. Bei ersterem liegt der Fokus doch primär auf's Business, beim zweiteren hat man einen Fahrplan, der einem Glücksspiel ähnelt.
  • KFNB X schrieb:

    z.B. nach Laa sind durchaus noch 4020 als Regionalzüge unterwegs, die könnte man mit den 100 m Garnituren ersetzen. Die DoSto werden ohne Aufarbeitung wohl auch immer weniger. Wobei ich mit den 200 km/h eher an die REX auf der Westbahn gedacht habe,
    Laut EÖ-Heft 4/2019, S. 170, kommt auch noch der CAT als Einsatzgebiet (nach entsprechender Adaptierung für den Gepäcktransport) infrage. Grund dafür sind die hier schon mehrfach angesprochenen gravierenden Rostschäden bei den DoSto-Garnituren, weshalb die ÖBB diese durch vier- und sechsteilige DoSto-E-Triebzüge mit 100 m bzw. 150 m Länge ersetzen wollen. Da auch die CAT-Garnituren aus ehemaligen ÖBB-DoSto-Wagen bestehen, hat sich die CAT-Betreibergesellschaft entschlossen, sich bei der Bestellung neuer DoSto-Triebzügen den ÖBB anzuschließen. Aus meiner Sicht scheinen die vierteiligen WESTbahn-DoSto für den Flughafenverkehr durchaus geeignet zu sein.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Mir erscheinen die dort eher als Verschwendung.

    Wäre ich ÖBB, würde ich noch einige KISS (evtl nur für 160, sind sicher günstiger) kaufen und die WESTbahn KISS im Mittelstreckenverkehr einsetzen, idealerweise Wien - Salzburg, dafür sind sie ja gemacht. Und mir kann niemand sagen, dass WESTbahn da noch lange fahren wird. Aber die Dinger fahren nun 200 und haben immerhin eine gastronomische Einrichtung, da ist jede andere Verwendung als Wien - Salzburg Verschwendung.

    Abgesehen davon, die rj mit vormals IC-Halt derschnaufen das eh nicht, nona, bei Haltestellenabständen von 4 bis max. 24 Mminuten.

    Und die zusätzlichen KISS kann man dann im REX- und sonstigen Nahverkehr einsetzen, die sind von der Wartung her kompatibel, also wird (wenn man die anderen DOSTOS irgendwann ausmustert) die Flotte vereinheitlicht.

    Es tät' mich nicht wundern, wenn es sogar schon einen Vorvertrag zwischen ÖBB und Stadler gäbe.

    Weil, dass WESTbahn scheitert war doch von Anfang an absehbar, und den Plan, in dem Fall die Fahrzeuge zu übernehmen, wird es wohl schon seit Längerem geben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

  • Für die ÖBB ist es nicht so leicht einen Lieferanten "auszuwählen". Für die RJ-IC wären Doppelstockfahrzeuge durchaus angebracht (für den FV, keine adaptierten KISS), aber jetzt hat man nunmal den riesen RJ, RJ-IC Fuhrpark. Ich könnte mir in dem Zusammenhang auch vorstellen, dass die 200 km/h für den KISS zu viel Verschleiß bedeuten.

    Ich habe Zweifel, dass bei der ÖBB so gute Strategen sind, die auch noch etwas zu sagen haben.

    Zufall oder nicht, es steht heute einer in Flo: