Das Ende der WeStBahn?

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  • Das Ende der WeStBahn?

    Bereits am Mittwoch habe ich über eine Ausschreibung von gebrauchten Doppelstock-Fernverkehrszügen der DB geschrieben: [DE]: DB - Beschaffung von Bestandsfahrzeugen für den Fernverkehr (Doppelstock, Markterkundung) . Da war die WeStBahn die einzige die meines Wissens dazu gepasst hätte.

    Nun bin ich über eine Ausschreibung der ÖBB gestolpert, welche 1:1 die WeStBahn-Züge wiederspiegelt (bis 4.4. 12h): ted.europa.eu/TED/notice/udl?u…:135069-2019:TEXT:DE:HTML

    • 17 Stück
    • 200 km/h
    • ca 100 m (4-teilig)
    • ca 150 m (6-teilig)


    Ob da schon das Ende der WeStBahn vor der Tür steht?
  • Und ich wüsste nicht,..
    Ja, das glaube ich dir ung'schaut! Flixtrain ist sehr wohl ein lizenziertes Eisenbahnunternehmen! LeoExpress hat durch einen Asset Deal die Trassenrechte der insolventen Locomore übernommen. Flixtrain fährt nun auch die ehemaligen HKX-Verbindungen - das sind jene, für die man einige ex-4010-Wagen restauriert - und mittlerweile auch komplett verschrottet - hat. Derzeit ist FlixTrain/FlixMobility im Fernverkehr, abgesehen von ausländischen Bahngesellschaften, der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn.
  • Ansich ideal:

    Halbstundentakt mit den KISS mit Halt in Wien HBF, Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf und Stundentakt mit der RjEx, einmal von/nach Praterstern, einmal von/nach Flughafen.

    Für die Kiss kann man da wohl eine Fahrzeit so um die 02:40 von Wien HBF nach Salzburg HBF rechnen.
  • Noch einmal, Flixtrain selbst hat keine Züge. Flixbus etwa hat auch nur einen einzigen Zug.

    Stattdessen vermittelt Flixtrain Leistungen, die von BTE und Leo Express erbracht werden.

    Es spräche gehen die Unternehmensphilosophie, wenn Flixtrain auch nur einen eigenen Zug in Eigenregie fahren würde.
  • Noch einmal, Flixtrain selbst hat keine Züge.
    Wo habe ich das behauptet? FlixTrain ist ein EVU und somit verantwortlich für den Betrieb! Ob die selbst Züge haben, ist in eisenbahnrechtlicher Hinsicht völlig unerheblich. Auf Österreich umgemünzt: Die NÖVOGerln sind kein EVU, verantwortlich für den Betrieb (z.B. des ReblausExpress) ist WLB/WLC.


    Halbstundentakt mit den KISS mit Halt in Wien HBF, Wien Meidling, Tullnerfeld, St. Pölten, Amstetten, St. Valentin, Linz, Wels, Attnang, Vöcklabruck und Neumarkt-Köstendorf und Stundentakt mit der RjEx, einmal von/nach Praterstern, einmal von/nach Flughafen.
    Ja, träum weiter. Sollte ÖBB-PV den Deal nicht machen, wird PV große Schwierigkeiten haben, die Ex-Westbahn-Nutzer in die Railjets zu bekommen. Also wird - wenn sie den Deal machen - vorerst gar nichts Anderes überbleiben, als die Züge so einzusetzen wie jetzt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Schön, aber somit wird Flixtrain auch keine Züge übernehmen können, was ja deine Behauptung ist
    Ja, irgendwie reicht es bei dir intellektuell nicht, meinen Ausführungen zu folgen! Macht aber auch nichts!


    hat die WESTbahn doch schon eine Kooperation mit LEO.
    ...die sich relativ sicher in nicht allzu ferner Zeit in Luft auflösen wird.

    Tja, zehn Jahre MINUS und immer nur "hineinbuttern" reicht scheinbar den Geldgebern.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Da wird sich wohl Reschreiter in den nächsten Tagen etliche Anfragen bezüglich der Zukunft der Westbahn anhören und beantworten müssen. Oberschlauberger WESTbahn Betriebsrat Reschreiter, ein echter qualitativer Quantensprung, der nicht einmal unbezahlte Pausen von anderen Tätigkeiten unterscheiden kann und sich nicht einer Arbeitsverweigerung zu schade ist. Das Verlassen des Schiffs geht dann aber bei der WESTbahn trotzdem auf allen Ebenen munter weiter. Der Leiter Instandhaltung hört auf und der Leiter Betrieb legt sich mit BM Hofer und Vize Strache ins Bett, will Kenntnisse für Tfzf zentral registern. Blöd nur, dass es eine DSGVO gibt, womit er als Privatier hier nur auf Freiwilligkeit der EVU bauen kann. Der KP hat inzwischen von zumindest den Gerüchten, eventuell auch von den Ausschreibungen seitens DB und PV AG Wind bekommen und trällert den WESTbahnern die Welt wieder einmal, wie sie ihm gefällt. Der Mitbewerber ist ja so neidig auf die eigene gute Geschäftsentwicklung und bei Förderungen und Subventionen wird die ÖBB ja so unfair bevorteilt, was sich ändern muss. Der KP will ja auch endlich ein Stück vom Steuergeldkuchen haben, auch wenn er sich immer brüstet ach so eigenwirtschaftliche Dauerverluste zu fahren. Er verschenkt die Fahrten (kaum genug Stewards, um die Karten zu kassieren, ein Steward pro Wagen ist längst und inzwischen auch vier Stewards am Sechsteiler Geschichte, mit Glück sind drei an Bord) zugunsten des Füllungsgrades lieber zum Schleuderpreis als mit Tickets Einnahmen zu lukrieren. Dient ja nur dazu, die Marktposition zu stärken, besser ein voller Zug als etwas damit verdient. Ja, die Entscheidungen der Geschäftsführung sind sinnvoll und durchdacht. So wie 2017 als 10 neue Garnituren beschafft wurden, ohne bis in den Spätherbst überhaupt zu wissen, was damit gefahren werden soll. Als Notlösung dann der große Wurf Praterstern, mit dem man sich 75% Fahrgastzuwachs im ersten Jahr erwartet hat. Geworden sind's etwa 15% Gesamtplus wobei hauptsächlich eine Verlagerung vom Westbahnhof zum Praterstern stattgefunden hat, Ws:Nw von etwa 60:40 zu 40:60.

    Natürlich geht die WESTbahn weiter - der Postbus existiert ja auch noch immer, als "ein Unternehmen der ÖBB". Was auf der Straße möglich ist, kann auf der Schiene ja auch nicht schaden. Kann man mit einem Billigcarrier unter dem eigenen Dach doch auch die Knauser als Kundschaft bedienen und halten ohne sie dem Normalfahrgast im Jet zumuten zu müssen. WESTbahn also "bald(?) ein Unternehmen der ÖBB"?
  • Ich habe Zweifel, dass der PV die WeStBahn im heutigen Format weiterführen könnte. Ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll wäre. Ein Stundentakt (und somit ohne Konflikte bei den Taktknoten) wäre wohl ausreichend, wenn man es als Billig-Schiene erhalten möchte. Die restlichen Garnituren kann man auch sonst gut gebrauchen.


    westbahn schrieb:

    WESTbahn also "bald(?) ein Unternehmen der ÖBB"?
    Wird wohl bei der aktuellen Wettbewerbssituation kaum durchgehen.
  • Aber geh! Die ÖBBs sind auf allen Strecken marktbeherrschend, trotz über 40 "Privat"-EVUs. Die Fahrzeuge stehen, wie in solchen Fällen allgemein üblich, unter Eigentumsvorbehalt der finanzierenden Bank(en). Der Kredit(Leasing)vertrag sieht üblicherweise vor, dass die kreditnehmende Gesellschaft eine bestimmte Eigenkapitalquote haben muss. Ist das nicht (mehr) der Fall (weil z. B. die Eigentümer kein weiteres Kapital zur Auffüllung der Verluste mehr einschießen wollen), hat der Kreditgeber das Recht, den Vertrag zu kündigen und die unter Eigentumsvorbehalt stehenden Züge zu verwerten. Es kann daher auch gut sein, das die oder eine der finanzierenden Bank(en) sich auf dem Markt umgeschaut hat und mögliche Interessenten für die Züge angefragt hat, die dann gleich eine Ausschreibung veröffentlichen, um den Vorschriften zu genügen und um später keine Zeit zu verlieren.
  • Ich meine, die WESTbahn ist durchaus eine erfolgreiche Marke. Wenn man die weiter verwerten kann, why not?

    Als ich das erste Mal in Freilassing (ja, das war schon eine Weile her) einen WESTbahn Zug sah, wusste ich etwa noch nicht, dass es sich dabei um einen Konkurrenten der ÖBB handelte. Als Marke hätte es was.
  • Wenn ein Anbieter seit 8 Jahren sich im österreichischen Fernverkehr behauptet und soweit es an Fahrgästen nicht mangelt, kann man von einer Marke sprechen, die erfolgreich ist. Wer auch immer auf der Weststrecke unterwegs ist, wird früher oder später die Westbahn kennen.

    Wieso sollte man da nicht von einer erfolgreichen Marke reden können?
  • Sicher hats was an sich, es gibt ja genug Leute, die vor sich hinhaluzinieren wie schön und wie toll WESTbahn wäre und wie grauenhaft die Beamteneisenbahn ist. WESTbahn ist eine eingeführte Marke und die Fans kennen ja die Umstände nicht (ich brauch da nur an meine unbedarfte Schwester denken). Man müsste diesen Anti-ÖBBlern ja nicht unebdingt auf die Nase binden, dass WESTbahn ein Unternehmen von ÖBB-PV wäre und hätte sich diese als Kunden gesichert.

    Ich kann mir aber genauso wie KFNB vorstellen, dass eine offizielle Fusion von der Wettbewerbsbehörde blockiert würde.